Finde heraus, was du fotografieren willst!

photoinspiration

Mir persönlich geht es ja so, dass ich viele Genres der Fotografie sehr mag. Mir gefallen viele Stile und ich bin relativ offen für alles. Ich hatte schonmal irgendwann erwähnt, dass das ja gut, aber auch irgendwie schlecht ist. Offen zu sein für alles, ist definitiv gut. Aber das Problem liegt bei den eigenen Fotos. Dadurch, dass mir so vieles gefällt schwanke ich immer und immer wieder bei dem, was ich denn gerne fotografieren möchte.

Diese Vielfalt in meinem Geschmack und die andauernden Schwankungen hemmen meine fotografische Entwicklung. Zum einen wird Equipment gekauft, das für den einen Bereich gut ist, aber für den anderen nicht. Wenn sich der Schwerpunkt dann schnell ändert, sitzt man da und hat teures Geld in die falsche Ausrüstung investiert.
Mal ganz davon abgesehen, dass man nirgends richtig gut wird und es eher frustriert als befriedigt.

Also habe ich mir vorgenommen das zu ändern. Mir ein Thema/Genre zu suchen und das dann ertsmal richtig auszuweiden. Etwas gezielter vorgehen und auch dabei bleiben. Denn ich bin sicher, dann werden die guten Ergebnisse auch kommen.
Um mich aber festzulegen – und jetzt kommen wir zum eigentlichen Kern des Beitrags – habe ich vor Flickr und generell das Web durchzuschauen und die Fotos heraus zu suchen, die mich wirklich berühren, die etwas in mir auslösen und bei denen ich denke „hey, sowas will ich auch fotografieren“. Alle Fotos bei denen sich dieses Gefühl auftut, speichere ich in meinem „photoinspiration“-Ordner und werte das dann aus.

Natürlich werde ich nicht nach der Statistik gehen und mich für ein Genre entscheiden, nur weil ich 2 Fotos mehr von diesem gespeichert habe. Aber man wird sicher einen guten Ãœberblick bekommen. Und auch beim intensiven betrachten und suchen der Bilder merkt man schon, was einem wirklich zusagt.

Ich kann euch nur empfehlen das auch mal zu tun. Rumzusurfen, Flickr zu durchblättern und mal intensiv zu schauen, welche Fotos euch tief in euch drin berühren und etwas in euch auslösen. Bei welchen Fotos ihr euch denkt „das ist es, das will ich machen“.

Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich will nicht mein Leben lang nur die eine Sache fotografieren, ich will auch testen und neues entdecken. Aber ich denke gerade am „Anfang“ ist es wichtig, sich erstmal auf eins zu konzentrieren, die Energie zu bündeln, um gute Ergebnisse zu erzielen und motiviert zu bleiben.

Wie geht es euch? Habt ihr Ähnliches schonmal gemacht oder kennt ihr schon genau euer Genre oder ist euch das auch gar nicht so wichtig?

Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009

Kommentare

  1. Stimmt dir vollkommen zu das man seine Anstrengungen bündeln sollte um die besten Ergebnisse zu erhalten. Nur bei der Umsetzung habe ich eine andere Vorstellung als du: Anfangs sollte man alles einmal ausprobieren um zu wissen was einem Spaß macht oder auch das Interesse länger hällt als nur bei Flickr ein Foto zu sehen und zu denken „geil, sowas will ich auch mal machen“. MfG Jim

  2. Ja, natürlich sollte man ruhig die verschiedensten Dinge fotografieren um zu schauen was Spaß macht. Allerdings in dieser Phase nicht für jede kurze Begeisterung gleich das perfekte Equipment kaufen. ;)

  3. Eine interessante, wenn auch aufwändige Methode ;) Aber ich denke, das ist man sich selber und der Fotografie schuldig. Mein Eindruck ist, dass die meisten (Hobby-)Fotografen eine Entwicklung durchmachen, sowas wie Landschaft, Architektur, Makro, Portrait – so oder ähnlich und evtl. bei einem Themenkomplex länger oder immer hängen bleiben oder sich weiter spezialisieren. Grundsätzlich ist aber die Idee, sich ein Foto zu suchen, dass einen besonders anspricht, genau zu untersuchen eine der besten Methoden, da man sich dann Gedanken über Komposition, Licht, technischen Daten etc. macht.