Wie Thomas Leuthard Portraits auf der Straße macht

Thomas Leuthard:

How I shoot my candid portraits on the street. A first video that should show that. More to come…

Interessantes, kurzes Video. Ein zweites gibt’s hier. (via)
Dagegen fliege ich durchaus etwas weiter unter dem Radar. Allerdings habe ich es in New York auch mal genau so gemacht um zu testen wie die Leute dort auf eine Kamera und vor allem die Tatsache, dass sie fotografiert werden, reagieren. Thomas ist übrigens, mehr oder weniger, der gleichen Ansicht wie ich:

I never ask neither before nor after, because it will change this look.
If you ask before, the look different. If you ask afterwards, you have to delete a good photo.

Das und noch ein paar Worte zu seiner Art Streetfotos zu machen, gibt’s hier von ihm zu lesen.

Kommentare

  1. Ich habe mich aus der vorherigen Diskussion rausgehalten, aber: was soll das Ergebnis denn bitte sein? Ganz gleich wie das rechtlich ist, würde er das bei mir machen, würde ich ihn fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat. Das Ergebnis dieses ach so mutigen Vorgehens hat keinerlei Sinn – nichtmal ein spannendes Ergebnis kommt dabei rum. Er ist stolz darauf, was er für Eier hat und gibt Tipps, wie man sich noch dickere Eier zulegen kann (seine – nicht meine Worte). Respektlosigkeit hat doch nichts mit Mut zu tun, ey.

    1. kann mich kai nur anschließen – mit authentizität hat das auch nicht mehr viel zu tun, wenn man leuten die kamera fast ins gesicht rammt

  2. So direkt und nah dran finde ich es dann auch nicht mehr in Ordnung. Denn dann geht es wirklich direkt um die Person. Da fände ich zumindest danach fragen angebracht.

    Zumal die Bilder, wie Kai schon sagte, wirklich nicht berauschend oder ein Kracher sind. Meine Meinung.

  3. Ich bin da ganz auf eurer Seite. An der Reaktion der Menschen sieht man ja auch, dass sie total ungläubig sind, was das denn gerade sollte/war. Und es geht gegen meine Art, Fotos von echten Momenten zu machen, wo ich als Fotograf unbemerkt bleibe.

    In New York ging es mir darum zu testen, wie die Menschen dort auf die Kamera reagieren und darauf reagieren, wenn sie merken, dass ein Foto von Ihnen gemacht wird.

  4. Muss sagen, dass ich da ziemlich zwiegespalten bin. Habe früher sehr viel auf ähnliche Art und Weise fotografiert, allerdings danach mit den Menschen meist einen Kaffe getrunken. Was dann in Ländern, deren Sprache ich nicht so gut beherrsche sehr interessant sein kann;) ABER und jetzt das dicke ABER: ich habe danach um Einverständniserklärung gefragt. Alles andere ist indiskutabel und menschenverachtend. Will ja auch nicht meine Nase irgendwo wiedersehen. Vielleicht ist es gut, dass ich Thomas Leuthard nicht kenne, denn seine Aussage ist aus meiner Sicht definitiv falsch:

    If you ask afterwards, you have to delete a good photo.

    Da fehlt es dem guten Mann einfach an Ãœberzeugungsarbeit. Meist habe ich den Menschen danach ein paar Fotos von mir gezeigt und gesagt für was ich diese verwenden möchte. Prozentual gesehen würde ich sagen habe ich für 10-20% der Fotos keine Erlaubnis bekommen. Und das gilt es dann auch zu respektieren!

  5. Der Typ und seine Ansichten, die man in den anderen Blogbeiträgen von ihm gewinnt, sind gruselig. Er gehört genau zu der Sorte, die sich bei einem Unfall auch noch daneben stellen und Fotos machen würden.

  6. Ich möchte die Diskussion nicht neu anfangen, Aber eines muß zu den Fotos von Thomas Leuthard doch gesagt werden Es handelt sich überwiedend um „journalistische Portraits“ (über die Qualität will ich garnichts sagen), auf jeden Fall handelt es sich nicht um Streetfotografie, wie sie im klassischen Sinne verstanden wird. Ãœbrigens eines möchte ich zu der Rechtsdiskussion doch noch zufügen. Auch Gebäude darf man nicht ohne Genehmigung fotografieren. Auch ein Architekt hat Urheberrechte! Ich habe eine solche Auseinandersetzung „schmerzlich“ erlebt.

  7. Das hat mit guter Streetphotography nichts mehr zu tun. Das ist schon fast ein Ãœberfall, das extreme Verletzen der Privatsphäre. Dann soll er sich doch ein 200mm umschnallen und aus einer weiteren Entfernung fotografieren, wenn es unbedingt darum geht auch den letzten Popel, den der Mensch auf dem Bild sich rausziehen würde, festzuhalten. ;)

  8. Martin, wenn Du was von dem Typen postest, musst Du auch damit rechnen, dass die Diskussion wieder anfängt.

    Nebenbei: Ich finde es schade, dass Du ihn auf Deine Plattform nimmst und damit weiter promotest. Zumal er auch eine rechtlich fragwürdige Einstellung hat – nicht nur zur Fotografie. Nachzulesen im entsprechenden kwerfeldein-Thread.

  9. Sorry Leute. Das hier klingt für mich teilweise sehr in die eigene Tasche gelogen. Wie kann jemand das fotografieren aus diesem Abstand absolut verurteilen und nur wenige Monate später dazu aufrufen Geld für das Kickstarter-Projekt „Everybody Street“ zu spenden? http://www.jeriko.de/2011/10/27/everybody-street-soll-eine-richtige-dokumentation-werden/ Bruce Gilden oder Winogrand haben/machen es nicht anders. Mir ist vollkommen schleierhaft was euch hier so erzürnt. Er geht nah ran. Na und? Die Leute drehen sich um und wollen wissen was er fotografiert hat weil sie es nicht verstehen. Findet ihr das wirklich alle so schlimm?

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