Der Martin von Kwerfeldein.de fragt nun zum zweiten mal nach allen deutschsprachigen Fotografieblogs um eine umfassende Liste aufzustellen.
Ich glaube beim letzten Mal war visuelleGedanken.de noch nicht so stark auf Fotografie fokussiert und ich habe daher nicht teilgenommen. Diesmal jedoch bin ich mit vollem Elan dabei. Ich darf da nicht fehlen, denke ich mir. :D
Um an der Blogparade teilzunehmen soll man ein paar Fragen beantworten. Los geht’s!
Was hat Dich dazu bewegt, über Fotografie zu bloggen?
Naja, mein Blog lief so vor sich hin. Gespickt mit einer Reihe von Themengebieten. Ich habe dann versucht einen zweiten Blog rein zum Thema Fotografie zu eröffnen, da ich es toll finde meine Gedanken und Fotos mit anderen zu teilen, Feedback zu bekommen, zu diskutieren und hier und da wo es mir möglich ist Tipps zu geben. Die Fotografie ist einfach das Gebiet auf dem ich mich am Besten auskenne und das mich auch einfach nicht mehr loslässt.
Über welche Themen schreibst Du selbst am liebsten?
Och, das ist eigentlich ganz verschieden und auf nichts beschränkt. Ich mag es jedenfalls, wenn die Artikel auch irgendwie optisch ansprechend aussehen. Daher schreibe ich gerne Einträge mit schönen Bildern. Zum Beispiel Fotografenvorstellungen oder Ähnliches. Bin da aber wirklich total offen. ;)
Welche Artikel sind die wichtigsten Deines Blogs (ca. 2-5)?
Uh, da erwischst du mich aber auf dem falschen Fuss, Martin. Am besten einfach mal durchklicken. Ich kann da schlecht eine Reihenfolge nach Wichtigkeit erstellen. Aber das Interview kürzlich mit Daniel Gebhart war schön.
Weisst Du schon, was die Leser Deines Blogs 2009 erwarten wird?
Haha, nein. Ich lasse mich einfach mal treiben und schaue was das Jahr bringt. Wobei ich natürlich eine ungefähre Marschrichtung im Kopf habe. Insgesamt habe ich jedenfalls ein sehr gutes Gefühl, was das Jahr 2009 fotografisch und bloggerisch angeht.
Wieviele Artikel veröffentlichst Du im Schnitt pro Woche?
Eine Regel gibt’s da nicht, aber ich würde mal schätzen es sind so ca. vier richtige Artikel. Dazu kommen dann noch die „Shorts“, wie zum Beispiel dieser.
Wer auch an der Blogparade teilnehmen will hat noch bis zum 06. April Zeit. Alles was Ihr dazu wissen müsst erfahrt Ihr hier.
Nachdem mir gestern das bestätigt wurde, was ich mir schon dachte und auch schon gelesen hatte, habe ich eben auf „Bestellung abschicken“ geklickt und bin ab morgen stolzer Besitzer eines Eizo S2231. Gratuliert mir!
Jetzt reicht’s aber auch erstmal mit Geld ausgeben…
Wie angekündigt habe ich jetzt ein 50mm 1.8er mit der dazugehörigen Gegenlichtblende. Wirklich testen konnte ich das gute Stück noch nicht. Spätestens an Karfreitag wird es einem ersten Härtetest unterzogen. Da werde ich nämlich bei einem Kochevent fleißig fotografieren und nebenher noch ein bisschen mitkochen. :D
Langsam aber sicher habe ich genug von meinem Monitor (Samsung Syncmaster 226BW). Für einen Otto-Normal-Verbraucher ist er super, aber von Farbtreue hat er leider noch nie was gehört.
Also schaue ich mich jetzt nach einem neuen um, bzw habe ich das schon getan. Aus erster Hand meiner Kollegen habe ich Erfahrungsberichte zum Eizo FlexScan S2231 bekommen und konnte Ihn auch schon selbst in Augenschein nehmen. Dabei haben wir ihn mal neben einem 20″ Cinema Display aufgebaut und die beiden verglichen. Ergebnis: Der unkalibrierte Eizo war besser als das hardwaresoftwarekalibrierte Cinema Display.
Ich bin also schon kurz davor den Eizo zu kaufen, da er in der Preisklasse von ca. 560€ wirklich ein absolutes TOP Gerät ist mit dem ich dann endlich richtig Fotos bearbeiten könnte. Leider ist sein Äußeres nicht so der Knaller, was für mich, der den Applestil gewohnt ist, eigentlich schon wichtig wäre.
Aber nun gut, wie mein Kollege so schön sagt: „Die inneren Werte zählen.“
Dennoch stellt sich mir die Frage:
Wieso sehe ich oft profesionelle Fotografen o.ä. an einem Cinema Display arbeiten, wenn es doch scheinbar von bspw. Eizo für gleiches oder gar weniger Geld bessere Monitore gibt?
Sind die 23″ oder das 30″ Cinema Display deutlich besser als das 20″er, weil sie HD sind?
