Wall-E

Animationstechnisch wohl derzeit ganz weit oben. Da hat Pixar mal wieder ganze Arbeit geleistet. Es ist schon wirklich beeindruckend was die Jungs und Mädels da leisten. Auf den Menschen liegt zwar in diesem Film nicht der Schwerpunkt, aber bei denen wäre sicherlich noch etwas Potenzial gewesen um sie noch realistischer wirken zu lassen. Was mich aber am meisten fasziniert, ist, wie sie es geschafft haben Maschinen eine Seele zu verleihen und Gefühle spüren zu lassen. WALL – E wird so detailreich mit all seinen Einzelheiten vorgestellt, dass man eine Beziehung zu ihm aufbauen kann und irgendwie mit dem kleinen gutherzigen Tollpatsch mitfühlt, obwohl es ein Roboter ist. Und das alles nahezu ohne Sprache. Denn viel mehr als ihren Namen können die beiden Hauptcharaktere nicht sagen. Und genau hier liegt auch ein Problem des Films. Ãœber weite Strecken muss man sich mit einem Stummfilm zufrieden geben, der lediglich mit Piepsen und, zugegeben, gut gewählter Musik auskommen muss. Der Film bekommt es zwar schon gut hin dieses Problem mit vielen Gesten und „Gefühlen“ von Wall-E zu kompensieren, ob es dem Durchschnittskinogänger aber ausreicht, ist wohl eine persönliche Empfindung, die ich nur schlecht verallgemeinern kann. Mir persönlich haben die Dialoge Streckenweise etwas gefehlt. Ich bin aber trotzdem sehr beeindruckt von der Bildsprache, die Pixar hier geschaffen hat. Die Story dagegen ist eher flach. Nicht wirklich schlecht, aber nichts Neues. Man kann sich den nächsten Schritt eigentlich schon immer denken.

Mit Witz, Gefühl und toller Animation kann sich Wall-E in unsere Herzen spielen. Kann aber ob der wenigen Dialoge und einfachen Story auch ins Langweilige kippen.

Am Besten ihr geht ins Kino und bildet euch selbst ein Urteil. ;)

Veröffentlicht am Dienstag, 30. September 2008

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