Ich darf Jurymitglied sein.

Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail von Dennis Spohr, der mich fragte ob ich Lust hätte bei seinem nächsten Fotowettbewerb zur Jury zu gehören. Das hat mich sehr gefreut und natürlich habe ich zu gesagt. Wenn ihr also gerne mal euer Foto von mir bewertet wissen wollt, macht doch beim Fotowettbewerb “Licht” bei Fototopic.de mit.

Ich finde allerdings, dass solche Wettbewerbe immer etwas schwierig sind, da jeder ein Foto anders wahr nimmt und man nicht einfach sagen kann das eine Foto ist besser als das Andere. Also seht es einfach als einen Anstoss euch mit dem Thema “Licht” fotografisch auseinander zu setzen und wenn ihr etwas Glück habt und den Geschmack der Jury trefft, gibt’s sogar noch einen Preis oben drauf.

Meine MotoCross Serie in schwarz/weiss.

Ich hatte es ja schon angekündigt. Und jetzt ist es soweit.

Ich hatte die ganze Zeit schon eine schwarz/weiss Serie des MotoCross-Events im Kopf. Ein grobes Preset für den Stil der Serie hatte ich mir schon beim Bearbeiten der Farbbilder zurecht gelegt. Heute Abend habe ich dann endlich die Zeit gefunden mir die richtigen Fotos raus zu suchen und auf Basis meiner selbst erstellten Vorlage jedes Bild noch einzeln anzupassen. Ich mag das Ergebnis sehr. Es ist übrigens das erste Mal, dass ich die Fotos nicht einfach in chronologischer Reihenfolge zeige, sondern mir etwas bei der Abfolge gedacht habe.
Aber jetzt zu den Fotos:

Mein Wochenende in Text und Bild.

Moinmoin ihr Landradden! Das wunderschöne spätsommerliche Wochenende ist rum und die Arbeitswoche geht wieder los. Von mir gibt es aber noch mal einen kurzen Rückblick auf die schönen vergangenen Tage.

Ich wohne und lebe jetzt seit über zwei Jahren in Hamburg und war noch nicht ein mal im Haus der Photographie. So konnte es natürlich nicht weiter gehen. Samstag war ich mit Tatjana also endlich mal dort und wir haben uns die Ausstellung von/über Paul Graham angesehen. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht alles zu 100% verstanden habe. Aber kurze Beschreibungen oder die Titel der Serien helfen schon sehr weiter um den Sinn und den Gedanken hinter den Fotos zu verstehen, wo es sonst vielleicht nicht so einfach wäre.

Im Haus der Photographie gibt es auch eine Buchhandlung und WOW, da muss ich öfter hin. Und Geld mitbringen muss ich auch. Die Regale sind voll bis unter die Decke mit Fotobüchern von Altmeistern wie W Eugene Smith oder brandaktuellen Titeln wie “Ein Tag Deutschland: 7. Mai 2010“.

Sonntag waren wir ein bisschen auf Flohmärkten rumbummeln und die letzten Sonnenstrahlen des Sommers genießen. Außerdem kochten wir Blätterteigrollen mit einer Gehacktes-Gemüse-Füllung. Mhhh!

Im Folgenden ein paar fotografische Eindrücke vom Wochenende, die so nebenher entstanden sind:

Der Shootsac.

Als ich letztens die Hochzeit von Lorena und Dennis fotografiert habe, hatte ich drei Objektive dabei. Eines war logischerweise immer an der Kamera und die anderen beiden waren gut verstaut und sicher in meinem Rucksack. Und hier liegt auch schon der Hund begraben.

Der Rucksack stand nämlich immer in irgendeiner Ecke und somit konnte ich die Linse nicht mal eben schnell wechseln. Abhilfe würde ein pfiffiger Assistent schaffen, den ich nicht habe.
Ich dachte mir also ich bräuchte eine kleine, einfache Tasche, damit ich schnell an die Objektive komme. Ich glaube es gibt da von Think Tank so einen Gürtel an den man Objektivköcher hängen kann. Das sieht aber mit Sicherheit (auf einer Hochzeit) extrem doof aus und könnte auch durchaus nervig oder hinderlich sein.

