Ein mal frische Luft, bitte

Ich arbeite sehr gerne zu Hause, aber ein Problem ist, dass ich nicht automatisch aus dem Haus muss und es passieren kann, dass ich einfach tagelang nicht vor die Tür gehe.

Als ich im November aufs Land gezogen bin, hatte ich mir vorgenommen jeden Tag ein mal raus zu gehen. Natürlich hat das nicht geklappt. Bis jetzt.

Seit ein paar Wochen gehe ich fast jeden Tag ein mal raus und mache einen Spaziergang in der Natur. Das tolle ist nämlich, dass ich zu Fuß in 5-10 Minuten mitten im Wald stehe. Und ich bin wirklich gerne im Wald. Schon als Kind hat es mich immer dahin gezogen und nicht ohne Grund sammel ich bei Warhammer Waldelfen und Sylvaneth (so eine Art Baummenschen und Waldgeister).

Das Wetter war teilweise nicht so toll und auch die frühe Dunkelheit hat es ein bisschen schwierig gemacht, aber letzte Woche war richtig schönes Wetter und hat einen Vorgeschmack auf den Frühling gegegeben.

Jeden Tag in die Natur raus zu gehen, und wenn es nur für 15-30 Minuten ist, ist die beste Veränderung für mein Wohlbefinden, die ich in letzter Zeit gemacht habe. Anfangs habe ich mich gefreut die Zeit zum Podcast hören zu nutzen, aber jetzt fange ich an, einfach die Stille (bis auf den Tinnitus) zu genießen und Vögeln und dem Wind zu lauschen. Und vorallem auch einfach mal die Gedanken schweifen zu lassen. Klingt vielleicht etwas doof, aber eigentlich ballert sonst in jeder Minute des Tages entweder was auf mich ein oder ich tue aktiv irgendwas.

Heute war das Wetter wieder so mittelmäßig, aber ich kann es kaum abwarten im Frühling größere Spaziergänge tiefer in den Wald zu unternehmen. Ich hoffe sehr, dass ich es schaffe mir die Zeit dafür zu nehmen.

Tegernsee — 17. Juni 2017

28. August 2011 – Im Wald

27. August 2011 – Schöneberg

20 Minuten

Ich bin mal wieder in der Heimat. Auf dem Dorf. Auf dem Land. In der Natur. Ich bin gerne hier. :)
Seit ich meine erste Kamera, eine Nikon Kompaktkamera, kaufte habe ich die Felder hier in der Gegend unsicher gemacht und gefühlt jeden Grashalm fotografiert. Und doch ist es irgendwie immer wieder möglich die Landschaft neu zu interpretieren und anders zu zeigen. Und ganz wichtig: Es macht immer wieder Spaß.
Heute in schwarz/weiss. Kamera: Ricoh GR DIGITAL III.

Mein Osterwochenende

Schön war’s. :)

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Ich mache Photos.

Weniger Worte. Mehr Photos. Das wünsche ich mir für die Zukunft. Los geht’s!

Flickrfotograf Andreas Wonisch im Interview

Letzte Woche schrieb ich Andreas bei Flickr an, ob er nicht Lust hätte mir ein paar Fragen zu beantworten. Ich finde seine Landschaftsaufnahmen einfach großartig und wollte gerne mal ein bisschen mehr über ihn erfahren. Zum Glück stimmte er zu.
Das Interview gibt’s nun heute als Start in die Woche. Viel Spaß!

andreas_wonisch-1Martin Wolf: Hallo Andreas! Stell dich doch den Lesern erstmal kurz vor.
Andreas Wonisch: Hallo Martin, ich bin 31 Jahre alt, lebe in der Nähe von Freiburg im Breisgau, wo ich bei Fraunhofer als Wissenschaftler arbeite. Die Fotografie ist dabei seit einigen Jahren mein größtes Hobby

MW: Fangen wir doch mal ganz vorne an, wie und wann bist du zur Fotografie gekommen?
AW: Meine allererste Kamera hatte ich schon zu Grundschulzeiten (eine billige Analog-Kleinbildfilmkamera) und kann mich noch gut daran erinnern, wie ich auf meiner ersten Klassenfahrt damit auf Entdeckungsreise gegangen bin… Mich haben eigentlich schon seit immer Natur- und Landschaftsaufnahmen fasziniert, aber richtig intensiv beschäftige ich mich damit erst seit ein paar Jahren. Für mich war ganz klar Flickr die „Initialzündung“: Ich finde es unheimlich faszinierend, mit Millionen Menschen auf der ganzen Welt Fotos auszutauschen und diskutieren zu können. Und als ich dort zum ersten Mal über die teilweise überragende Qualität der Fotos gestaunt habe, war für mich klar: Das möchte ich auch können! Und so begann für mich eine ganz neue Entdeckungsreise in der Fotografie.

