Gedanken zu einer eigenen Fotoplattform

Vergangene Woche irgendwann kurz vor Mitternacht hatten Marcel, Philipp und ich die verrückte Idee eine Fotosharingplattform bauen zu wollen – in unserer Freizeit, rein lassen würden wir nur Leute, die zahlen um das ganze Vorhaben zu finanzieren.

Entstanden war das Vorhaben, da wir mit den aktuell existierenden Plattformen wie Flickr oder 500px nicht 100% zufrieden sind und manche Sachen anders machen würden. Allerdings muss man sagen, dass sich 500px gerade in eine wirkliche gute Richtung entwickelt. Dennoch, wir haben ja unseren eigenen Kopf und machen gerne unser eigenes Ding.

Am nächsten Morgen hatte mich das Thema noch nicht in Ruhe gelassen und ich schrieb voller Tatendrang mal eine Stichwortliste zusammen mit Dingen, die mir bezüglich einer eigenen Fotoplattform spontan in den Kopf kamen. Als Marcel dann wach wurde hatte er sich das aber wieder anders überlegt, da eine eigene Plattform wohl das Rad nicht wirklich neu erfinden würde, sondern „lediglich“ bestehende Konzepte verbessern könnte. Da hat er natürlich nicht ganz unrecht. Das Projekt ist also wieder auf Eis gelegt.

Jetzt nach ein paar weiteren Tagen lässt mich das Thema aber einfach nicht in Ruhe. Das heißt nicht, dass ich vor habe irgendwas zu bauen, aber ich möchte trotzdem meine Stichpunkte von vor ein paar Tagen mal mit euch teilen.

  • Stream mit Fotos, ohne Kommentare, mit direkter like/fav-Möglichkeit, 1000px max-width, dann responsive kleiner werdend
  • Klick auf das 1000px Foto zeigt Foto in „Lightbox“ in größter hochgeladener Größe, maximal auf 100% Browserfenster skaliert.
  • Upload kleiner als lange Kante 1000px nicht erlaubt
  • Hochkantfotos nicht in 1000px Breite, wird viel zu hoch
  • Follow-Funktion
  • Profilseite mit „Coverfoto/Featured Foto“
  • Exifdaten auf Fotosingleseite
  • Like und/oder Fav?
  • Upload von über 10 Fotos auf ein mal begrenzen? Oder in Timeline gruppieren?
  • Kommentaranzahlanzeige im Stream. Kommentare selbst nur auf Singleseite
  • Angabe eines Titels für Foto nicht zwingend
  • Möglichkeit Fotos als Serien zu deklarieren -> optischer Zusammenhalt
  • Popularstream
  • Automatisches Nachladen beim Runterscrollen

Ich hatte letztes Jahr auch schon mal eine Idee zu einer etwas spezialisierteren Plattform bei der es darum gehen sollte Fototouren auf Karten einzuzeichnen und diese mit anderen zu teilen. So könnte man interessante Routen und Shootingplätze finden und selbst laufen. Man könnte dann Fotos verschiedenen Routen zuordnen und mehr. Vielleicht erzähle ich dazu auch demnächst noch mal mehr.

Veröffentlicht am Sonntag, 11. März 2012

Kommentare

  1. Ich fände es mehr als gut und würde sofort als zahlend Mitglied dabei sein. Also bitte weiter denken.es jedem recht zu machen ist schwer und wenn man nun die Möglichkeit hat alle Wünsche und Vorstellungen mit in in solches Vorhaben einfließen zu lassen wäre es nur sinnvoll für alle beteiligten und konnte meiner meinung nach ein großes Ding werden.

  2. Hm, mir kam gerade spontan die Frage in den Kopf: Wie noch eine Fotoplattform??? Ich denke, wenn, dann müsste ein Plattform wirklich was neues bieten und nicht einfach ein Abklatsch, oder auch eine Verbesserung, bestehender Plattformen sein. Das mit den Fototouren zum Beispiel. Das wäre doch mal was…

  3. als zeitweises mitglied von altphotos, 1x, seenby, deviantart, deviantphoto, model-kartei, myspace, facebook, modelmayhem, fotocommunity, view.stern.de, ipernity, flickr usw. usf. moechte ich bedenken anmelden. auch wenn ich den ansatz verstehe, etwas bestehendes aus idealismus verbessern zu wollen, wird meist der aufwand unterschaetzt, ein solches system aufzusetzen und wirklich am laufen zu halten, gerade wenn die mitgliedzahlen explodieren. das problem ist nicht, von vornherein ein vernuenftiges interface zu entwickeln, sondern das traffic-management und die accessibility zu gewaehrleisten. ich habe 2 kleinere communities miterlebt, die an diesem punkt eingegangen sind, obwohl alle beteiligten sehr engagiert waren, den standard der uploads und posts aufrechtzuerhalten. die frage ist also tatsaechlich: mit welchen geldgebern und welchem businessmodell laesst sich eine tatsaechliche alternative schaffen, in der ein großteil der user mehr zeit verbringt als in anderen? denn das ist das, was das ueberleben eines solchen kosmos ausmacht. nicht, dass jemand mit kleinigkeiten bei 500px oder flickr unzufrieden ist. my2cents, ruedi

