Ralf-Jürgen Stilz:
Der Film The Bang Bang Club hat zwar einen bescheuerten Titel, setzt sich aber mit einem durchaus interessanten Thema auseinander: Kriegsberichterstattung.
Ein ernsthaft bekloppter Titel, aber der Trailer sieht wirklich gut aus und ich hoffe ich schaffe es ins Kino. Hat den Film schon jemand gesehen?
Als Marcel mich vorgestern fragte ob ich Sucker Punch im Kino sehen möchte, zögerte ich erst etwas. Klar, der Trailer sah schon irgendwie gut aus, aber alles andere drum herum doch irgendwie, ja, schon fast lächerlich.
Trotzdem saß ich dann gestern im Kino um ihn mir anzuschauen und ich bereue es nicht.
Ob man in die Handlung einen tieferen Sinn hinein interpretieren möchte oder ob die Dialoge besonders ausgefeilt sind, darüber lässt sich streiten. Ganz klar ist aber, dass der Film ein visuelles Meisterwerk ist. Sehen Die Szenen in der “normalen Welt” schon gut und düster aus, bekommt man bei den Bildern aus der “Traumwelt” die Klappe kaum wieder zu. In den Kampfszenen kann man eigentlich an jeder Stelle getrost den Film anhalten und das Standbild sieht großartig und posterreif aus. Mich haben diese Szenen, Kamerafahrten und Perspektiven sehr an Zwischensequenzen von guten Computespielen erinnert. Besonders an Final Fantasy VII musste ich mehrmals denken, was sicher mit der düsteren Atmosphäre, den vielen Kämpfen gegen andersartige Kreaturen und der Mischung von modernen und traditionellen Waffen zu tun hat.
Alles in Allem kann ich den Film jedem empfehlen, der über holprige Dialoge hinwegsehen und sich im Gegenzug an großartigen Bildern erfreuen kann.
Und wo bekomme ich jetzt Final Fantasy VII und eine Playstation her?
Ich mag Filmabspänne. Ich kann nicht verstehen, wie der Großteil des Kinosaales nach der Schlussszene eines Filmes sofort aufspringt und das Kino hektisch verlässt.
Ich bleibe gerne sitzen und “lasse den Film erstmal sacken”. War der Film gut, bin ich so kurz nach Ende auch noch total in der Filmwelt gefangen und der Abspann hilft mir auf eine langsame Art und Weise wieder in die Realität zurück zu finden. Das mag doof klingen, ist aber so.
Ich finde es beruhigend und lasse dann gene den Film oder bestimmte Szenen nochmal Revue passieren.
Besonders wichtig ist auch gute und zum zuvor gelaufenen Film passende Musik. Sie setzt die richtige Stimmung.
Ich finde es auch immer wieder beeindruckend wieviele Menschen an so einem Film mitgewirkt haben (auch wenn man es gar nicht schafft alle Namen wirklich zu lesen) und besonders gegen Ende schaue ich auch gerne von welchen Künstlern die Musik war.
Jeder Abspann hält eigentlich immer irgendeine Überraschung bereit.
Ganz abgesehen davon lohnt es sich bei einigen wenigen Filmen den kompletten Abspann bis zum Ende zu gucken, da manchmal noch eine kleine Szene folgt. Wäre doch doof, würde man die verpassen.

Palermo Shooting ist ein Film von Wim Wenders und Ende November 2008 in die Kinos gekommen. Campino, der Frontmann der Toten Hosen spielt darin die Hauptrolle, den Fotografen Finn. Es geht um Fotografie, Liebe und den Tod.
Irgendwie ist dieser Film bei mir in Vergessenheit geraten. Allerdings habe ich heute in der Mittagspause ein Interview mit Wim Wenders gelesen in dem er über den Film und Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie spricht. Da bin ich wieder neugierig geworden.
Hat von euch jemand den Film gesehen? Wie hat er euch gefallen?
Es regnet und es ist grau draußen. Was kommt da besser als eine Reihe von geilen Trailern für Filme, die nach x-Zeiteinheiten in dem Kino deiner Wahl laufen werden? Richtig! Quasi nichts! Deshalb hier jetzt für euch der offizielle visuelleGedanken Trailerpark 001:
Ich binde jetzt hier keine Videos ein, sondern setzte nur Links zu den Apple Trailer Seiten. Schaut euch die Dinger lieber in geiler HD Qualität da an anstatt die Pixelmännchen auf YouTube.

Funny People
Public Enemies
Watchmen
Up (nicht bei Apple, aber HD)
Star Trek (Trailer 3)
Möglicherweise gibt es noch mehr empfehlenswerte Trailer, aber ich muss jetzt los und mir Marcel an einer überaus wichtigen Präsentation arbeiten.
Achja, vielleicht sollte ich doch mal über diese Kinoflat nachdenken…
Ich schaute Elizabethtown gestern Abend zum zweiten mal innerhalb von zwei Tagen. Ja, unglaublich, nicht? Aber dieser Film hat es mir wirklich angetan.
Ich mag ja generell Filme in denen die Hauptperson gleichzeitig auch ein Erzähler ist. Und ich schaue sehr gerne Filme mit Gefühl, mit etwas Tiefgang, mit Melancholie und mit Romantik. Und mit Freude, mit kleinen witzigen Szenen. Filme die etwas über das Leben erzählen. Eine schöne Geschichte, die Hoffnung macht und am Ende die gute Seite zeigt. Filme, an deren Ende man irgendwie glücklich ist. Manche würden sie als Frauenfilme bezeichnen. Von mir aus doch, ich steh’ dazu!
Und wenn dann zu einer tollen Story mit guter Message auch noch grandiose Musik dazu kommt, dann wirds perfekt.

