Behind the Scenes mit Joey L.

Ich habe die Dokumentation gerade erst gesehen und bin noch total beeindruckt und überwältigt. Joey L hat bei seinem Besuch der Mentawai nicht nur Photos gemacht, sondern auch eine Dokumentation gedreht.

Man lernt, was es wirklich bedeutet eine solche Reise auf sich zu nehmen und dass man nicht einfach da hin fährt und von den Menschen Photos macht. So funktioniert das nicht. Erst lernt man die Menschen und die Kultur kennen, man schliesst Freundschaft, und dann werden Photos gemacht. So können wirklich interessante, authentische Aufnahmen entstehen, die Geschichten erzählen und nicht nur einfache Fotografien sind. Das ist echte Dokumentar-Photographie.

Ich kann einfach nur meinen Hut ziehen und Joey Respekt zollen. Man muss auch immer mal bedenken, dass der Kerl noch recht jung ist. Anfang 20 oder so.

Das Video ist gute 16 Minuten lang und es lohnt sich sehr es anzuschauen. Also nehmt euch die Zeit.

Veröffentlicht am Dienstag, 08. Juni 2010

Kommentare

  1. Mist, du warst schneller, das wollte ich auch noch auf meinem „Blog“ zeigen ;-) Es ist wirklich — mmhh, ich finde nicht die richtigen Worte. Ich schließe mich dir einfach mal an. Wunderbar!!!

  2. „Friendships are made before photographs are taken.“ …ein Spruch für’s Poesiealbum :) Aber in diesem Video sieht man wirklich, was Joey L damit meint.

    Eine klasse Doku.

  3. wow…., ich bin begeistert, es ist schon sehr beeindruckend was man da sieht. ich habe auf seiner homepage gestöbert, seine arbeiten sind der hammer, kann ich nur jedem empfehlen.

    lg appel

  4. Also ob das nun „echte Dokumentar-Photographie“ ist oder ist lasse ich mal dahingestellt, denn dazu zählt bspw. auch in Krisengebieten zu fotografieren, was auch dokumentarische Arbeit darstellt. Aber ansich hat du damit gerade bei diesen Stämmen schon recht. Ein wirklich tolles Video!

  5. Yep … bin auch begeistert. Ich habe von Joey auch schon Videos über seine Shootings in Äthopien gesehen, ähnlich wie dieses. Fand ich seiner Zeit auch schon sehr gut. Den auch schon gelesenen Kommentaren „na ja mit ner Phase one ist das ja keine Kunst“ möchte ich mich nicht anschließen. Seine Fotos sind gut, sehr gut … wie ich finde. Und für mich sind seine Fotos Doku-Fotos, speziell die Fotos der „alten“ Generation neben der „neuen“, also Vater/Großvater neben Kinder/Enkel. Der alte Schamane hat schon recht, wenn er sagt, zumindest befürchte ich es, wenn seine Generation stirbt … , wird seine Kultur auch aussterben. Danke für das Video … Gruß

  6. Der Typ ist extrem talentiert und für sein Alter unfassbar gut. Im Ãœbrigen hat er ziemlich genau das Leben, dass ich gern hätte :)

    Wenn Amateure sich wundern, dass sie nicht ansatzweise solche Fotos machen, dann muss man aber auch feststellen, dass hier das Equipment doch eine sehr große Rolle spielt.

    Er ist eben der erste, der da mit 5-6 Helfern so professionelles Equipment hintragen lässt und vor allen auch deswegen so einmalige Fotos macht. Ohne dieses Equipment lassen sich die Fotos so nicht realisieren.

    Beispiel: Seine Technik bei Portraits ist meistens, den Hintergrund um 2 Stufen unterzubelichten – auch bei Tageslicht und großer Blende. Das geht nur mit ND-Filtern. Um das Model dann noch richtig zu belichten, braucht man einen Blitz. Einen starken Blitz, denn der muss deutlich heller als das Sonnenlicht sein. Deshalb schleppt er Profoto-Blitze mit jeweils 1200 Ws Leistung mit. Zum Vergleich: der leistungsstärkste Blitz von Canon (580 EX II) hat nicht mal 100 Ws an Blitzleistung.

    Man kann zwar mit jeder Kamera/Ausrüstung grundsätzlich grandiose Fotos machen, aber man kann eben nicht mit jeder Ausrüstung solche Fotos machen. Siehe Eingangsbemerkung soll das nicht seine Leistung schmälern. Die beste Technik allein produziert natürlich nicht 1 brauchbares Foto.