Fotografieren in sRGB oder AdobeRGB?

Also ich kann jetzt nur von meinen Canon Kameras sprechen. Aber dort habe ich die Möglichkeiten zwischen der Aufnahme der Fotos im Farbmodus sRGB (für Ausgabe am Monitor, insbesondere Internet) oder AdobeRGB (für den Druck) aufzunehmen.

Ich bin irgendwann darauf umgestiegen in AdobeRGB zu fotografieren, die Fotos auch in diesem Modus zu bearbeiten und zu archivieren und beim Speichern fürs Web, z.B. für Flickr, sie in sRGB umzuwandeln. Ich fahre mit dieser Methode eigentlich ganz gut.

Wie sieht das bei euch aus?

Veröffentlicht am Mittwoch, 03. Juni 2009

Kommentare

  1. Wenn man in RAW fotografiert, stellt sich diese Frage doch gar nicht an der Kamera, das kann man doch dann individuell fürs Foto beim Entwickeln entscheiden.

    Bei mir läuft das meist so, dass ich die Bilder, die noch bearbeitet werden sollen mit AdobeRGB entwickle und alle anderen, die nur fürs Web sind, mit sRGB. Wenn die Bearbeitung fertig ist und das Bild auch im Web gezeigt werden soll, gibt es dann auch eine sRGB-Variante.

  2. Adobe RGB. Und zwar weil der Farbraum größer ist. Für RAW ist das zwar grundsätzlich erstmal latte, aber wenn man mal aus Spaß auf JPEG umstellt, sollen die Bilder nicht ungewollt flau und scheisse aussehen.

  3. Adobe RGB wie schon gesagt. Größerer Farbraum und schlechter geht hinterher immer, besser selten. ;) Bei Farbräumen sollte man immer bedenken, was man hinterher vor hat. Web = sRGB, Bildschirm = AdobeRGB, Print = CMYK, Bewegtbild PAL, NTSC usw. Bei Wikipedia steht dazu auch viel wissenswertes.

  4. Ist eigentlich schon alles gesagt. Immer den möglichst umfassensten Farbraum nehmen (Sprich Adobe) auch wenn dieser sicher nicht perfekt ist und eigentlich von den Spezifikationen auch schon überholt ist. Lightroom und andere erledigen den Rest (Ausgabe des Farbraums als Pro RGB in Richtung Bildverarbeiter und sRGB in Richtung Output Management) von sich aus…

  5. Wenn man „eh“ nur mit Software/Hardware arbeitet die Adobe kann, ist das natürlich zu bevorzugen. (umfassensten Farbraum …)

    Wenn man natürlich irgendwann auf sRGB umstellen muss, weil z.b. der Drucker es nicht kann oder weil es .jpg’s für eine Website werden. Dann fotografiere ich in Adobe und wandle mit Lightroom in sRGB um.

    Das hat mehrere Gründe: 1.) Faulheit, dann muss ich nicht immer die Cam umstellen 2.) Flexibilität, man kann die Bilder umfassender verwenden (ausbelichten & website) 3.) Workflow, es passt einfach in meinen Workflow (da ich eh meist in RAW fotografiere) 4.) imho ist der raw -> sRGB von Lightroom von Vorteil weil ich da nur die schon „fertigen“ Bilder wandle. Da verliere ich nicht schon zwischendrin Farben. Und wenn die einmal verloren sind kann man die nicht wieder herstellen.

    aber ich bin nur ein Hobbist, keine Ahnung wie das ein Pro lösen würde. Tschö

  6. Also auch ich nehme erst mal RAW! Je nach Labor zum Ausbelichten dann Adobe – RGB oder prophoto-RGB

    Wenns fürs Web Exportiert wird (aus Lightroom) dann nehme ich natürlich S-RGB damits bei allen Betrachtern wenigstens halbwegs gut aussieht!

    Bis dann . . . . Jan

  7. Da ich grundsätzlich in RAW fotografiere stellt sich mir die Frage eigentlich nicht. Ich habe in der Kamera aber trotzdem sRGB eingestellt, da, wenn ich mal Fotos direkt aus der Kamera brauchen sollte (also ohne RAW Entwicklung), diese höchstwahrscheinlich ins Web gestellt werden und es so keine Probleme mit Browsern ohne Farbmanagement gibt.

