Zweitkamera/Kompaktkamera

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Ich gehöre zu den Leuten, die irgendwann mit einer Kompaktkamera anfingen die Fotografie für sich zu entdecken. Ich informierte mich in diesem Prozess im Netz über verschiedene Techniken, über ISO, über Belichtungszeit, etc. Schnell wurde mir klar, diese Einstellmöglichkeiten habe ich an meiner kleinen Kompakten nicht. Dann kam der Sprung zur DSLR und gleichzeitig auch der Verkauf meiner Kompaktkamera an meine Eltern, die damals noch gar keine Digitalkamera besaßen.

Und genau hier ist der Knackpunkt. Seit diesem Tag habe ich nur noch die große, schwere DSLR. Mittlerweile durch Vollformat und Batteriegriff sogar noch größer und unhandlicher. Das hat zur Folge, dass ich sie auf Partys, auf kurze Ausflüge oder Ähnliches nicht mitnehme, was wiederum darin endet, dass ich weniger Fotos mache und habe. Also so ganz simple, schnelle Schnappschüsse, die aber durchaus eine tolle Erinnerung sind.

Ich weiß aber gleichzeitig auch, dass es mir wohl schwer fallen dürfte mich von allen Einstellungsmöglichkeiten zu verabschieden. Mit dem iPhone ist das kein Problem. Da gibt’s halt nur einen Knopf. Foto oder kein Foto. Aber so eine Kompaktkamera hat schon so ein, zwei Einstellungsmöglichkeiten, aber nicht die ganze Reihe.

Es gibt natürlich auch in der Reihe der kompakten Geräte, welche mit mehr Möglichkeiten, aber das schlägt sich dann auch im Preis nieder. Und das iPhone zu nutzen um wirklich ernsthaft auf einer Party viele Fotos zu machen scheint mir auch nicht klug. Dafür ist die Kamera dann doch noch nicht gut genug. Mal sehen was die nächste Generation bringt.

Habt ihr eine Zweitkamera für solche Anlässe? Eine, die ihr immer dabei habt?

Veröffentlicht am Sonntag, 17. Januar 2010 | Kommentieren

Kommentare

  1. Ich hab mir vor kurzem die Canon S90 bestellt. Ist jetzt natürlich nicht das billigste was man bekommen kann (Amazon will knapp 390€ dafür), aber dafür der für mich perfekte Kompromiss zwischen Größe, Qualität (sie hat immerhin den gleichen – für Kompaktkameras verhältnismäßig großen – Sensor wie die G11) und Einstellmöglichkeiten (volle manuelle Kontrolle, natürlich nicht so komfortabel wie an der SLR, aber immerhin vorhanden).

    In den 3 Wochen die ich die Kamera jetzt etwa habe, hab ich eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht. Wenn mans drauf anlegt kann man auch mal Fotos ohne Blitz und mit ISO 2000 machen … Sind natürlich für mehr als Schnappschüsse nicht zu gebrauchen, aber als absoluter Available Light-Fan find ich’s toll, zumindest die Möglichkeit zu haben :)

  2. Ich hab auch seit einiger Zeit, das Verlangen nach einer Hosentaschenformatigeren Kamera. Meine Ãœberlegung geht derzeitg zur Olympus Pen. Allerdings wäre das Objektiv wieder nicht ganz so Taschenfreundlich :(

  3. Ich bin ein großer Verfechter der Kompaktkamera als Zweitkamera. Zum einen, weil man sie wirklich überall mit hinnehmen kann und das auch tut. Ein iPhone, oder selbst mein HTC-hero mit 5MP ist zwar super, weil man es sowieso dabei hat, aber die Qualität ist dann doch nicht mal annähernd kompatibel zu der der SLR. Zum anderen setzen wir die kleine Lumix immer dann ein, wenn wir auf Reisen in gefährlichen Gegenden unterwegs sind und unauffällig fotografieren müssen. Die Qualität ist bei ausreichend Licht durchaus vergleichbar. Checkt mal die Bilder, die wir in Salvador mit der Lumix gemacht haben:

    http://www.gwegner.de/foto/brasilien/fotogallerie-salvador-de-bahia/

  4. Ich hab eine DSLR und eine normale Digi-Cam.

    Die DSLR benutze ich nur, wenn ich auf Foto-Tour bin und die Digi-Cam, wenn ich auf Partys oder mich einfach so mit Freunde treffe. Die reicht vollkommen aus.

  5. Ich habe fast immer entweder eine Canon A590 dabei (für gut 120€), bei der man auch alles manuell einstellen kann, oder meine Analoge Nikon F65 mit 50mm, etwa 200€ Gesamtkosten.

