Gastartikel: Back to Basics – MF Objektive, Teil 2

Jetzt geht es aber endlich los mit dem Fotografieren!

Jetzt ist die ganze Technik und Theorie sicherlich auch wichtig, aber ich habe ja am Anfang auch vom Spaß am Fotografieren mit MF-Objektiven gesprochen.

Und da kommen wir jetzt zu…

Ich habe hier einige Beispielbilder gesammelt, die zum Einen schön zeigen wie man Bokeh auch gestalterisch einbauen kann und wie sich DOF, Schärfentiefe, als gestalterisches Mittel einbauen lässt. Natürlich auch einige Bilder um die Abbildungsleistung und Schärfe der alten MF-Objektive zu zeigen.

Den Anfang mache ich mit dem spannenderen Thema, Bokeh und DOF.

Bei diesen Bildern sieht man sehr ein fast rundes Bokeh, ich habe die Wirkung beusst eingebaut um dem Foto diese Wirkung zu geben. Das Bokeh ist bei Offenblende am stärksten zu sehen und nimmt ab je kleiner die Blende wird.

In den beiden folgenden Bildern sieht das Bokeh fast aus wie gemalt, dies funktioniert nicht mit allen Objektiven, ist aber ein tolles Stilmittel um das Auge innerhalb des Fotos zu lenken.

Jetzt zeige ich das Spiel mit der Schärfentiefe, Bei einer Offenblende von 1.4 oder 1.7 beträgt der Bereich in dem das Objektiv scharf abbildet mitunter nur noch wenige Milimeter. Auch das kann man gezielt zur Bildgestaltung einsetzen, es wird allerdings auch schwieriger scharf zu stellen, je größer der Anfangsblende ist.

Und jetzt die beiden letzten Bilder meines kleinen Gastbeitrags, die die Abbildungsleistung der alten MF-Objektive zeigen sollen.

Ich hoffe es hat den ein oder anderen vielleicht ein wenig gefallen und vielleicht sogar das Interesse am Fotografieren mit MF-Objektiven geweckt?

Sollte sich jetzt bei einigen das Bedürfniss regen, auch einmal mit solchen Obektiven zu Fotografieren, können wir gerne einen kleinen Walk machen bei dem Ihr die Objektive ausprobieren könnt. Sprecht Martin oder mich einfach an.

Wenn sonst noch Fragen sind, stellt diese bitte in den Kommentaren, ich werde diese so gut wie möglich beantworten.

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Veröffentlicht am Freitag, 28. Mai 2010

Kommentare

  1. @Chrissy: Und da ist sie wieder, eine Abkürzung die für mich ganz normal , aber natürlich nicht jedem geläufig ist. Danke Martin für den Link!

    Gerade bei großen Anfangsblenden kann mit der Schärfentiefe sehr schön arbeiten, da wirklich nur ein minimaler Bereich scharf abgebildet wird!

  2. Sehr schöner Beitrag. Ich hatte es leider versäumt, meine Frage schon gestern zu stellen, doch wie sieht es mit dem Einsatz von Austausch-Mattscheiben aus? Da gibt es von Katzeye bis zum Chinesen ja viele Lieferanten.

  3. @Stephan: Geht problemlos. Katzeye habe ich nicht, ist mir zu teuer, ich benutze eine umgefräste Nikon-Mattscheibe, bei eBay ersteigert. Wichtig ist IMHO das es eine Mattscheibe mit Schnittbildindikator und Mikroprismen ist, die Austauschmattscheibe von Canon zum manuellen Fokussieren ist ohne diese Hilfen!Die Mattscheibe ist sehr hell, das hilft auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gut und schnell zu fokussieren. Der Einbau ist bei den 2stelligen Canons eine Sache von Sekunden, sehr schnell und einfach!

  4. @Felix: Was hattest Du dir den erhofft?

    Es sollten ja auch keine Meisterwerke sein, die Bilder sollten den Text unterstützen. Ich denke das viele, die noch nie mit so großen Blenden fotografiert haben, die Wirkung selbiger auch einfach nicht kennen.

  5. @Sören (manuel myers): Genau das z.B. hätte ich mir erhofft. Dass du darauf eingehst, was man beim Umgang mit solchen Objektiven beachten sollte. Es war ja auch nicht so gemeint, dass der zweite Teil Mist war. Sondern eher so, dass die Bilder und der kleine Text auch noch bei Teil eins reingepasst hätte. War echt nicht böse gemeint…

  6. @Felix: Hatte ich auch nicht als bös gemeint verstanden. :-)

    Also Du hättest lieber eine Art Handlungsanleitung für sehr lichtstarke, manuelle Objektive erwartet?

    Da gibt es eigentlich nicht soo viel zu beachten, das Wichtigste ist schon die große Anfangsblende und daraus resultierende Schärfeebene, bei Offenblende z.B.. Viel mehr gibt es da eigentlich nicht, generell funktionieren ja die alten Linsen genau wie neue Linsen. Sie sind bloß in der Handhabung anders, was meiner Art zu fotografieren aber ein Vorteil ist, ich mag es einfach lieber. Man wird einfach entspannter und ruhiger beim Fotografieren mit MF-Objektiven, denke ich. Und es ist natürlich ein sehr günstiger Einstieg in lichtstarke Objektive. Ich habe z.B. für ein Carl Zeiss Planar T* 50mm 1.4 mit Contax/Yashica Bajonett um die 100,00 Euro incl. Adapter bezahlt, das Objektiv in neu für Canon kostet um die 600,00 Euro. Die Linsenrechnung ist bei beiden Objektiven aber gleich, beide sind auch MF!

    Wenn Du noch Fragen hast, gerne, dazu ist der Beitrag ja auch da! ;-)

  7. @Sören (manuel myers): Jaja: Hab ja auch ein altes 50mm 1.8 von Pentacon. War auch mein Einstieg zu lichtstarken Objektiven. Aber hab jetzt noch ein 30mm 1.4 von Sigma. Für Olympus gibt es echt wenige Objektive. Und wenn, dann bist du immer gleich mit 400€ dabei. So ein einfaches billiges 50er bzw. 35er wie bei Nikon, Canon und Sony haben die gar nicht. Ist echt schade.

  8. Hatte für kurze Zeit das Nikon AF D 60/2,8 MIKRO aus analogen Zeiten. Super Sache mit dem MF, aber auf Dauer und als erstes und einziges Objektiv neben der Kit-Scherbe nicht unbedingt eine Bereicherung. Werde es mir wohl irgendwann wieder kaufen. War schon toll und an sich ist MF eine klasse Erfahrung.

  9. @Felix: Aber die Zuikos sind in den meisten Fällen ja auch sehr gut, das wissen leider auch viele… Ich habe ein Zuiko 28mm 2.8, das ist schon sehr ordentlich und noch relativ günstig zu bekommen, die meisten wollen lieber das 28mm 3.5 weil das einen Tucken besser ist.

  10. Mich würde interessieren, wie man mit einem MF Objektiv arbeitet. Ich fotografiere am Liebsten Porträts mit einer offener Blende. Kannst Du im Sucherbild erkennen ob du den kurzen Fokusbereich auf den Augen liegen hast? Oder ziehst du den Fokus und schießt eine Reihenaufnahme durch? Ich kann mir speziell beim Fotografieren von Menschen nicht vorstellen, dass man mit den MF-Objektiven wirklich exakt arbeiten kann. Bitte belehrt mich eines Besseren.

  11. @Linus: Hallo Linus, grundsätzlich kann man schon erkennen ob man richtig fokussiert hat, es braucht natürlich etwas Ãœbung, dann klappt das wunderbar. Ich habe die ersten 9 Monate mit einer 1000D ohne Schnittbildmattscheibe (aber teilweise mit Sucherlupe) manuell fokussiert und ich liebe die Offenblende. Das einzige Problem ist bei den hohen Offenblenden das der Schärfebereich natürlich winzig wird und man schnell rausrutscht, gerade bei Blenden von 1.4 oder 1.2. Ursprünglich waren ja alle Kameras mit MF-Objektiven und auch früher wurden schon scharfe Fotos gemacht! Natürlich erleichtern Hilfsmittel wie die Schnittbildmattscheibe (die ja früher Standard war!) oder Adapter mit AF-Confirm das Fokussieren ungemein, es geht aber auch ohne. Reihenaufnahmen mache ich nicht, das mag zwar auch irgendwie klappen, liegt mir aber nicht.

    Ich hoffe ich konnte Deine Bedenken ein wenig zerstreuen? Wenn Du aus Hamburg bist, können wir uns gerne treffen und Du kannst es selber ausprobieren.

  12. @Sören: Danke für die Antwort. Ich würde gerne mit Dir einen Fotostreifzug machen, wohne aber leider einige 100 Kilometer entfernt :-( Ich habe früher eine Zeitlang mit einer alten Canon AE1 fotografiert. Die Canon FD-Objektive hatten eine Schnittbildmattscheibe. Ich habe jetzt inspiriert von Deinem Artikel etwas recherchiert und herausgefunden, dass man den heutigen DSLRs solche Schnittbildmattscheiben nachrüsten kann. Hast Du Deine 1000D denn umgebaut?

  13. @Linus: Die Schnittbildmattscheibe ist in der Kamera, nicht in den Objektiven. Und es gab wirklich sehr gute FD-Objektive, lassen sich leider nur vernünftig an Olympus Micro 4/3 Kameras wie z.B. die Pen adaptieren.

    Meine 1000D habe ich nicht umgebaut, bei den Einsteiger-DSLRs von Canon ist das leider nicht so einfach, aber möglich, vorgesehen ist es erst ab den Semipro Modellen. Ich habe aber eine Sucherlupe genutzt, dieses Modell. Die Ausgabe lohnt sich auf jeden Fall, man sieht im Sucher wesentlich deutlicher ob man scharf gestellt hat!

  14. Es tut mir zwar Leid, aber ich sehe mich gezwungen hier etwas zu Trollen; ich bezichtige den Autor semantisch zu viel in das Wort „MF-Objektiv“ hineinzulegen.

    Mir scheint der eigentliche Tenor des Artikels ist: „Schaut mal her, Festbrennweiten sind geil!“; die primären (hier auch gelobten) Vorteile sind doch die Lichtstärke und Lamellenzahl samt Bokeh. Und diese Vorteilen gehen doch aber bei (festbrennweitigen) Objektiven mit Aufofokus nicht verlohren. Das Argument der Selbstbeschränkung und das des handwerklicheren Photographierens verfehlt auch seine Wirkung, da die überwiegende Mehrheit der AF-Objektive auch einen MF-Modus besitzen. Ich selbst hatte mir seiner Zeit für meine lange nicht benutzte und noch chemische EOS das billige 50er/1,8 und das 85er/1,8/USM gekauft. Und zumindest bei meinem Objektiv mit USMotor kann man selbst im AF-Modus mit dem Stellring den Fokus überstimmen. Kurzum ich sehe also überhaupt nicht, weshalb MF intrinsisch besser als AF sein sollte.

    Ein Objektiv ist ja immer ein Kompromiss aus verschiedenen Parametern; der gemeinte Begriff – lax mit „MF-Objektiv“ bezeichnet, ist aber die Abhängige nicht das Argument der (wahrscheinlich benutzten) Optimierungsfunktion. In etwa so: f(Lichtstärke,günstig) = Festbrennweite f(Festbrennweite,billig,geil) = vintage Festbrennweite + Adapter vintage Festbrennweite -> oft MF

    Sicher alte Festbrennweiten sind toll und haben ein hervorragendes Preisleistungsverhältnis, aber das fehlen eines AF-Modus‘ ist vielmehr ein Nebeneffekt nicht aber das Optimierungsziel.

    Vielen Dank für ihre Geduld.

  15. @PeterTroll btw schon mal WIRKLICH versucht mit nem normalen AF manuell zu arbeiten???? mit den kurzen wegen macht das fokusieren nicht wirklich spass

    P.S. vielen dank für die verwendung von ganz vielen und aufregenden fremdworten. nur noch das komplette verfassen des beitrags in burmesisch hätte das toppen können.