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Hamburg, 6. März 2012, Canon EOS 5D

Veröffentlicht am Montag, 12. März 2012

Kommentare

  1. Ein Porsche, der am Straßenrand steht, nicht mal ganz auf dem Bild und auch noch von einem Geländer oder so teilweise verdeckt, stattdessen wandert allein durch die „Farb“gebung der erste Blick zum Transporter im Hintergrund.

    Im Ernst, warum?

    1. Ich sehe da einen Kontrast zwischen dem schnellen, sportlichen Auto und dem einfachen, kleinen Transporter. Kontrast in der Farbe sowie in der Aussage. Der eine muss arbeiten und führt ein ärmliches Leben während die andere Person im schnittigen Sportwagen zum Spaß durch die Stadt brettert. Wer weiß, vielleicht sitzt sogar eine bekannte Persönlichkeit im Porsche? Dank der Spiegelung in der Scheibe werden wir es nie erfahren und so wird Interpretationsfreiraum für den Betrachter gelassen. Der Porsche ist übrigens so zerstückelt um das Gefühlsleben des Fahrers/der Fahrerin zu zeigen. Zwar trägt er/sie nach außen eine harte Fassade, die teuer und gut aussieht, aber nach innen sieht das möglicherweise ganz anders aus. Die Pfeile auf dem Boden, die vom Porsche weg zeigen bringen das noch mal deutlich zur Geltung. Der Fahrer/die Fahrerin wünscht sich auf eine andere Spur ihres Lebens zu wechseln und wie der Rest der Welt einem normalen Job nachzugehen und ein einfaches Leben zu leben. Das Foto ist in schwarzweiß gehalten um diesen emotionalen Stand noch besser ausdrücken zu können.

      Das war doch nun wirklich nicht so schwer.

  2. Martin, deine Beschreibung ist großartig. Endlich bekommt man wieder ein Bild zu sehen, über das man nicht so schnell huscht. Und wenn doch, dann hat der Betrachter das Bild nicht verstanden. Toll.