500px / Martin Wolf

Ich habe nun auch endlich einen 500px.com Account. :)

Wie Thomas Leuthard Portraits auf der Straße macht

Thomas Leuthard:

How I shoot my candid portraits on the street. A first video that should show that. More to come…

Interessantes, kurzes Video. Ein zweites gibt’s hier. (via)
Dagegen fliege ich durchaus etwas weiter unter dem Radar. Allerdings habe ich es in New York auch mal genau so gemacht um zu testen wie die Leute dort auf eine Kamera und vor allem die Tatsache, dass sie fotografiert werden, reagieren. Thomas ist übrigens, mehr oder weniger, der gleichen Ansicht wie ich:

I never ask neither before nor after, because it will change this look.
If you ask before, the look different. If you ask afterwards, you have to delete a good photo.

Das und noch ein paar Worte zu seiner Art Streetfotos zu machen, gibt’s hier von ihm zu lesen.

20 Minuten

Ich bin mal wieder in der Heimat. Auf dem Dorf. Auf dem Land. In der Natur. Ich bin gerne hier. :)
Seit ich meine erste Kamera, eine Nikon Kompaktkamera, kaufte habe ich die Felder hier in der Gegend unsicher gemacht und gefühlt jeden Grashalm fotografiert. Und doch ist es irgendwie immer wieder möglich die Landschaft neu zu interpretieren und anders zu zeigen. Und ganz wichtig: Es macht immer wieder Spaß.
Heute in schwarz/weiss. Kamera: Ricoh GR DIGITAL III.

Keine MobileMe Galerie mehr nach iCloud-Umstieg

fscklog:

Eine FAQ über den Wandel von MobileMe zur iCloud beantwortet endlich einige bislang noch unklare Punkte: Demnach bietet iCloud weiterhin Web-Zugriff auf Mail, Kontakte, Kalender sowie Find my iPhone. Back to my Mac bleibt ebenfalls iCloud-Bestandteil. Abgesägt werden dahingegen iDisk, MobileMe-Galerie und iWeb-Publishing – diese Dienste funktionieren nicht nach dem 30. Juni 2012 nicht mehr.

Autsch, das ist schmerzlich, die MobileMe Galerie wird es in Zukunft nicht mehr geben. Ich habe das nicht geglaubt, wurde nun aber eines bessern belehrt. Damit werden die Diskussionen bei Steffen und Paddy (eins, zwei) nun wirklich wichtig.

Out of Focus

Ralf-Jürgen Stilz:

Also wenn ich mal Street Photography hier in good old Germany betreiben will, dann nehme ich die Personen immer ein wenig aus dem Fokus, so dass man sie nicht erkennen kann und ich keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten habe oder noch schlimmeres, wie zum Beispiel eine Abmahnung oder noch schlimmer, einen kommentierenden Rechtsverdreher unter dem Blogartikel. Eins meiner besten Fotos habe ich hier mal veröffentlicht:

Ich musste beim Anblick des Fotos lachen. :D

BlogTimes sucht deutschsprachige Fotografieblogs

Ronny Ritschel:

Wieder einmal sind alle Blogger und auch Leser aufgerufen bei dieser Aktion mitzumachen um zu einer aktuellen Ãœbersicht der deutschsprachigen Fotografieblogs* beizutragen. Das Ergebnis wird dann nach Ende der Aktion in einem Beitrag mit den entsprechenden Links auf BlogTimes veröffentlicht.

Seit wann besteht Dein Fotografieblog? 2006

Welche Schwerpunktthemen behandelt Dein Blog? Eigene Fotos und Texte, sowie Links mit kurzen Zitaten und meiner Meinung dazu.

Wieviel Beiträge veröffentlichst Du durchschnittlich pro Woche? Weiß ich nicht.

Welche fotografischen Bereiche interessieren Dich in der Fotografie? Derzeit Streetfotografie und Hochzeitsfotografie, bin aber allem gegenüber aufgeschlossen.