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MW: Wenn man so durch deinen Flickrstream schaut, findet man hauptsächlich Landschafts- und Naturaufnahmen. Was reizt dich an diesem Genre besonders?
AW: Ich finde es immer wieder total beeindruckend, wie schön doch die Natur um uns herum ist – selbst an ganz „gewöhnlichen“ Orten. Mit der Natur- und Landschaftsfotografie kann ich diese Schönheit festhalten und anderen Menschen nahebringen. Gerade in unserer heutigen hektischen Zeit ist es für mich auch mal wichtig, inne zu halten und sich die Dinge zu vergegenwärtigen, die auf unseren Planeten innerhalb von Millionen von Jahren entstanden sind – auch vor dem Hintergrund der leider immer mehr voranschreitenden Umweltzerstörung.

MW: Unternimmst du Fotoreisen oder fotografierst du meist dort, wo du sowieso hin fährst?
AW: Ich fotografiere sehr viel in meiner (Wahl-)Heimat in Südbaden bzw. dem nahe gelegenen Schwarzwald, wobei ich dabei für einen Fototour auch schon mal zwei Stunden Autofahrt in Kauf nehme. Ansonsten plane ich aber meine Urlaubsreisen auch immer so, dass auch genügend Zeit zum Fotografieren bleibt – was manchmal zu langwierigen Diskussionen führen kann. ;-)

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MW: Wo (Land/Gegend) würdest du gerne mal fotografieren und konntest es bisher noch nicht?
AW: Das Limit sind immer nur die eigenen finanziellen Mittel und die zur Verfügung stehende Zeit. ;-) Momentan möchte ich mich aber mehr auf Deutschland und Europa konzentrieren, da ich finde, dass man nicht immer Tausende von Kilometer weit fliegen muss, um wirklich schöne Gegenden zu entdecken. Das Schöne kann auch nur einige Hundert Meter vor der eigenen Haustür auf einen warten … man muss nur genau hinschauen. Ich habe bei Flickr auch Kontakte aus Australien und Neuseeland und finde es immer etwas kurios, dass die extra zu uns nach Europa fliegen, während wir wiederum zu ihnen zum Fotografieren fliegen.

MW: Was ist dein Rezept für gute Landschaftsfotos? Kannst du Anderen in dem Gebiet ein paar Tipps mit auf den Weg geben?
AW: Ein Geheimrezept habe ich leider auch nicht – aber viel Geduld und Hartnäckigkeit können sehr hilfreich sein. :-) Mit das Wichtigste in der Landschaftsfotografie sind meines Erachtens aber neben einer guten Location (die wie gesagt nicht unbedingt weit weg sein muss) die „richtigen“ Wetter- und Lichtverhältnisse. Die kann man zum Glück in gewissem Maße vorausplanen (Wetterbericht & Webcam studieren, zur goldenen Stunde fotografieren), aber letztendlich geht es mir oft so, dass ich dann vor Ort doch sehr spontan auf veränderliche Bedingungen reagiere. Und gerade das finde ich auch unheimlich spannend … die Landschaftsfotografie wird da manchmal sogar richtig hektisch. Wichtig finde ich es auch, das Beste aus den gegebenen Bedingungen zu machen – und nicht dem nachzutrauern, was gerade nicht da ist. Wenn ich an einen Ort komme und merke, dass alles ganz anders ist als ich es mir vorgestellt habe, bin ich zwar erst mal etwas enttäuscht, versuche mich dann aber auf die veränderten Bedingungen einzulassen; und oftmals entstanden auch dann tolle Fotos. Und wenn nicht, habe ich wenigstens wieder etwas dazu gelernt.

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MW: Welches Equipment nutzt du? (Kamera, Objektive, Computer, Bildschirm, etc) Ich konnte auf deiner Flickrseite gar nichts dazu finden.
AW: Das hat auch einen guten Grund: Ich finde Equipment wird maßlos überschätzt. Das Wichtigste ist für mich, dass meine Ausrüstung mich nicht „behindert“, sondern im Gegenteil mir möglichst viele kreative Möglichkeiten lässt. Meine Wahl ist deshalb auf Micro-Four-Thirds-Kameras gefallen (primär Panasonic G1, ab und zu auch Olympus E-P1), da sie sehr klein & leicht sind und mir im Gegensatz zu „normalen“ DSLRs eine echte Live-Vorschau schon während des Fotografierens ermöglichen. Dazu kommen dann noch ein guter (kalibrierter) Bildschirm und ein schneller PC, auf dem ich primär mit Lightroom (teilweise auch Photoshop) arbeite.

andreas_wonisch-4MW: Wie findest du deine, meist unglaublich schönen, Locations?
AW: Das ist meist eine Mischung aus Internet-Recherche, Gesprächen mit befreundeten Fotografen – und spontanen Eingebungen. ;-) Ansonsten ist Google Earth eins meiner Lieblingstools zum Ausspähen geeigneter Locations (und auch zum groben Vorab-Visualisieren der Lichtverhältnisse).