Also heute kam immerhin schonmal die Gegenlichtblende. Ist ja auch ne Schweinerei, dass man die bei Canon extra dazu kaufen muss. Für das Objektiv habe ich noch keine Versandbestätiung. Aber diese Woche brauche ich es ohnehin nicht mehr.
Wenn alles gut geht, werde ich am Wochenende endlich mal wieder Landschaftsfotografie machen. Schön mit Stativ und Kamera in der Natur rumlaufen und die Ruhe genießen. :)
Ende letzter Woche hatte ich die Möglichkeit ein Interview mit Daniel Gebhart zu führen. Daniel ist Fotograf, 26, verlobt, geboren in Tirol und lebt jetzt in Wien und betreibt dort zusammen mit Nadine Bargad das Fotostudio „Sonnendeck„.
Aber nun auch ohne viel Vorgerede zum Interview. Viel Spaß!
Martin: Ich weiß, dass du ursprünglich einen anderen Beruf gelernt hast. Wie kam es dazu die Fotografie Vollzeit zu betreiben?
Daniel: Als Systemadministrator war ich immer nur der Arsch. Mit meinen Fotografien bekam ich sehr schnell sehr direktes Feedback und auch hin und wieder mal ein wenig Lob. Das war eine vollkommen neue Erfahrung die mich stark motiviert hat. Meinen Biss und die große Begeisterung an meiner neuen Passion bemerkten auch einige Agenturen und Neukunden, die mich schon bald sehr gut auslasten konnten. Eigentlich dachte ich mir, dass ich neben der Fotografie noch öfters IT-Jobs annehmen werden müsste um über die Runden zu kommen. Doch das war dann zum Glück nicht so und ich merkte, dass ich mit meiner neuen Leidenschaft auch beruflich sehr erfolgreich sein kann.
M: Das Fotografenleben ist sicherlich nicht immer so einfach wie man sich das als Hobbyfotograf vorstellt. Auf was muss man sich einstellen, wenn man Fotograf werden will?
D: Womit ich nie gerechnet hatte ist, wie viele Jobs man als selbständiger Fotograf plötzlich hat. Die Zeit hinter der Kamera wird nämlich verschwindend klein im Vergleich zur Zeit die man mit Buchhaltung, Organisation, Gesprächen, Marketing, Location Scouting, Projektmanagement, Retusche, etc. verbringt.
M: Man muss also quasi ein kleines Allround Talent sein?
D: Oder die richtigen Leute finden die einem dabei unterstützen.
M: Du warst für ein Praktikum von März bis Juni 2008 in New York bei Magnum Photos, wie kam es dazu und wie hat es Dir gefallen?
D: Ich habe mich dort ganz regulär bei denen beworben und rechnete eigentlich nicht damit noch jemals was von ihnen zu hören bis dann kurze Zeit später die frohe Botschaft kam. Die Zeit in New York war sehr lehrreich und interessant. Ich habe viele Bilder gemacht (http://photographer-in-ny.com/) und bin ziemlich viel rum gekommen. So war ich auch öfters am Land in Philadelphia/Pennsylvania, am Meer in Long Island und Long Beach sowie in Miami Beach – wenns mir wie so oft zu laut und stressig wurde in New York City. Zum Glück lebte ich in einer sehr sehr schönen Gegend in Brooklyn / DUMBO – dort gibt es viele schöne Galerien und es fand dann auch das New York City Photo Festival genau vor meiner Haustüre statt. VII hatte seinen Hauptsitz direkt neben mir. Und um die Ecke war Power House Books wo ständig neue Bücher bei Freibier vorgestellt wurden.
M: Was fasziniert dich an der Fotografie am Meisten?
D: Wie viele fragen hast du noch? können wir die auslassen?
M: Haha :D Fragen sind genügend da. Welches Equipment nutzt du? (Kamera, Monitor, Bildbearbeitungssoftware)
D: Ich fahre zweigleisig. Analog und Digital. Mein Herz schlägt für die analoge Fotografie. Digital verwende ich hauptsächlich kommerziell. Analog für freie Projekte. Einer meiner liebsten Analog-Kameras, der Mamiya7, habe ich sogar ein eigenes Weblog gewidmet (http://mamamiya.at/). Seit kurzem habe ich mir eine analoge Kleinbildkamera von Nikon (FA) gekauft mit der ich jetzt auch alle meine digitalen Fixbrennweiten, die sonst auf der Nikon D700 stecken verwenden kann. Partyfotos und sonstige trashige Bilder ala http://danielgebhart.com/multimedia/notrb/ schieße ich gern mit der Contax T2 – eine Point and Shoot. Vor kurzem habe ich mir sehr viele 220er Mittelformat Filme gekauft, mit denen ich 32 Bilder auf meiner Contax 645 (6 x 4,5) raus bekomme. Daher schieße ich auch mit der wieder vermehrt. Von einer meiner aller schönsten Kameras, der Bessa R2M (http://danielgebhart.com/blog/2009/03/12/voigtlaender-bessa-r2m-zu-verkaufen/) trenne ich mich gerade. Denn die meisten Kameras verlieren nach einer gewissen Zeit ihren Reiz und es wird Zeit neue Kameras, Filme, Objektive zu verwenden und frischen Wind in den eigenen Stil zu bringen finde ich. Ahja, als Monitor verwende ich einen hardwarekalibrierten Eizo und natürlich Adobe Photoshop unter Mac OSX.