Und Tada! Vor kurzem habe ich den Shootsac entdeckt. Eine einfache Tasche, die aussieht wie ein Messenger Bag und genau das liefert was man braucht. Fächer für Objektive und sogar Platz für einen Blitz, Speicherkarten oder Akkus. Perfekt.

Noch nicht gekauft, da ich noch zu selten in diesen Situationen bin, aber vielleicht für den ein oder anderen hier genau das Richtige.

MotoCross in Kelze, Hofgeismar, Yeah!

Letztes Wochenende war es also soweit. Ich hatte die Möglichkeit MotoCross zu fotografieren. Jetzt ein paar Worte dazu und natürlich viele Fotos. Die Auswahl fiel mir mal wieder extrem schwierig, ich möchte euch aber auch nicht mit zu vielen Fotos überhäufen.
Alles fing im Sommer an als mich der Cousin meiner Mutter fragte ob ich nicht Lust hätte von ihm und seinen Söhnen im Oktober bei einem MotoCross-Rennwochenende ein paar Fotos zu machen. Ganz ungezwungen, so lange und so viel ich Lust habe. Natürlich habe ich zu gesagt.

Letztes Wochenende war ich dann in der Heimat in der Nähe von Kassel an einer extrem schlammigen Strecke bei bewölktem Himmel und der Angst, dass es jeden Moment zu Regnen beginnen könnte. In weiser Voraussicht hatte ich einen Plastikbeutel und Gummis mit um ihn gegebenenfalls am Objektiv zu befestigen und auch bei (leichtem) Regen weiter fotografieren zu können. Zum Glück blieb mir das aber erspart. Den ganzen Tag kam kein Tropfen mehr runter. Dennoch wären Gummistiefel besser gewesen als meine Turnschuhe. :D

Ich kann nur sagen, ich hatte riesigen Spaß. Dank recht lockeren Gegebenheiten konnte ich so extrem nah an die Strecke, dass ich selbst extrem dreckig wurde und auch meine Kamera und Objektiv mit Schlamm besudelte. Und ich muss sagen, ich fand’s eigentlich super, weil ich mich so richtig dabei und mitten drin fühlte. Und keine Angst, nichts kaputt gegangen.

Ich habe den ganzen Tag im M Modus fotografiert, was ich in letzter Zeit immer öfter mache. Ich habe das Gefühl so langsam immer mehr Herr über das zu werden was ich da eigentlich mache und ich möchte mir nicht mehr so viel von der Kamera errechnen lassen, sondern meine eigenen fotografischen Entscheidungen treffen.

Am frühen Abend war dann die Speicherkarte voll und die Akkus fast leer. Ich hätte gerne noch weiter gemacht, aber leider keinen Platz mehr und auch keine Zeit.

Ich habe natürlich in erster Linie versucht möglichst viele gute Fotos von den drei Bekannten zu machen. Ich habe für euch aber eine generelle Auswahl gemacht. Diese sind alle in Farbe mit einem entsättigten Look, der, so glaube ich, gut zu dem Tag passt.
In den nächsten Tagen oder nächste Woche wird es noch eine zweite Serie geben, komplett in schwarz/weiss. Diese Idee hatte ich schon von Anfang an vor Augen. In dieser Auswahl werden dann auch noch andere Fotos zu sehen sein. Ich bin gespannt, was ihr davon haltet.

Generell hätte ich gerne das ganze Event noch mehr dokumentiert. Also das ganze drum herum. Das Fahrerlager, Details, Portraits, Wurstbuden, etc. Dafür war aber leider einfach keine Zeit und die Priorität lag halt einfach auf den Dreien, die mich sozusagen engagiert hatten. Aber vielleicht ergibt sich ja noch mal die Möglichkeit die drei einen ganzen Tag oder ein ganzes Wochenende bei einem Event zu begleiten. Mal schauen. Ich hätte große Lust.

