Mit Yanick Delafoge durch die Straßen der Welt

Ich habe vor ein paar Tagen dank Ralf-Jürgen den Blog von Yanick Delafoge entdeckt. Yannick führte wohl seit einiger Zeit schon einen sehr guten Street-Fotografie Blog mit täglichen Fotos aus Paris, der mir aber durch die Lappen ging. Mittlerweile hat er seinen Job gekündigt und ist auf einer 80-wöchigen Reise rund um die Erde. Ein wahnsinnig geiles Vorhaben, das er in seinem Blog dokumentiert.

Er zeigt dabei nicht nur Fotos aus den unterschiedlichsten Städten der Welt sondern schreibt auch noch wirklich informative Artikel zum Thema Streetfotografie. Dieser Blog ist wirklich eine Goldgrube. Ich arbeite gerade den ganzen Blog durch. Na gut, von Arbeit kann man dabei nun wirklich nicht sprechen.

Es ist außerdem mal eine schöne Abwechslung Streetfotos in Farbe zu sehen. Er hat einen wirklich coolen Farblook hinbekommen, dessen Geheimnis er auch nicht Preis gibt – er entsteht jedenfalls in Lightroom, soviel wurde schon Publik.
Ich war so beeindruckt, dass ich am Wochenende auch mal wieder etwas mit Farbfotos rumspielte und durchaus noch immer Gefallen an Farbe finde. Mal sehen, vielleicht gebe ich demnächst Farbe doch öfter mal wieder eine Chance. Falls ja, wisst ihr wer mich dazu gebracht hat. Durch einen Hinweis in den Kommentaren habe ich gerade erfahren, dass Besim den Look schon mal analysiert und in Lightroom nachgeahmt hat. Ein schönes Videotutorial, dass natürlich – leider – etwas den Zauber aus manchen Fotos nimmt. Ich habe mich daran auch versucht und war offenbar in der richtigen Richtung unterwegs, mir fehlte nur einfach ein wirklich helles Ausgangsbild. Danke Regenwetter!

Yanick ist normalerweise mit einer Leica M9 auf den Straßen Paris‘ unterwegs, hat sich aber aus unterschiedlichen Gründen dafür entschieden die M8 mit auf die Weltreise zu nehmen. Immerhin hat er da das geile 35mm Summilux drauf, was trotz Cropkamera für atemberaubende Qualität sorgt.

Damit ihr auf den Geschmack kommt möchte ich euch hier auch gleich – mit seiner Erlaubnis – ein paar Fotos zeigen. Was mir dabei gerade auffiel: Wie schön ist denn bitte Paris? Ich will da hin.

Veröffentlicht am Dienstag, 24. Januar 2012 | Kommentieren

Kommentare

    1. harhar, das ist schon okay. Mir war ja durchaus bewusst, dass man da durch die Farbe etwas verzaubert wird und das viel aus macht. Aber ja, ich stimme dir zu, die Grundlage ist auch oft sehr gut. Gutes Auge, die Schärfe sitzt, oft bei offener Blende. Bin nach wie vor begeistert.

  1. Ich folge seinem „Around The World“ Blog auch schon eine Weile bzw. schaue sporadisch vorbei. Leider mag ich seinen Bearbeitungsstil kaum, auch wenn es zweifelsohne schöne Bilder sind. Aber sein Auge und der Sinn für Komposition und Schärfentiefe sind erste Sahne. Er weiß zumindest, dass man Street digital mit geschlossener Blende schießen sollte. ;)

          1. Weil stark geschlossene Blenden schnell dazu führen, dass ein digitales Bild „platt“ wirkt. Es verliert schnell an Tiefe/Ebenen. Aus der Reportagefotografie kennt man ja das Blende 8 Thema weil einfach soviel wie möglich Inhalt in das Bild soll. Im professionellen Einsatz auch heute noch Regel #1, trotz Digitalequipment. Mit Film verlierst Du diese Tiefen bei f/8+ jedoch nicht. Natürlich kann man das Digitale nachbearbeiten und allein mit der Tonwertkurve schon viel Struktur nachziehen. Einige Strassenfotografen die partiell digital schießen oder darauf umgestiegen sind öffnen jedoch lieber die Blende. Und bei der richtigen Motivwahl (siehe oben) funktioniert das einwandfrei.

            Am Ende sind das jedoch alles subjektive Themen und es gibt ja offensichtlich auch genug Leute die durchgeschärfte aber platte DSLR-Bilder von der Straße mit „+“ oder „Like“ versehen. Ich mag Yannicks Ansatz einfach lieber.

            Jetzt ists doch ein Kommentarroman geworden, sorry dafür.

            1. Ich habe deinen Roman gerne gelesen. Ich bin auch gar nicht gegen offene Blende, ich war nur überrascht. Mir war nicht bewusst, dass digitale Bilder schneller abflachen als analoge. Ich habe ja nie analog fotografiert, von daher ist das eine wertvolle Information, die ich demnächst beachten werde. Danke Dir!

  2. Guter Tipp – mir ist Yanick Delafoge und sein Blog bisher zugegebenermaßen auch durchgegangen… Das Web ist einfach zu groß ;-) Dann habe ich jetzt auch erst mal ein paar Tage lang was zu tun. Ach, und was Paris betrifft: In Wahrheit ist es gar nicht so charmant und meiner Meinung nach überbewertet! Aber die Fotos sind umso schöner :-)

  3. Vielen Dank an Martin für die Vorstellung von Yannick, muss leider sagen, dass ich bisher noch nicht von ihm gehört hatte. Wird nun aber auf jeden Fall weiter verfolgt.

    Auch der „Kommentarroman“ von CD war sehr interessant zu lesen. Mir gefallen Streetfotos mit offener Blende auch irgendwie besser, lenkt das Auge irgendwie.

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