visuelleGedanken.de

Fotografie in Bildern & Worten von Martin Wolf

Gerüstbau

Hamburg, 24. Januar 2012, Fuji X100

Unterhaltung

Hamburg, 23. Januar 2012, Fuji X100

Ich möchte einfach mal Danke sagen.

Meinen eher stichwortartigen und emotionslosen Jahresrückblick 2011 kann ich so nicht stehen lassen. Ich schrieb ihn in eher schlechter Stimmung und was es da aufs digitale Papier geschafft hat wird weder euch, dem Jahr noch mir gerecht. Ich möchte daher gerne noch ein paar zusammenhängende Sätze zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verlieren.

Rückblickend habe ich in 2011 viel gemacht, geschafft und alles hängt irgendwie mit tollen Menschen zusammen.
Ich habe jetzt mehrfach versucht alles irgendwie nieder zu schreiben – es gelingt mir aber nicht zu meiner Zufriedenheit. Was ich auch eigentlich nur sagen will ist, dass 2011 wäre ohne die ganzen Menschen um mich herum nicht das gewesen wäre, was es war: Nämlich fantastisch und erfolgreich!

Eigentlich will ich gar nichts anderes als DANKE zu sagen.
Danke an Tatjana, die immer für mich da ist und mich in allem unterstützt. Ohne dich wäre alles nur halb so gut. <3
Danke an meine Familie, die ich leider nicht so oft sehe, wie ich es vielleicht gerne würde. Ich freue mich auf die gemeinsamen Weihnachtstage.
Danke an Marcel, der von einem Mitbewohner und Kollegen zu meinem besten Freund geworden ist und der der Einzige ist mit dem man gnadenlos ehrlich diskutieren kann. War nicht ganz einfach zu lernen, bringt uns aber meist sehr gut voran.
Danke an Jonas und Julian für das entgegengebrachte Vertrauen als Mitstreiter bei elbdudler und die Möglichkeit QUOTE.fm in Vollzeit zu entwickeln.
Danke an Martin für die tolle Zeit und Gespräche in New York und auch im Nachhinein.
Danke an Steffen für viele tolle Gespräche und gute Ratschläge in allen Lebenslagen.
Danke an Ingo, der mir auch jetzt noch jederzeit bei Fragen hilfreich zur Seite steht und mit dem ich den Kontakt über das ganze Jahr halten konnte.

Und zu guter letzt, DANKE an euch alle, die mich 2011 begleitet haben und immer wieder hier rein schauen, mitlesen, kommentieren und mich motivieren.

Ich freue mich auf 2012. Ich freue mich auf viele schöne Momente mit Tatjana abseits vom Web. Ich freue mich auf QUOTE.fm in Vollzeit mit Marcel und Philipp. Und ich freue mich auf viele neue fotografische Herausforderungen. Ich möchte mich fotografisch nächstes Jahr weiter entwickeln und Fotos mit mehr Sinn und Inhalt machen. Was das genau bedeutet, werden wir noch sehen.

Und jetzt wünsche ich euch und euren Familien erstmal frohe Weihnachten!

Fotoserie: Menschen mit dem Fisch, dem sie ähnlich sehen

Eine hervorragende Fotoserie von Ted Sabarese.

Mowing-the-Lawn

Ich kann nicht so genau sagen was es ist, aber mich fasziniert diese dokumentarische Fotoserie von Greg Stimac über Menschen in den USA, die den Rasen mähen. (via)

19. Juli 2011

Meine Streetfotografie

Streetfotografie, was ist das überhaupt für ein Wort. Eingedeutscht. Denglisch. Sind wir doch mal ehrlich, es klingt irgendwie bescheuert. Allerdings hört sich Straßenfotografie auch einfach falsch an und ich stelle mir immer vor wie ich da stehe und die Straße fotografie. Oh, sieh mal, Asphalt, oh darüber, Kopfsteinpflaster. Naja, wäre auch mal ne Serie wert…

Bei mir hat alles irgendwie letztes Jahr angefangen. Ich war irgendwie angetan von Kais Streetbildern, das schwarz/weiß, Menschen, alltäglich und doch irgendwie besonders, wenn man den richtigen Moment festhält und aufmerksam ist. Ich bin schon immer eher der stille, beobachtende Fotograf gewesen und habe nicht gerne eingegriffen. Was allerdings auch damit zu tun hat, dass ich mir unsicher bin wie ich Leute dirigieren sollte, so ehrlich sollte ich sein. Nichts desto trotz, ich mag es im Hintergrund zu sein und echte Momente einzufangen, keine gestellten Szenen zu erarbeiten. Und genau diese Möglichkeit gibt die Streetfotografie. Sie lässt mich anders durch die Straßen und vielleicht sogar durchs Leben gehen. Sie lässt mich auf Details achten und sie lässt mich meine Umwelt mit oder ohne Kamera genauer wahrnehmen.