  8. Wenn du die Bilder später noch bearbeitest, nimm immer Adobe RGB – dann hast du mehr „Fleisch“ um später was rauszuholen. Wegnehmen kannst du immer noch, hinzufügen eher schwieriger. Farbraum ist halt größer und Werte die vorher durch die Beschränkung auf sRGB wegfallen, kann man später durch Konvertieren in einen größeren Farbraum nicht wiederherstellen.

    Falls du die Bilder nicht bearbeitest, solltest du sie sofort in sRGB aufnehmen. Denn Bilder die du irgendwo im Netz veröffentlichst [oft auch welche, die offline weiter verarbeitet werden, wenn die entsprechenden Stellen (bsp. Fotostudio) kein Colormanagement fahren] werden sonst einfach in sRGB dargestellt obwohl viel mehr Farben vorhanden sind – diese fallen dann einfach weg. Ergebnis: Das Bild wirkt flau und farblos.

    Vergleichen kannst du das damit, dass du aus Sand (Licht) und einem großen Förmchen (großer Farbraum) ein ganz tolles Sandfigürchen erstellst. Jetzt kommt aber ein kleineres Förmchen mit einer quadratischen Form (kleinerer Farbraum) und stanzt aus dem großen Figürchen einen kleineren Teil aus, damit die endgültigen Figürchen im weltweiten Sandnetzwerk alle die gleiche Größe haben und alle Figürchen in den kleinsten gemeinsamen Sandkasten (Monitor) passen. Deine tolle große Sandfigur ist im Eimer. Wenn du jetzt allerdings ein eigenes tolles Förmchen benutzt, das kleiner ist als das ausstanzende Quadrat, dann bleibt die schöne Form und der Inhalt deiner Figur auch nach dem „Anpassen“ noch erhalten. Du hast dann zwar eine kleinere Figur, allerdings ist diese dann noch komplett so wie du sie haben wolltest.

    Anbei ein kleiner Vergleich:

    Bild in Adobe RGB im Netz: http://img223.imageshack.us/img223/4264/fotoadobergb.jpg

    Bild in sRGB im Netz: http://img223.imageshack.us/img223/175/fotosrgb.jpg

  9. Da die meisten Amateurfotografen auch nur Amateurmonitore haben (so wie ich auch) ist AdobeRGB eigentlich unnütz, die Mehrzahl an Farben kann gar nicht angezeigt werden. Es ist purer Glaube mehr zu sehen. Normale Monitor schaffen nicht einmal den vollen sRGB. Ich hatte zwar auch ne weile AdobeRGB eingestellt aber der Unterschied zwischen den Profilen war nicht sichtbar. >> sRGB

  10. pattn, THATS it!! sehr wichtig, denke ich. AdoberGB ist dann wichtig, wenn zb im profi Bereich gedruckt wird, dann wird mehr abgedeckt. normaler Printservice ist in sRGB. hier ist AdobeRGB eher eine Fehlerquelle und kann zB zu blassen Farben führen, oder Farbabweichungen.

    sRGB ist meist nicht minderwertig; Gesamteindruck des Bildes ist in den allermeisten Fällen ununterscheidbar. Ausnahmen sind Bilder welche sehr grell sind, zb …mit viel starkem Hellgrün, oder viel maximal tiefem Rot. Ein GESAMTHAFT besserer Bildeindruck von AdobeRGB gegenüber sRGB bei einem „normlen“ Photo kommt nur durch falsche Einstellungen zustande…

    bei einem Bild wo die zusätzlichen und eher selten vorkommenden Farben, welche durch adobeRGB zusätzlich abedeckt werden, nicht vorkommen, bietet sRGB sogar feinere Resultate …. weil alle 256 Abstufungen VERWENDET WERDEN KÖNNEN….

    Die wirklich zusätzlich in AdobeRGB vorkommenden farben sind eher selten. zudem ist in AdobeRGB die Abstufung in den häufig vorkommenden Farben gröber, da eine Anzahl von Stufen für die seltenen Farben reserviert bleibt (bei 8bit was 256 Abstufungen total pro Farbkanal ergibt) – ist wohl meist nicht ersichtlich, doch falls das Bild weiterbearbeitet wird, Kontrasterhöhung etc. könnte dies wohl gar sichtbar werden, zb als Banding, oder?!