  6. Ha, ich hab auch mich einer kleinen Knipse angefangen und bin dann auf DSLR umgestiegen. Die kleine habe ich aber zu bestimmten Anlässen noch weiter verwendet und letztes Jahr habe ich mir eine aktuellere gekauft (Fujifilm EXR200), damit ich auch auf Konzerten fotografieren kann, denn da kommt man mit einer dicken DSLR ohne Fotopass nicht rein bzw. wenn man auf das Konzert geht, dann nicht zum Fotografieren, sondern zum Musikerlebnis. Meine große habe ich fast immer dabei, aber da brauche ich eben einen Rucksack und die kleine kann ich auch mal in die Jackentasche stecken.

  7. Meist zwei Kameras in der Tagestasche mit zwei unterschiedlichen Filmempfindlichkeiten: In der Regel die Revue 400 SE (kleine Rangefinder KB mit 1:1.7) und abwechselnd eine Holga, einen Diana-Clone oder auch mal eine Faltkamera (Agfa Isolette oder Adox Golf). Dazu natürlich immer dabei: der Belichtungsmesser und der manuelle Entfernungsmesser.

    Eine ideale digitale Ergänzung wäre sicher eine Olympus Pen oder eine Ricoh GR Digital III o. ä.

  8. Eigentlich keine Frage… habe meine alte Lumix immer dabei, wenn ich mal nicht schleppen möchte. Die kleinen Kompakten kosten ja heute nicht mehr viel, selbst Markenkameras nicht. Einstellmöglichkeiten wie die großen haben sie eigentlich fast alle. Sind eben nur bei der Schärfegestaltung nicht so brauchbar. Daß man für ansprechende Fotos eine DSLR braucht, ist sowieso ein Gerücht. Und bei einer Vollformatkamera müßte doch eine kleine Kompakte noch drin sein. ,)

    Gruß. Eden

  9. Ich benutzte mein Mobiltelefon für Schnappschüsse, aber vornehmlich als „Knoten im Taschentuch“, um mich an ein Motiv zu erinnern, das ich später nochmal per DSLR aufnehmen möchte.

  10. Ich hab hat noch eine Billigknipse von Samsung. Die hab ich eigentlich nur dabei, wenn ich mal keine Lust habe, mich ernsthaft mit den Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Und immer dabei hab ich halt mein iPhone mit Apps wie Best Camera und PS Mobile. Reicht meistens und die Ergebnisse sind immer stilvoll, weil die Kamera halt miese Bilder macht – wobei ich das mag.

  11. Ich habe eine Panasonic FX 37 gekauft … bzw. eigentlich ist sie für meine Frau. Die Kamera eine klassische Knipse … und bietet mir zu wenig … Bildqualität (Rauschen) bzw. Einstellmöglichkeiten.

    Wünschen würde ich mir eine Panasonic GF1 – jedoch OHNE Wechselobjektive – mit einem sehr gut abgestimmen 28 – 140 (2.8 – 4.0). Das wäre meine ideale Kompakte.

    Nachdem es diese Kamera nicht gibt, überlege ich mir auch eine S90 zu kaufen. Das Gesamtkonzept ist sehr gut gelungen. Klein, weniger Megapixel, Drehring um das Objektiv mit unterschiedlichen Funktionen … etwas teuer … aber Qualität hat seinen Preis ;-)

    Ach ja … FullHD Video sollte in meiner Wunschkamera auch noch mit drin sein ;-))

  12. Seit einiger Zeit habe ich die Lumix FZ28 und bin sehr zufrieden. Naja, nicht gerade eine Hosentaschenkamera, aber doch deutlichst kleiner und leichter als die Spiegelreflex-Ausrüstung. Für die normalen Familien-/Urlaubsbilder reicht die zu meinem eigenen Erstaunen absolut aus. Was mich nervt ist der schwache Blitz. Aber das ist so ziemlich das einzige, was ich im Alltag bei meiner Familienknipse vermisse. Meine Familie ist auf jeden Fall begeistert, dass ich jetzt wieder deutlich mehr Familienbilder mache.

  13. Ich hab mir genau deshalb eine GF1 geschossen und diese wirklich immer dabei. Vorher hatte ich für diesen Zweck eine Powershot G9, aber im Vergleich zur DSLR stellten mich die Ergebnisse nicht mehr zufrieden. Die Lumix GF1 ist der G9 weit überlegen, und mit dem Pancake auch nicht größer (wenn auch deutlich teurer).