Jetzt aber nach viel Text endlich Fotos für euch. Bei Fragen, fragen!

Werde ein Leica Explorer

Leica verhält sich was “Social Media” und Verbindungen zu den Menschen angeht sehr klug und vor allem offen, was man von dieser “Luxusmarke” vielleicht gar nicht erwarten würde. Derzeit sind zwei Projekte im Gange. Berlinspiration und Leica Explorer.

Um letzteres soll es in diesem Eintrag gehen. Leica ruft jeden Fotografen und Blogger dazu auf ein Explorer und Botschafter für Leica zu werden. Insgesamt gibt es zehn Reisen auf den Spuren großer Entdecker zu gewinnen. Dafür gibt es 2000 € für die Reisekasse sowie die neue Leica V-Lux 2 und Ausrüstung (Zelt, etc) von The North Face auch noch mal im Wert von 750 €. Da wird also richtig auf die Pauke gehauen.

Die Reisen finden zwischen Mitte Januar und Mitte Februar nächsten Jahres statt. Um die Chance auf einen Gewinn zu haben muss man sich für ein Reiseziel entscheiden und einen beispielhaften Reiseblogeintrag inkl. Foto oder Video in englisch verfassen und einschicken.

“Je spannender Ihr Eintrag und je besser Ihr Foto oder Video, desto größer sind Ihre Chancen! Natürlich auch gerne mit Links zu ihrer eigenen Seite, ihrem Blog oder ähnlichen Profilen im Internet.”

Einen Blog und Profile im Netz habe ich. Blogeinträge schreiben kann ich auch, mehr oder weniger gut. Der englischen Sprache bin ich in weiten Teilen auch mächtig. Nur habe ich bisher wenig Reisefotografie gemacht.
Die Frage ist doch auch, wie schreibt man so einen Beispieleintrag am Besten. Totaler Fake mit den abgefahrensten Begebenheiten, was dann total spannend ist oder etwas realistisches, auch wirklich gut zum Foto passendes?

Ihr seht schon. Ich habe Interesse daran, dort mit zu machen. Januar/Februar würde mir ziemlich perfekt in den Kram passen und mal mit einer V-Lux 2 unterwegs zu sein und die Welt zu entdecken klingt jetzt auch nicht nach dem schlechtesten Plan. (Auch wenn eine M9 der Traum wäre…)
Ich werde mir jedenfalls mal Gedanken machen und wenn ich eine zündende Idee habe, versuche ich mein Glück.

Aber wie das bei einer solchen Aktion ist, wird es mir da nicht alleine so gehen.

Sollte von euch jemand mit machen, wünsche ich euch viel Erfolg! Und wenn jemand noch einen klugen Tipp für die “Bewerbung” hat, immer her damit. :)

UPDATE

Interessante Entwicklung in den Kommentaren. Die Reise muss nämlich selbst gezahlt werden und die 2000€ sind lediglich “Taschengeld”, die man als Unterstützung erhält.

Ein Streifzug durch Hamburg in Schwarz/Weiss

Es ist schon wieder ein paar Tage her, dass ich am Abend die Kamera schnappte um gezielt ein paar schwarz/weiss Fotos zu machen. Ich hatte eigentlich sogar vor eine Serie komplett im 1:1 Format zu machen, konnte mich aber letztendlich doch nicht dazu durchringen alle Fotos zu croppen. Hätte wohl auch weniger auswählen sollen. Naja, los geht’s. Fotos:

11 Fragen, ein Zwischenstand

Ein paar Tage sind vergangen seit ich das Interviewprojekt “11 Fragen” gestartet habe. Ein kurzer Zwischenstand.

