Open Stage @ Kir Hamburg

Hallo! Ich hoffe ihr hattet ein genauso schönes Wochenende wie ich und seid erholt für die neue Woche. Und in die starten wir jetzt mit einer Ladung Konzertfotos.

Letzten Donnerstag war ich im Kir in Altona, Hamburg. Dort war “Open Stage” und vier Bands durften ihr Können unter Beweis stellen. Gesehen habe ich nur drei, von denen eine die Band (Pauka) eines Freundes von mir ist. Die anderen, die ich sah, waren die Fun Apes und Paramount Haste.

Für mich war es das erste Mal, dass ich ein Konzert fotografiert habe und ich glaube ich hatte ganz gute Umstände, da das Publikum überschaubar und auch die Bühne nicht riesig war. Alles also in sehr angenehmen Rahmen. So konnte ich auch ohne Problem nah an Bühne und Musiker ran.
Ich hatte mir vorher von Kai noch ein paar Tipps geben lassen, wie “Nerv die Konzertbesucher nicht” oder “Schalt das AF-Hilfslicht” aus. An beides habe ich mich gehalten und ich finde ein paar ganz nette Fotos gemacht.

Die Auswahl fiel mir wie immer schwer. Los geht’s:

Fun Apes

Paramount Haste

Pauka

Die Liebe Fotografie

Als ich vorgestern Abend zum ersten Mal ein Konzert fotografiert habe ist mir ein Licht aufgegangen. Und zwar ist mir klar geworden, dass ich nicht auf ein besonderes Genre der Fotografie eingeschossen bin. Natürlich habe ich Favoriten und diese kristallisieren sich auch immer mehr raus, aber insgesamt habe ich eine Liebe für die Fotografie.

Egal ob ich eine Hochzeit fotografiere, auf einer privaten Party Schnappschüsse mache, ein Konzert fotografiere, Stills einer Paprika schiesse, mich für MotoCross-Fotos dreckig mache oder alleine auf Fototour durch Stadt oder Land bin, sobald ich die ersten zwei, drei Fotos gemacht habe, ist es um mich geschehen und ich bin voll drin. Mit jedem Auslöserdrücken will ich dann nichts anderes mehr als ein immer besseres Foto machen, bis die Karte voll ist. Ich vergesse auch einfach alles um mich herum und werde von Minute zu Minute mutiger. Ich liege halb auf dem Boden oder klettere auf Stühle, mache Fotos von absurden Dingen oder traue mich näher an Menschen heran (Close Up Portrait mit 50mm am Vollformat).Wie sagte Steffen so schön zu mir (sinngemäß): “Den Leuten nahe zu kommen ist mir nicht unangenehm, nach der Hochzeit keine guten Fotos von der Feier und den Menschen zu haben, wäre es schon.” Das hat mir sehr geholfen und ich denke immer wieder daran, wenn ich mal wieder etwas Absurdes vollbringe um ein Foto zu machen, dass in meinem Kopf vielleicht etwas besonderes sein könnte. Natürlich ist es das nicht immer. ;)

Aber ich drifte ab. Was ich eigentlich nur sagen wollte, ist, dass ich die Fotografie liebe. Nicht “Landschaftsfotografie” oder “Konzertfotografie” oder “Whateverfotografie” im Speziellen. Ich liebe es eine Kamera in der Hand zu halten und die Welt für einen Augenblick so an- und fest zu halten wie ich sie sehe. Und dieses Gefühl habe ich jedes Mal aufs Neue. Ich will fast schon sagen von Mal zu Mal immer mehr.

Und trotzdem versuche ich mein(e) Genre zu finden um irgendwann darin auch wirklich richtig gut zu sein.

Nun genug geschwafelt. Aber ich wollte das einfach mal los werden.

Der Unterschied zwischen Joey L und vielen Anderen.


Joey L sollte wohl den meisten ein Begriff sein. Wem nicht, der schaut am Besten mal hier vorbei. Jetzt aber zum aktuellen Projekt Faces of a Vanishing World.

