Mein Wochenende und eine Beobachtung

Heute habe ich verschiedene Dinge zu erzählen. Am Wochenende „tanzte ich nämlich auf zwei Hochzeiten“ und mir fiel etwas auf. Aber ich fange einfach mal an.

Kurze Assistenz bei Steffen Böttcher

Vergangenes Wochenende war fotografisch für mich ein sehr cooles. Samstag Mittag sollte ich nun endlich Steffen Böttcher, den Stilpiraten und Hochzeitsfotograf kennen lernen und ihm bei einem Hochzeitsshooting assistieren. Leider war das Wetter alles andere als gut. Es regnete zwar zum Glück nicht, aber es war kalt, der Himmel Wolken verhangen und verdammt windig. Dementsprechend ging alles sehr schnell und nach 30 – 40 min war auch schon alles im Kasten. Ich habe ein bisschen Blitz gehalten und mit dem wirklich großen California Sunbounce fast eine Runde als Paraglider über der Elbe gedreht.
Es war mir jedenfalls ein Vergnügen Steffen persönlich kennen zu lernen und ihm etwas über die Schulter schauen zu können. Ich hoffe, die Möglichkeit ergibt sich bald wieder. Soweit erstmal, danke Steffen!

Hochzeitsfeier photographieren

Samstag Abend war ich dann selbst als Photograph auf einer Hochzeitsfeier unterwegs. Neben mir gab es noch den offiziellen Photographen, mit dem ich auch ein paar Worte wechselte, dessen Namen ich allerdings nicht erfahren habe. Ich war engagiert vom Trauzeugen (Stefan von Bornintents) als Geschenk für das Brautpaar und sollte versuchen mit meinen Photos die Stimmung der Feier einzufangen, die etwas intimeren Momente fest zu halten und mehr auf Details zu achten. Um Gruppenphotos von allen Gästen und diese ganzen Standardshots brauchte ich mir also keinen Kopf machen. Genau mein Ding also.

So gegen 22 Uhr verschwand der andere Photograph dann und ich war alleine um die späteren Stunden der Party fest zu halten. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich habe irgendwas zwischen 900 und 1000 Photos geschossen und wieder viel gelernt. Dämmerlicht ist einfach unfassbar schwierig, wenn man die Kulissen nicht taghell blitzen will, aber trotzdem scharfe Bilder erwartet. Trial and Error war mein Freund und mit jedem Photo habe ich dazu gelernt. Und am Ende sind wirklich einige gute Bilder bei rum gekommen, die derzeit noch vom Trauzeugen gesichtet werden (nachdem ich sie auf ca. 360 reduziert habe) und aus denen ich dann eine Auswahl bearbeiten werde.
Ich hoffe sehr, dass ich auch einige Photos hier zeigen darf.

Insgesamt war ich 7 1/2 Stunden da, und habe das auch am nächsten Tag in meinen Armen gemerkt, ich Schwächling. Aber man sollte das Gewicht einer Kamera samt Batteriegriff, Blitz und Objektiv nicht unterschätzen.

Beobachtung und kleiner Tipp

Als ich Sonntag dann die Bilder gesichtet habe, fiel mir wieder etwas auf, dass ich schon des öfteren in letzter Zeit bemerkt habe. Die ersten Photos eines Abends/Shootings/Photowalks sind tendenziell eher die schlechten. Ich denke, dass liegt einfach daran, dass ich immer etwas brauche um „in Fahrt zu kommen“. Doof nur, dass auch am Anfang wichtige Sachen passieren oder sich gute Gelegenheiten für Photos ergeben.
Ich kann euch daher nur empfehlen, fangt einfach an. Wartet nicht lange, schnappt euch die Kamera und fangt an Photos zu machen. Auch wenn es vielleicht noch nicht die perfekten Gelegenheiten sind. Macht es einfach um warm zu werden und euch an die Location zu gewöhnen. Man bekommt ein Gefühl für das gegebene Licht und erste Ideen entwickeln sich.

Also nicht lange zögern, einfach loslegen. Und wenn ihr digital photographiert, ist es ja auch kein Problem die ersten Photos einfach wieder zu löschen, wenn sie nichts werden.

Veröffentlicht am Dienstag, 22. Juni 2010

Kommentare

  1. @hirotake: Ich hatte selbst mein Liebling, das 50mm 1.8er dabei und das 70-200 f/4L, was ich aber kaum nutze, da Blende 4 einfach nicht offen genug war. Konnte mir dann noch das 28mm 1.8er leihen, was mir sehr geholfen und sehr gut gefallen hat. Eventuell eine Investition, die ich in Zukunft tätigen werde.

  2. Ich kenne das auch mit den ersten Bildern… Es dauert wohl bei den meisten einfach ne Weile bis jeder den anderen etwas kennt und das ganze dann richtig läuft. ;-) Wobei das bei Hochzeiten evtl. wieder was anderes ist. ;-D

    Liebe Grüße Torsten

  3. @Martin: 28mm sind offenblendig echt interessant aber drüben beim DuckDuck Collective werden auch viele Fotos mit dem 24er 1,4 gemacht. „Produziert“ sehr interessante Bilder! Gruß!

  4. @phibo: Klar, 24mm bei 1.4 sind natürlich nochmal viel geiler. Aber der Preis auch deutlich höher. Das werde ich mir vorerst nicht leisten können. Wenn eines auf 1.4 umstellen, dann erstmal mein 50er. :)

  5. angenommen ich fokussiere auf den kopf. der fokus landet aber irgendwo weit davor obwohl die kamera theoretisch eindeutig den kopf fokussiert hat. ein großteil der bilder wären ohne mikrojustierungsfunktion der 7d wahrscheinlich unscharf.

    muss ich halt mal einschicken zur justage. ähnliches hatte ich aber auch schon mit einem canon tele. es ist also nicht so dramatisch wenn es behoben wird.

  6. @Martin & phibo: Man hört viel über die Sigma Objektive. Habe selbst 2 und bin sehr zufrieden damit. Manche warnen ja regelrecht davor. Das kann ich nicht wirklich verstehen. Da ist von 4-5 Exemplaren die Rede, die nicht funktionieren sollen.