    Hat sich für mich gelohnt. Aleks

  14. Das Problem ist meistens, dass man von der Bildqualität nicht überzeugt ist oder sich fragt „was wäre wenn“. Eine schwere DSLR hat man ja nicht gekauft weil Geld in der Ecke herumgelegen hat, oder weil das wechseln und Schleppen von Objektiven neben Bodentanzen ein Hobby ist.

    Daher lieber 1 richtig gutes Bild mit der Spiegelreflex, als 10 mittelmäßige Schnappschüsse. Aber wie bei den Brasilien Fotos zu erkennen : Bei optimalem Licht bringen auch kleine Knipsen gigantische Bilder. Sehr schöne Fotos.

  15. Ja, habe auch eine Panasonic LX3 stets dabei. Die hat einen etwas größeren Sensor und ein lichtsarkes Leica-Objektiv; außerdem bietet sie mir vollen manuellen Zugriff und RAW.

    Aus heutiger Sicht würde ich mir auch die Canon S90 angucken; die ist von den Maßen etwas kompakter.

  16. Besitze eine Canon Ixus, mit der ich damals anfing mich intensiver beschäftigen. Erst damit reifte irgendwann der Entschluss, das eine DSLR her muss. Die Ixus macht halt „ok“e Bilder (bei den Kompakten war sie zum Kaufzeitpunkt in der Oberliga) und ist schön klein. Kommt heute regelmäßig mit in die Disco, auf Partys, etc. Da schleppe ich keine DSLR mit, wäre mir auch bei eigenem Alkoholkonsum zu gefährlich ;)

  17. Um nochmal meinen Senf dazuzugeben:

    Bevor ich mich für die S90 entschieden habe, hab ich mir sowohl die Olympus PEN als auch die Canon G11 angeschaut und natürlich auch in die Hand genommen. Mein persönliches Fazit war folgendes:

    Olympus PEN: Ist wohl der beste Kompromiss zwischen Größe und Qualität, außerdem haben Wechselobjektive natürlich auch Vorteile. Allerdings ist momentan die Objektiv-Auswahl eher mau. 14-45 und ein 50er, das mit f/2.8 auch nicht das lichtstärkste ist. Außerdem ist sie immer noch nicht ganz Hosentaschengröße und hat auch keinen „kompakten“ Preis mehr ;)

    G11: Großer Sensor, Objektiv mit großem Brennweitenbereich, toll, groß, schwarz … :D Aber halt auch nicht unbedingt Hosentaschengröße. Außerdem immer noch etwa 100€ teurer als der kleine Bruder, die S90.

    Die hat zwar einen kleineren Brennweitenbereich, dafür Anfangsblende 2.0 bei 28mm, den gleichen Sensor der G11, ebenfalls die Möglichkeit, RAWs aufzunehmen, einen großen ISO-Bereich… und passt perfekt in (Männer-)Hosentaschen :)

    Ich denke, dass man, wenn man SLRs gewöhnt ist bei den ganz billigen Kameras einfach einiges vermissen würde :/

    (Ohgott, ich klinge wie ein Canon-Marketingmensch, hihi. Aber ich mag sie wirklich. Die 50D wird schon neidisch glaub ich.)

  18. Für genau diesen Zweck – Schnappschüsse,Partys etc pp – würde ich mir gerne eine Kompakte zulegen. Leider kann ich mir das nicht so wirklich leisten. Ich tingel aber immer wieder mal durch MM und Co und schaue mir die Angebote an. Wenn was Brauchbares dabei ist, schlage ich vielleicht mal zu. Meine DSLR ist mir für dauerhaftes mitnehmen wirklich zu schade.

  19. Hat hier echt noch niemand CHDK erwähnt? OK, dann mache ich das jetzt:

    Wenn es Dir wirklich nur auf die vielfältigen Einstellmöglichkeiten ankommt und DU bereit wärst, bei der mechanischen Qualität Abstriche zu machen, dann kaufe Dir eine nahezu beliebige Canon-Kompaktkamera und spiele die freie Firmwareerweiterung CHDK auf. Die serviert Dir RAW-Format und Eingriffsmöglichkeiten, die manche DSLR vor Neid erblassen lässt. Guckst Du hier: http://chdk.wikia.com/wiki/CHDK

  20. Ich hab leider keine Kompaktkamera. Kann aber aus Erfahrung sagen, dass sowas nicht schlecht ist, denn wie oft ist man irgendwo und denkt sich „****, hätte ich ’ne Cam dabei“ … Besitzt man eine Kompaktkamera kann man diese natürlich immer in der Tasche dabeihaben und dann siehts so aus: Tolle Situation „TADA KAMERA!“ knips

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