Joey war vor einiger Zeit in Äthiopien und hat dort Menschen von verschiedenen Stämmen fotografiert und nicht nur das, er hat auch Freundschaften geschlossen und die Menschen dort wirklich kennen gelernt. Seine Fotos wurden dann in New York als Ausstellung gezeigt, aber jetzt kommt, was ihn von vielen Anderen unterscheidet. Er beendet das Projekt hier nicht, sondern geht noch einen Schritt weiter. Er ist wieder zurück gefahren, diesmal aber mit den fertigen Prints der Ausstellung, die er den Menschen in Äthiopien schenkt. Joey selbst sagt, dass er etwas zurück geben möchte, für das was er bekommen hat. Ich finde das großartig. Es zeigt seine Wertschätzung für die Menschen dort.
Er wurde bei seiner Reise begleitet und das Ganze gibt es nun auf DVD oder als digitalen Download.

Ich darf Jurymitglied sein.

Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail von Dennis Spohr, der mich fragte ob ich Lust hätte bei seinem nächsten Fotowettbewerb zur Jury zu gehören. Das hat mich sehr gefreut und natürlich habe ich zu gesagt. Wenn ihr also gerne mal euer Foto von mir bewertet wissen wollt, macht doch beim Fotowettbewerb “Licht” bei Fototopic.de mit.

Ich finde allerdings, dass solche Wettbewerbe immer etwas schwierig sind, da jeder ein Foto anders wahr nimmt und man nicht einfach sagen kann das eine Foto ist besser als das Andere. Also seht es einfach als einen Anstoss euch mit dem Thema “Licht” fotografisch auseinander zu setzen und wenn ihr etwas Glück habt und den Geschmack der Jury trefft, gibt’s sogar noch einen Preis oben drauf.

Meine MotoCross Serie in schwarz/weiss.

Ich hatte es ja schon angekündigt. Und jetzt ist es soweit.

Ich hatte die ganze Zeit schon eine schwarz/weiss Serie des MotoCross-Events im Kopf. Ein grobes Preset für den Stil der Serie hatte ich mir schon beim Bearbeiten der Farbbilder zurecht gelegt. Heute Abend habe ich dann endlich die Zeit gefunden mir die richtigen Fotos raus zu suchen und auf Basis meiner selbst erstellten Vorlage jedes Bild noch einzeln anzupassen. Ich mag das Ergebnis sehr. Es ist übrigens das erste Mal, dass ich die Fotos nicht einfach in chronologischer Reihenfolge zeige, sondern mir etwas bei der Abfolge gedacht habe.
Aber jetzt zu den Fotos:

Mein Wochenende in Text und Bild.

Moinmoin ihr Landradden! Das wunderschöne spätsommerliche Wochenende ist rum und die Arbeitswoche geht wieder los. Von mir gibt es aber noch mal einen kurzen Rückblick auf die schönen vergangenen Tage.

Ich wohne und lebe jetzt seit über zwei Jahren in Hamburg und war noch nicht ein mal im Haus der Photographie. So konnte es natürlich nicht weiter gehen. Samstag war ich mit Tatjana also endlich mal dort und wir haben uns die Ausstellung von/über Paul Graham angesehen. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht alles zu 100% verstanden habe. Aber kurze Beschreibungen oder die Titel der Serien helfen schon sehr weiter um den Sinn und den Gedanken hinter den Fotos zu verstehen, wo es sonst vielleicht nicht so einfach wäre.

Im Haus der Photographie gibt es auch eine Buchhandlung und WOW, da muss ich öfter hin. Und Geld mitbringen muss ich auch. Die Regale sind voll bis unter die Decke mit Fotobüchern von Altmeistern wie W Eugene Smith oder brandaktuellen Titeln wie “Ein Tag Deutschland: 7. Mai 2010“.

Sonntag waren wir ein bisschen auf Flohmärkten rumbummeln und die letzten Sonnenstrahlen des Sommers genießen. Außerdem kochten wir Blätterteigrollen mit einer Gehacktes-Gemüse-Füllung. Mhhh!

Im Folgenden ein paar fotografische Eindrücke vom Wochenende, die so nebenher entstanden sind:

Der Shootsac.

