Quote.fm, ein Loftbüro und die Zukunft (des Internets)

Vor einigen Wochen hatte mein Mitbewohner Marcel eine Idee. Wir diskutierten sie zusammen mit Jan, aus der Idee wurden Scribbles, aus den Scribbles wurden Photoshop-Layouts und es entstand Quote.fm.
Als Programmierer holte sich Marcel Philipp ins Boot und ich bot meine Dienste als Frontend „Guru“ an. Perfekt. Konnte los gehen.

Aber was wird Quote.fm eigentlich?

Quote.fm wird ein soziales Netzwerk. Man könnte es Twitter für Zitate nennen, aber das würde der Sache nicht gerecht.

Stellt euch vor, ihr lest einen guten Artikel im Netz. Ihr wollt diesen jetzt mit euren Freunden teilen. Für das schnelllebige Twitter oder Facebook ist er aber eigentlich zu schade und würde sofort im Informationsfluss unter gehen. Zu Delicious speichern bringt aber auch niemanden weiter. Hier kommt Quote.fm ins Spiel.

Wie funktioniert das Ganze?

Ihr markiert eine Textstelle, die ihr besonders gut findet, drückt ein Bookmarklet und schwupps ist der Artikel mit dem Zitat in eurem Quote.fm Account. Dort könnt ihr euren Freunden folgen, sehen was sie lesen und gut finden, dadurch neuen relevanten Lesestoff bekommen, andere Quotes kommentieren, sehen welche Quotes aktuell sind oder sogar nachschauen welche Artikel eurer Website bei Quote.fm zitiert wurden. Und da sind wir noch lange nicht am Ende. Wir träumen von einem Browserplugin, dass euch noch viel mehr bietet. Aber dazu genaueres bei Marcel.

Das Projekt ist derzeit auf Invite-only Basis geplant und Qualität steht an oberster Stelle. Aber jeder, der Quote.fm ernsthaft nutzen will, wird auch in den Genuss kommen.

Vom Privatprojekt zum „StartUp“

Seit der Idee machten wir eine regelrechte Achterbahnfahrt mit. Nach erster Freude und Tatendrang liessen uns Urheberrechtsbedenken und damit verbundene Abmahngefahr den Schritt gehen das Projekt nur für einen kleinen befreundeten Nutzerkreis zu planen – und dass, nachdem es schon für alle angekündigt war. Die Nachfrage war aber mittlerweile schon relativ groß und an allen Ecken und Enden fragten die Leute schon nach Invites und erkannten den Nutzen. Man konnte also erkennen, dass das Projekt Potential hat. So kam es, dass wir Unterstützung erhielten, die es uns ermöglicht das Projekt wie ursprünglich geplant durch zu ziehen.
Mit Freude darf ich verkünden, dass wir nächsten Montag mit Freunden, die dort hin expandieren, in ein Loftbüro in der Hamburger Schanze einziehen werden um an Quote.fm und anderen Projekten zu arbeiten.

Für mich bedeutet das, dass ich voraussichtlich alles was mit Arbeit zu tun hat in das neu gewonnene Büro räumen werde und zu Hause nur noch mit MacBook entspannt surfe, etc. Ob und wie das klappt wird sich zeigen. Ich freue mich riesig und werde hier auch weiter über die Entwicklung berichten.

Denn da sind wir gerade mitten drin. Während Marcel noch an den letzten Screens und einem Logo sitzt, programmiert Philipp schon fleißig und ich bringe das Design im Browser zum Leben. Um hier mal in Bildern zu sprechen.

Eine erste Beta für Freunde wird schon in naher Zukunft fertig sein.

Auf in die Zukunft!

PS: Quote.fm auf Facebook und auf Twitter.

Veröffentlicht am Dienstag, 14. Dezember 2010

Kommentare

  1. Diesen Marcel mit der Gasmaske würde ich da nicht reinlassen. Ansonsten: Herzlichen Glückwunsch, das klingt alles total super und ich wünsche euch viel Erfolg! Ich freue mich jedes Mal unheimlich, wenn aus kleinen Ideen etwas großartiges wird – und ihr seid schon die zweiten für die ich mich in diesem Jahr freuen darf.

    Einen Invite hätte ich dann irgendwann natürlich auch gerne.

    1. Es gibt keinen Schutzmechanismus in dem Sinne wie eine Moderation oder sowas, das Ziel ist viel mehr erstmal nur Leute rein zu lassen, bei denen klar ist, dass sie es richtig nutzen werden und dementsprechend auch nur solche Leute einladen. Die Einladungen, die jeder User bekommt werden außerdem sehr gering sein, bzw höchstens einer oder anfangs vielleicht auch gar keiner. Der Plan ist, dass sich, ähnlich wie bei Dribbble, die User selbst das Hohe Maß an Qualität garantieren.

    2. Das Tolle ist doch, dass man sich seinen Quote-Stream selbst zusammenstellt. Auf Twitter folgst du ja auch keinen ungarischen Pornodarstellern oder 11 jährigen SchülerVZ-Nutzern.

  2. Ich bin wirklich gespannt und finde die Idee toll. Die Hürden die sich auf tun werden sicher nicht klein sein, aber sonst wäre es ja auch langweilig. Ich wünsche euch jetzt schon mal viel Glück und vor allem Spaß mit dem Projekt.

  3. Glückwunsch zum Startup, hört sich gut an! Problemfinder und Bedenkenträger gibts überall, ich denke die hatten bei Facebook auch 1000 Gründe warum das nichts werden kann. Ich würde mich auch über einen Invite freuen.

    LG Heiko

  4. Cool. Da habe ich den/das/die Blog des Mitbewohners abboniert und lese da immer über quote.fm und dann auch hier.

    Wo kann man sich denn für die Invites bewerben aka. wo muss ich mich nackig machen?

    Gruß Christian

  5. Hmmm, man darf gespannt sein. Für mich wäre das etwas da ich oft und gerne auf Artikeln zitiere und für den lesefaulen Freundekreis mit link bei Facebook zitiere. Ich wünsch euch viel Spaß und Glück bei dem Projekt. Und weil ich der Zitator bin, will ich auch einen invite :)

  6. Kann mich da Martin nur anschließen. Ich finde die Idee großartig. Ich hoffe auch, dass es dann nicht zu viel wird, dass wirklich nur hochwertige Artikel reinkommen. Ansonsten viel Freude an deinem neuen Arbeitsplatz :)

  7. Ein Loftbüro, das klingt nach ner guten Aussicht ^^ Ich bin schon voll auf euer fertiges Projekt gespannt :) und falls ihr noch einen Invite übrig habt, würde ich mich auch gern auf die Warteliste setzen lassen ^^ Echt das spannendste (Social)Projekt, was mir in diesem Jahr untergekommen ist

  8. Ich finde die Idee auch super! Man könnte es noch für Bilder ausweiten. Ich würde eine Art Bewertungspflicht einführen um dann anhand dem Verhältnis von gelesen und bewertet die Schlechten rausschmeißen. Die Kategorien ist auch wichtig das die Zitate auch meinen Interessen endsprechen. Viel Erfolg!