iPhone 4S, ISO 640, 1/17 sek, f/2,4

iPhone 4S Foto bei Dunkelheit

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Ja, es rauscht. Ja, es ist nicht 100% scharf. Aber hallo? Das kommt aus einem 9mm dicken Gerät, das immer in greifbarer Nähe ist. In was für einer geilen Welt leben wir eigentlich? Hallelujah!

Veröffentlicht am Samstag, 15. Oktober 2011 | Kommentieren

Kommentare

  1. Danke! Das war genau das, was ich sehen wollte. Real-Life Aufnahme im Dunkeln. Mit dem ISO kann man ja klasse klarkommen, ich meine, ich kann sogar das „Sporthalle“-Schild noch lesen. Ist das schon auto-korrigiert im iPhone selbst? Ich freu mich auf jeden Fall schon total aufs Fotografieren mit dem 4S.

  2. Ich war bislang auch immer der Meinung dass die die Kamerafunktion meines Handys nur Spielerei ist und nur als mobiles „schau-mal-hier“ genutzt wird. Da ich gerade mal wieder die Welt bereise, habe ich ständig meine Kamera dabei. Das nervt eigentlich schon sehr. Bislang gab es halt keine Alternative. Vor allem im Hostel Leben, wenn man alle paar Stunden das Hostel verlässt und ständig unterwegs ist. Wie viele schöne Fotos gingen schon verloren, da meine Kamera im Rucksack verstaut war während ich gerade was am essen war…

    Sehe ich also genau so. Hallelujah – das rockt!

    1. Nein, keinesfalls. Nur lese ich überall auf diversen Blogs/Plattformen das ein großer Jubel um eine Kamera in einem Telefon gemacht wird – ohne Frage es hat eine außergewöhnlich gute Qualität, aber das ist meiner Meinung nach ein weiterer Schritt in Richtung Entwertung von Fotos. Durch die Digitaltechnik kann jeder Bilder machen, jede Sekunde wird irgendwo auf der Welt fotografiert, die Masse an Bildern steigt – ein Leben in Schnappschüssen. Finde das nicht gut – aber denke dahingehend vermutlich auch zu konventionell.

      1. Warum so viel über die elende Technikfrage diskutieren? Wenn ich einen Nagel in die Wand haue, fragt mich auch niemand nach den Eigenschaften und der Qualität des Hammers. Wichtig ist, dass das Bild, welches ich beabsichtige an den Nagel zu hängen nicht herunterfällt. Die Kamera ist ein Werkzeug. Es gibt uns die Möglichkeit Momente, Erinnerungen festzuhalten oder auch etwas zu erschaffen. Womit das geschieht ist vollkommen zweitrangig. Ernsthaftes Fotografieren ist unabhängig vom Gerät. Man kann mit selbst mit dem alten (ach Gott, zwei Jahre alt!) iPhone 3 sehr gute Fotos schießen. Genug Fotografen auf dieser Welt haben das bewiesen. Und dennoch, versuche ich etwa mit einem Hammer eine Schraube in die Wand zu drehen? Natürlich nicht. So werde ich das iPhone (zumindest vorerst nicht) für Astrofotografie, Portrait mit sattem Bokeh, etc. nehmen. Und trotzdem hast du auch Recht. Den Hype verstehe ich auch nicht. Warum sollen Kameras nicht immer kleiner werden? ISO 640, Blende 1/17 und f2.7, schafft meine kompakte Digicam von vor 10 Jahren auch. Das Ergebnis sieht auch (technisch gesehen) nicht so viel anders aus. Klar, die Kamera ist etwas größer. Heutige Digicams können wesentlich mehr. Das iPhone also auch. Und wenn alles gut geht, dann kann es in einem Jahr sogar (!!!) noch ein bisschen mehr. Worauf läuft also überhaupt diese Diskussion heraus? Das iPhone ist für viele (ich betone, nicht alle) Menschen halt eine „Immer-dabei-Kamera“ geworden. Sie machen damit also Fotos, die sie sonst nicht machen würden, weil sie ganz einfach gar keine Kamera dabei hätten. Das ist vollkommen in Ordnung. Warum? Weil die Fotos ja vielleicht wirklich nur Schnappschüsse ihres Lebens sind. Müssen die mich interessieren? Nein, eigentlich nicht. Tun es vielleicht doch ein zwei davon? Ja, klar. Ich nehme trotzdem lieber meine Rangefinder, meine SLR oder eine einfache Kleinbildkamera mit. Haben Generationen von Fotografen vor dem iPhone auch gemacht. Und die haben auch schon eine Menge Fotos gemacht, die darauf schließen lassen, dass sie ihre Kamera immer dabei hatten. Sowas kann man auch einfach Leidenschaft nennen. Die Frage, die wir uns also stellen müssen ist vielmehr: Was macht ein gutes Bild aus? Die Kamera sicherlich nicht. Meiner Meinung nach ist ein gutes Bild eines, welches bei dem Betrachter etwas bewirkt. Und wenn das nur ist, dass er nicht sofort weiterklickt, sondern eine Weile mit seinem Blick darauf zur Ruhe kommt. Oder es umgekehrt eine Reaktion hervorruft. Wenn der Betrachter sich emotional auf das Bild einlassen kann, dann hat es doch sein Ziel erreicht. Für die Personen, die mit dem iPhone ihren Alltag dokumentieren können diese Fotos doch genau das erreichen. Die Fotos sind für den Außenstehenden vielleicht nichtssagend, aber für die Betroffenen sind es schöne Erinnerungen. Wenn der Verdienst der Kamera im iPhone also derjenige ist, dass immer mehr Menschen mehr Fotos machen, ist das doch in Ordnung. Jedem das Seine. Eine Entwertung des Fotos, oder der Fotografie allgemein, kann ich dadurch aber nicht feststellen. Ernsthaft gemachte Fotos, egal mit welcher Kamera, werden auch in Zukunft mein Interesse wecken. Ganz egal, ob ich in Zukunft durch einen Riesenhaufen Schnappschüsse wühlen muss, bevor ich es dann endlich finde. ;)

