Foto

Hamburg, 24. März 2012, Fuji X100, Flickr

Veröffentlicht am Mittwoch, 04. April 2012

Kommentare

  1. @Martin: Lass Dich nicht unterkriegen. Ich mag das Bild, den unaufgeregt, minimalistischen Bildaufbau. Eine banale Szene, aber für mich steckt eine Geschichte drin.

    Aber für die Kommentatoren über mir muss es ja offenbar immer schön „Street“ mitten in die Fresse sein. Bleib lieber bei den leisen Tönen.

    Grüße

  2. @Jerome: Der Unterschied ist, was in der Bildunterschrift steht. Nur weil jemand behauptet, er mache jetzt „Street Photography“, was sagt das schon aus?

    Zu viele Fotografen glauben, ein paar Menschen in der Fußgängerzone in s/w wäre „Street Photography“. Ist es das? Der Begriff ist ohnehin verwässert und gehört abgeschafft. Entweder ich habe ein Konzept oder keins. Wenn ich keins habe, ist es natürlich schön, sich hinter dem Begriff der „Street Photography“ zu verstecken.

  3. Hallo ihr Möchtegernirgendwassuperfotografen. Warum lasst ihr die Leute nicht einfach Fotos machen, weil es ihnen Spaß macht?

    Was soll denn immer dieser oberlehrerhafte Scheiß?

    Es ist doch vollkommen lully, ob sich jemand Streetfotograf nennt oder ein Hobbyknipser ist.

    Letztendlich geht es darum, dass jemand etwas tut, weil er Spaß an der Sache hat und nicht weil irgendwelche Grützköppe ständig herumnörgeln und alles besser wissen wollen!

    1. Martin kann super Fotos schiessen, das steht ausser Frage und das hat er ausreichend auf dieser seiner Webseite dokumentiert. Aber die sind von einer ganz anderen Qualität als seine Schnappschüsse. Wobei seine Schnappschüsse oft auch eher über den Schnappschüssen anderer stehen. Nichtsdestotrotz bleiben es Schnappschüsse. Auch wenn man diese mit dem Label ‚Street Photography‘ veredeln will. Die meisten dieser Schnappschüsse sagen aber nicht wirklich etwas aus und sind auch visuell eher unspektakulär. Wobei dieser heutige Schnappschuss noch ganz ok ist. Aber trotzdem auch sehr banal wirkt …

    2. @Mac: Weil es wichtig ist, Dinge einordnen zu können. Das wäre ja so, als würde der Ornithologe sagen: „Ach scheiß drauf, Vogel ist Vogel“. Kann man gerne so machen, aber auf der Grundlage lässt sich kein sinnvolles Gespräch führen.

      1. Ist mir schon klar. Aber ich finde solche Sätze eher subterran!

        „Tut mir Leid, aber hier frage ich mich wirklich, was du mit diesem Geknipse bezwecken willst… „

        Wäre Markus jetzt ein wirklich guter professioneller Fotograf, einer der es kann und nicht einer der auch erst laut eigener Aussage seit „November 2009 Das Hobby der Fotografie betreibt“, dann könnte er sich so zum Fenster heraus lehnen.

        Wie gesagt ich finde solche Sätze einfach kontraproduktiv. Sie sagen im Kern nichts aus, sie sind keine Kritik, sonder einfach nur Gepimpere.

  4. Martin hat auf twitter auf diesen Thread verwiesen und explizit den Brückenschlag zur Streetfotografie geschlagen und bezeichnet sich selbst oft als Freund dieser. Man sollte den Ball daher aufnehmen dürfen.

    Es mag sein, dass dieser Begriff verwässert ist, doch einige Grundvoraussetzungen, einen groben Rahmen, gibt es vielleicht doch, wenn man Henri Cartier-Bresson, Vivian Maier oder Lee Friedlander zu den Vetretern dieses Genres erklärt. Ich will dabei nicht verlangen, dass ein „Streetfoto“ s/w zu sein hat und kernige Kontraste aufweisen muss, aber das Bild da oben ist – einige Vorredner haben es schon so genannt – für mich ein nicht sehr interessanter Schnappschuss. Der Bildausschnitt erscheint etwas beliebig, der mögliche Fixpunkt kriecht gerade in die Hecke.

