Eine Ode an den Filmabspann

Ich mag Filmabspänne. Ich kann nicht verstehen, wie der Großteil des Kinosaales nach der Schlussszene eines Filmes sofort aufspringt und das Kino hektisch verlässt.

Ich bleibe gerne sitzen und „lasse den Film erstmal sacken“. War der Film gut, bin ich so kurz nach Ende auch noch total in der Filmwelt gefangen und der Abspann hilft mir auf eine langsame Art und Weise wieder in die Realität zurück zu finden. Das mag doof klingen, ist aber so.
Ich finde es beruhigend und lasse dann gene den Film oder bestimmte Szenen nochmal Revue passieren.

Besonders wichtig ist auch gute und zum zuvor gelaufenen Film passende Musik. Sie setzt die richtige Stimmung.
Ich finde es auch immer wieder beeindruckend wieviele Menschen an so einem Film mitgewirkt haben (auch wenn man es gar nicht schafft alle Namen wirklich zu lesen) und besonders gegen Ende schaue ich auch gerne von welchen Künstlern die Musik war.
Jeder Abspann hält eigentlich immer irgendeine Ãœberraschung bereit.

Ganz abgesehen davon lohnt es sich bei einigen wenigen Filmen den kompletten Abspann bis zum Ende zu gucken, da manchmal noch eine kleine Szene folgt. Wäre doch doof, würde man die verpassen.

Veröffentlicht am Mittwoch, 16. März 2011 | Kommentieren

Kommentare

  1. Hallo Martin, dir gingen da ein paar r’s verloren. Vor allem im ersten Absatz. Was da los?

    Zum Thema: Seh ich wie du. Ich kucke auch jeden Abspann an. Nicht immer bis zum Ende, aber es ist auch eine Art Respekt vor den Mitwirkenden. Die Schauspieler hat man im Film schon gesehen, vom Regisseur auch was gehört aber es gibt so viel mehr.

    Außerdem mag ich die Hektik nach Filmen nicht. Da lasse ich den Film lieber sacken und verlasse anschließend in aller Ruhe den Saal.

  2. Ich bleibe auch sitzen. Leider, das muss ich gestehen, nicht unbedingt aus Respekt vor den Filmemachern, darüber hatte ich bislang vermutlich nicht einmal nachgedacht, auch wenn mir ein langer Abspann mit vielen Namen durchaus positiv auffällt. Eher um noch mal die Namen mancher Nebenrollendarsteller zu sehen, die von Filmen, von Orten. Oder um auch nichts zu verpassen, was ganz am Ende des Abspanns kommen könnte.

  3. Aus den selben Gründen wie du schaue ich auch immer den Abspann. Mit manchen Menschen gehe ich auch nicht mehr ins Kino, weil ich weiß, dass sie mir das verderben, indem sie mir drei Mal in der Minute erklären, dass das voll dumm von mir ist und wir doch langsam gehen könnten.

    Berauschend sind auch Filme, die 30 Sekunden Abspann, dann noch eine Szene und dann den Rest vom Abspann zeigen. Ich sehe die Szene dann nie, weil der gehende Pöbel da immer schon steht und ich noch sitze.

    Umtreten ist ja auch keine Lösung.

  4. Ich bleibe im Kino auch immer bis zum Schluss sitzen – zum einen weil es teuer genug ist, zum anderen finde ich es immerwieder schön am Ende die Technik (meistens Arri) und die Filmmarke zu lesen, denn dann weiß ich: film is not dead! :-)

    Es lebe das Korn! LEBE!

  5. Jup ich versuche auch immer sitzen zu bleiben. Je nachdem mit wem man dann im Kino ist, haben die anderen dafür aber keinen Nerv.

    Meine ich das nur oder Klatschen die Leute in den Kinos nicht mehr? Früher wurde doch immer mal wieder geklatscht. Weiß nicht warum, also Danke oder weil der Film so gut war. Jedenfalls ist das Sitzenbleiben auch so eine Art Klatschen, nur eben leise. :D

  6. Schön. Dachte, ich wäre der einzige, dem es so geht. Natürlich variiert es von Film zu Film. Aber so generell: Nach der Schlussszene im Dunkeln zu verharren und die Musik auf sich wirken zu lassen, hat etwas meditatives. Außerdem gleicht die Rückkehr von der Filmwelt in die Realität auch immer ein wenig einem Schock. Der Abspann lässt einen behutsamer in die reale Welt zurückkehren, wie ich finde. Bei gemeinsamen Filmabenden stoße ich mit dieser Philosophie aber auf wenig Gegenliebe. Gewisse Filme, von denen man schon im Vornherein weiß, dass seine Mitmenschen ihn nicht so sehr zu schätzen wissen wie man selber, guckt man wohl besser alleine.

