Ein Jahr, ein perfektes Foto, Sam Abell im Videointerview

Chase Jarvis:

For the last 40 years, Sam Abell has worked as a documentary photographer, primarily for National Geographic. In this video interview for the Atlantic (created by Alex Hoyt & Ross McDermott), Sam recounts his year-long quest to find the perfect image for a story.

Großartige Geschichte und mein Respekt an Sam Abell. Unbedingt anschauen!

From College to Career – One Photographer’s Story

Jessica Arden:

Suddenly I was working for an internationally known photographer. How did I get here? By being persistent, not giving up when I felt discouraged, being prepared, and having my portfolio readily available online.

Schöne, realitätsnahe Erfolgsgesichte, von der man sich sicher ein Stückchen abschneiden sollte, wenn man seine Brötchen mit Fotografie verdienen will. Und auch so schön zu lesen.

Danke Jay Maisel

Ich hatte bis vor zwei Wochen noch nie von Jay Maisel gehört. Das ist furchtbat, aber ich gebe es zu. Ich kenne viele gute und berühmte (Street) Fotografen noch nicht. Ich sage bewusst “noch” weil ich mich in nächster Zeit mehr mit anderen Fotografen beschäftigen und mehr Wissen erlangen möchte. Was nicht heißt, dass ich mich weniger um meine eigene Fotografien kümmern will. Ganz im Gegenteil.

Jedenfalls kannte ich Jay Maisel nicht. Dann machte mich Stefan auf ihn aufmerksam und dank ihm sah ich ein dreistündiges Video mit ihm bei Kelby Training. Er lief mit Scott Kelby durch die Straßen New Yorks und erzählte, beantwortet Fragen und fotografierte. Wahnsinn. Ich habe so viel gelernt und es hat mich ziemlich bewegt. Seine Sicht, seine Art, dieser ganze Mensch. Aber ein Tipp stach für mich besonders heraus und hat sich seit dem in meinem Kopf festgebissen.

Jay trägt seine Kamera immer mit sich rum. Egal ob er zum Supermarkt um die Ecke geht oder eine andere Stadt besucht. Er sagt, wenn er die Kamera immer dabei hat, muss er nie gezielt raus gehen um zu fotografieren. Er ist immer am Fotografieren, egal wo er ist oder hin geht.

So simpel das ist, so genial ist es. Ich habe bisher auch meist gezielt meine Kamera geschnappt und bin raus gegangen um Fotos zu machen, nichts anderes, und bin dann wieder nach Hause gekommen. Oft bekommt man aber den Arsch nicht hoch und bleibt auf der Couch sitzen. Schluss damit. Ich muss mich nicht mehr aufraffen. Ich fotografiere einfach IMMER.

Ganz abgesehen davon hat er in mir wieder die Lust auf Farbfotografien geweckt und gezeigt, dass Streetfotografie nicht schwarz/weiss sein muss.

Jay trägt seine dicke Nikon D3s mit einem 28-300mm mit sich rum. Das ist mir persönlich derzeit etwas schwer und groß. Aber ich kann es verstehen. Er will die beste Qualität. Vielleicht ändert sich meine Sicht darauf irgendwann. Aber für jetzt habe ich, so glaube ich, mit der x100 den perfekten Kompromiss aus Größe, Gewicht und Bildqualität gefunden.

Danke Jay.

Vincent Laforet: The Future Of Photography Is Convergence

Vincent Laforet:

Here’s what’s important, if you can shoot 120 frames or 96 frames per second at a high resolution, it removes one of the single most difficult aspects of being a photographer, which is to capture the “decisive moment.”

APhotoEditor spricht mit Vincent Laforet über die Zukunft der Fotografie und Videografie und wie beide Welten mehr und mehr verschwimmen, was das für uns bedeutet, welche Skills man haben muss und vieles mehr. Sehr spannend, was Vincent zu sagen hat. Und ich weiß nicht ob ich gut finde, was da auf uns zu kommt. Aufregend ist es auf jeden Fall.

Light Field camera von Lytro

LYTRO:

No fuss focus. Click away. Shoot first, focus after. That’s right, after. You can’t miss.

Diese Kamera kann Fotos aufnehmen, in denen im Nachhinein jeder den Fokuspunkt selbst setzen kann, wodurch ein lebendigeres Foto entstehen soll. Klein und instant on soll sie auch sein. Wie die Technik, die sich „Light Field“ nennt funktioniert, wird auf lytro.com erklärt.

Ich bin gespannt und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Genauso wie von 3D Fotos. (via)

Ein Tag @ Paul Ripke, Praktikumsbericht

Wie sicher die meisten von euch mitbekommen haben, habe ich hiermit einen Tag bei Paul Ripke gewonnen. Der Plan war, dass ich ihn einfach mal einen Tag lang begleite, etwas mit helfe und mir kluge Sachen erzählen lasse. Dabei sollte ich dann einen Einblick in das Geschehen bekommen und im Idealfall auch noch Spaß haben.