All das passt bei Elizabethtown. Und zudem sind die Hauptdarsteller auch großartig. Kirsten Dunst und Orlando Bloom, den ich bisher nur in den genialen Trilogien Herr der Ringe und Fluch der Karibik gesehen habe.
Auch wenn Elizabethtown nicht unbedingt der aktuellste Film ist. Er ist aus 2005. Leiht ihn euch aus, schaut ihn euch an und geniesst ihn!
“She sad it was someone called Sandy. You got any Cop named Sandy?”
“No.”
Pride and Glory hatte in Deutschland am 22. Januar Premiere. Wieso um alles in der Welt erfahre ich erst jetzt von diesem Film? Er ist grandios!
Eine Familie von Cops, die bei der Aufklärung eines Falls allmählich merkt, dass sie in den eigenen Reihen suchen muss. Mag jetzt noch nicht allzu spannend oder neu klingen, aber der Film ist wunderbar erzählt, die Schauspieler sind große Klasse und besonders ist mir die Kameraführung aufgefallen, die irgendwie immerwieder neue, tolle Blickwinkel findet.
Den meisten sollten wohl diese drei Schauspieler bekannt sein: Colin Farrell, Edward Norton (den ich jetzt nach Fight Club erst zum zweiten mal gesehen habe und für großartig befunden habe) und Jon Voight.
Mein Rat: Anschauen, anschauen, anschauen!
Tut mir, Marcel und vorallem euch den Gefallen und schaut euch nicht “The Spirit” an. Solltet ihr es doch tun, sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt.
Would you consider yourself a good person?
- How would you answer that question, if I asked you the same?
Seven Pounds oder im deutschen Sieben Leben.
Eindrucksvoll, beängstigend, mitfühlend, traurig, fröhlich, nachdenklich, großartig.
Will Smith in Höchstform und auch Rosario Dawson hat mir super gefallen.
Nichts für Actionliebhaber oder Leute, die mit Dialogen und toller Bildsprache nichts anfangen können. Ein Film, bei dem man sich einfach gehen lassen und mitfühlen sollte. Ich bin nach “The Pursuit of Happyness” und jetzt “Seven Pounds” ein Fan von Gabriele Muccino geworden. Ich muss echt mal schauen, was er noch so für Filme gemacht hat. Die Bildsprache und Inszenierung ist einfach wunderbar. Pausen zum Nachdenken, Bilder mit Musik, die mehr sagen als tausend Worte. Ich werde da total mitgerissen und kann mich richtig in die Personen hineinfühlen.
Also nichts wie los. Anschauen!
Animationstechnisch wohl derzeit ganz weit oben. Da hat Pixar mal wieder ganze Arbeit geleistet. Es ist schon wirklich beeindruckend was die Jungs und Mädels da leisten. Auf den Menschen liegt zwar in diesem Film nicht der Schwerpunkt, aber bei denen wäre sicherlich noch etwas Potenzial gewesen um sie noch realistischer wirken zu lassen.
Was mich aber am meisten fasziniert, ist, wie sie es geschafft haben Maschinen eine Seele zu verleihen und Gefühle spüren zu lassen. WALL – E wird so detailreich mit all seinen Einzelheiten vorgestellt, dass man eine Beziehung zu ihm aufbauen kann und irgendwie mit dem kleinen gutherzigen Tollpatsch mitfühlt, obwohl es ein Roboter ist. Und das alles nahezu ohne Sprache. Denn viel mehr als ihren Namen können die beiden Hauptcharaktere nicht sagen. Und genau hier liegt auch ein Problem des Films. Über weite Strecken muss man sich mit einem Stummfilm zufrieden geben, der lediglich mit Piepsen und, zugegeben, gut gewählter Musik auskommen muss.
Der Film bekommt es zwar schon gut hin dieses Problem mit vielen Gesten und “Gefühlen” von Wall-E zu kompensieren, ob es dem Durchschnittskinogänger aber ausreicht, ist wohl eine persönliche Empfindung, die ich nur schlecht verallgemeinern kann.
Mir persönlich haben die Dialoge Streckenweise etwas gefehlt. Ich bin aber trotzdem sehr beeindruckt von der Bildsprache, die Pixar hier geschaffen hat.
Die Story dagegen ist eher flach. Nicht wirklich schlecht, aber nichts Neues. Man kann sich den nächsten Schritt eigentlich schon immer denken.
Mit Witz, Gefühl und toller Animation kann sich Wall-E in unsere Herzen spielen. Kann aber ob der wenigen Dialoge und einfachen Story auch ins Langweilige kippen.
Am Besten ihr geht ins Kino und bildet euch selbst ein Urteil.