Point & Shoot, My A**

David duChemin:

Point and shoot is an attitude, an approach to photography; it is not – nor to my mind should it be – a category of cameras.

Korrekt. Ich kann mit der 5D “Point and Shoot” machen und ich kann mit der Ricoh gezielt bestimmte Fotos machen.

Die Bedeutung von eigener Motivation

Seth Godin:

In fact, the world is more and more aligned in favor of those who find motivation inside, who would do what they do even if it wasn’t their job. As jobs turn into projects, the leaders we need are those that relish the project, that jump at the chance to push themselves harder than any coach ever could.

Damit wäre alles gesagt. Tiefergehende Gedanken im ganzen Artikel von Seth.

The ‘Mobile’ Web

Ben Brooks:

What possible reason is there to create these ‘optimized-experience’ for mobile devices, when the very nature of the web browsers that current mobile devices are equipped with are explicitly designed to work with sites as they currently are?

Naaah, ich weiß ja nicht. Auf dem iPad ist im Grunde alles super nutz- und lesbar, aber auf dem iPhone sind viele Webseiten schon einfach kein Spaß mehr. Wie das auf, vermeintlich, schlechteren mobilen Endgeräten aussieht, darüber will ich gar nicht nachdenken. Trotzdem bin ich auch dagegen, eine Webseite auf dem iPad zu blocken, wenn es eine iPad App der Seite gibt. So ein Schwachsinn. Und ebenfalls stimme ich Ben zu, dass es immer eine Möglichkeit geben sollte zur Desktopversion einer Webseite zu kommen.

Die Zukunft heißt Responsive Webdesign. Wir sind nur noch nicht ganz so weit es richtig zu verstehen und immer anzuwenden. Mark Boulton hat da kürzlich kluge Sachen in seinem Artikel “The difference between a Trend and a Shift” drüber geschrieben. Ebenfalls lesenswert!

Responsive Web Design is REALLY NEW and NOBODY knows how to do it properly/right/appropriately yet! We’re all just experimenting. And THAT’S FINE!

Meine Streetfotografie

Streetfotografie, was ist das überhaupt für ein Wort. Eingedeutscht. Denglisch. Sind wir doch mal ehrlich, es klingt irgendwie bescheuert. Allerdings hört sich Straßenfotografie auch einfach falsch an und ich stelle mir immer vor wie ich da stehe und die Straße fotografie. Oh, sieh mal, Asphalt, oh darüber, Kopfsteinpflaster. Naja, wäre auch mal ne Serie wert…

Bei mir hat alles irgendwie letztes Jahr angefangen. Ich war irgendwie angetan von Kais Streetbildern, das schwarz/weiß, Menschen, alltäglich und doch irgendwie besonders, wenn man den richtigen Moment festhält und aufmerksam ist. Ich bin schon immer eher der stille, beobachtende Fotograf gewesen und habe nicht gerne eingegriffen. Was allerdings auch damit zu tun hat, dass ich mir unsicher bin wie ich Leute dirigieren sollte, so ehrlich sollte ich sein. Nichts desto trotz, ich mag es im Hintergrund zu sein und echte Momente einzufangen, keine gestellten Szenen zu erarbeiten. Und genau diese Möglichkeit gibt die Streetfotografie. Sie lässt mich anders durch die Straßen und vielleicht sogar durchs Leben gehen. Sie lässt mich auf Details achten und sie lässt mich meine Umwelt mit oder ohne Kamera genauer wahrnehmen.

