Howto: iPhonefotos mit Best Camera App

final

Da Interesse bestand, dass ich mal ein paar mehr Worte zur Fotografie mit dem iPhone sage, gibt’s heute diesen Artikel. Ich werde hier darauf eingehen wie ich Fotos mit der App Best Camera mache, bearbeite und ins Netz stelle.

Als erstes braucht ihr natürlich die App an sich. Die gibt’s hier im App Store. Kostet derzeit 2,39€ und die sind wirklich sehr gut investiert.
Installieren, starten. Soweit gut. Ihr könnt nun ein paar Einstellungen vornehmen, wenn ihr oben links auf Einstellungen tippt. Welch Ãœberraschung.

Ablauf-Einstellungen

einstellungen

Ich habe eingestellt, dass beim Start der App immer sofort der Aufnahmemodus gestartet wird, damit ich möglichst schnell ein Foto machen kann.
Die zweite Einstellung „Effekte“ bedeutet, dass wenn ich ein Foto bearbeitet habe und dann ein neues schiesse, die Effekte des alten Fotos nicht automatische auf das neue übertragen werden. Ich möchte lieber jedes mal mit dem Originalbild anfangen und individuell bearbeiten.
Dann gibt es noch die Einstellung der Bildgröße. Hier kann man die Fotos gleich runter skalieren lassen, damit die Dateigrößen kleiner sind und somit der Upload mobil natürlich schneller geht und die App auch schneller arbeiten kann. Ich hatte hier bisher immer den Wert 800×800 eingestellt. Bin da mit der Geschwindigkeit sogar beim iPhone 3G meist sehr zufrieden gewesen. Werde aber in kommender Zeit mal 1600×1600 testen, auch wenn es nicht empfohlen wird, aufgrund von eventuellen Programminstabilitäten.
Die vierte Einstellung ermöglicht das automatische Speichern des Originalbildes nach der Aufnahme. Ich habe das ausgestellt.

Sharing-Einstellungen

Hier könnt ihr nun einrichten, wo ihr das gemachte Foto überall hochladen wollt. Bisher gibt es die Möglichkeit das Foto auf die Plattform der App, thebestcamera.com hochzuladen, dort gibt es dann ein Profil von euch, wo ihr alle eure Fotos sehen könnt. Auf der jeweiligen Fotoseite wird auch angezeigt, welche Filter auf das Foto angewendet wurden. Das macht es interessant, da man mal schauen kann wie andere Leute gewisse Effekte/Looks hinbekommen haben.
Außerdem kann man das Foto direkt zu Facebook hochladen und automatisch einen Tweet verfassen lassen, der dann zum Foto bei thebestcamera.com verlinkt. Außerdem ist es möglich dem Foto bei Facebook eine Beschreibung hinzuzufügen und bei Twitter einen Tweet zusätzlich zum Fotolink zu verfassen.

Wohin ihr das Foto ladet, könnt ihr bei jedem individuell wählen. Dazu aber später mehr.

Foto aufnehmen und bearbeiten

bearbeiten

Um ein Foto aufzunehmen einfach auf das kleine Kameraicon unten links tippen. Es öffnet sich eine typische Aufnahmeansicht, wie man sie vom iPhone kennt. Motiv suchen, abdrücken, Foto nehmen oder nochmal ein neues machen.
Bis hierhin im Grunde genauso wie bei der normalen Kamera App. Jetzt geht’s an die Bearbeitung.
Es steht eine große Auswahl an verschiedenen Filtern bereit,  die man wild durcheinander anwenden kann. Vorgefertigte Effekte, die sich dann „Juwel“ oder „Paris“ nennen, aber auch einfache wie „Kontrast“, „Kalt“ oder „Vignette“. Auch eine Funktion zum Beschneiden in Quadratformat steht bereit. Allerdings kann man den Ausschnitt zu meinem Bedauern nicht selbst wählen.

