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Fotografie in Bildern & Worten von Martin Wolf

Mein Amazontipp
Street Photography Now habe ich zu meiner Fotobibel für 2012 erkoren. Ein Muss für jeden Streetfotografen.

Street Photography Now, meine Fotobibel

Der Fotograf der großen Fotografen im Interview

Arnold Crane:

Die Menschen, die ich gezeigt habe, sind die wahren Giganten der Fotografie des 20. Jahrhunderts und auch von heute. Die Digitalen schätze ich nicht, weil ihre Arbeit pure Manipulation ist. Die eigentliche Fotografie ist tot. Die Automatisierung des Handwerks hat die Kunst getötet.

Finde seine Aussage ja etwas extrem, aber seine Fotos von den “wahren Giganten” sind schon was besonderes. Hätte gerne den Bildband (Partnerlink).

Palermo Shooting heute um 20:15 Uhr auf arte

Arte:

Finn ist ein aufstrebender Kunst- und Modefotograf in den Mittvierzigern. Geplagt von Todesängsten und Selbstzweifeln stürzt er in eine ernste Lebenskrise. Die Reise von Düsseldorf nach Palermo ist also auch eine Reise zu sich selbst.

Wem es so geht wie mir und den Film im Kino verpasste und es auch noch nicht geschafft hat sich die DVD zu besorgen (gibt’s die überhaupt? Da war doch mal irgendwas…), heute Abend um 20:15 Uhr läuft der Film auf arte. Ich möchte ihn unbedingt sehen.
:)

Danke für den Hinweis an Ingo.

Denkt doch mal nach.

Ich möchte mal kurz ein paar Worte sagen, weil im ersten Artikel zur x100 das Thema aufkam, dass die Bilder ja nicht besser seien als vorher und das, bzw die Kamera nicht überzeugen würde.

Zum Einen waren das gerade so die ersten Fotos, die ich damit gemacht habe und man muss sich ja auch erstmal mit einer neuer Kamera vertraut machen.
Und zum Anderen: Leute, eine x100 macht nicht von alleine bessere Fotos, auch keine “anderen” Fotos. Es ist eine Kamera mit einem Crop Sensor und einem Objektiv vorne dran. Was erwartet ihr? Dass ich damit plötzlich Fotos wie Henri Cartier Bresson oder Eliott Erwitt schiesse? Das ist doch Stuss. Mit einer M9 würden die Fotos dank manuellem Fokussieren wahrscheinlich erstmal noch viel schlechter ausfallen.
Die Kamera macht wahnsinnig Spaß. Es ist ein neues, anderes Gefühl mit ihr zu fotografieren und das kann dazu führen, dass sich meine Bilder verändern und im Idealfall auch verbessern. Aber sicher nicht von heute auf morgen. Geduuuld.

Ich wollte das einfach mal loswerden. Mehr Fotos gibt’s in sehr naher Zukunft, die Kamera begleitet mich derzeit überall hin. :) 

Weitwinkelfestbrennweite > Zoomobjektiv für Streetfotografie. Oder doch nicht?

Eric Kim:

One of the mistakes that many aspiring street photographers with DSLR’s make is trying to shoot with a large telephoto or zoom lens. If you are currently doing this, ditch it and pick up a wide prime lens such as a 28mm or a 35mm lens (assuming you have a full-frame sensor).

Möööp. Ihr könnt so viele Tipps lesen wie ihr wollt. Am Ende müsst ihr einfach nur das richtige Equipment und die richtigen Einstellungen für eure Art des Fotografierens finden. Eric Kim scheucht euch weg von Zoomobjektiven bis in den Telephotobereich und gleichzeitig schwört Jay Maisel (!) auf das Nikon 28-300mm.
Test was euch am Besten liegt und trefft eure eigene Entscheidung. So.

Marco Arment über unsere Online-Identität

Marco Arment:

If you care about your online presence, you must own it. I do, and that’s why my email address has always been at my own domain, not the domain of any employer or webmail service.

Guter Artikel von Marco Arment. Genau aus den Gründen, die er im Beitrag nennt, habe ich zum Beispiel damals mein visuellesTagebuch nicht mit irgendeinem Service aufgebaut sondern selbst mit WordPress gehostet und als Subdomain von visuellegedanken.de abgelegt.
(Apropos, Tatjana fragte mich glaub gestern was denn damit sei. Ich sollte das vielleicht mal wieder aufleben lassen.)
Außerdem sende ich nie mit meiner Google E-Mail-Adresse. Ich sorge immer dafür, dass die “geheim” bleibt und ich Mails auf meine @visuellegedanken.de Adresse bekomme und diese auch der Absender ist. So habe ich jederzeit die Möglichkeit einfach auf einen anderen Service zu wechseln, bzw meinen eigenen Webmailspace zu nutzen. Klar, die Mails liegen trotzdem noch bei Google, aber für einen außenstehenden macht es keinen Unterschied, was ich schonmal wichtig finde.

Wie hilfreich sind Kamerareviews eigentlich wirklich?

David Saxe:

It’s important to remember that professional reviewers offer broad opinions for a general audience. And that amateur reviewers — online commenters, forum posters and the like — typically base their reviews on their own limited, often idiosyncratic experiences and preferences.This is the way I look at it: these reviewers don’t know me. They’ve never met me or seen my photographs. They don’t know how I work.

Ganz meine Meinung und auch der Grund weshalb ich jetzt endlich doch selbst in die Tasche gegriffen und mir die x100 gekauft habe. Ich finde eigentlich auch gut, dass Reviews von “Amateuren” subjektiv sind und die eigenen Interessen und Anforderungen widerspiegeln. Wichtig dabei ist für mich nur, dass ich denjenigen kenne, der etwas testet um seine Meinung besser einschätzen zu können.

My Life as an Undocumented Immigrant

Jose Antonio Vargas:

I was paying state and federal taxes, but I was using an invalid Social Security card and writing false information on my employment forms. But that seemed better than depending on my grandparents or on Pat, Rich and Jim — or returning to a country I barely remembered. I convinced myself all would be O.K. if I lived up to the qualities of a “citizen”: hard work, self-reliance, love of my country.

Hat zwar überhaupt gar nichts mit Fotografie zu tun, ist aber eine wirklich bewegende und fesselnde Geschichte. Ich möchte gar nicht mehr sagen, da fast alles ein Spoiler wäre: Lest es unbedingt selbst.

Knackscharf #21: Man kann doch auch mal seine Meinung ändern

Paddy:

Themen der Sendung sind heute:

Gerüchte um neue Objektive
Der Stilpirat hatte die X100 in der Hand
Paddy hat das Sigma 8mm Fisheye gekauft
Veränderungen
Vom Hobby- zum Berufsfotografen
Google+
Linktipp: My Parents Were Awesome

Ich muss zugeben, ich höre nicht regelmäßig, aber heute habe ich Paddy und Steffen mal wieder gelauscht und es war sehr unterhaltsam. Außerdem wurde ich namentlich erwähnt, was ich ganz fantastisch finde.
:D Hört doch mal rein – auch wenn ihr nicht mit Nikon fotografiert.

Vincent Laforet: The Future Of Photography Is Convergence

Vincent Laforet:

Here’s what’s important, if you can shoot 120 frames or 96 frames per second at a high resolution, it removes one of the single most difficult aspects of being a photographer, which is to capture the “decisive moment.”

APhotoEditor spricht mit Vincent Laforet über die Zukunft der Fotografie und Videografie und wie beide Welten mehr und mehr verschwimmen, was das für uns bedeutet, welche Skills man haben muss und vieles mehr. Sehr spannend, was Vincent zu sagen hat. Und ich weiß nicht ob ich gut finde, was da auf uns zu kommt. Aufregend ist es auf jeden Fall.

Der Stand der Dinge

Vor ein paar Tagen wäre fast ein Wunder geschehen. Kai hatte bei irgendeinem Kleinanzeigenportal eine gebrauchte M9 für 1860€ gefunden. Wow, dachte ich mir, dass ist DIE Gelegenheit. Zwar würde ich dazu auch noch ein Objektiv brauchen, aber das wäre ein Schnäppchen, wie es sicher so schnell nicht wieder auftaucht. Ich nahm also Kontakt zum Verkäufer auf und die Geschichte nahm ihren Lauf. Er sprach nur englisch, erzählte mir, er wäre erst seit neun Monaten in Deutschland. Später stellte sich heraus, dass er nun doch nicht mehr in Deutschland sei, sondern in Griechenland, seine Frau im Krankenhaus liegt und er Geld braucht. Die Bezahlung sollte über irgendeine seltsame Firma laufen. Okay, das ganze war dann wohl ein Fake und ich enttäuscht. Naja, das wäre aber auch alles zu schön gewesen. Ein Wunder eben.

Ich glaube ich habe mich nach dieser Aktion damit abgefunden, dass ich in naher Zukunft keine M9 besitzen werde und wer weiß, vielleicht ist das ja auch ganz gut. Schliesslich hört es bei dem Body nicht auf und auch die M9 hat Schwächen und spielt ihre Stärken erst mit einem richtig guten Objektiv aus.

Gestern kam dann das von mir lang erwartete Review der Fujifilm x100 von Zack Arias. Und BÄMM, das hat eingeschlagen. Das war das emotionale Review einer Kamera von jemandem, der begeistert ist, dem aber auch die Schwächen bewusst sind, auf das ich gewartet hatte um meinen Kopf davon zu überzeugen, dass das Gefühl, diese Kamera unbedingt selbst testen zu wollen, Sieger ist. Und wie es der Zufall will, hat der Ralf-Jürgen eine gerade mal 3 Wochen alte x100, die er gerne wieder verkaufen möchte, weil sie nichts für ihn ist.

Wir sind zu einem Deal gekommen und ich werde ab dem Wochenende oder spätestens Anfang nächster Woche stolzer Besitzer einer x100 sein. Ja, sie hat Schwächen und ja, ich kenne sie aus den Reviews, ihr müsst sie nicht aufzählen. Ja, es ist keine echte Messucherkamera. Ja, sie hat kein wechselbares Objektiv. Ja, sie ist kein Vollformat.

Mir ist das alles bewusst und ich will sie trotzdem haben. Ich mache derzeit keine Fotografie, für die ich bezahlt werde. Das führt dazu, dass ich meistens keine Lust habe die dicke DSLR mit mir rum zu tragen und die meiste Fotografie derzeit entsteht relativ spontan auf der Straße oder ich verbinde eine Fototour zumindest mit etwas anderem, wie heute morgen.
Die Ricoh habe ich immer dabei und sie ist auch großartig, ich liebe sie, aber sie stößt durch den fehlenden Sucher und den kleinen Sensor einfach an ihre Grenzen. Sie ist super für Schnappschüsse und für das wirklich sehr geheime fotografieren auf der Straße. Aber derzeit ist sie für mich schon fast der Ersatz für meine 5D und das geht einfach nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe die x100 gekauft, ich werde sie auf Herz und Nieren testen und für mich feststellen ob sie “meine” Kamera ist. Das ist der beste und eigentlich auch einzige Weg um das wirklich wissen zu können. Ich wollte sie seit ihrer Ankündigung haben und habe mich durch Reviews immer wieder davon abbringen lassen, aber gemerkt, dass ich nur Ruhe finde, wenn ich sie selbst testen kann. Und sollte sie wirklich nichts für mich sein, wird man sie sehr einfach los, weil sie nach wie vor schwer zu bekommen ist.

Aber ich bin sehr guter Dinge und freue mich die Straßen damit unsicher zu machen und auch wieder etwas ernsthafter zu fotografieren, als ich es mit der Ricoh mache. Ich halte euch auf dem Laufenden. 

(Und wer weiß, vielleicht kann ich mir irgendwann eine M10 leisten. :D)

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