  4. Hört sich gut an. Kostenpflichtigkeit ist natürlich ein großes Hindernis, hilft aber vermutlich, das Niveau oben zu halten (anders als es z.B. bei flickr der Fall ist). Dieser Ansatz mit den Fototouren sollte jedenfalls auch seinen Weg in die Plattform finden. In Zeiten, in denen ohnehin alles mit irgendwelchen Geoinformationen verknüpft wird, kann das nur gut sein. :)

  5. Spannender Gedanke. Ich denke gerade auch viel darüber nach, was mich an den „herkömmlichen“ Plattformen stört. Einzelne Punkte hast du schon aufgeführt.

    Einen wirklichen Unterschied zu flickr und 500px kann ich aber nicht erkennen. Und unabhängig von Ideen wie Fototour (das wäre dann ein Unterschied), lohnt sich aus meiner Sicht der verbundene Aufwand erst, wenn man eine mögliche Lösung für das Hauptproblem von Fotosharing findet: Das Fehlen von inhaltlich wertvollen, konstruktiven und kritischen Kommentaren. Mit Likes und Kommentaren wie „Wow, great shot!“ kann ich wenig anfangen…

    Mein Fazit: Gerne dranbleiben, aber weiter denken.

  6. evtl. auch drueber nachdenken, ob ein feature wie fototour nicht etwas ist, das sich ueber die flickr API besser realisieren laesst, ohne sich dafuer den ganzen bilder-hochlade-aufwasch zu geben.

    das problem, bei flickr gute sachen zu finden, kann ich nicht nachvollziehen, natuerlich muss jeder an seinen eigenen filtern arbeiten. gleiches gilt fuer das feedback von rob: nuetzliche kommentare muss man erkennen koennen, egal wie sie daherkommen. das erfordert lange userbindungen. leute, die da zu ungeduldig sind, werden frustriert, schuld ist daran aber ihre unerfahrenheit und nicht der rest der welt. wie ließe sich denn auch user-kommentierverhalten maßregeln, ohne dass damit automatisch eine altherrenrunde gezuechtet wird?

    1x und seen.by haben es ueber eine redaktionsunterstuetzte qualitaetskontrolle beim upload versucht. das erfordert know-how und tatsaechlich redaktionsarbeit mit viel potenzial fuer unzufriedenheit.

    im grunde wuerde ich in streitfaellen immer pro offenheit und contra einschraenkung argumentieren, denn die geschlossenen systeme, die dort bisher aus einem anspruch heraus geschaffen wurden, waren zum schluss ihr eigener tod. die gruender fanden heraus, dass sie eigentlich mit dem machen eines magazins besser aufgehoben waren und nicht mit einer community.

    grundsaetzlich macht offenheit eine aufstrebende community interessant und nicht etwa clubgehabe (beispiel facebook vs. xing). wie das heben von qualitaetsniveau durch ein bezahltkonzept (nicht!) funktioniert, sieht man hervorragend im aktbereich der fc.

    1. Das Problem bei flickr gute Sachen zu finden, ist, dass man zunächst 99,9% Schrott aussortieren muss. Das ist ein Aufwand, den ich – zumal bei einem Bezahldienst – ungern auf mich nehme. Natürlich kann ich so gut wie alles an meine Bedürfnisse anpassen, aber die Frage ist ja immer auch, zu welchen Kosten das geschieht. Um bei flickr zu bleiben: Da habe ich meine ~250 Kontakte und das ist alles prima, aber sobald eines meiner Bilder bei Explore landet, habe ich zig blinkende Invites für zwielichtige Gruppen und lauter HDR-Bilder in meinen Kommentaren, die ich weder brauche noch möchte. Der Aufwand diesen Krempel zu beseitigen, ist immens. Es gibt einfach Leute, die keine Lust haben, erst zu zahlen und danach zu filtern. Wenn ich zahle, erwarte ich mir einen Mehrwert. Dass auch andere Leute sich meine Originale mit 18MP ansehen können, ist für mich z.B. kein Mehrwert.