        @Martin Wolf: Na dann los, raus mit dir, zeig uns ein paar Bilder mit dem neuen iPhone. Das obige Bild zeigt mir nichts Besonderes, außer dass ein iPhone jetzt auch nachts halbwegs Bilder machen kann (Und ja, das ist in Anbetracht der Sensorgröße und Breite des Gerätes schon bemerkenswert, wenn auch für mich vollkommen egal… Das Bild ist nämlich jetzt nicht so der Knüller. ;))

  3. Na ja… ist wieder die Frage, was „ernsthaftes Fotografieren“ ist… :)

    Tatsächlich empfinde ich die bloße Tatsache, dass man überhaupt mit solchen -fast immer verfügbaren- Geräten mittlerweile solche Aufnahmen machen kann, als eine der aufregenderen fotografietechnischen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit.

  4. Für eine Handykamera in der Tat sein sehr passables Ergebnis, aber das Ende der Point & Shot-Kameras einzuläuten, wie Martin es getan hat, das halte ich nicht nur für verfrüht. Eine ordentliche Kamera ersetzt das iPhone nicht, aber es ist 8% weniger ärgerlich, wenn man sie mal vergisst, die richtige, kleine Kamera.

  5. Ich würde mal sagen, die Diskussion um die „Entwertung der Fotografie“ läuft schon, seitdem Kodak die Fotografie vergleichsweise einfach und massentauglich machte.. schon vor dem Ersten Weltkrieg!

    Die Diskussionen damals dürften ganz ähnlich gewesen sein.

    Ebenso wird die Diskussion um die Fotografie als Quelle eines „Massengutes“, nämlich den Fotos, schon länger geführt. Nicht erst seit dem Digitalen Zeitalter oder gar der Einführung der Smartphones mit halbwegs brauchbaren Kameras. Man führe sich nur mal alte Foto-Lehrbücher von A. Feininger aus den 50ern zu Gemüte, wo eben dies auch angesprochen wird.

    Es gab neben den „Schnappschüssen“ immer auch anspruchsvollere Fotos (.. was jeder für sich natürlich wieder anders auslegt) egal wieviele Fotos auf der Welt gemacht werden.

    Und ja, ich sehe durchaus ein Problem für die einfachen „Point & Shoots“, zumindest die aus dem unteren Preissegment.. nun wird dies aber auch schon länger diskutiert, da diese Entwicklung zu erwarten war. Man beobachte mal auf Veranstaltungen, wieviele Leute mit ihren Handy rumknipsen… das reicht denen völlig aus!

    Nicht verwunderlich. Früher gab es auch genug Leute, die mit einer Agfa „Ritsch-Ratsch“ Pocket auskamen, das Ding hatte in der Regel auch nur eine Festbrennweite soweit ich mich erinnere… warum sollen da viele nicht einfach mit ihrem Smartphone als Kamera zufrieden sein, zumal das Biest mittlerweile auch in HD filmen kann?

    Damit sind die für die klassischen Kamerahersteller de facto verloren. Das wird sich unzweifelhaft auf den Markt auswirken.

    Nebenbei bemerkt: Ich finde schon witzig, wie Blogbetreiber immer darauf hingewiesen werden, sobald ein Foto, dass sie gepostet haben dass definitiv nur ein Schnappschuss sein soll um ein paar Sachverhalte zu zeigen, immer gleich bemerkt wird dass das Foto nichts besonderes sei… erinnert mich fatal damals an den Ärger mit eines Workshops eines sehr bekannten Foto-Podcasts, die es im Anschluß wagten, einfach ein paar Schnappschüsse auf der Seite zu zeigen… Uiuiui, gab das Kommentare.

  6. Ah, Sorry… Leider kann man wohl Beiträge nicht editieren… Blöde Schreibfehler da oben drin.

    Man entschuldige mich, es war wohl noch zu früh am Sonntag.. ;)

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