Meine kleine Idee ist von euch super angenommen worden und mein E-Mail-Postfach wurde, wie von mir gewünscht, überflutet mit Antworten und Bildern. Vielen Dank dafür!
Gleichzeitig habe ich mir da auch einiges an Arbeit aufgehalst, worüber ich mich aber nicht beschweren will. :) Lediglich über die Tatsache, dass manche nicht ganz verstanden haben, dass ich gerne ALLE Bilder in 600px Breite hätte, auch die hochkant Fotos.
Wenn ihr die Bilder z.B. aus Lightroom exportiert , dann achtet darauf, dass ihr nicht angebt “lange Kante” 600px, sondern Breite 600px und das Feld für Höhe einfach leer lasst. Das wäre super. Das erspart mir und euch Arbeit. Danke!

Das Postfach ist, wie gesagt rappel voll und ich arbeite mich jetzt Stück für Stück durch. Also schaut immer mal auf der 11 Fragen Übersichtsseite vorbei oder folgt mir auf Twitter, wo ich auch über neue Interviews benachrichtige. Möglicherweise wird es auch noch einen Feed extra für die Interviews geben.

Soweit der Stand und noch mal vielen vielen Dank, dass ihr so zahlreich dabei seid und auch schon so viel darüber gebloggt und getwittert habt!

11 Fragen – Ein Interviewprojekt

Hallo! Ich habe mal wieder etwas Neues. Aufgepasst! Und zwar geht es um das Interviewprojekt: 11 Fragen.

11 Fragen ist ein Interviewprojekt bei dem jeder Fotografiebegeisterte mitmachen kann. Es gibt einen fertigen Fragenkatalog bestehend aus elf Fragen, die jeder beantworten und mir mit samt Portrait und vier seiner Fotos zuschicken kann. Ich baue dann alles ein.

Hier geht’s zum Fragenkatalog und den Angaben für die Fotos.

Diese Art von “Interviewprojekt” ist nicht neu, das ist mir klar. “The Setup” oder im deutschen Bereich “Das Setup” haben es im IT/Webbereich vor gemacht, ich importiere die Idee jetzt in den Fotobereich. Möchte mich dabei aber nicht, wie die Vorreiter auf euer Setup/Equipment beziehen sondern mich von der materiellen Ebene weg bewegen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr euren Freunden davon erzählt und wir eine große Sammlung Interviews zusammen bekommen.

Florian Letsch, Steffen Göthling und Patrick Romer haben schon mal den Anfang gemacht und zeigen, wie’s geht.

Also haut in die Tasten und flutet mein E-Mail Postfach! :)

Zack Arias über den übersättigten Fotomarkt

Ein sehr passender Artikel, der viele von uns betrifft. Mich derzeit sogar sehr, da ich mich immer weiter ins “Fotografenmeer” hinaus wage und meinen Platz suche.

Zack Arias spricht über den gesättigten Foto(grafen)markt. Über das Verhalten von den “alten Hasen” und den “Neueinsteigern”. Wer nimmt wem die Jobs weg, wer ist zu billig, und wie gehen wir damit um? Ein aktuelles Thema, guter Artikel. Nehmt euch einen Moment Zeit und lest ihn.

I’m right here part of it all. I’m part of the over saturated market. You’re part of the over saturated market. Don’t bitch and moan and complain about it because you’re in it with the rest of us.

So it’s competitive. Guess what? Photography has always been competitive.

So. Yeah. Over saturated. Your attitude should shift from “This sucks.” to “So what?”.

Over saturated market you say? You can blame me.

Stimme Zack zu und ich glaube fest daran, dass sich Qualität durchsetzt. Immer. Wer gut ist, hart arbeitet und alles daran setzt, wird seinen Markt finden.
Was nicht bedeutet, dass es nicht auch “schlechte” Fotografen gibt, die ihren Lebensunterhalt verdienen. (Soweit man Fotografie überhaupt mit schlecht oder gut bewerten kann. Aber das ist ein anderes Kapitel.)