M: Das Video deiner Verlobung (http://danielgebhart.com/blog/2009/02/27/wir-sind-verlobt/), zu der ich euch auch noch herzlichst gratuliere, finde ich eine großartige Idee und ist auch sehr schön umgesetzt mit der Verbindung von Video, Ton und Fotos. Würdest du auch gerne für Kunden mal Video/Foto Produktionen machen? Ich denke da besonders an die DSLR Generation mit Videofunktion.
D: Danke, Martin. Das Video hat nur nebenbei mitgedreht. Wir haben es zum Glück schnell vergessen wärend der ganzen Aufregung rund um den Antrag. Lara konnte ich das Video unbemerkt unterjubeln in dem ich ihr gesagt habe ich möchte uns beim Tanzen filmen vor dieser wunderschönen Kulisse. Wir hörten romantische Musik mit Kopfhörern übers iPhone und ich wollte somit die richtige Stimmung aufbauen. :) Für Kunden mache ich schon seit längerem immer wieder mal Fotoslideshows mit Ton/Musik unterlegt. Das mit dem Video werde ich demnächst auch kommerziell mal testen. Der erste Kunde bekommt es gratis dazu und freut sich bereits darauf.
M: Na das klingt doch sehr gut. Und der Antrag war ja wirklich super geplant und absolut romantisch. :) Die Fotografie ermöglicht dem Fotografen, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Was machst du, wenn du mal in einem „Kreativloch“ steckst?
D: Ich verreise gerne und viel (http://www.dopplr.com/traveller/dkg). Aber auch kurze Thermenaufenthalte und Wochenendtrips reichen oft aus um neue Energie zu tanken.
M: Gibt es eine besonders schöne fotografische Erfahrung, die du auf einer deiner Reisen gemacht hast?
M: Wo siehst du deine größten Schwächen in der Fotografie an denen du noch arbeiten musst?
D: Ich hätte oft gerne mehr Geduld und Gelassenheit. Womöglich liegt das aber auch an meiner „Jugend“. Der ständige Tatendrang macht mich manchmal echt wahnsinnig.
M: Besser als irgendwann Still zu stehen und sich nicht mehr zu entwickeln. Wo siehst du dich in einem Jahr?
D: Vermehrt im Editorial und Reportage Bereich für schöne Blätter, die gute Fotografie zu schätzen wissen.
M: Hast du da eine bestimmte Strategie, die Jobs zu bekommen, die du gerne machen würdest?
D: Einer meiner wichtigsten Vorsätze für dieses Jahr war es öfters mal Jobs, die mir nicht so liegen abzusagen und dafür weniger Aufträge, diese dafür allerdings umso genauer und professioneller abzuwickeln. Die Strategie ging bisher recht gut auf.
M: Das ist doch sehr schön, wenn das ob der aktuellen allgemeinen wirtschaftlichen Lage funktioniert. Freut mich für dich! :) Und zum Schluss noch die Frage, die jeden immer interessiert: Welchen Tipp kannst du angehenden Fotografen mit auf den Weg geben?
D: Wenn man will, dann geht alles. Es ist wichtig ein Ziel vor Augen zu haben und alles daran zu setzten dieses zu erreichen. Wenn man es dann noch schafft sich dafür mehr Zeit als ich zu nehmen und die Sache etwas gelassener angeht, dann hat mans echt geschafft. :)
M: Vielen Dank für Deine Zeit, Daniel! Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und Erfolg mit der Fotografie!
Wenn ihr über alles was Daniel so macht immer auf dem neusten Stand sein wollt, hier gibt es seinen ultimativen RSS Feed. Ihr findet Ihn außerdem hier auf Twitter. Und für alle die oben keinen einzigen Link angeklickt haben, hier Daniels Blog:
Kurze Statusmeldung zum iPhone: Ich habe Donnerstag Abend nen Anruf bekommen, es sei wieder da. War Freitag im T-Mobile Store und habe es abgeholt. Dann sogar erfahren, dass es ein ganz neues ist. Diesmal ohne diesen Pixelfehler oder was das war und bisher auch noch mit Ton. =)
Palermo Shooting ist ein Film von Wim Wenders und Ende November 2008 in die Kinos gekommen. Campino, der Frontmann der Toten Hosen spielt darin die Hauptrolle, den Fotografen Finn. Es geht um Fotografie, Liebe und den Tod.
Irgendwie ist dieser Film bei mir in Vergessenheit geraten. Allerdings habe ich heute in der Mittagspause ein Interview mit Wim Wenders gelesen in dem er über den Film und Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie spricht. Da bin ich wieder neugierig geworden.
Hat von euch jemand den Film gesehen? Wie hat er euch gefallen?