Meine erste Steuererklärung

Ein auf eine seltsame Art und Weise spannender Abend neigt sich so langsam dem Ende.
Nachdem ich es den Großteil des Jahres verpeilt habe und vor kurzem eine Mahnung bekam, habe ich heute Abend zum ersten Mal in meinem Leben meine Steuererklärung gemacht. Blöderweise bereitet einen niemand darauf vor. Weder die Schule noch irgendeine andere Institution, dabei ist das doch etwas, das jeder früher oder später mal machen muss. Wieso wird sowas nicht mit in den Lehrplan aufgenommen? Wäre wirklich sinnvoll.

Ich musste leider relativ schnell feststellen, dass es keine (brauchbare) Steuer-App für den Mac gibt und ich entweder in meiner virtuellen Windowsmaschine Quicksteuer oder sowas installieren oder mich direkt mit den Formularen rumschlagen muss. Auf beides hatte ich nicht so wirklich Lust und habe dann zum Glück steuerfuchs.de gefunden.

Ich hatte wirklich nahezu keine Ahnung was genau ich tun muss und fühlte mich mit der Webseite gut an die Hand genommen. Um am Ende alles ausdrucken (und elektronisch verschicken zu lassen) bezahlte ich per Paypal 14,95€ und liege damit wahrscheinlich ungefähr auf Höhe der Steueranwendungen, die es so zu kaufen gibt.

Das ganze dauerte jetzt vielleicht zwei Stunden und war weniger schlimm als ich erwartetet hatte.
Ich habe alles ausgedruckt, unterschrieben und eingetütet und morgen geht es in die Post. Wird auch aller höchste Eisenbahn. Sollte das dann alles ohne Probleme so durch gehen bin ich echt begeistert und überlege mir nächstes Jahr dann zwei mal ob ich wirklich die bis dato erschienene Mac-Steuer-App von WISO (Amazon-Partnerlink) kaufen will.

Analoge Erfahrung.

Mich hat es wieder gepackt und ich habe Lust zu zeichnen.

Analoge Erfahrungen.

Ich musste heute lernen, dass ich, so abgegriffen der Begriff auch ist, ein Digital Native bin.

Aus Gründen wurde ich gestern analog fotografiert. Die Fotos sind jetzt nicht der Wahnsinn. Außer mein Blick ist vielleicht wahnsinnig, aber so ist es eben.
Heute dann also die Entwicklung der Fotos. Ein großes Gerät mit Lampe, Negativschublade und Objektiv brachten mich in eine umgedrehte Welt in der länger belichten zu einem dunkleren Bild führt.

Und dann diese ganzen Kästen mit Chemie drin. 2 1/2 min mit dem Bild in den Entwickler, 30 sek in irgendwas anderes, dann abspülen und noch mal 2 min anfixieren. Dann mit dem Foto ins Licht und schauen ob auch alles so stimmt. Was natürlich anfangs nie der Fall ist. Also anders belichten oder abwedeln oder so. Abwedeln. Mit der Hand das Licht, dass auf das Fotopapier trifft, für Sekunden unterbrechen. Klappte. :)

Insgesamt eine nette Erfahrung, die allerdings nichts in mir entfachte. Ich mag analoge Fotos sehr und bin auch daran interessiert vielleicht mal selbst analog zu fotografieren. Aber bitte nicht noch mal mit Chemie hantieren.

Ich mag die digitale Welt lieber. Mit Speicherkarten, Lightroom, Photoshop und digitalen Bilddaten. (Die aber auch gerne gedruckt werden dürfen.)

Ich kann aber nicht abstreiten, dass es durchaus irgendwie schön ist, dass jedes Foto ein Unikat ist, das man selbst gefertigt hat.

Die Frage nach dem Weitwinkelobjektiv am Vollformat

There Even Was A Rainbow!

Foto © Philipp Klinger

Wie die Meisten hier wohl wissen, habe ich ja seit noch nicht allzu langer Zeit eine 5D Mk I. Sprich ich bin auf das Vollformat umgestiegen. Dieser Umstieg bringt etwas mit sich, was ich vorher gnadenlos unterschätzt habe. (Yannick hatte mich allerdings gewarnt.)

Das Problem besteht darin, dass nicht alle Objektive an die Vollformatkameras passen und damit die etwas günstigeren, aber dennoch guten, wegfallen. So war mein Plan ursprünglich mal gewesen mir das Sigma 10-20mm Weitwinkelzoom anzuschaffen. Bisher nur gutes davon gehört und der Kollege Gommel nutzt das auch. Nun gut, das geht jetzt nicht mehr. Also muss ein neuer Plan her.
Klar ist, ich habe zur Zeit nur mein „Immerdrauf 50mm“ und mein 70-200 4L. Beides tolle Objektive, keine Frage, allerdings für Landschaftsaufnahmen nur bedingt geeignet.

Ich habe mich schonmal ein bisschen umgeschaut und eventuell das Sigma 20mm 1,8 EX DG in Betracht gezogen. Bin mir aber noch unschlüssig wie weit 20mm am Vollformat wirklich sind und ob ein Zoom vielleicht doch besser wäre. Habe dazu außerdem von yoyo gehört, dass der AF an eben diesem Sigma sehr laut sei, aber im Grunde nen gutes Ding.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Könnt ihr ein Weitwinkelobjektiv für’s Vollformat empfehlen? Erfahrungen, Anregungen, Tipps? Schreibt was immer euch zu dem Thema einfällt! Vielen Dank! :)

Preislich kann ich natürlich nicht in die 1000er gehen. Erzählt doch einfach ein bisschen was, dann schau ich mal. Gebraucht sind ja die 600 – 700€ Objektive immer ganz gut im Bereich von 400€ zu bekommen.

Bin gespannt auf eure Kommentare!