Und genau so war es dann auch. Und da mir Paul aufgetragen hat, dass ich einen Praktikumsbericht schreiben soll, möchte ich ihn natürlich auch nicht enttäuschen. Und auch von euch haben ja schon einige per Twitter nachgefragt wie es denn nun war. Das möchte ich hier dann mal (kurz) beantworten.

Gestern war also der große Tag. Wir haben in den H2E Studios hier in Hamburg geshootet. Zwei Models, schicke Kleidung, Hohlkehle, ein großes Licht. Canon 5D Mk II + 50mm. Mehr war es nicht. Ganz schlicht und einfach.

Ich war für die CF Karten verantwortlich, die ständig zwischen Paul und Bildassistentin Muriel Liebmann hin und her gingen. Auf die Frage warum er nicht direkt aufs MacBook Pro shootet, sagte er, dass das zu langsam wäre. Und das leuchtet auch ein. Paul feuert nämlich ganz schön los. Er erklärte mir, dass er so versucht eine gewisse Natürlichkeit und Echtheit zu erzeugen, die bei einem einzelnen gestellten Shot nicht unbedingt entsteht.
Interessant war auch, der fließende Wechsel zwischen English und Deutsch am Set, da beide Modelle nur Englisch sprachen. Kein Problem, aber trotzdem interessant. Generell war es eine sehr lockere Atmosphäre, alle kannten sich, es wurde Musik gehört und gelacht. So macht Arbeiten Spaß. Und doch ist mir klar, dass jeder Handgriff sitzt und sitzen muss, auch wenn alles locker und spaßig aussieht.

Paul selbst ist ein super netter, lockerer, witziger Kerl, der auch gerne mal seine Kamera durch die Luft wirft ohne einen Ersatz im Studio zu haben. Quatsch zwischendurch scheint immer drin zu sein, sobald er dann aber auf seinem Stuhl sitzt, Anweisung an die Models gibt und fotografiert, ist er auf den Punkt konzentriert. Zumindest würde ich das mal so einschätzen. :D

Gelernt habe ich außerdem, dass der Fotografenjob zu 70% daraus besteht mit Menschen gut umzugehen, zu Warten, Bilder anzuschauen und zu bewerten, Setting und Licht aufzubauen usw. und nur zu 30% aus dem eigentlichen fotografieren. Gelesen habe ich das schon öfter. Es aber mal wirklich mit zu erleben ist was anderes.

Wie ihr wisst, bin ich großer Fan der Leica M9. Wie ihr vielleicht auch wisst, hat der Paul eine. Und ich durfte ein bisschen damit rumtesten. Ergebnis: Fokussieren mit einer Rangefinder bei sich bewegenden Motiven und teilweise schlechten Lichtverhältnissen ist echt verdammt schwierig. Außerdem ist das Display wirklich schlecht und das Speichern der Bilder dauert verhältnismäßig lange. Etwas gewöhnungsbedürftig ist auch das Geräusch, beim Auslösen/Speichern des Bildes. Es erinnert mich an irgendwas, ich komme aber nicht drauf was es ist. Aber es macht einfach Spaß und fühlt sich toll an diese Kamera in der Hand zu halten und durch den Sucher zu schauen, das Bild zu suchen und auszulösen.

Am Ende vielleicht noch den ultimativen Tipp von Paul für eure eventuelle Fotokarriere: Das Wichtigste ist, verdammt fleißig zu sein.
Das ist natürlich nicht das magische Rezept, was ihr hören wollt, das ist mir klar, und doch steckt alles drin. Fotograf ist kein 9 to 5 Job und wer das Ganze nur halbherzig angeht, wird nicht weit kommen. Es ist harte Arbeit.

Danke für den Tag Paul und hoffentlich bis bald!

Matt Stuart, Street Photography


Gestern Abend schickte mir Kai einen Link zu einem Videointerview beim British Journal of Photography mit Matt Stuart, einem großartigen, britischen Street Fotografen.

Das Video geht nur wenige Minuten. Ich könnte ihm aber noch gut und gerne 120 weitere zu hören- und sehen. Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und weiß wovon er redet. Seine Fotos unterstreichen das. Und wen genaueres zu einzelnen Fotos von Matt interessiert, der sollte mal hier vorbei schauen.

Die Liebe Fotografie

Als ich vorgestern Abend zum ersten Mal ein Konzert fotografiert habe ist mir ein Licht aufgegangen. Und zwar ist mir klar geworden, dass ich nicht auf ein besonderes Genre der Fotografie eingeschossen bin. Natürlich habe ich Favoriten und diese kristallisieren sich auch immer mehr raus, aber insgesamt habe ich eine Liebe für die Fotografie.

