Meine Gedanken zum neuen Scrolling in OS X Lion

Seit ein paar Tagen ist OS X Lion nun da. Schön! Ich bin rundum zufrieden und kann mich bisher über nichts beschweren. Die Funktionen die neu sind gefallen mir, abgesehen davon, dass ich das Launchpad wohl nicht brauchen werde. Aber tut ja nicht weh, wenn es da ist und man weiß ja nie. Dashboard habe ich gleich mal aus Mission Control entfernt, da ich das ohnehin nie nutze. Resume und Autosave habe ich bisher noch nicht in Anspruch nehmen können, da die genutzen Programme es noch nicht unterstützen.

Worüber ich aber eigentlich ein paar Worte verlieren möchte sind die Gesten und vorallem das neue, invertiere Scrolling. Ich bin großer Fan von Gesten. Davon gibt’s unter Lion nun noch viele mehr, die einfach nur super praktisch sind. Ich sitze nicht nur oft am MacBook und habe damit das Trackpad vor der Nase, ich nutze auch seit einer Weile schon das Magic Trackpad am externen Bildschirm. Ich mag es sehr gerne und genieße die neuen Möglichkeiten. Ob sie das Arbeiten beschleunigen, hängt sicher stark von jedem Einzelnen ab, aber es macht Spaß. Und das ist ja auch nicht so ganz unwichtig.

Neu im Zuge der vielen Gesten ist das invertiere Scrolling. Es ist Standard, kann aber jederzeit wieder geändert werden. Ich nutze es jetzt seit der Installation und habe es lieben gelernt. Es ist super und es ist logisch. Vorallem wenn man von einem der iOS Geräte kommt, lernt man es sehr schnell und einfach. Der grundlegende Unterschied – und ich glaube das zu vestehen hilft, sich schneller umzugewöhnen – ist, dass man beim Scrollen nicht mehr den Scrollbalken “anfasst”, sondern die Seite. Schiebt man die Finger nach oben, fasst man die Seite an und drückt Sie nach oben weg. Andersrum ist es genauso, man fasst die Seite an und zieht die Seite runter. Man bewegt also die Seite und nicht mehr den Scrollbalken, den man ja im Idealfall eh kaum noch sieht und bemerkt. Eben genau so wie man es auf einem Touchscreen macht oder wie viele es aus Photoshop kennen, nur dass man hier nicht die Leertaste drücken muss um das Handwerkzeug auszuwählen.
Ich weiß nicht wie das Gefühl mit einem Mausrad ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass es da etwas schwierig ist sich daran zu gewöhnen. Mit der Magic Mouse klappt es aber bestimmt gut.

Ich würde empfehlen es zu testen, euch ein paar Tage Zeit für die Umgewöhnung zu geben und dann damit glücklich zu sein. Wer weiß ob es beim nächsten OS überhaupt noch die Möglichkeit gibt es wieder auszuschalten oder wer weiß was noch von Apple kommt, wo man mit dem invertierten Scrollen deutlich besser fährt. In Normalfall denken sich Steve und seine Jungs und Mädels ja was dabei, wenn sie eine solch gravierende Änderung einführen.

Veröffentlicht am Sonntag, 24. Juli 2011

Kommentare

  1. Das Scrollen hat für viele Leute klare Vorteile. Ob man es nutzt oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Aber viel nerviger finde ich gerade die Probleme mit Chrome. Vollbildmodus funktioniert nur halbherzig und Chrome crashed regelmässig und will neugestartet werden. Das ist wirklich extrem nervig, hier muss Google ganz dringend nachliefern… :/

    1. Nutze derzeit ernsthaft Safari, was ich noch niemals zuvor so lange gemacht habe. Vielleicht finde ich echt gefallen an ihm. Und das eben aus dem Grund, dass Fullscreen nicht richtig funktioniert, die Scrollbar nach wie vor da ist und ich in letzter Zeit öfter Probleme mit dem Entwicklermodul hatte.

  2. So gravierend fand ich den Umstieg gar nicht. Ich habe nichtmal ein eigenes iOS-Gerät, an dem ich mich schonmal hätte eingewöhnen können. Trotzdem bin ich schon nach ein paar Stunden ziemlich dicke mit dem neuen Scrolling. Die Gesten musste ich natürlich nachkonfigurieren. Den Seitenwechsel mit 2 Fingern fand ich ziemlich unsinnig, da ich dann damit ja nicht mehr auf horizontal ausgerichteten Seiten scrollen kann. Mit BetterTouchTool habe ich nun wieder Einstellungen gemacht, die das Ganze intuitiv machen. Launchpad werde ich auch nie nutzen, dazu ist es einfach viel zu unübersichtlich. Dafür bin ich jetzt schon ein großer Fan von Mission Control. Die einzigen Probleme, die ich bisher hatte, waren Grafik-Glitches im Zusammenhang mit einem zweiten Monitor und Fullscreen-Apps und dem Ruhezustand. Da sollte noch nachgebessert werden. Ansonsten bin ich zufrieden, so viel Neues gab’s ja auch nicht.

  3. Ganz deiner Meinung. Mit dem Scrollrad fühlt es sich allerdings tatsächlich irgendwie falsch an. Supernervig: man kann Lion nicht sagen dass man es bei der Maus gerne oldschool und beim Trackpad das natürliche Scrollen haben will. Stelle das also zzt. immer um u_n

  4. Ich arbeite hier noch mit einer Maus (unterwegs am Trackpad) und hab mich auch mit dem Mausrad schnell an das Scrollen gewöhnt. Ich finde es ist einfach eine Einstellungssache. Entweder man findet es geil und gewöhnt sich dran oder man hasst es und schaltet es wieder auf „normal“.

  5. Ich habe es jetzt drei Tage getestet und fand es ganz okay, jedoch bin ich bis heute nicht ganz darauf klargekommen. Irgendetwas hat mich gestört und ich wusste die ganze Zeit nicht genau was es ist, aber jetzt ist es mir aufgefallen. Wenn ich die Maus nach unten bewegen will, dann ist die Bewegung nun genau anders herum wie beim herunterscrollen. Das stört mich extrem, weshalb ich es wieder auf die alte Variante umgestellt habe.