Tippt man einen Filter an, wird eine Vorschau angezeigt, was er bewirken würde, ma kann diese dann bestätigen oder auch gleich wieder verwerfen. Hat man erstmal ein paar Filter angewendet und ist mit dem Ergebnis irgendwie nicht ganz zufrieden, kann man oben rects auf die beiden Kreise tippen und kann dann die bisher angewendeten Filter neu anordnen, was das Aussehen des Bild verändert. Ähnlich wie Ebenen in Photoshop. Man hat aber auch die Möglichkeit einzelne Filter wieder zu entfernen. Ist man zufrieden, tippt man auf fertig und kommt wieder in die ursprüngliche Ansicht.
Dort kann man übrigens alle Bedienfelder ausblenden indem man einmal ins Bild tippt.

Dein Foto mit der Welt teilen

share

Ist man zufrieden mit dem Bild, geht’s an den Upload, bzw an’s Speichern des Fotos. Dafür einfach den Pfeil unten antippen. Es öffnet sich eine neue Maske, wo man auswählen kann auf welchen Plattformen das Foto hochgeladen werden soll. Möchte man noch einen text dazu eingeben, einfach einmal auf den jeweiligen Dienst tippen. Man kann an dem kleinen Pfeil rechts erkennen, dass das möglich ist.

Man kann das Foto auch direkt per Mail versenden oder einfach nur auf dem iPhone speichern.

Allgemeine Gedanken zu Fotos mit dem iPhone oder anderen Handys

Das schöne daran, Fotos mit dem iPhone oder einem anderen Handy zu machen, ist, dass man das Gerät einfach immer dabei hat. Egal wo man hingeht oder gerade ist. Das Handy hat doch eigentlich fast jeder immer dabei. So kann man in jeder Situation schnell reagieren. Schnell ist hier noch ein gutes Stichwort. Da man keine Möglichkeiten hat, irgendwelche Einstellungen vorzunehmen wie Belichtungszeit, Blende, oder Ähnliches, spart man viel Zeit und kann sich nur auf den Moment konzentrieren. Man könnte das natürlich mit einer kleinen Kompakten auch. Aber ich wette, wenn man die Möglichkeit hat, mehr einzustellen, wird man es auch nutzen wollen und der Moment ist schon wieder vorbei.

Es geht auch gar nicht darum technisch perfekte Fotos zu machen. Es geht viel mehr um den Moment. Ich finde es total spannend zu schauen wie weit man mit einer Kamera gehen kann, die nur einen Auslöser hat und sonst nichts.
Wie kreativ kann ich werden? Was kann ich eventuell noch in der sehr einfachen Bearbeitung rausholen?
Und es ist auch einfach erstaunlich wie schnell und einfach man Leute erreicht und die Fotos angeschaut werden. Beim Foto für diesen Artikel dauerte es gerade mal zwei Minuten bis es sogar von jemand anderem bei Twitter weitergetragen wurde.

twitter

Mir fällt auf, dass ich viel mehr auf Formen, Farben und Muster achte, auf die grundlegenden Dinge eines Fotos. Es schult und macht einfach Spaß im Alltag überall nach kleinen Motiven zu suchen.
Und wenn man dann irgendwann nach ein paar Wochen oder Monaten mal das Fotoarchiv auf dem iPhone durchschaut entdeckt man viele tolle Fotos mit denen immer auch Erinnerungen verbunden sind.

Aber zum Thema „visuelles Tagebuch“ schreibe ich vielleicht bald nochmal gesondert etwas.

Ich kann euch nur ermutigen, egal ob mit iPhone oder einem anderen Handy. Versucht mal damit Fotos zu machen. Natürlich nicht als DSLR-Ersatz. Nehmt die Herausforderung an und erhaltet euch die Kreativität auch im Alltag.

Veröffentlicht am Montag, 28. Dezember 2009 | Kommentieren

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