Ein paar kurze Worte zum Workshop/Vortrag gestern in der FH Wedel in Hamburg von Calvin Hollywood.
Es war großartig! Calvin ist ein super Kerl, sehr lustig und bringt die Techniken/Funktionen von Photoshop, sowie die Leidenschaft für das, was er tut brutaaal (Insider) gut rüber! Und das für schlappe 30€ für ca. 6,5 Stunden vollgepackt mit Input. Ich habe mir einige Notizen gemacht und werde sicher mal einiges davon testen. Generell hat es mir viel gebracht. Nicht nur einzelne Techniken sondern für die ganze Herangehensweise an Probleme und die Einstellung, ein Ziel zu haben und das unbedingt erreichen zu wollen.
Vielleicht habt ihr von den Teaser Videos mitbekommen, die Chase Jarvis für seinen morgige Vortrag im Art Directors Club of Denver (ADCD) zum Thema „Consequences of Creativity“ gemacht hat. Ganz nett sind sie, aber nicht der Brüller. Ich glaube aber sie sind auch absichtlich so. Jedenfalls hat Joe McNally eine Parodie auf Chases Video gedreht als Promotion für seine neue Website.
An obigem Datum bin ich auf einem Photoshop Workshop von Calvin Hollywood. Geht von 12 bis 18 Uhr und kostet 30€. Ich finde das ist ein sehr guter Preis. Das ganze findet in Hamburg in der FH in Wedel statt. Ich werde mit drei Kollegen da sein, von denen auch einer überhaupt die Idee hatte hinzugehen.
Programm sieht wie folgt aus:
11.30 Uhr    Einlass in die Räumlichkeit 12.00 Uhr   Vorstellung der Referenten / Ablauf der Veranstaltung 12.15 Uhr    Grundlagen Photoshops (Tipps und Tricks für schnelles und effizientes Arbeiten) 13.00 Uhr    Beauty Retusche / Fashion Retusche Part I
13.30 Uhr   Pause
14.00 Uhr    Beauty Retusche / Fashion Retusche Part II 14.30 Uhr    Freistellen von Personen und Haaren Part I
15.15 Uhr    Pause
15.30 Uhr   Freistellen von Personen und Haaren Part II 16.00 Uhr   Kreative Techniken / Gestaltung eines Looks Part I
16.30 Uhr   Pause
17.00 Uhr    Kreative Techniken / Gestaltung eines Looks Part II 17.30 Uhr   Persönliche Worte / Tipps zur weiteren Entwicklung / Link und Lektüren Tipps 18.00 Uhr   Offizielles Ende der Veranstaltung
Vielleicht sogar jemand von euch da? Oder Lust hinzukommen? Dann hier Karte kaufen und Bescheid sagen, dass Du auch da bist. :D
Martin Wolf: Hallo Johannes! Stell‘ Dich doch den Lesern erstmal kurz vor! Johannes Heuckeroth: Hallo Martin, ich bin 24 Jahre alt, Design-Student und wohne in der Nähe von Fürth.
MW: Wie bist du zur Fotografie gekommen? JH: Hmm, keine Ahnung was mich letztendlich dazu bewogen hat mal eine Kamera anzufassen, aber ich hatte irgendwie immer schon das Bedürfnis Dinge festzuhalten und meinen Blick auf die Dinge zu zeigen. Meine erste (digitale) Kamera habe ich 2001 erworben, so richtig bewusst fotografiere ich seit ca. 2,5 Jahren.
MW: Du wirst zum Wintersemester mit einem Studium an der Georg-Simon-Ohm Hochschule in Nürnberg beginnen, wenn ich mich nicht täusche. Was genau studierst du da und wie bist du die Entwicklung deiner Bewerbungsmappe angegangen? JH: Fast richtig, ich studiere bereits seit März dort. Ich habe den Studiengang „Design“ gewählt. Dieser Studiengang bittet sehr viele Entfaltungsmöglichkeiten. Im ersten Semester haben wir 10 Module (Grafikdesign, Typografie, Schrift, Entwurf, Text, Film&Animation, CGI, Interaktionsdesign, Fotografie, Illustration), woraus wir 3 Stück weiterbelegen müssen. Ich werde vermutlich CGI, Interaktionsdesign und Typografie wählen.
Bei meiner Bewerbungsmappe habe ich mir zuerst ein festes Thema gewählt zu dem ich einen Bezug habe. Ich habe mir ca. einen Monat Zeit genommen um Ideen zu generieren und diese zu Papier zu bringen. Davon habe ich dann die besten in den folgenden zwei Monaten umgesetzt. Dazu kamen noch ein paar allgemeine fotografische Arbeiten die nicht speziell für die Mappe entstanden sind. Wer mal reingucken will: http://pfnphoto.com/mappe-final.pdf
MW: Was fasziniert dich an der Fotografie am Meisten? JH: Mich fasziniert am meisten, dass man seine Sicht auf die Welt in Bildern festhalten kann und sie so anderen Menschen zugänglich machen kann. Dass man die Wirklichkeit einfrieren und nach seinen Vorstellungen konservieren kann.
MW: Wie würdest du Deinen eigenen Stil beschreiben? JH: Hmm, schwierige Frage. Ein Markenzeichen ist eventuell die Weitwinkeloptik vieler meiner Bilder. Das nutze ich sehr gern, da es am ehesten meiner Wahrnehmung entspricht. Ob sich jetzt wirklich in meinen Bildern ein eigener Stil finden lässt, kann ich nicht sagen.
