Bornintents sind Stefan und Stefan aus Hamburg. Was die beiden machen, hat nichts mit Fotografie zu tun und trotzdem möchte ich es euch zeigen, denn ihr Motto und ihre Einstellung kann man auch auf die eigene Fotografie sehr gut übertragen:
Expect the best, be prepared for the worst, fuck what others think & do your own thing.
Die beiden Jungs aus Hamburg mögen Zelte. Aber sie mögen nicht Zelte aufzubauen. Also haben sie sich überlegt, es wäre großartig, wenn es ein Zelt gäbe, dass sich selbst aufbaut. Da es das scheinbar noch nicht gibt, haben sie es sich zur Aufgabe gemacht ein solches zu entwickeln und zu bauen. Auf dem Weg in die Selbstständigkeit dokumentieren sie ihren Weg und teilen ihn mit uns im Web.
Ich hatte das Vergnügen vor einer Weile einen der beiden Stefans auf der Ignite Hamburg zu treffen. Er war erstaunt, dass ich ihn und das Projekt kannte. So ist das eben im Web. Also Leute, “Spread the word!”
Vor etwa zwei Wochen hatte ich euch von der DVD “Let’s Bounce” von Martin Krolop und Marc Gerst erzählt, auf der es um die Nutzung von Reflektoren geht. Gleichzeitig hatte ich damit auch an einem Gewinnspiel teilgenommen und wie der Zufall es wollte, bin ich einer der Gewinner und heute kam dann auch die DVD an.
Vielen Dank noch mal an Martin und Marc!
Reingeschaut habe ich noch nicht. Fehlte mir bisher die Zeit, kommt aber noch und dann kann ich euch auch gerne meine Eindrücke erzählen.
Vor kurzem bin ich auf den Münchner Fotografen Marcus Philipp Sauer gestoßen. Seine Brötchen verdient er mit Werbefotografie hauptsächlich im Automobilsektor. BMW, Mercedes, Audi, und weitere. Die Fotografien sind ganz große Klasse. Sehr hohes Niveau, auch was die Post Production angeht.
Viel besser aber gefallen mir seine Landschaftsfotos. Die haben so eine eigene Art. Tolle Lichtstimmungen und irgendwie scharf. So knackig, aber nicht bunt. Ihr merkt vielleicht schon, es fällt mir schwer sie zu beschreiben. Also schaut am Besten selbst mal auf die Seite von Marcus und macht euch ein Bild.
Sehr schade finde ich übrigens, dass es keine Seite mit ein paar Infos zu ihm und einem Bild gibt. So bleibt das Portfolio etwas unpersönlich. Allerdings war der Mailkontakt mit ihm sehr nett.
Die Fotos hier hat er übrigens selbst ausgesucht. Ich hätte gerne auch gleich etwas aus seinem Landschaftsportfolio gezeigt.
Diesen Graphen habe ich eben bei Twitter dank @derkarawane entdeckt. Das ist natürlich etwas überspitzt dargestellt und ist an manchen Stellen echt zum Lachen: “The HDR hole” oder “Dammit, I suck”. Und doch steckt, wie so oft, ein wahrer Kern in der ganzen Sache und jeder findet sicher die eine oder andere Gemeinsamkeit mit der eigenen Entwicklung.
Das Video ist schon ein paar Tage, mir aber gerade erst in die Finger gekommen.
Auf dem diesejährigen Gulf Photo Plus Event gab es eine Art Wettbewerb zwischen David Hobby, Zack Arias und Joey L. Das ganze nennt sich Shootout.
Jeder musste innerhalb einer vorgegeben Zeit vor Publikum zwei Models fotografieren und das Bild bearbeiten. Jedem standen dazu eine Reihe von Lichtformern und Blitzen zur Verfügung. Das ganze war kein ernster Wettbewerb sondern ein großer Spaß für die Fotografen sowie das Publikum. Schön, die Jungs mal so zu sehen. Joe McNally ist übrigens auch da.
Ich mag die Idee, “Shootout”, sehr gerne und könnte mir vorstellen, dass man das in abgewandelten Formen auch so privat toll einsetzen könnte. Auf Fototouren mit mehreren Leuten oder so.
Canon EOS 5D · 50mm · f/9,0 · 1/2500 sek · ISO 800
Heute gibt es noch ein weiteres Foto aus Berlin. Es ist vom Dom aus geschossen. Eigentlich nichts besonders und doch mag ich es irgendwie.