      1. so sehr ich dich aus comsumer-sicht verstehe: ueberleg mal, wie diese dinge programmiertechnisch zu meistern waeren. vorauswahl? beschraenkung? diese worte machen mir alarmglocken in den ohren. was du da anprangerst, ist multikulturalitaet, diversity, das ist so ungefaehr das geilste, was einer community passieren kann, rein ethnografisch gesprochen. da existieren die kunstfotografen neben den leuten, die ihr fruehstuecksbrot mit der welt teilen, das ist eine schoene offene welt. dafuer nehm ich gern in kauf, die graffitis wieder wegzumachen, die mir leute ins album taggen. wenn ich nicht auf graffiti steh. viel schlimmer finde ich die bereinigten plattformen wie z.b. die fc, die es hingekriegt hat, wirklich jeden ernsthaften fotografen zu vergraulen, der inspiration sucht. und sorry, 500px habe ich persoenlich nie angefangen, eben weil dieser multikulti-ansatz fehlt. ich hab halt auch genug freunde, die aus spaß fotografieren, die wuerden ihren lomokram nie bei 500px reinstellen. bei flickr schon. man muss aufpassen, dass aus den eigenen beduerfnissen nicht eine art von restriktion erwaechst, die fuer eine community-umgebung irgendwann problematisch wird. altphotos ist daran gestorben (und an der performance). wenn ich mich ueber die favs meiner buddies hinaus inspirieren lassen moechte, geh ich ueber empfohlene tumblrs oder flickrivers, da finde ich genug »bereinigtes« in deinem sinne. aber bitte nicht die vielfalt ausschalten.

  7. Für mich persönlich sind Zahlplattformen so oder so uninteressant. Abgesehen davon finde ich aber eine Begrenzung des Uploads auf 2-5 Bilder pro Woche sinnvoll. So wird indirekt auch verhindert, dass zu viel “Schrott“ hochgeladen wird. Den Stream finde ich gut, dann aber bitte ohne alles, zumindest im Vollbildmodus- dort weder den Autor, noch ein Titel oder gar die Anzahl der Kommentare.

  8. Ich finde die Idee grundsätzlich spannend. Ich nutze flickr schon seit mehreren Jahren, langsam aber sicher müssen die aber was tun (also schon rein „designmäßig“), gut, das haben sie zwar angekündigt, aber 500px ist da in gewissen Punkten schon weit voraus.

    Wenn Ihr die Fotoplattform so schick baut wie Quote.FM, sie nicht zu teuer ist, und Ihr ein schickes WordPress-Plugin baut, dann bin ich dabei!

  9. Erstmal: Es ist immer toll wenn Leute was machen wollen und sich Gedanken über Verbesserungen machen. Deine Idee mit den Fototouren auf Karten finde ich allerdings noch interessanter als die von dir ausführlich beschriebene. Das wäre wirklich toll!!!

  10. Ich denke, du hast da eine gute Idee und ich denke du besitzt auch die Kenntnisse dazu so etwas umzusetzen und auch die nötigen „Beta“-Tester. Und nur weil es schon eine Handvoll solcher Plattformen gibt, solltest du dich davon nicht beirren lassen, sondern dein Ding machen :)

  11. Zu den technischen Sachen kann ich nichts sagen, davon habe ich keine Ahnung. Aber zum Inhalt was Positives: finde alle Punkte soweit nicht schlecht, am besten ist aber: Fotos ohne Titel hochladen. Ich finde das bei allen Fotoseiten unglaublich nervig, immer jedem Foto einen Titel geben zu müssen….

    Achja, und zahlen würde ich sofort. Vorausgesetzt, es gibt NUR Zugang per Zahlung und nicht wie bei allen anderen normale und pro-accounts. Würde auch mal die enorme Bilderflut reduzieren..

  12. hm, egal was da kommen würde, ich würde wohl nahezu niemals von flickr irgendwo hinwechseln, hatte noch nie das bedürfnis. wegen mir müssen die nicht mal was ändern. mich interessieren tatsächlich nur die fotos, das drumherum ist mir unwichtig. bei flickr sind die ganzen leute, deren fotos ich mag, ohne jeden schnickschnack. gefällt mir immer noch sehr. habe da in vielen jahren sehr viel durch reines ansehen von fotos bestimmter leute gelernt und ich entdecke da regelmäßig immer wieder mitglieder, deren sachen mich total begeistern. flickr ist für mich so gesehen eine unendliche quelle, deren versiegen bis heute nicht absehbar ist. bekannt sind mir ansonsten fotocommunity, deviantart und 500px, für mich persönlich im vergleich alles irrelevant.

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