Egal ob ich eine Hochzeit fotografiere, auf einer privaten Party Schnappschüsse mache, ein Konzert fotografiere, Stills einer Paprika schiesse, mich für MotoCross-Fotos dreckig mache oder alleine auf Fototour durch Stadt oder Land bin, sobald ich die ersten zwei, drei Fotos gemacht habe, ist es um mich geschehen und ich bin voll drin. Mit jedem Auslöserdrücken will ich dann nichts anderes mehr als ein immer besseres Foto machen, bis die Karte voll ist. Ich vergesse auch einfach alles um mich herum und werde von Minute zu Minute mutiger. Ich liege halb auf dem Boden oder klettere auf Stühle, mache Fotos von absurden Dingen oder traue mich näher an Menschen heran (Close Up Portrait mit 50mm am Vollformat).Wie sagte Steffen so schön zu mir (sinngemäß): „Den Leuten nahe zu kommen ist mir nicht unangenehm, nach der Hochzeit keine guten Fotos von der Feier und den Menschen zu haben, wäre es schon.“ Das hat mir sehr geholfen und ich denke immer wieder daran, wenn ich mal wieder etwas Absurdes vollbringe um ein Foto zu machen, dass in meinem Kopf vielleicht etwas besonderes sein könnte. Natürlich ist es das nicht immer. ;)

Aber ich drifte ab. Was ich eigentlich nur sagen wollte, ist, dass ich die Fotografie liebe. Nicht „Landschaftsfotografie“ oder „Konzertfotografie“ oder „Whateverfotografie“ im Speziellen. Ich liebe es eine Kamera in der Hand zu halten und die Welt für einen Augenblick so an- und fest zu halten wie ich sie sehe. Und dieses Gefühl habe ich jedes Mal aufs Neue. Ich will fast schon sagen von Mal zu Mal immer mehr.

Und trotzdem versuche ich mein(e) Genre zu finden um irgendwann darin auch wirklich richtig gut zu sein.

Nun genug geschwafelt. Aber ich wollte das einfach mal los werden.

Von Hackern und anderen Problemen.

Vor ein paar Tagen trat im Blog ein Fehler auf, der es mir nicht mehr ermöglichte Artikel in gewohnter Weise zu veröffentlichen. Nach etlichen Versuchen meinerseits und einer Menge Hilfe über Twitter war das Problem immernoch da. zum Glück bot mir dann der Knuspermagier seine Hilfe an und fand das Problem. Offenbar wurde ich gehackt. Nicht diese WordPress-Installation, sonder eine ältere, nicht aktuelle. Von dort aus verteilte sich dann allerdings Schadcode auf dem ganzen Server. Nicht so gut.
Das Problem wurde aber ausgemerzt, alle Passwörter geändert und alte ungenutzte WP-Installationen gelöscht.

Es sollte jetzt also ohne technische Probleme weiter gehen.

Die kurze Zeit ohne Artikel hatte aber auch etwas Gutes. Sie war etwas erholsamer, ohne den Druck jeden Tag einen Artikel veröffentlichen zu müssen, den ich mir selbst auferlegt hatte. Es brachte auch zum Vorschein, dass ich derzeit extrem wenig die Kamera in der Hand halte und damit wenig Content produziere und euch wenig zeigen kann.

Ich wollte erst gar nichts davon sagen, aber irgendwie gehört das ja auch dazu. Flauten in der Fotografie. Zeiten, in denen man durchhängt. Zeiten in denen die Kreativität und Antrieb fehlen. Zeiten, in denen man am eigenen Tun zweifelt.
Ist das alles richtig was ich mache? Macht mir das noch Spaß? Erreiche ich überhaupt was? Komme ich voran? Mögen das Andere? Wo will ich eigentlich hin?

Viele von euch kennen diese Fragen wahrscheinlich ebenso gut wie ich. So Phasen kommen und gehen und jedesmal muss man wieder irgendwie damit umgehen.

Ich denke, man merkt selbst, wenn man mal eine Pause braucht. Sich wieder organisieren, schauen was wirklich wichtig ist, was man will, wo man hin will – mit sich und den eigenen Bildern.

Und genau das tue ich gerade. Daran wollte ich euch einfach teilhaben lassen. Und die Frage an euch weitergeben:

Wie geht ihr mit Kreativlöchern, Motivationsschwierigkeiten, Orientierungsschwierigkeiten und Zukunftsfragen (in der Fotografie) um?

Event TION 2010

Der obige Teaser sagt eigentlich nocht nicht viel aus. Er zeigt eigentlich nur welche Referenten euch auf der TION 2010 erwarten. Also im Grunde alles was Rang und Namen in der deutschen Photoshop und teilweise auch Fotografieszene hat. (Calvin Hollywood verriet schon, dass bald ein weiterer, besserer Trailer erscheinen wird.)

Das erklärt im Grunde auch schon was die TION sein wird

Nämlich ein Event für Photoshop und Fotografiebegeisterte. Dabei soll jeder angesprochen werden, vom ambitionierten Einsteiger bis hin zum Profi.
Das ganze Event wird zum einen von Video2Brain und zum Anderen von Calvin Hollywood auf die Beine gestellt. Letzterer erzählte gestern Abend in einem kleinen Vortrag für eine handvoll Leute etwas mehr zum Event und man merkt wirklich wie wichtig es ihm ist und wieviel Herzblut er da reinsteckt. Mehr lesen