  7. So ein Kaliber von Sitzenbleiber habe ich als Freundin. Fand es anfangs immer recht nervig, noch dazusitzen und zu warten, bis der Vorhang sich endlich schließt, aber meine Freundin war da eisenhart. Irgendwann bin ich – aus Langeweile – dazu übergegangen, mir den Abspann durchzulesen und finde es mittlerweile auch interessant. Speziell in Bezug auf Product Placement, Musik und Filmförderung (bei den deutschen Filmen). Romantisch in Film-Erinnerungen versinken ist bei mir also weniger angesagt, aber ich laufe dafür auch keinem Sitzenbleiber ins Bild :-).

    Gruß Hauke

  8. Da kann ich dir nur zustimmen. Ich muss meine Freunde immer überreden, sitzen zu bleiben. Ich kann es nicht verstehen, wie man nach einem guten Film sofort rausstürmen muss. Was wartet draußen auf einen? Das stille Örtlichen, eine Zigarette oder das abgelaufene Parkticket? Das kann meiner Meinung noch warten. Es ensteht durch das „Darf-ich-mal-bitte-durch-Gefrage“ oder die Shiloutten der Köpfe auf der Kinoleinwand eine unnötige Hektik. Ich fletze mich gern nochmal in den Sessel und lass die Bilder auf mich wirken.

  9. Geht mir ähnlich, auch wenn ich den Abspann selten wirklich bis ganz zum Ende ansehe. Nervig finde ich es aber, wenn Leute sofort aufspringen, sobald die letzte Szene gerade so zu Ende ist. Ich würde da auch gerne in Ruhe bis zum Ende sitzen bleiben, was mir aber meist doch sehr schwer fällt, wenn überall um einen rumm die Leute aufstehen und womöglich auch noch jegliche Sicht versperren.

  10. Finde es auch grausam das sobald das Ende klar ist, eine riesen Hektik im Kino ausbricht und alle sofort raus wollen.

    Wie du schreibst, ist ein Abspann meist nicht nur unterhaltsam und teilweise recht inetessant sondern man kann einfach nochmal über den Film nachdenken und das ganze ausklingen lassen. Bin eindeutig für mehr Sitzenbleiber im Kino! :)

  11. ich bleib eigentlich auch immer noch sitzen.Allerdings wart ich meist auch lieber und geh ins kino wenn nicht mehr soviel los ist.Dann hat man auch nicht das problem mit den durch den abspann laufenden leuten.

  12. Ich mags auch irgendwie gar nicht wenn man direkt nach dem Film aufspringt und dann schnell schnell aus dem Saal hechtet. Ich bleibe gerne noch etwas sitzen und lasse den Film auf mich sacken. Vorteil wenn man den Abspann abwartet: Man kann ganz entspannt ohne Gedränge das Kino anschließend verlassen :)

  13. Sehe ich genau so! Und wenn keine Szene mehr nach dem Film kommt, dann vieleicht noch 1, 2 Outtakes. Oder eben gar nix, macht dann auch nix! Ausserdem muss ich mich nicht durch die Gegend schieben lassen, wenn das Kino mal total voll ist und alle „schnell raus wollen“.

    Aber meist sehe ich eh Filme, die sich mit mir noch 2, 3 andere ansehen. Underground-Filme sind eh die besten!

  14. Ich halte es gerne wie folgt: Film ist zuende, aufstehen, strecken, in den sitz fallen, mit sitznachbarIn über die besten aspekte des films reden, das übrige popcorn verputzen und nach lustigen namen suchen.

  15. Das hat mich direkt an „Inception“ erinnert. Diese geniale letzte Szene in der sich der Kreisel dreht und von „Time“ von Hans Zimmer läuft. Da war der Abspann gut um aus der Filmwelt wieder „aufzuwachen“ ;)

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