Auf in die Zukunft mit Flattr

Flattr, a social micropayment platform that lets you show love for the things you like.

Im Internet konsumieren und produzieren wir Inhalte. Wir machen das gerne und meist ohne eine geldliche Gegenleistung, einfach weil es uns Spaß macht. Wir lesen und schauen uns andere Sachen an und freuen uns darüber, dass sich jemand so viel Mühe gemacht hat. Wir würden manchmal gerne unsere Anerkennung zeigen und schreiben dann einen Kommentar oder drücken den neuen Facebook-Like-Button.

Aber was wäre, wenn es eine einfache Möglichkeit gäbe, den Autor zu unterstützen und wirklich zu zeigen, wir sehr wir mögen, was er macht. Genau, das wäre fantastisch!

Und hier kommt Flattr ins Spiel. Flattr ermöglicht es, über einen einfach Klick auf einen Button eine kleine Geldsumme an den Autor zu spenden und damit die Anerkennung zu zeigen.

Das ganze funktioniert folgendermaßen:

Ihr bestimmt einen monatlichen Betrag, den ihr gerne an verschiedene Menschen verteilen möchtet. Sagen wir mal 2€. Nehmen wir mal an jetzt klickt ihr im Laufe des Monats auf den Button bei Ralf und bei Christoph. Am Ende des Monats bekommt dann jeder von den beiden 1€ von euch. Klickt ihr nur auf einen Button, gehen die 2€ alleine an diesen einen. Ihr könnt allerdings auf jeden Flattrbutton nur ein mal pro Monat klicken.

Wir reden hier nur von kleinen Beträgen. Kleine Anerkennungen, die den Autor freuen, aber auch das Potenzial haben, ihn ernsthaft zu unterstützen. Wie sagt man so schön, Kleinvieh macht auch Mist.

Das Prinzip ist zugleich simpel und genial. Voraussetzung dafür, dass es funktioniert ist, dass alle mitmachen.

Also meldet euch für die Betaphase an und hofft auf einen Invite. Ich bin seit heute dabei, habe mein Flattrkonto schon aufgeladen und flattr jetzt fleißig los. Und vielleicht bekomme ich ja den ein oder anderen Cent zurück am Ende des Monats.

Veröffentlicht am Dienstag, 11. Mai 2010

Kommentare

  1. Ich finde das Konzept spannend und zumindest einen Versuch währt. Bisher gab es ja noch kein Werkzeug, welches das »Bezahlen« einfach macht (damit der Nutzer es akzeptiert) und auch dem Inhalteproduzent gerecht wird.

    Allerdings steht und fällt dieses Konzept auch mit der Anzahl der Websites/Nutzer, die sich dem System anschließen. Die Zeitungen werden wahrscheinlich die ersten sein, die sich flattr großangelegt anschließen, und wahrscheinlich auch die größten Nutznießer von dem System.

  2. Ich finde die Idee und das konzept von Flattr sehr gut, ist ansich ein gutes konzept und ich bin gespannt ob und wie es sich entwickelt. Aber ich bezweifle leider irgendwie das es eine wirklich Große aktive User zahl finden wird und genau das brauch flattr damit es funktioniert. Aber ich lass mich gerne eines besseren überzeugen und nehm auch erstmal unterstützend teil.

  3. @Simon: Ganz genau, es funktioniert eben nur, wenn alle, bzw möglichst viele mitziehen. Und das ist besonders am Anfang wichtig um diesen Kreis aus „mache ich nicht, weil hat niemand“ zu durchbrechen.

  4. Ich hab sicherlich die 1 – 2 Euro im Monat über, aber wenn ich zb mich hinstell und anderen sowas zu kommen lass und ich krieg am Ende des Monats nicht, dann wäre ich voll depri XD

  5. @Martin: Ich finde das Prinzip ja echt genial! Werde auch mal was drüber schreiben. Frage: Besteht die möglichkeit, dass auch ein 13jähriger wie ich eine invite bekommt?

  6. Seit gestern bin ich auch dabei – wobei ich prognostiziere, dass wir Blog-Betreiber da einen geschlossenen Kreislauf bilden werden. Was mir fehlt, ist ein Anreiz für Nicht-Blogger, bei Flattr mitzumachen. Aber vielleicht springt der Funke ja doch über, und je mehr Blogger mitmachen, desto mehr Nicht-Blogger entdecken Flattr (ich hab meinen Button übrigens mit „Kaffeekasse“ überschrieben, damit ein Unkundiger sofort weiß, was der Button überhaupt soll).

    Als Alternative habe ich mir auch mal http://www.fraxionpayments.com angesehen – ich fürchte bloß, mit diesem verpflichtenden Bezahlmodell gleich all meine Leser zu vergraulen, weil es ihnen zu umständlich ist (bei Preisen ab 1 Cent pro Artikel dürfte es nicht am Geiz scheitern).