    Ich finde, dass Martin, dass in der Vergangenheit schon deutlich besser gelöst hat, wie in diesem Foto hier – http://visuellegedanken.de/wp-content/uploads/2011/07/wolf_20110701_005.jpg – das finde ich richtig ansprechend.

      1. Joa, hab alle seine Tweets vom kompletten Tag gelesen bevor ich den Kommentar geschrieben hat. Und er hat an keiner Stelle gesagt, dass das Foto oben zum Genre gehören soll. Er hat sich lediglich auf den Kommentar von Jerome bezogen der Martins Bild aus welchem Grund auch immer in einen Topf mit dem Thema geworfen hat.

        Also lieber zweimal lesen und ein weiteres Mal mehr nachdenken bevor sinnfreie Diskussionen entstehen.

          1. Nicht ablenken Meister. Ich bin alles andere als pampig. Eher amüsiert.

            Du jedoch hast selbst (nach Jerome) Äpfel mit Birnen verglichen als Du einem nicht als „Steet“ deklarierten Bild selbige Zuordnung gegeben hast. Aber keine Bange, der Kontext war schon vorher durch andere Kommentare völlig hinüber.

            1. Ich habe nur diesen Tweet aufgegriffen. https://twitter.com/#!/_martinwolf/status/187540056607686656

              Darüber hinaus erklärt Martin ja immer wieder, wie auch im Interview mit Severin Koller, dass er „Street“ fotografiert. Nun anzufangen, darüber zu diskutieren, ob „Street“ Straße braucht, könnte ermüdend sein.

              Vermutlich fährt man hier im Rattenschwanz zum Post besser, wenn man entweder „great shot“ oder „sagt mir nichts schreibt“. Das sind verdauliche Häppchen.

  5. Herrje, das Bild ist einfach nichts besonderes. Ob da jetzt als Etikette Street- oder Gartenfotografie draufsteht, ist doch unerheblich. Martin hat sich vorgenommen, wieder mehr zu fotografieren. Das konnte man aus bestimmten Blogposts herauslesen. Und dass man dabei keine Scheu haben sollte, auch mal Mittelmaß zu produzieren, leuchtet ein. Nur wer nicht fotografiert, produziert kein Mittelmaß. Ob man dieses Mittelmaß dann allerdings in dieser Bandbreite veröffentlichen und zur Schau stellen sollte, finde ich auch fraglich. Man läuft einfach sehr schnell Gefahr, dass dann wirklich gute Fotos (und die gibt es ohne Zweifel) in dem Rauschen untergehen – das ist schade. Wäre dieses Foto mit dem iPhone entstanden und nur auf Instagram zu finden, hätte es wohl keine Diskussionen gegeben. Dies hier ist allerdings ein Blog, der sich selbst – unter anderem – als Fotografieblog tituliert und damit zu den erfolgreichsten im deutschen Raum gehört. Deswegen sollte der eigene Anspruch an den Inhalt ein wenig kritischer hinterfragt werden. Allein schon den Lesern und Abonnenten zuliebe.

    Oder mit den Worten von Boris: „Einfach vor Veröffentlichung eines Bildes sich selber fragen: “Warum möchte ich dieses Bild zeigen?”. „

  6. Das Bild kann einem gefallen, oder auch nicht. Aber zumindest hat es zu einem Meinungsaustausch geführt – und, als krönender (bisheriger) Höhepunkt: Martins gelungene Antwort!

  7. Zuerst fragte ich mich noch, wieso alle das Bild in die „Street“-Schublade stecken wollen, obwohl Martin an keiner einzigen Stelle es als solche deklarierte. Aber ihr wollt scheinbar einfach mal diskutieren…

    Das Bild gehört sicher nicht zu Martins besten Bildern, keine Frage. Mich zieht es auch nicht sonderlich an, aber es regt mich zumindest zum kurzen nachdenken an, denn was macht der Mann da am Baum? Eine Heckenschere hat er scheinbar nicht in der Hand.

    Ich find es völlig okay auch „Mittelmaß-Bilder“ (wie ihr es hier ja nennt) zu veröffentlichen. Er schreibt ja keinen ewig langen Text dazu, den ihr lesen müsst um das Bild zu verstehen. Entweder es zieht euch an oder nicht…