MW: Wie häufig in der Woche/im Monat fotografierst du?
AW: So im Schnitt ca. zweimal die Woche, davon meist auf einer größeren Tour am Wochenende. Im Winter finde ich es aber immer etwas schwieriger, Zeit zum Fotografieren zu finden, weil es ja so schnell dunkel wird… Dafür fotografiere ich dann auch ab und zu mal zum Sonnenaufgang, was mir sonst als Langschläfer ziemlich schwer fällt.

MW: Gab es schon mal den Punkt an dem du am liebsten aufgehört hättest zu fotografieren? Wenn ja wieso und was hast du dagegen gemacht?
AW: Manchmal frage ich mich schon, wieso ich denn fotografiere, wo es doch Millionen von anderen Menschen auch tun – und teilweise sogar auf viel höherem Niveau. Gerade bei viel fotografierten Locations wie dem Grand Canyon, kommt es mir manchmal ziemlich sinnlos vor, das x-te, gleich aussehende Foto zu schießen (am besten noch vom ausgeschilderten „Sunset Point“). In solchen Momenten sage ich mir dann immer, dass es vielleicht schon Tausende vor mir fotografiert haben – ich persönlich aber noch nicht. Und nachdem ich das „Standard-Foto“ im Kasten habe, suche ich dann nach weniger konventionellen Kompositionen…

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MW: Hast du schon mal daran gedacht die Fotografie professionell als Job zu betreiben?
AW: Darüber nachgedacht habe ich schon – bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass das nicht für mich in Frage kommt. Ich habe ja bereits einen guten & interessanten Job und sehe die Fotografie mehr als kreativen Ausgleich. Ich finde es auch viel interessanter, das fotografieren zu können, was ich gerne möchte – und nicht irgendwelchen Auftraggebern oder Trends hinterher rennen zu müssen (zumal Fotografen zu den schlecht bezahltesten Berufsgruppen überhaupt gehören). Ich freue mich natürlich immer, wenn ich ein Foto verkaufe – aber das sind dann auch Bilder, die mir selbst wirklich etwas bedeuten.

MW: Welchen allgemeinen Tipp kannst du angehenden Fotografen mit auf den Weg geben?
AW: Um sich selbst weiterentwickeln zu können, sind meines Erachtens zwei Dinge unabdingbar: (ehrliches) Feedback von anderen Leuten und viel, viel Ãœbung. Ein solides theoretisches Grundwissen halte ich zwar auch für sehr wichtig, aber letztendlich versteht man vieles erst richtig, wenn man es auch selbst ausprobiert.

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MW: Vielen Dank für deine Zeit, Andreas. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!
AW: Vielen Dank für dieses Interview, Martin! Für mich war das jedenfalls eine ganz neue Erfahrung. :-) Ich hoffe, dass ich auf diese Weise deinem Blog und deinen Lesern auch etwas zurückgeben konnte.

Impressionen von Planten und Blomen

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wenn ihr mir bei Twitter folgt, war ich gestern in Hamburg im Park Planten und Blomen fotografieren. Es ist wirklich traumhaft schön dort und ich habe wohl noch lange nicht alles gesehen und ausgereizt.

Ich habe hier jedenfalls ein paar Impressionen. Viel Spaß damit. :)

Achja, wenn euch von einem Foto die Nachbearbeitung besonders interessiert, kann ich es gern vorstellen.

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Fotoblog: Enjoy the day

Enjoy the day (ins Bild klicken für Ansicht bei Flickr) (hier klicken für große Ansicht bei Flickr)

Story of the image:

Since end of May this photo waited to be post-processed. Now I’ve done it. And I’m really really happy with the result. It’s the third photo of this photowalk which I publish. Was a good day. =)

Post-processing:

Merged together to RAW files. One for the sky and some darker parts and one for the green and lighter parts. Did some leveladjustments as well as selective dodging and burning. At the end I added a slight vignette. I love vignettes! =)

Technical details:

Canon EOS 350D | Canon 18-55 f/1:3,5-5,6 | f/5,6 | 18 mm | ISO 100