Nicht zu verachten ist der gewisse Kick bei der ganzen Sache. Irgendwie ist man immer kurz davor entdeckt zu werden. Was, wenn jemand merkt, dass ich ihn/sie fotografiere und was, wenn sie es nicht wollen, mich sogar darauf ansprechen, ich keine Ausrede habe, und und und. Mit der Zeit wird man mutiger und gewöhnt sich an eine gewisse Spannung und fängt an sie auch irgendwie zu mögen. Es macht ja auch einen gewissen Reiz aus.
Ich habe keine Angst „entdeckt“ zu werden, ich tue ja nichts verbotenes. Oder doch?
Nach deutschem Recht, soweit ich da informiert bin und ich erhebe hier keinerlei Anspruch auf Richtigkeit, ist das fotografieren erstmal noch gar nicht so wild (wenn auch vielleicht nicht 100% sauber), aber vor allem das Veröffentlichen der Fotos ohne Einverständnis ist verboten. Da gibt es auch wieder verschiedene Einzelfälle, je nach dem wie sehr jemand zu erkennen ist, etc.

Ich für mich habe entschieden, dass ich niemanden fragen werde ob ich ein Foto machen darf. Es würde einfach den Sinn der Streetfotografie zerstören. Dann wäre es eben genau das gestellte Foto, was ich zu vermeiden suche. Es gibt Projekte, die genau das machen, Leute ansprechen und ein Portrait machen. Dazu gehört viel Mut und es können tolle Bilder entstehen, aber das ist nicht das, wonach ich suche. Ich möchte das Leben einfangen, so wie es ist. Da gehört es auch dazu, dass Menschen mal nicht so vorteilhaft abgebildet werden. Wo wir schon beim nächsten Punkt wären. Man schlug mir vor, die Leute doch zu fragen ob ich das Foto veröffentlichen darf, nachdem ich das Bild gemacht habe. Dann habe ich aber da Problem, dass Leute verneinen würden, wenn sie sich auf dem Bild nicht so gut gefallen, obwohl es in meinen Augen vielleicht ein sehr gutes Foto ist. Ganz davon abgesehen, dass ich nicht die Zeit und Lust habe, Leute ständig anzusprechen und aufzuhalten. Momente sind flüchtig und der nächste Moment wartet auch nicht, bis ich mit einer Person ihr Bild diskutiert habe. Ich mache viele Fotos im vorbei gehen, ich sehe etwas, zücke schnell die Kamera, drücke ab und schon bin ich und auch die andere Person wieder weg.

Ich könnte mich jetzt natürlich zu Hause im stillen Kämmerlein alleine über meine Fotos freuen. Das würde niemanden stören, weil es ja keine Socke mitbekommt.
Aber das will und kann ich nicht. Ich muss Fotos zeigen, so ist es und so bleibt es. Und ich weiß doch, dass ihr sie auch sehen wollt.

Ich weiß nicht recht, wie ich reagieren würde, wenn ich mich auf einer anderen Seite entdecken würde, aber ich glaube ich würde es akzeptieren, weil ich die Beweggründe dahinter kenne. Vielleicht würde ich die Person anschreiben und sagen, hey, ich habe mich auf einem deiner Fotos entdeckt und hatte in dem Moment gar nicht gemerkt, dass jemand ein Foto von mir gemacht hat. Würde dann sicher auch erzählen, dass ich auf Streetfotos mache usw.

Klar ist, die Streetfotografie ist, besonders hier in Deutschland, schwierig. Leute reagieren viel sensibler als in anderen Ländern. Aber man muss sich darauf einstellen und Fotos machen, die möglich sind. Und wie wir alle wissen, können ja auch durch Einschränkung erst recht gute und kreative Fotos entstehen.

In Manhattan, New York, habe ich den Leuten die dicke 5D manchmal direkt ins Gesicht gehalten. Wirklich auffällig. Ich habe provoziert und ausprobiert wie weit ich gehen kann. Niemand hat mich angesprochen, das einzige was ich geerntet habe, waren ein paar böse Blicke. Wirklich perfekt finde ich das aber auch nicht.

So oder so. Jede Stadt, jedes Land verhält sich anders. Die Menschen verhalten sich anders und das ist gut so. Das ist spannend.

Mir ist also bewusst, dass ich mich auf dünnem Eis bewege, auf Messers Schneide stehe, auf dem heißen Vulkan tanze, mit dem Feuer spiele und was nicht noch alles. Aber es ist, was ich will, weil es echt ist.