Die Qual des Wals.

Heute morgen war ich beim Bäcker. Mit einem Schwall von Menschen aus der ankommenden U-Bahn kam ich als erstes in den Laden und war dran. Ich konnte mich auf dem Weg noch nicht so richtig entscheiden, was ich denn eigentlich frühstücken wollte. Und dann stand ich vor dieser riesigen Auswahl und musste mich entscheiden, und das möglichst schnell, weil die Leute hinter mir schon drängelten. Blöd.

Ich hasse diese, für mich oft viel zu große Auswahl. Dieses Ãœberangebot was einen vor die Qual der Wahl stellt. Muffins, Franzbrötchen, Franzbrötchen mit Schoko, Franzbrötchen mit Pistazie, Käsebrötchen, Rosinenbrötchen, Zimtschnecken, Kornecke mit Frischkäse und Pute, Schnitzelbrötchen, Vollkornschnitzelbrötchen, Bagel mit Tomaten, Bagel mit Käse, Croissant, Käse-Schinken-Croissant, Schokobrötchen, und und und. Das macht mich fertig.

Als ich dann mit zweierlei Sachen wieder vor der Tür stand fiel mir auf, dass mir nicht nur das Angebot des Bäckers zu schaffen macht, sondern ich auch in viele anderen Bereichen des Lebens die zu große Wahl nicht mag.
Früher bei Computer-Rollenspielen machte mich das schon verrückt. Tausende Möglichkeiten Fähigkeiten in einem Fähigkeitenbaum zu kombinieren, Millionen Ausrüstungsgegenstände und Tränke. Ständig war man nur am Vergleichen, Austauschen, Kaufen und Verkaufen. Dabei wollte ich doch nur die Story genießen und Monster prügeln.

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Elektronische Sucher (und meine Probleme mit der Samsung NX11)

Mit einem elektronischen Sucher bin ich das erste Mal letztes Jahr auf der Photokina in Köln in Berührung gekommen. Ich schaute mir die Leica X1 an, die mir wirklich gut gefallen hat, einzig der fehlende Sucher machte mir (damals) zu schaffen. Als Ersatz gibt es einen elektronischen Aufstecksucher, der im Blitzschuh halt findet. Ich schaute durch und fand es von Anfang an furchtbar.

Seit dem kam ich nicht wieder mit dieser Technik in Berührung, bis vor Kurzem in Berlin beim Test der Samsung NX11, die neben einem AMOLED Display auf der Rückseite eine elektronischen Suche integriert hat.
Es ist nicht der Fehler von Samsung, sondern offenbar ein Problem der Technik, dass ich dss Gefühl habe, dass das Bild im Sucher Milisekunden hinterher hinkt und einfach nicht echt wirkt. Ist es ja auch nicht.
Kennt ihr diese deutschen Soaps, die am Nachmittag auf nahezu jedem Sender laufen? An diesen Bildlook hat mich der Blick durch den Sucher erinnert.

Als Vorteil des elektronischen Suchers wird die Vielzal von Infos im Screen angepriesen, allerdings sehe ich das keinesfalls als Vorteil, sondern eher als Nachteil, da es einfach vom Fotografieren und dem eigentlichen Motiv ablenkt.

Ein weiteres Problem, das insbesondere die NX11 hat, ist das Umschalten von Rückseitendisplay auf Sucher. Der Sucher ist aus, wenn man die Kamera normal in der Hand hat. Alle Einstellungen und auch das Fotografieren lassen sich über das Display machen. Nimmt man die Kamera jetzt vor’s Gesicht, geht das Display aus und der elektronische Sucher an. Es mag nur eine halbe Sekunde Verzögerung sein, aber ich merke es. Damit war ich beim Workshop letztens nicht der Einzige. Wohingegen ein Ottonormalverbraucher das vielleicht gar nicht mitbekommt.
Nachdem ich die Kamera aufgrund dieses Umstands mehrere Male ruckartig wieder vom Auge weg nahm, stellte ich von “automatisch zwischen Display und Sucher umschalten” nur auf den elektronischen Sucher. Hier ist, welches Verhalten ich jetzt erwartet habe:
Display aus, Sucher immer an, keine Verzögerung, Einstellungen und Bilder anschauen weiterhin auf dem rückseitigen Display.
Pustekuchen! Das Display ist nun vollständig deaktiviert und auch Einstellungen an der Kamera oder das Anschauen der Bilder ist nur noch IM Sucher möglich. Ich glaube das hat mich teilweise ziemlich blöd aussehen lassen.

Das ist natürlich keine dauerhafte Lösung und ich frage mich, ob es nicht möglich ist, den Sucher dauerhaft aktiviert zu haben und das Display nur zum Ansehen der Fotos und zum Einstellen der Kamera zu nutzen? Also im Grunde wie es bei einer DSLR auch ist, nur eben, dass der Sucher elektronisch ist.
Die wenigen und wichtigen Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit und ISO könnten dann auch gerne weiterhin im Sucher angezeigt werden oder auf einem kleinen extra “Display” wie es die DSLRs eben auch machen.

Ich weiß nicht wie andere Systemkameras damit umgehen oder ob meine Vorstellung vielleicht für Zielgruppe sowie Preisniveau nicht die richtigen sind. Mich jedenfalls würde nach dieser Testmöglichkeit diese Handhabung so immens stören, dass ich mit de Kamera nicht dauerhaft fotografieren könnte.

Natürlich kann man jetzt hingehen und sagen, dass ich ja auch einfach nur das Display nutzen könnte, wie ich es zum Beispiel bei der Ricoh tue und mich daran nach anfänglichen Bedenken sogar gewöhnt habe. Allerdings ist eine Systemkamera wie die NX11 deutlich größer als eine Kompakte und fühlt sich damit sehr viel mehr wie eine DSLR an und möchte daher auch so bedient werden.

Felix Meyer fotografiert mit Olympus

Felix Meyer ist wahrscheinlich der einzige Mensch, den ich kenne, der mit einer Olympus DSLR fotografiert. Eigentlich kenne ich überhaupt niemanden, der keine Canon oder Nikon DSLR hat. Die Marken der Kompaktkameras lasse ich hier ganz bewusst außen vor.

Die beiden Kamerariesen sind deutliche Marktführer und sind qualitativ im (Highend) Profibereich sicher auch die einzige Wahl, und dennoch vergisst man ganz schnell, dass auch andere Hersteller DSLRs bauen, mit denen man auch gute Fotos machen. Genau das zeigt Felix mit jeder Serie wieder aufs Neue, was mich wirklich begeistert, da er für mich ein perfektes Beispiel dafür ist, dass die Kamera alleine nicht das Foto macht, sondern Bildidee, Technik, Kreativität (…) und auch zu einem guten Stück die Nachbearbeitung dazu gehört.

Nur wenige Stunden nachdem ich mir erste Notizen zu diesem Eintrag machte, postete Felix auf Facebook ein Foto einer 5D MKII (+ 24-105mm Objektiv) mit der Bitte, dass doch jemand sein Equipment nimmt und ihm dafür eben genannte Kamera gibt.

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Momente

Momente mit der Ricoh aus den letzten Wochen.

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re:publica, Tag 3

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Mehr habe ich dazu nicht zu sagen

re:publica, Tag 2

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re:publica, Tag 1

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re:publica 2011

Ich bin übrigens, wie so viele andere auch, ab heute Abend bis Freitagabend in Berlin auf der re:publica. Vielleicht sieht man sich ja?

iPad Fotobearbeitung

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Mein erstes Foto, dass ich über iPad Camera Connection Kit importiert, mit Photo Gene bearbeitet und über die iPad WordPress App gebloggt habe.

Davon könnte es demnächst mehr geben. :)
Mehr zu meinen Erfahrungen mit dem Kit und der Bearbeitung mit iPad dann nach einigen Tests und etwas Gebrauch im Alltag. Aber macht schon jetzt Spaß.

Condition ONE. Kriegsfotografie auf deinem iPad. Bald!

Condition ONE (C1) wird eine Tablet (iPad) App, die Kriegsfotografie auf ein ganz neues Level hebt.

Danfung Dennis, ein alter Hase in diesem Fotobereich, war nicht mehr zufrieden mit den Möglichkeiten der Foto-, sowie Videodokumentation und hat ein Kamerasystem entwickelt, dass es ermöglicht das menschliche Sichtfeld aufzunehmen. Bisher ist nur Patrick Chauvel damit unterwegs und ist offenbar sehr begeistert, auch wenn das Handling nicht ganz einfach scheint.

Die Aufnahmen werden dann aufbereitet und als Story in der App präsentiert. Das Ergebnis ist schon ziemlich beeindruckend und ich würde ich verdammt gerne mal selbst in der Hand halten und erleben.

Releasetermin ist Mitte 2011.

Gefunden bei TIME LightBox