Gastartikel: “Tonal Contrast Filter” in PS selbst gemacht

Dies ist ein Gastartikel von Felix Meyer. Er ist 21 Jahre alt und studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Chemnitz. In seiner Freizeit fotografiert er überwiegend Landschaft, Natur, Architektur und urbane Motive.
Ihr findet ihn hier im Netz: Blog, Flickr, Twitter, Facebook

Nachdem ich vor kurzem twitterte, dass ich gern einmal bei einem großen Blog einen Gastartikel schreiben würde, kam Martin auf mich zu und bot mir einen an.

Heute ist es so weit. Es geht um einen kleinen Photoshop-Trick um den Kontrast der mittleren Tonwerte in einem Foto zu erhöhen.

Bei diesem Foto hier ist diese Technik sehr von Nutzen, um die Details (des Gebäudes) herauszuarbeiten. Die Veränderungen durch die Bearbeitung sehen dann so aus:

Vorher

Nachher

Dabei wirkt das ganze Foto danach etwas klarer und schärfer. Bis vor kurzem nutzte ich dafür noch den „Tonal Contrast Filter“ aus dem „Color Efex 3“ Paket von NIK. Doch ich wollte schon lang einmal wissen, ob man es auch mit Photoshop Bordmitteln hinbekommt.
Und es ist eigentlich ganz einfach. Ich nutze dafür den „Tiefen/Lichter“ Dialog, Den ich zuvor noch nie benutzt habe. Ihr findet ihn hier:

Im nun erscheinenden Fenster müssen die Werte dann wie folgt eingestellt werden:

Ich denke, bzw. hoffe, dass es bei jeder Photoshop-Version die gleichen Ergebnisse bringt. Bei dem einen oder anderen Motiv muss man vielleicht noch einmal an dem einen oder anderen Regler drehen. Aber für die meisten Motive könnt ihr diese Werte verwenden und mit einem Klick auf „Als Standart Speichern“ für weiter Fotos speichern.

Ja. Das warʻs dann auch schon.

Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Juni 2010

Kommentare

  1. Ich glaube nicht, dass man diese Werte als Standard auf alle (oder die meisten) Bilder anwenden kann. Da muss man sicherlich von Bild zu Bild immer wieder neu schauen.

    Ich habe früher auch öfter mit der Tiefen/Lichter Funktion in Photoshop gearbeitet und festgestellt, dass dadurch der Kontrast oft zu stark wird und es teilweise zu unschönen Tonwertverläufen kommt. Wie auch in diesem Bildbeispiel im Nachher-Bild: die ohnehin schon ausgefressenen Lichter-Stellen im Himmel werden nun überdeutlich sichtbar. Das ist für meinen Geschmack zu stark und der Himmel im Vorher-Bild erscheint mir harmonischer und natürlicher. In diesem Fall hätten wohl die Lichter weniger stark wiederhergestellt werden müssen, um diesen nun starken Ãœbergang von den Wolken mit Zeichnung zu den Stellen ohne Zeichnung im Himmel zu vermeiden.

  2. @Martin Hülle – Blog: Ja da stimme ich dir zu. Aber Ich habe auch geschrieben, dass es dazu gut ist, um die Details im Gebäude herauszuarbeiten. Und das tut es ja. Den Rest blende ich dann einfach mit einer Maske aus. Das sollte man natürlich bedenken. Es ersetzt den NIK-Filter nicht komplett. Aber für diese beschrieben Details funktioniert es. Und die Einstellungen haben auch bei meine Fotos, die ich bis jetzt so bearbeitet habe, so gepasst.

  3. @Felix: Ah, Du blendest den Rest mit einer Maske aus – das steht aber nicht im Artikel. Um die Details im Gebäude herauszuarbeiten, reicht im Grunde ja der Mittelton-Kontrast Regler im Tiefen/Lichter Dialog. Die Tiefen- und Lichter-Regler sind dafür eigentlich zweitrangig.

    An dem Artikel ist etwas verwirrend, welches Bild nun das Endresultat ist. Es ist also nicht das Nachher-Bild, sondern das oberste? Das ist aber eine ganz andere Aufnahme?!

    Es klingt so, als wäre nur die Tiefen/Lichter Funktion auf das Bild angewendet worden und gut ist. Die weiteren Bearbeitungsschritte hätten zumindest erwähnt werden sollen, um zu erfahren, wann, wie und wo die Tiefen/Lichter Funktion eingesetzt werden sollte.

  4. Doch, etwas verwirrend finde ich auch, dass das oberste, endgültig bearbeitete Bild, einen ganz anderen „Charakter“ hat … stürzende Linien gerade gerückt, Auto wegretouchiert, Sättigung und sonstige Kontraste geändert. Daran sieht man, dass der Tiefen und Lichter Schritt nur einer von vielen ist, dieser aber aus dem Gesamtbearbeitungskontext herausgerissen wurde, da der Rest unerwähnt bleibt. Zumindest hättest Du im Text erwähnen sollen, dass Du die Funktion mit einer Maske nur auf das Gebäude anwendest, um dort die Kontraste herauszuarbeiten. Weil der Schlusssatz „Ja. Das warÊ»s dann auch schon.“ suggeriert anderes :-)

    Das Tiefen/Lichter Tool ist von Haus aus ja dazu da, die Tonwerte in den Lichter- und Tiefen-Bereichen zu korrigieren. Das klammerst Du hier aber vollkommen aus. Und gerade die Tiefen- und Lichter-Bereiche werden in den meisten Motiven unterschiedlich sein, weshalb man dieses Werkzeug wohl kaum mit nahezu identischen Einstellungen auf alle Motive anwenden kann. Dazu ist der Tiefen/Lichter Dialog in Photoshop viel zu mächtig.

  5. Leider kann man die Tiefen/Lichter nicht als Adjustment-Ebene anlegen, also müsste man für ein nicht-destruktives Arbeiten erst eine Kopie anlegen… hört ihr mich Adobe? Ausbessern! Ist dann bestimmt Main-Feature in CS6.