Als ich letztens die Hochzeit von Lorena und Dennis fotografiert habe, hatte ich drei Objektive dabei. Eines war logischerweise immer an der Kamera und die anderen beiden waren gut verstaut und sicher in meinem Rucksack. Und hier liegt auch schon der Hund begraben.

Der Rucksack stand nämlich immer in irgendeiner Ecke und somit konnte ich die Linse nicht mal eben schnell wechseln. Abhilfe würde ein pfiffiger Assistent schaffen, den ich nicht habe.
Ich dachte mir also ich bräuchte eine kleine, einfache Tasche, damit ich schnell an die Objektive komme. Ich glaube es gibt da von Think Tank so einen Gürtel an den man Objektivköcher hängen kann. Das sieht aber mit Sicherheit (auf einer Hochzeit) extrem doof aus und könnte auch durchaus nervig oder hinderlich sein.

Und Tada! Vor kurzem habe ich den Shootsac entdeckt. Eine einfache Tasche, die aussieht wie ein Messenger Bag und genau das liefert was man braucht. Fächer für Objektive und sogar Platz für einen Blitz, Speicherkarten oder Akkus. Perfekt.

Noch nicht gekauft, da ich noch zu selten in diesen Situationen bin, aber vielleicht für den ein oder anderen hier genau das Richtige.

MotoCross in Kelze, Hofgeismar, Yeah!

Letztes Wochenende war es also soweit. Ich hatte die Möglichkeit MotoCross zu fotografieren. Jetzt ein paar Worte dazu und natürlich viele Fotos. Die Auswahl fiel mir mal wieder extrem schwierig, ich möchte euch aber auch nicht mit zu vielen Fotos überhäufen.
Alles fing im Sommer an als mich der Cousin meiner Mutter fragte ob ich nicht Lust hätte von ihm und seinen Söhnen im Oktober bei einem MotoCross-Rennwochenende ein paar Fotos zu machen. Ganz ungezwungen, so lange und so viel ich Lust habe. Natürlich habe ich zu gesagt.

Letztes Wochenende war ich dann in der Heimat in der Nähe von Kassel an einer extrem schlammigen Strecke bei bewölktem Himmel und der Angst, dass es jeden Moment zu Regnen beginnen könnte. In weiser Voraussicht hatte ich einen Plastikbeutel und Gummis mit um ihn gegebenenfalls am Objektiv zu befestigen und auch bei (leichtem) Regen weiter fotografieren zu können. Zum Glück blieb mir das aber erspart. Den ganzen Tag kam kein Tropfen mehr runter. Dennoch wären Gummistiefel besser gewesen als meine Turnschuhe. :D

Ich kann nur sagen, ich hatte riesigen Spaß. Dank recht lockeren Gegebenheiten konnte ich so extrem nah an die Strecke, dass ich selbst extrem dreckig wurde und auch meine Kamera und Objektiv mit Schlamm besudelte. Und ich muss sagen, ich fand’s eigentlich super, weil ich mich so richtig dabei und mitten drin fühlte. Und keine Angst, nichts kaputt gegangen.

Ich habe den ganzen Tag im M Modus fotografiert, was ich in letzter Zeit immer öfter mache. Ich habe das Gefühl so langsam immer mehr Herr über das zu werden was ich da eigentlich mache und ich möchte mir nicht mehr so viel von der Kamera errechnen lassen, sondern meine eigenen fotografischen Entscheidungen treffen.

Am frühen Abend war dann die Speicherkarte voll und die Akkus fast leer. Ich hätte gerne noch weiter gemacht, aber leider keinen Platz mehr und auch keine Zeit.

Ich habe natürlich in erster Linie versucht möglichst viele gute Fotos von den drei Bekannten zu machen. Ich habe für euch aber eine generelle Auswahl gemacht. Diese sind alle in Farbe mit einem entsättigten Look, der, so glaube ich, gut zu dem Tag passt.
In den nächsten Tagen oder nächste Woche wird es noch eine zweite Serie geben, komplett in schwarz/weiss. Diese Idee hatte ich schon von Anfang an vor Augen. In dieser Auswahl werden dann auch noch andere Fotos zu sehen sein. Ich bin gespannt, was ihr davon haltet.

