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Fotografie in Bildern & Worten von Martin Wolf

Mein Amazontipp
Street Photography Now habe ich zu meiner Fotobibel für 2012 erkoren. Ein Muss für jeden Streetfotografen.

Street Photography Now, meine Fotobibel

Tom Robinson wird Vater

Tom Robinson:

It’s generally considered a good idea to wait until the 3 month scan before telling people you’re going to have a baby, just to make sure everything is ok. I’m terrible at keeping secrets, so after only a few weeks I told my boss at work that I was going to be a dad and his reaction was so priceless I instantly knew I had to capture the reactions of my close friends and family. We hadn’t been trying for a baby and I was 29, which for London is fairly young to have a child, so I knew I’d get some good reactions.

Eine wundervolle Idee mit wirklich emotionalen Fotos!
Schaut euch auch mal seine anderen Fotoserien an. Ziemlich gut!

(via)

Mein persönlicher Leica M9 Erfahrungsbericht

Vier Wochen habe ich – mit großem Dank an Leica – mit einer M9 samt einem 50er Summilux f/1.4 fotografiert. Schon seit langer Zeit schiele ich immer wieder auf diese Kamera und konnte sie nun endlich selbst über einen längeren Zeitraum ausprobieren. Dieser Erfahrungsbericht spiegelt meine persönlichen Erfahrungen wider und ist kein objektiver Test. Ich habe weder Ziegelsteinmauern noch Farbtestcharts fotografiert. Für mich war wichtiger die Leica M9 in meinem täglichen Fotografiealltag zu testen und mich und meine Gewohnheiten und Motive nicht für den Kameratest zu verändern. Ich wollte heraus finden ob die Kamera etwas für mich ist. Das habe ich getan und die Kurzversion dieses Berichts ist:
Ja, die Leica M9 ist eine oder sogar DIE Kamera für mich.

Hardware

Die Kamera ist hervorragend verarbeitet und fühlt sich wertig an. Da knackst nichts, da wackelt nichts, da muss man keine Angst haben irgendwas kaputt zu machen.
Die Belichtungszeit lässt sich direkt an der Kamera über ein Rad einstellen und auch die Blende kann am Objektiv manuell bestimmt werden. Das habe ich ja bereits bei der x100 sehr zu schätzen gelernt und möchte auch nicht mehr ohne Leben.
Die M9 hat einen Messsucher. Eine Technik1, die früher gängig war, heute aber in modernen, digitalen Kameras eigentlich keine Verwendung mehr findet. Das ist aus meiner Sicht sehr schade. Mir hat das ausschliesslich manuelle fotografieren sehr viel Spaß gemacht und schon in der kurzen Zeit viel beigebracht. Dazu weiter unten mehr.

Die Form der Kamera ist nicht wahnsinnig ergonomisch, sieht aber ohne Frage gut aus und liegt für mich super in der Hand. Ich mag am liebsten die komplett schwarze M9, hatte als Testgerät aber eine silberne. Ich würde mir eine Handschlaufe anschaffen, wenn ich sie über längere Zeit besitzen würde. Ich mag keine Kameragurte und so ganz ohne die Kamera über lange Zeit in der Hand zu halten kann dann schon mal anstrengend werden. Ich hatte die Testzeit über den Kameragurt dran gelassen, damit ich sie mal über die Schulter hängen kann, beim Fotografieren den Gurt aber immer um das Handgelenkt gewickelt. Geht, ist aber nicht perfekt für mich.

Das Display ist wohl ist das schlechteste an der ganzen Kamera, macht aber nach kurzer Eingewöhnungsphase keine Probleme. Man weiß dann, dass die Bilder nicht so rauschen, wie sie angezeigt werden und tendenziell eher etwas heller sind als sie das Display anzeigt.
Auf der Rückseite gibt es außerdem ein Rad und ein paar Knöpfe, die simpel angeordnet sind, sich wunderbar bedienen lassen und beschriftet sind. Einfachheit, wie ich sie liebe.

Die Bildqualität der M9 und des 50er Summilux 1.4 Leica Objektives ist hervorragend. Knackscharf und besonders begeistert hat mich der große Dynamikumfang. Von den Spitzlichtern über die Mitteltöne bis hin zu den Schatten war ich von der noch vorhandenen Zeichnung besonders bei kontrastreichen Fotos beeindruckt.

Software

Die Software der M9 ist simpel und klar strukturiert. Keine “Kreativmodi” oder sonstige Spielereien. Genau so will ich das.
An Einstellungen wie ISO oder Über-/Unterbelichtung kommt man während des Fotografierens ganz einfach per Knopfdruck. Eine ISO-Automatik gibt es übrigens auch.

