Was bisher geschah

Vor ziemlich genau zwei Jahren, kurz nach Weihnachten 2016, hat mich meine Freundin nach 10 Jahren Beziehung verlassen. In den vergangenen zwei Jahren habe ich irgendwie versucht heraus zu finden was ich mit mir und meinem Leben anfangen will.

2017 waren ich und mein Rucksack daher mal hier und mal dort – bayerisches Oberland, Hamburg, Berlin, bei meiner Mutter und Bruder. Ich wollte heraus finden wo ich in Zukunft leben möchte oder ob ich in Zukunft sogar ohne festes Zuhause sein möchte.

Alles endete darin, dass ich im Februar 2018 nach Berlin gezogen bin, in eine schöne Neubauwohnung. Ich hatte Lust auf etwas neues, auf die aufregende Hauptstadt, dachte ich jedenfalls. Es stellte sich allerdings heraus, dass ich mich so gar nicht wohl fühlte und als klar war, dass meine Mutter aus unserem Elternhaus ausziehen würde, haben mein Bruder und ich beschlossen das Haus zu übernehmen und gemeinsam als WG zu bewohnen.

Nach einem gemeinsamen Roadtrip mit meinem Bruder in einem VW Bus quer durch Kroatien, bin ich dann Ende Oktober zurück in mein Heimatdorf aufs Land gezogen. Es ist angenehm ruhig und grün. Das Zusammenleben klappt prima und ich genieße die Zeit in der Nähe zur Familie.

So richtig klar geworden was ich mit mir und meinem Leben jetzt anfangen will ist mir zwar immer noch nicht, aber vielleicht muss es das auch gar nicht. Vielleicht muss es keinen großen, perfekten Plan geben. Vielleicht reicht es kleine Schritte zu machen, Hauptsache sie fühlen sich für einen selbst richtig an. Zur Not kann man ja die Richtung korrigieren oder auch wieder umdrehen.

So habe ich nach einer 15-Jährigen Pause zurück zu einem meiner Lieblingshobbys von damals gefunden: Warhammer. Ich bemale wieder mit Pinseln kleine Plastikfiguren und trage Schlachten mit Ihnen aus. Mein Bruder ist auch wieder an Bord und es war eine der besten Entscheidungen der letzten Zeit. Es ist so ein tolles, kreatives Hobby ganz ohne Bildschirme. Bisher gibt es Fotos auf Instagram, ich möchte aber auch gerne hier im Blog in Zukunft wieder mehr teilen.

Warum jetzt wieder hier und nicht auf martinwolf.org? Ich weiß es auch nicht, es fühlt sich gerade richtig an. ¯\_(ツ)_/¯

Ansonsten juckt es in den Füßen, die wollen nämlich wieder an den Fussball treten. Der Gedanke an einen süßen Golden Retriever Welpen lässt mich auch nicht los und natürlich schlägt mein Herz noch immer für Code und das Web. Und ja, Computer spiele ich auch noch – wenn auch nicht mehr so viel dank des neuen alten Warhammer-Hobbys.

Schauen wir mal ob dieser Blogneustart besser klappt als die Vorherigen. Er ist jedenfalls sehr spontan und als ich das letzte mal ein Projekt spontan gestartet habe, wurden daraus 366 Fotos in 366 Tagen.

(Wenn noch jemand liest, schreibt doch gern mal einen Kommentar.)

Veröffentlicht am Freitag, 28. Dezember 2018

Kommentare

  1. Ich finde es schön, dass du deine Reise mit uns teilst. Freue mich, dass du zufrieden bist, auch ohne Plan.

    Selbst denke ich manchmal über Pläne nach, werden dann eher langfristige Allgemeinziele (Familie, Ortsunabhängigkeit, finanzielle Sicherheit). Leben eher nach Prinzipien. Auf das Jetzt fokussieren und offen für neue Herausforderungen sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.