Generell hätte ich gerne das ganze Event noch mehr dokumentiert. Also das ganze drum herum. Das Fahrerlager, Details, Portraits, Wurstbuden, etc. Dafür war aber leider einfach keine Zeit und die Priorität lag halt einfach auf den Dreien, die mich sozusagen engagiert hatten. Aber vielleicht ergibt sich ja noch mal die Möglichkeit die drei einen ganzen Tag oder ein ganzes Wochenende bei einem Event zu begleiten. Mal schauen. Ich hätte große Lust.

Jetzt aber nach viel Text endlich Fotos für euch. Bei Fragen, fragen!

Werde ein Leica Explorer

Leica verhält sich was “Social Media” und Verbindungen zu den Menschen angeht sehr klug und vor allem offen, was man von dieser “Luxusmarke” vielleicht gar nicht erwarten würde. Derzeit sind zwei Projekte im Gange. Berlinspiration und Leica Explorer.

Um letzteres soll es in diesem Eintrag gehen. Leica ruft jeden Fotografen und Blogger dazu auf ein Explorer und Botschafter für Leica zu werden. Insgesamt gibt es zehn Reisen auf den Spuren großer Entdecker zu gewinnen. Dafür gibt es 2000 € für die Reisekasse sowie die neue Leica V-Lux 2 und Ausrüstung (Zelt, etc) von The North Face auch noch mal im Wert von 750 €. Da wird also richtig auf die Pauke gehauen.

Die Reisen finden zwischen Mitte Januar und Mitte Februar nächsten Jahres statt. Um die Chance auf einen Gewinn zu haben muss man sich für ein Reiseziel entscheiden und einen beispielhaften Reiseblogeintrag inkl. Foto oder Video in englisch verfassen und einschicken.

“Je spannender Ihr Eintrag und je besser Ihr Foto oder Video, desto größer sind Ihre Chancen! Natürlich auch gerne mit Links zu ihrer eigenen Seite, ihrem Blog oder ähnlichen Profilen im Internet.”

Einen Blog und Profile im Netz habe ich. Blogeinträge schreiben kann ich auch, mehr oder weniger gut. Der englischen Sprache bin ich in weiten Teilen auch mächtig. Nur habe ich bisher wenig Reisefotografie gemacht.
Die Frage ist doch auch, wie schreibt man so einen Beispieleintrag am Besten. Totaler Fake mit den abgefahrensten Begebenheiten, was dann total spannend ist oder etwas realistisches, auch wirklich gut zum Foto passendes?

Ihr seht schon. Ich habe Interesse daran, dort mit zu machen. Januar/Februar würde mir ziemlich perfekt in den Kram passen und mal mit einer V-Lux 2 unterwegs zu sein und die Welt zu entdecken klingt jetzt auch nicht nach dem schlechtesten Plan. (Auch wenn eine M9 der Traum wäre…)
Ich werde mir jedenfalls mal Gedanken machen und wenn ich eine zündende Idee habe, versuche ich mein Glück.

Aber wie das bei einer solchen Aktion ist, wird es mir da nicht alleine so gehen.

Sollte von euch jemand mit machen, wünsche ich euch viel Erfolg! Und wenn jemand noch einen klugen Tipp für die “Bewerbung” hat, immer her damit. :)

UPDATE

Interessante Entwicklung in den Kommentaren. Die Reise muss nämlich selbst gezahlt werden und die 2000€ sind lediglich “Taschengeld”, die man als Unterstützung erhält.

Ein Streifzug durch Hamburg in Schwarz/Weiss

Es ist schon wieder ein paar Tage her, dass ich am Abend die Kamera schnappte um gezielt ein paar schwarz/weiss Fotos zu machen. Ich hatte eigentlich sogar vor eine Serie komplett im 1:1 Format zu machen, konnte mich aber letztendlich doch nicht dazu durchringen alle Fotos zu croppen. Hätte wohl auch weniger auswählen sollen. Naja, los geht’s. Fotos: