War Photographer

Vor ein paar Tagen sah ich nun endlich die Dokumentation War Photographer über James Nachtwey, einen der besten und bekanntesten Kriegs-/Dokumentar-/Reportagefotografen unserer Zeit.

Der Film ist zwar bereits 2003 produziert worden, hat aber kein Stück an Wahrheit und Dramatik verloren. Ganz im Gegenteil, igentlich ist es noch unglaublicher dass Nachtwey mit seinen 63 Jahren noch immer in den Krisengebieten dieser Welt unterwegs ist und sein Leben riskiert.

Wenn man sieht was dieser Mann schon geleistet hat und noch immer weiter leistet, wenn man sieht und hört was er von sich gibt und wenn man sieht welche Probleme es in der Welt gibt von denen nur viel zu wenige wissen und um die sich, sollten sie dann doch mal bekannt werden, nur wenige kümmern, dann kommt einem das eigene Leben und Tun so unglaublich nichtig vor.

James Nachtwey hat sein komplettes Leben dieser einen Sache verschrieben. Den Bedürftigen dieser Welt eine Stimme zu geben, das zu dokumentieren was andernfalls ungesehen bleiben würde.

Ich kann jedem von euch nur ans Herz legen diese Dokumentation anzuschauen. Mich persönlich hat sie sehr stark zum Nachdenken angeregt und es fällt mir unmittelbar danach sehr schwer meinen Fotos irgendwas abzugewinnen. Sie sind einfach so belanglos.

Die Doku gibt’s bei Amazon für rund 16€ auf DVD.
Ich möchte euch außerdem auch den TED Talk von Nachtwey ans Herz legen.

Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Oktober 2012

Kommentare

  1. Den Film zu sehen war einer der Momente, die dazu geführt haben, dass ich heute mache, was ich mache… Nachtwey ist unglaublich, nicht nur in seiner Bildästhetik (die man sicherlich auch kritisch betrachten kann), aber vor allem auch durch dieses absolute Verschreiben dieser einen Sache, auf die er sein ganzes Leben und Schaffen drauf ausrichtet. Große Inspiration (auch dafür niemals aufzuhören, selbst wenn man das Gefühl hat doch nichts bewegen zu können)!

  2. @Simon: Während ich den Film sah musste ich auch immer wieder an dich denken. Ich freue mich sehr auf nächste Woche. Da haben wir hoffentlich auch Zeit mal die ein oder andere Minute in Ruhe zu reden. :)

  3. Du schreibst: „Mich persönlich hat sie sehr stark zum Nachdenken angeregt und es fällt mir unmittelbar danach sehr schwer meinen Fotos irgendwas abzugewinnen. Sie sind einfach so belanglos“ … Nur weil du nicht den Krieg abfotografierst, sind deine Werke doch nicht belanglos. Ich kann dein Gefühl nachvollziehen, da es wahrscheinlich etwas Trauer und Hilflosigkeit mit sich führt, aber du kannst es auch nicht sofort und alleine ändern. Sei einfach dort in deinem Leben verantwortungsvoll und hilfsbereit wo du halt kannst. Das ist schon die halbe Miete. In einer Rede zusammen gefasst … „The great dictator“ … http://www.youtube.com/watch?v=QcvjoWOwnn4

    Ich kann mir gut vorstellen, dass viele diese Worte gerne hören aber dann nicht danach handeln. Es beginnt wenn du morgens auf den Bus wartest oder sonst was machst und hört auf wenn du abends in Bett gehst. Es ist anstrengend, aber ich denke es lohnt sich.