Von Hackern und anderen Problemen.

Vor ein paar Tagen trat im Blog ein Fehler auf, der es mir nicht mehr ermöglichte Artikel in gewohnter Weise zu veröffentlichen. Nach etlichen Versuchen meinerseits und einer Menge Hilfe über Twitter war das Problem immernoch da. zum Glück bot mir dann der Knuspermagier seine Hilfe an und fand das Problem. Offenbar wurde ich gehackt. Nicht diese WordPress-Installation, sonder eine ältere, nicht aktuelle. Von dort aus verteilte sich dann allerdings Schadcode auf dem ganzen Server. Nicht so gut.
Das Problem wurde aber ausgemerzt, alle Passwörter geändert und alte ungenutzte WP-Installationen gelöscht.

Es sollte jetzt also ohne technische Probleme weiter gehen.

Die kurze Zeit ohne Artikel hatte aber auch etwas Gutes. Sie war etwas erholsamer, ohne den Druck jeden Tag einen Artikel veröffentlichen zu müssen, den ich mir selbst auferlegt hatte. Es brachte auch zum Vorschein, dass ich derzeit extrem wenig die Kamera in der Hand halte und damit wenig Content produziere und euch wenig zeigen kann.

Ich wollte erst gar nichts davon sagen, aber irgendwie gehört das ja auch dazu. Flauten in der Fotografie. Zeiten, in denen man durchhängt. Zeiten in denen die Kreativität und Antrieb fehlen. Zeiten, in denen man am eigenen Tun zweifelt.
Ist das alles richtig was ich mache? Macht mir das noch Spaß? Erreiche ich überhaupt was? Komme ich voran? Mögen das Andere? Wo will ich eigentlich hin?

Viele von euch kennen diese Fragen wahrscheinlich ebenso gut wie ich. So Phasen kommen und gehen und jedesmal muss man wieder irgendwie damit umgehen.

Ich denke, man merkt selbst, wenn man mal eine Pause braucht. Sich wieder organisieren, schauen was wirklich wichtig ist, was man will, wo man hin will – mit sich und den eigenen Bildern.

Und genau das tue ich gerade. Daran wollte ich euch einfach teilhaben lassen. Und die Frage an euch weitergeben:

Wie geht ihr mit Kreativlöchern, Motivationsschwierigkeiten, Orientierungsschwierigkeiten und Zukunftsfragen (in der Fotografie) um?

Veröffentlicht am Sonntag, 09. Mai 2010

Kommentare

  1. Hm, von Fotografie habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung.

    Aber Kreativlöcher fallen für mich in eine Schublade mit Schreibblockaden. Und gegen die hilft so einiges (vieles davon tatsächlich Trivial):

    Einen Spaziergang machen. Pausen generell. Einen Rubikwürfel lösen. Etwas essen. Mal für 15 Minuten alles (auch das iPhone) ausschalten und meditieren. Aufräumen. Einen Game Boy ausgraben und Tetris spielen. Tee trinken. Vor einem Spiegel Grimassen schneiden. Auf eine Party gehen und für sich einen anderen Namen ausdenken, samt Hintergrundstory. Ein mal um den Häuserblock rennen. Einkaufen gehen und versuchen, das ekelhafteste was der Supermarkt zu bieten hat, zu finden. Laut rülpsen. Einen Purzelbaum machen.

    Ich sehe schon, ich schweife hier ab. Ich hoffe, du weißt was ich meine. :)

  2. Kreativflauten können bei mir zu einem großen Problem werden, schließlich verpflichte ich mich ja dazu, nicht nur Kunstwerke zu zeigen, die mir persönlich gefallen, sondern auch meine Gedanken und Interpretationen dazu darzulegen. Und das braucht seine Zeit. Mehr Zeit braucht es jedoch, Kunst zu finden, über die ich auch schreiben will und kann, die zudem möglichst nicht in letzter Zeit auf anderen Blogs auftauchte, nicht zu banal ist und und und.

    Mittlerweile kann ich diesem Problem ganz gut begegnen, schließlich kennt man mit der Zeit auch mehr Quellen kennen, wo man frische Kunst in sich aufsaugen kann. Was bleibt, ist dann nur der Zeitfaktor. Man hat ja auch noch ein reales Leben.

  3. Einen Spaziergang machen. Pausen generell. Einen Rubikwürfel lösen. Etwas essen. Mal für 15 Minuten alles (auch das iPhone) ausschalten und meditieren. Aufräumen. Einen Game Boy ausgraben und Tetris spielen. Tee trinken. Vor einem Spiegel Grimassen schneiden. Auf eine Party gehen und für sich einen anderen Namen ausdenken, samt Hintergrundstory. Ein mal um den Häuserblock rennen. Einkaufen gehen und versuchen, das ekelhafteste was der Supermarkt zu bieten hat, zu finden. Laut rülpsen. Einen Purzelbaum machen. +1

  4. Das mit dem Hacken ist wirklich ärgerlich.

    Zur neuen Inspiration finden? Ein neues blogtheme bauen (lassen) und schon wird alles besser. Oder mit Malte telefonieren, das motiviert auch immer. Oder einfach durch das Web über geile Sachen stolpern, das gibt mir meistens auch viel. Oder einfach mal solche Gedanken auf schreiben, vorallem jetzt auch (was dir jetzt durch den Kopf geht), offen damit umgehen, dafür werden dich deine Leser lieben.

  5. ich lass die kamera, oder auch den rechner einfach mal links liegen. kümmere mich um meine familie, den hund, geh in den garten, oder pflanze ein wenig auf dem balkon herum. alles ganz easy. :-)

  6. Da ich erst so kurz fotografiere, bin ich noch nicht in so ein Loch gefallen. Mich plagen dagegen die Zweifel eines Anfängers: Ist es richtig, wie ich an alles herangehe? Soll ich lieber erst mal versuchen, Fotos hinzubekommen, wie andere sie machen oder einfach irgendwie draufloslegen um so etwas wie einen eigenen Stil zu finden? Soll ich jetzt schon bloggen, obwohl ich doch eigentlich gar keine Ahnung habe?

    Momentan mache ich es einfach so, wie ich gerade Lust habe (und in der Euphorie der ersten Wochen habe ich eigentlich immer Lust, Fotos zu machen und über meine Erfahrungen zu bloggen).

    Was ich aber bereits jetzt schon als sehr motivierend entdeckt habe, ist das Gespräch und vor allem das Treffen mit anderen fotobegeisterten. Eine gemeinsame Tour macht Spaß, außerdem kann man sich gegenseitig Tipps geben und der Vergleich der Bilder am Ende der Tour ist sehr aufschlussreich.