Fotografieren mit der Leica M9

Mit einer M9 in der Hand macht man nicht plötzlich automatisch bessere Fotos. Ich würde sogar behaupten, dass man erst mal schlechtere macht, weil man des Autofokuses beraubt wird. Das Fokussieren dauert länger und der Fokuspunkt ist immer in der Mitte. Letzteres ist für mich keine Umstellung gewesen, da ich bei allen meinen Kameras nie den Fokuspunkt verschoben habe. Ich arbeite immer mit dem mittleren Punkt, stelle scharf und schwenke dann die Kamera. Bei der M9 ist man dazu gezwungen, mir kam das aber sehr gelegen.
Nach den ersten fünf Bildern dachte ich, es würde ewig dauern mit dem Messsucher annehmbar schnell zu werden. Die Lernkurve stieg dann aber sehr früh sehr stark an und ich war begeistert von der Präzision und Kontrolle die man plötzlich über den Schärfebereich hat. Schon nach kurzer Zeit kam mir alles fotografieren, was ich über die letzten Jahre machte, nur noch wie Knipsen vor.

Mir wurde durch den Messsucher erst so richtig bewusst wie wenig Kontrolle ich bei anderen Kameras oft hatte. Wenn man aber manuell fokussiert, liegt die volle Kontrolle und damit natürlich auch die Verantwortung bei mir. Das ging manchmal daneben, aber das geht es beim Autofokus auch. Und der wird nicht mit der Zeit besser oder schneller, ich aber schon.

Das Fokussieren von bewegten Objekten war dann der nächste Schritt und funktionierte auch besser als erwartet. Das Schöne ist, dass man den Fokus sehr schön mit der Bewegung des Objektes “mitziehen” kann, sobald man ein mal gelernt hat in welche Richtung man am Objektiv drehen muss um näher, bzw. weiter weg zu fokussieren. Auch lernt man mit der Zeit auf welcher groben Entfernung der Fokus liegt, je nach dem wo der Hebel des Fokusrings am Objektiv steht. Da war ich noch nicht so gut drin, aber ich bin sicher nach ein paar weiteren Wochen regelmäßigen Fotografierens hätte ich das sehr gut drin.
Fast schwieriger hingegen ist das Fokussieren während man sich selbst bewegt, weil man sich ständig auf und ab bewegt beim Laufen. Aber auch das lässt sich trainieren.

Ich mache den Großteil meiner Fotos im Querformat, aber hin und wieder muss ich die Kamera dann doch mal um 90° drehen und dabei fiel mir auf, dass das Fokussieren beim Halten der Kamera in Hochformat irgendwie schwieriger, bzw. nicht so angenehm ist. Vielleicht habe ich mich aber auch einfach doof angestellt.

Spannend ist, dass mir durch das manuelle Fokussieren erst nach Jahren des Fotografierens so richtig bewusst wurde, wie gering ein Schärfebereich bei Blende 1.4 oder 1.8 eigentlich ist. So bewegt sich ein auf mich zu laufender Mensch zum Beispiel sehr schnell wieder aus dem Fokus, wenn ich nicht schnell genug abdrücke – auch wenn ich den Autofokus an meiner 5D nutze. Diese Erkenntnis und das neu gewonnene Gefühl für Schärfentiefe hat mich ein gutes Stück vorwärts gebracht.

Beim Blick durch einen Messsucher sieht man nicht nur den Bereich, den die Kamera beim Auslösen aufnehmen wird, sondern auch noch was sich “neben dem Bild” tut, das kann von Zeit zu Zeit sehr praktisch sein, weil man zum Beispiel früh genug sieht, dass gleich ein Mann durchs Bild laufen wird und die Szenerie dadurch perfekt wird. Ich musste nur erstmal lernen was genau auf dem Foto sein wird und was nicht. Für verschiedene Brennweiten gibt es nämlich unterschiedliche Rahmen, die die Aufnahme begrenzen.
Außerdem wird der Sucher nicht kurz schwarz, wenn man den Auslöser drückt. Bei einer DSLR zum Beispiel schaut man direkt durch’s Objektiv und sieht für kurze Zeit nichts, wenn der Spiegel hochklappt. Diesen Effekt hat man bei einem Messsucher nicht und kann so immer alles im Blick behalten.

Ich habe also mit der Leica M9 nicht automatisch bessere Fotos gemacht und ich weiß auch nicht ob man den Fotos ansieht, dass sie mit einer M9 gemacht wurden. Aber klar ist, dass es ein anderes Erlebnis ist mit dieser Kamera zu fotografieren. Es ist nicht die Kamera an sich, sondern das Gefühl, das die Kamera mir gibt, das zu besseren Fotos führt.

Eine Leica M9 ist nur schwer zu rechtfertigen, wenn man nur auf die technischen Daten schaut. Wenn mir aber eine Kamera zu inhaltlich besseren Fotos verhilft, dann ist das alles was zählt. Klar, die Fotos einer M9 kann man fast alle technisch gesehen auch mit einer D3S oder einer 5D MKII machen. Die Frage ist nur ob man die Szene auch sieht und überhaupt erst bis zur technischen Seite der Fotografie kommt. Das trifft natürlich nicht auf alle Bereiche der Fotografie zu und viele von euch werden jetzt mit dem Kopf schütteln. Aber ich glaube das werden die Leute sein, die noch nie eine Messsucherkamera für längere Zeit in der Hand hatten oder sich in einem Genre bewegen, bei dem die Kamera auch einfach die falsche ist.

Die M9 ist ganz sicher keine Allzweckkamera und ganz sicher auch nicht für jeden Fotografen da draußen gemacht. Sie hat ihre ganz spezielle Zielgruppe. Sie ist eine relativ kleine und leichte Kamera mit einem Vollformatchip mit den möglicherweise besten Objektiven, die es derzeit gibt. Ein Sportfotograf braucht die Kamera nicht, ein Fashionfotograf wohl auch nicht, usw. Ein Dokumentar-, Reportage- oder Streetfotograf findet in ihr aber möglicherweise den pefekten, leisen und unauffälligen Begleiter, für den es nun mal nichts vergleichbares auf dem digitalen Fotomarkt gibt.

Eine Kamera muss zum Besitzer passen. Und die Leica M9 passt zu mir.

Der Testzeitraum hat mir also meine Frage beantwortet. Mein Lechzen nach dieser Kamera war gerechtfertigt. Das Einzige was ich mir wünschen würde, ist ein bisschen mehr ISO-Power.
Werde ich sie mir also kaufen? Nein. Warum? Weil ich nicht das nötige Kleingeld dafür übrig habe. Wenn ich einen Ausblick in die Zukunft wagen sollte, so glaube ich aber, dass ich irgendwann mal eine schwarze M9-P (oder dann vielleicht sogar schon M10) besitzen werde. Wie nah diese Zukunft liegt oder wie ich das Erreichen könnte, weiß ich noch nicht. Warten wir es ab.

Bis dahin lerne ich erstmal besser fotografieren.

  1. Im Sucher befindet sich in der Mitte ein etwas helleres Fenster, in dem man diesen Bildbereich doppelt sieht als wäre man betrunken. Bewegt man den Hebel am Objektiv so, dass sich die beiden Bilder perfekt übereinander schieben und man diesen Bereich scharf sieht, ist auf die Entfernung zum anvisierten Objekt scharf gestellt.

IWTWFR

I WANT TO WORK FOR RIPKY hat auch eine Webseite mit Countdown. Ich freue mich.

Das iPhone als Urlaubskamera

Steffen Böttcher:

Nachdem ich an den ersten beiden Tagen ausschliesslich mit dem iPhone fotografiert hatte, beschloss ich, mich nun diesem Experiment konsequent hinzugeben und zu testen, was mir fehlen würde und wie weit ich käme.

Steffen hat einen Urlaub lang nur mit dem iPhone 4S fotografiert und berichtet über seine Erfahrungen, zeigt Fotos und gibt App-Empfehlungen. Meiner Meinung nach hat er Luminance vergessen. Außerdem bin ich immer wieder erstaunt, dass ihn das Instagramfieber noch nicht gepackt hat.

Kai Löffelbein, Student an der FH Hannover, gewinnt “UNICEF Foto des Jahres 2011″

Fotostudenten.de:

Kai Löffelbein ist Sieger des diesjährigen internationalen Wettbewerbs »UNICEF-Foto des Jahres«. UNICEF-Schirmherrin Bettina Wulff zeichnete Kai Löffelbein am 20. Dezember im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin aus. Als Sieger des Wettbewerbs erhält Kai Löffelbein eine Leica M9 mit 35 mm f/1.4 sowie einen Fotoreportageauftrag von GEO.

“Dokumentarfotografie und Fotojournalismus” an der Fachhochschule Hannover ist übrigens auch der einzige Studiengang, an dem ich nach wie vor großes Interesse habe.

Kai Löffelbein reiste in den vergangenen Jahren durch verschiedene Länder in Südamerika, Asien, Afrika und Osteuropa. Die Begegnungen mit Menschen, die täglich um ihr Überleben kämpfen, weckten in ihm das Bedürfnis, mithilfe seiner Fotos Einfluss zu nehmen. »Meine Bilder sollen für jene Partei ergreifen, die in der Öffentlichkeit sonst kaum eine Stimme haben. Aber ich möchte das Auge des Betrachters nicht nur auf unterschiedliche soziale Probleme lenken, sondern ihm auch unsere Mitverantwortung in einer globalisierten Welt nahebringen, ihn involvieren«, erklärt Kai Löffelbein.

Weitere Fotos und Worte gibt’s drüben im Leica Blog.

National Geographic Fotowettbewerb-Gewinner 2011

The Big Picture:

More than 20,000 photographs, from over 130 countries were submitted to the National Geographic Photography contest, with both professional photographers and amateur photo enthusiasts participating.

Wow, beeindruckende Bilder. Aber wer hat schon was anderes erwartet?

XQD: Die Zukunft der Speicherkarten

Canon Rumors:

The new Sony cards are based on the XQD memory card specification, which the CompactFlash Association recently approved and licensed as an open format. With its ultra high write-speed performance, and when using Nikon’s new DSLR “D4,” the XQD memory card can record up to approximately 100 frames in RAW format in continuous shooting mode*.

Sony hat eine neue high-speed Speicherkarte auf den Markt gebracht: XQD. Das Gute: Es ist ein offener Standard und die brandneue Nikon D4 unterstützt die Technologie, neben den herkömmlichen CF Karten, schon. Das scheint also die Zukunft für PRO User im Foto- und Videobereich zu werden.

Die Karten sollen ab Februar im Handel erhältlich sein. Die Preise sind vorerst happig, was aber nicht anders zu erwarten war. Es geht los mit 16GB für 129 $, was umgerechnet derzeit ca. 100 € sind.

Update

Und so sehen sie offenbar aus:

Das neue Nikon Flaggschiff Nikon D4 ist da

Es ist kurz nach acht und ich bin sicher schon nicht mehr der erste, der mit dieser Nachricht um die Ecke kommt. Deswegen werde ich mich kurz halten, euch über das Nötigste informieren und für detaillierte Informationen und Stellungnahmen auf die werten Nikon-Kollegen verweisen.

Wichtige Nikon D4 Specs

Weitere Informationen

Von meiner Fotografenbibel und Leitsätzen

2011 war eine fotografische Berg- und Talfahrt. Es gab geile Momente und Erfahrungen wie die Fotoreise nach New York, die mir zeigten wie verdammt noch mal sehr ich Fotografie liebe, aber auch Zeiten, in denen aufgrund anderer Sachen das alltägliche Fotografieren in den Hintergrund geriet.
Ich war mir außerdem noch immer nicht klar darüber was ich denn eigentlich gerne fotografiere, welche die richtige Kamera dafür ist, ob ich gerne Hochzeiten fotografieren möchte oder oder oder.

Fotografische Leitsätze für 2012

Es stellte sich mittlerweile heraus, dass ich vorerst mal kein Hochzeitsfotograf werde, mich aber das Festhalten von interessanten und schönen Momenten und Szenerien auf der Straße und im Alltag wirklich fasziniert. Das ist gut, weil ich jetzt einen ungefähren Plan habe und weiß an was ich arbeiten möchte.

Ich habe mir ein paar Leitsätze für mein fotografisches 2012 überlegt, die zwar nicht in Stein gemeißelt sind, mir aber die Richtung vorgeben sollen:

In meiner Rechnung führt das dazu, dass ich deutlicher produktiver werde, was sich im Idealfall dann auch hier für euch positiv niederschlägt.

Meine Fotobibel für 2012

Zu Weihnachten bekam ich von meinem Schatz ein Fotobuch, dass ich schon seit langer Zeit haben wollte und ich kurzerhand zu meiner Fotobibel ernannt habe: Street Photography Now. Das Buch ist voller fantastischer Fotos und Worten von Fotografen aus aller Herren Länder. Ich möchte mit diesem und weiteren Fotobüchern herausfinden welche Straßenfotos es sind, die mir gefallen und was sie in meinen Augen so interessant macht. Und auf genau das will ich mich dann konzentrieren.

Magnum Fotografin Eve Arnold ist gestorben

British Journal of Photography:

Magnum Photos has confirmed that longtime member Eve Arnold died on 04 January aged 99. Arnold was the first woman photographer to join the prestigious agency.

:(

Für alle, die mehr über Eve Arnold und ihre Fotografien erfahren wollen, erscheint demnächst das Buch “All About Eve“, eine Retrospektive ihrer Arbeiten.

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