MW: Gibt es einen oder mehrere Fotografen, die du besonders toll findest und dich eventuell in deiner Art zu fotografieren beeinflusst haben? JH: Es gibt viele Fotografen deren Arbeiten ich bewundere und die mich inspirieren, ich könnte jetzt aber keinen benennen, der mich bewusst direkt beeinflusst hat. Interessant finde ich zum Beispiel Andreas Feininger und ich kann mich auch mit vielen seiner Aussagen identifizieren. Aktuell finde ich in Sachen Landschaft Jay Patel sehr gut und Benjamin Monn im Bereich Architektur.
MW: Die Fotografie ermöglicht dem Fotografen, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Was machst du, wenn du mal in einem „Kreativloch“ steckst? JH: Abwarten! Ich steck grade in einem, glaub ich. Bis jetzt ging jedes irgendwann wieder vorbei ;-)
MW: Gab es schonmal den Punkt an dem du am Liebsten aufgehört hättest zu fotografieren? Wenn ja wieso und was hast du dagegen gemacht? JH: So krass war es noch nicht. Aber es gab schon Phasen wo ich meine Kamera wochenlang nicht angefasst habe, weil ich einfach keine Lust drauf hatte oder ich nicht wusste was ich fotografieren sollte. Man sollte sich nicht dazu zwingen, wenn man absolut keine Lust drauf hat. Pausen helfen. Irgendwann kommt die Motivation von alleine wieder (bis jetzt zumindest;-)
MW: Gibt es etwas, dass du unbedingt noch fotografieren möchtest, aber noch nicht die Möglichkeit dazu hattest? Johannes: Jedes Stück geile Architektur oder Natur wo ich noch nicht war. Und das ist ziemlich viel ;-) Konkret zum Beispiel New York oder die gesamte Landschaft der USA.
MW: Dein eigener Favorit unter deinen Bildern? JH: Einen All-time-Favorit gibts da nicht, ändert sich ständig. Aktuell liegt mir diese Aufnahme vom Porsche Museum am Herzen, da kommt vieles zusammen was für mich ein gelungenes Bild ausmacht ;-) (Siehe rechts)
MW: Gehst du lieber alleine oder mit Freunden auf Fototour? Warum? JH: Bisher nur allein, so kann ich mich voll und ganz auf die Sache konzentrieren. Mit der richtigen Person aber sicher auch mal zu zweit möglich, bisher hat sich da noch nichts ergeben.
MW: Wo siehst du deine größten Schwächen in der Fotografie an denen du noch arbeiten musst? JH: Meine Unsicherheit in bestimmten Situationen, wenn es mal Überwindung kostet etwas zu fotografieren oder etwas zu tun um ein gutes Foto zu bekommen. Sich auch mal in neue Richtungen zu entwickeln.
MW: Wo siehst du dich in einem Jahr? JH: Mit vielen neuen Bildern auf fotografisch weiterentwickelten Ebenen … hoffentlich. Oder so.
MW: Braucht es Talent um professioneller Fotograf zu werden? Oder reicht volles Engagement und harte Arbeit aus? JH: Hmm, keine Ahnung, da kann ich nur Vermutungen anstellen, ich mach das ja nur als Hobby. Kommt sicher auch auf die jeweilige Sparte an. Als Werbefotograf oder künstlerisch arbeitender Fotograf braucht man vielleicht mehr Talent als wenn man Produktfotograf werden will.
MW: Welchen Tipp kannst du angehenden Fotografen mit auf den Weg geben? JH: Abgesehen von den technischen Grundlagen sich nicht zu viel um die Technik scheren, sondern einfach viel ausprobieren. Herausfinden was einem liegt, was einem gefällt, und sich in diese Richtung weiterentwickeln. Das Fotografieren was einen interessiert.
MW: Vielen Dank, dass du Dir Zeit für meine Fragen genommen hast, Johannes. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und Erfolg mit der Fotografie!
Ich habe das was interessantes bei Chase Jarvis entdeckt. Die Olympus Pen Digital mit einem neuen micro 4/3 Sensor. Der lässt die Kamera super klein werden. Sie bietet trotzdem noch Wechselobjektive, hier ein 17mm f/2.8. Diese Kamera wäre ein perfekter Begleiter, den man jederzeit in der Tasche tragen könnte und dennoch mehr Möglichkeiten und hoffentlich bessere Qualität als eine Point-and-Shoot-Kamera bieten würde.
Der 4/3 Sensor hat eine Sensorgröße von 18 x 13.5 mm, ermöglicht aber deutlich dünnere Kameras durch Entfernen der Spiegelbox und des optischen Suchers. Es soll außerdem die Möglichkeit geben Fotos, sowie auch Videos aufzunehmen.
Wer sich etwas genauer über den micro 4/3 Sensor informieren will, kann das hier tun.
Macht jedenfalls alles in allem schonmal einen sehr spannenden Eindruck. Man sollte das verfolgen.
Mal drei Fotos einfach so Zwischendurch ohne viele Worte. Ich zeig sie euch einfach mal, besser als wenn sie ein einsames Dasein in Lightroom fristen und niemals von jemandem betrachtet werden. :D
Also ich kann jetzt nur von meinen Canon Kameras sprechen. Aber dort habe ich die Möglichkeiten zwischen der Aufnahme der Fotos im Farbmodus sRGB (für Ausgabe am Monitor, insbesondere Internet) oder AdobeRGB (für den Druck) aufzunehmen.
Ich bin irgendwann darauf umgestiegen in AdobeRGB zu fotografieren, die Fotos auch in diesem Modus zu bearbeiten und zu archivieren und beim Speichern fürs Web, z.B. für Flickr, sie in sRGB umzuwandeln. Ich fahre mit dieser Methode eigentlich ganz gut.