Ich habe versucht eine Art analogen Filmeffekt, bzw einfach eine Alterung des Fotos oder sowas Ähnliches zu erzeugen und habe daher auch die Sensorflecken gelassen. Überlegte sogar nachträglich noch ein paar mehr hinzuzufügen. Ich finde sie passen hier einfach zum Stil.
Die Bearbeitung habe ich wieder komplett in Lightroom gemacht. LR bietet einfach unglaublich viele tolle Möglichkeiten, die den Griff zu Photoshop oft nicht nötig machen: Selektive Bearbeitung, Teiltonung, Verlaufsfilter, etc.
Jeder von euch kennt das wahrscheinlich. Man fängt irgendwann am Abend an ein Foto zu bearbeiten. Die Stunden ziehen ins Land und irgendwann ist es spät in der Nacht.
Man schaut auf das Foto, klickt Änderungen weg und wieder hin und wieder weg und wieder hin. Aber irgendwie weiß man auch nicht mehr so recht was denn nun eigentlich besser ist.
Die andere Variante ist, dass man spät in der Nacht endlich komplett zufrieden ist mit seinem Werk und es am Liebsten sofort ins Netz stellen möchte.
Hier ist nun der Zeitpunkt gekommen an dem ihr Photoshop, oder was auch immer, schliessen und ins Bett gehen solltet. Einfach mal eine Nacht oder auch zwei drüber schlafen und dann wieder anschauen. Meistens entdeckt man dann noch Fehler und kann sich auch wieder viel besser eine Meinung zum eigenen Bild machen, da man sich etwas distanziert hat und nicht mehr im Bearbeitungsrausch ist.
Probiert es mal aus. Ich weiß, es ist meistens nicht leicht ein vermeintlich fertiges Foto noch zurück zu halten. Man möchte es schliesslich zeigen und Feedback bekommen. Aber oft lohnt sich das Warten.
Aber Vorsicht, übertreibt es auch nicht. Man wird immer wieder, auch nach fünfmaligen Wiederanschauen noch Fehler finden oder Ideen haben, wie man es anders machen könnte. Nach einer oder zwei Überdenkensphasen sollte man das Foto dann auch zeigen, sonst läuft man nur Gefahr das Foto kaputt zu ändern.
Canon EOS 5D · 50mm · f/4,0 · 1/1600 sek · ISO 100
Hier also wie versprochen was aus Berlin. Gemacht habe ich das Foto während der Tour mit Ralf. Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, ist das ein Teil des Holocaust Mahnmals.
Die ganze Anlage ist irgendwie beeindruckend, interessant, bedrückend und vor allem unglaublich schwierig zu fotografieren. Man läuft ständig zwischen den Säulen und Klötzen rum und versucht aus den unterschiedlichsten Winkeln Aufnahmen zu machen, spielt mit der Schärfe, bringt Himmel mit aufs Bild, aber irgendwie ist es alles nicht das Richtige. Ich war zu dem mal wieder nur mit meiner 50mm Festbrennweite ausgerüstet, was die ganze Sache nicht unbedingt einfacher gemacht hat. Und doch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Ich finde das Foto wirkt irgendwie bedrohlich und mächtig, zeigt aber auch etwas positives was langsam hinter den mächtigen Betonbausteinen hervor kommt.
Wie ich es auch drehe, es ist immer schief. Verzerrung. Ich habe mich aber letztendlich bewusst dazu entschieden die Säule im Vordergrund etwas ins Bild kippen zu lassen um die Bedrohlichkeit noch etwas hervor zu heben.
Bearbeitung hat komplett in Lightroom statt gefunden.
The DuckDuck Collective ist ein Zusammenschluss von den drei Fotografen und Filmmachern John Carl, Ally Powell und Matt Addington.
Neben einem Portfolio haben die drei noch einen Blog voller Fotos, der sehr zu empfehlen ist, und einen Videopodcast am Start, der gerade erst anlief. Dort erzählen die drei in ganz lockerer Atmosphäre ein bisschen was über ihren Job, über Fotos, zeigen die Bearbeitung oder beantworten einfach nur eingesandte Fragen. Alles auf eine sehr sympathisch Art.
Die Fotos und Video der drei sind großartig und sprühen gerade zu vor Lebensfreude. Sie erinnern vom Stil her ein bisschen an Nick Onken, den ich hier auch schon mal vorstellte. Daraus machen DuckDuck Collective allerdings auch kein Geheimnis, sondern erzählen offen von ihrer Bewunderung. Das finde ich gut.
Also noch mal alles zusammengefasst, damit ihr nichts verpasst: