Review der Ricoh GR Digital III

Seit letzter Woche habe ich nun also die Ricoh GR Digital III und bin bisher mehr als zufrieden.

Die Kamera fühlt sich sehr sehr leicht und gleichzeitig sehr wertig und robust an. Ein dezenter, mit griffigem Material versehener, Griff an der Vorderseite lässt die Kamera gut in der Hand liegen ohne sie entscheidend größer zu machen.

Alle Knöpfe und Räder sind mit einer Hand perfekt erreichbar und leicht zu bedienen. Das Menü ist generell recht intuitiv und soweit bisher schnell gelernt, auch wenn ich noch nicht alle Funktionen raus habe. Ein weiterer Blick ins Handbuch könnte dabei sicher helfen.
Ich mag auch sehr das einfache Bedienen von Ãœber- oder Unterbelichtung mittels dem von anderen Kameras bekannten „Zoomschalter“.

Schön ist auch, dass man sich die Kamera etwas individualisieren kann, so habe ich mir die Einstellungen für ISO zum Beispiel auf eines der Räder gelegt.

Ich fragte mich ja, ob mir der Sucher fehlen wird und ich muss sagen, ich weiß es noch nicht so richtig. Beim „durch den Sucher gucken“ fühle ich mich mehr in der Fotowelt und bin mehr in diesem „Fotobann“ gefangen, was Segen und Fluch zugleich ist. Ich denke, ich komponiere ein Foto nach wie vor lieber beim Blick durch den Sucher, finde es aber auch sehr angenehm mehr von dem mitzubekommen was um mich herum passiert während ich ein Foto schiesse.
Was ich nicht mag: Blicke von Anderen auf das Kameradisplay während ich fotografiere.

Im Moment stört mich noch, dass die Kamera immer DNG und JPG speichert, wenn ich im RAW Modus fotografiere und ich noch nicht rausgefunden habe wie/ob man das ausstellen kann. Lightroom zeigt beim Import jedes Foto auch nur einmal an, importiert aber DNG und JPG, was ich natürlich gar nicht will.

Allerdings habe ich mir jetzt schon mehrfach sagen lassen, dass die s/w JPGs der Ricoh von Haus aus sehr schön sind und ich werde mich damit sicher noch mehr beschäftigen und das mal genauer testen.
Ich finde es auch super Fotos gleich im 1:1 Format aufzunehmen, was ich mit Sicherheit in Zukunft öfter machen werde.

Die Qualität der Fotos überzeugt mich, auch wenn sie natürlich in 100% Ansicht nicht mit der 5D mithalten kann, was aber ja auch zu erwarten und klar war. Allerdings fotografiere ich ja zu 97% für’s Web und dafür ist das eindeutig genug.

Generell geht der Fotostil bei mir eh gerade eher in Richtung etwas rauschiger, dreckiger, nicht so perfekt, nicht so clean und am Liebsten auch schwarz/weiß.

Was ich bisher noch nicht getestet habe, ist die Fixierung des Fokus auf eine bestimmte Entfernung. Aber ich glaube das könnte ziemlich gut werden. Fokus auf 2m Entfernung fest stellen, Bildschirm aus, Kamera aber an und dann kann man Fotos eigentlich komplett unbemerkt schiessen, da die Kamera quasi kein Auslösegeräusch macht.

Außerdem habe ich mich bisher noch nicht wirklich mit der Videofunktion beschäftigt, dazu also später noch mal gesondert mehr.

Soweit mein subjektives Review nach nicht mal einer Woche.
Ich trage die Ricoh jetzt jeden Tag in der Jackentasche mit mir herum und es ist super. Schon jetzt, ich bin sicher ich werde die Kamera noch mehr mögen, wenn ich sie erstmal richtig blind beherrsche.
Die perfekte Ergänzung zur 5D und ehrlich gesagt nutze ich sie im Moment sogar lieber. So lange ich keine Hochzeit oder ähnlich wichtiges fotografiere, sehe ich einfach keinen Grund eine schwerere und größere Kamera mit zu nehmen.

Jetzt aber noch ein paar Fotos. Allesamt in RAW geschossen und in Lightroom in s/w konvertiert und bearbeitet.

Veröffentlicht am Mittwoch, 02. März 2011

Kommentare

  1. Ob Lightroom die JPGs mitimportieren soll, kannst du in den Einstellungen festlegen. Allgemein/Importoptionen/…als separate Fotos behandeln deaktivieren

  2. Yeah. Ich bin ja so gespannt auf die Lieferung meiner Bestellung dieser Tage! Gerade der Gedanke die GRD3 als eine Immer-dabei-Kamera zu nutzen, die qualitativ hochwertige Bilder schießt, ist auch mein Kaufgrund. Sobald man die „große“ Kamera vors Gesicht hält, verändert sich das Umfeld meiner Meinung. Menschen ändern ihre Haltung, reagieren auf den Fotografen und fragen sich „was der da gerade so treibt“. Das war in letzter Zeit für mich der Hauptgrund, irgendwie nicht mehr oder nur noch mit dem iPhone zu fotografieren. Ich hoffe wirklich, die selben Erfahrung wie du zu machen!

  3. Oooh Martin! Da haste aber wieder was angerichtet mit deiner Review.. Jetzt habe ich den Wunsch, das Dingen auch zu besitzen stöhn

    Ich hab als Kompakte nur eine 3 Jahre alte Lumix, die ich aber zugegebenermaßen kaum benutzt habe… Seitdem mein Freund sich von Panasonic die TZ irgendwas mit HD gekauft hat, verstaubt meine alte Lumix in der Ecke… Sie kommt einfach nicht an meine Ansprüche heran. Die Bilder aus der TZ sind aber auch nicht wirklich der bringer… Frau hat ja inzwischen einige Ansprüche…

    Und deine Neue klingt da äußerst interessant… Na da hab ich ja die nächsten Wochen was zu knacken (kaufen – nicht kaufen – kaufen – ach! Son Mist!).

    Darf ich fragen, wo du sie her hast?

  4. Ich teile die Meinung komplett. Es ist eine wirklich ganz fantastische Kamera. Habe sie mir auch vor ein paar Wochen gekauft, nachdem ein lokaler Händler einen sehr guten Preis hatte. Das Preisniveau ist aber wohl generell in letzter Zeit sehr gesunken. Kostete die Kamera früher noch weit über 600 Euro, ist sie nun für rund 400 Euro zu haben (neu versteht sich, gebraucht natürlich dementsprechend günstiger). Ãœbrigens nicht davon abschrecken lassen, dass die Kamera schon eine Weile auf dem Markt ist – sie hat einfach keinen echten Wettbewerber… Nach einer Weile verwächst man geradezu mit ihr. Ãœbrigens auch exzellent für Street Photography geeignet. Das war einer der Gründe, weswegen ich sie mir zugelegt hatte… Für weitere Infos und Fragen kann ich http://www.ricohforum.com empfehlen.