Nicht zu verachten ist der gewisse Kick bei der ganzen Sache. Irgendwie ist man immer kurz davor entdeckt zu werden. Was, wenn jemand merkt, dass ich ihn/sie fotografiere und was, wenn sie es nicht wollen, mich sogar darauf ansprechen, ich keine Ausrede habe, und und und. Mit der Zeit wird man mutiger und gewöhnt sich an eine gewisse Spannung und fängt an sie auch irgendwie zu mögen. Es macht ja auch einen gewissen Reiz aus.
Ich habe keine Angst „entdeckt“ zu werden, ich tue ja nichts verbotenes. Oder doch?
Nach deutschem Recht, soweit ich da informiert bin und ich erhebe hier keinerlei Anspruch auf Richtigkeit, ist das fotografieren erstmal noch gar nicht so wild (wenn auch vielleicht nicht 100% sauber), aber vor allem das Veröffentlichen der Fotos ohne Einverständnis ist verboten. Da gibt es auch wieder verschiedene Einzelfälle, je nach dem wie sehr jemand zu erkennen ist, etc.

Ich für mich habe entschieden, dass ich niemanden fragen werde ob ich ein Foto machen darf. Es würde einfach den Sinn der Streetfotografie zerstören. Dann wäre es eben genau das gestellte Foto, was ich zu vermeiden suche. Es gibt Projekte, die genau das machen, Leute ansprechen und ein Portrait machen. Dazu gehört viel Mut und es können tolle Bilder entstehen, aber das ist nicht das, wonach ich suche. Ich möchte das Leben einfangen, so wie es ist. Da gehört es auch dazu, dass Menschen mal nicht so vorteilhaft abgebildet werden. Wo wir schon beim nächsten Punkt wären. Man schlug mir vor, die Leute doch zu fragen ob ich das Foto veröffentlichen darf, nachdem ich das Bild gemacht habe. Dann habe ich aber da Problem, dass Leute verneinen würden, wenn sie sich auf dem Bild nicht so gut gefallen, obwohl es in meinen Augen vielleicht ein sehr gutes Foto ist. Ganz davon abgesehen, dass ich nicht die Zeit und Lust habe, Leute ständig anzusprechen und aufzuhalten. Momente sind flüchtig und der nächste Moment wartet auch nicht, bis ich mit einer Person ihr Bild diskutiert habe. Ich mache viele Fotos im vorbei gehen, ich sehe etwas, zücke schnell die Kamera, drücke ab und schon bin ich und auch die andere Person wieder weg.

Ich könnte mich jetzt natürlich zu Hause im stillen Kämmerlein alleine über meine Fotos freuen. Das würde niemanden stören, weil es ja keine Socke mitbekommt.
Aber das will und kann ich nicht. Ich muss Fotos zeigen, so ist es und so bleibt es. Und ich weiß doch, dass ihr sie auch sehen wollt.

Ich weiß nicht recht, wie ich reagieren würde, wenn ich mich auf einer anderen Seite entdecken würde, aber ich glaube ich würde es akzeptieren, weil ich die Beweggründe dahinter kenne. Vielleicht würde ich die Person anschreiben und sagen, hey, ich habe mich auf einem deiner Fotos entdeckt und hatte in dem Moment gar nicht gemerkt, dass jemand ein Foto von mir gemacht hat. Würde dann sicher auch erzählen, dass ich auf Streetfotos mache usw.

Klar ist, die Streetfotografie ist, besonders hier in Deutschland, schwierig. Leute reagieren viel sensibler als in anderen Ländern. Aber man muss sich darauf einstellen und Fotos machen, die möglich sind. Und wie wir alle wissen, können ja auch durch Einschränkung erst recht gute und kreative Fotos entstehen.

In Manhattan, New York, habe ich den Leuten die dicke 5D manchmal direkt ins Gesicht gehalten. Wirklich auffällig. Ich habe provoziert und ausprobiert wie weit ich gehen kann. Niemand hat mich angesprochen, das einzige was ich geerntet habe, waren ein paar böse Blicke. Wirklich perfekt finde ich das aber auch nicht.

So oder so. Jede Stadt, jedes Land verhält sich anders. Die Menschen verhalten sich anders und das ist gut so. Das ist spannend.

Mir ist also bewusst, dass ich mich auf dünnem Eis bewege, auf Messers Schneide stehe, auf dem heißen Vulkan tanze, mit dem Feuer spiele und was nicht noch alles. Aber es ist, was ich will, weil es echt ist.

Menschen in Manhattan

Im Momente knapse ich mir jeden Tag eine bisschen Zeit ab um die New York Fotos von der 5D zu bearbeiten. Und ich muss sagen ich bin echt glücklich mit den Ergebnissen. Heute gibt es einen ersten Teil. 12 Fotos. Allesamt in schwarz/weiss.

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TIMES SQUARE #2

Wir sind wieder gut in Deutschland gelandet und damit wieder mit euch in einer Zeitzone. Das ist gut.
Es geht weiter mit mehr Fotos vom Abend am Times Square. Und es wird noch viele mehr geben. Soviel ist sicher.

TIMES SQUARE #1

Am “Tag des kaputten Spiegels” hatten wir geplant abends Lichter und Leute in ganz anderer Atmosphäre zu fotografieren als die Tage zuvor. Leider konnte ich von dem schönen Getümmel und den vielen bunten Lichtern keine Fotos mit der 5D machen. Habe mir also die Ricoh geschnappt und versucht das beste draus zu machen.

Da mir klar war, dass die Fotos deutlich an Bildqualität leiden werden, habe ich versucht mich voll auf die Momente zu konzentrieren und diese einzufangen in der Hoffnung, dass Bildaussage > Technik ist.

Ich muss sagen, so im Nachhinein gefallen mir die Fotos von diesem Abend echt gut.

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