„McDonaldisierung“ der Pressefotografie

Oliver Mark:

Fotografie befindet sich im Umbruch, Protagonisten sind verunsichert. „Meine Tochter macht heute mit ihrem Mobiltelefon Fotografien, die vor zehn Jahren wochenlange Arbeit bedeutet hätten“, sagt Heinz Tesarek, prämierter Vertreter dieser Zunft. Der freie Fotograf wurde im Juni für das „Pressefoto des Jahres“ ausgezeichnet. „Fotografen können vielleicht den Moment einfangen, nicht jedoch die Zeit aufhalten“, so Tesarek.

Interessanter Artikel zum Stand der Pressefotografie. Lässt sich zum Teil auch auf andere Bereiche der Fotografie anwenden.

Elektronische Sucher (und meine Probleme mit der Samsung NX11)

Mit einem elektronischen Sucher bin ich das erste Mal letztes Jahr auf der Photokina in Köln in Berührung gekommen. Ich schaute mir die Leica X1 an, die mir wirklich gut gefallen hat, einzig der fehlende Sucher machte mir (damals) zu schaffen. Als Ersatz gibt es einen elektronischen Aufstecksucher, der im Blitzschuh halt findet. Ich schaute durch und fand es von Anfang an furchtbar.

Seit dem kam ich nicht wieder mit dieser Technik in Berührung, bis vor Kurzem in Berlin beim Test der Samsung NX11, die neben einem AMOLED Display auf der Rückseite eine elektronischen Suche integriert hat.
Es ist nicht der Fehler von Samsung, sondern offenbar ein Problem der Technik, dass ich dss Gefühl habe, dass das Bild im Sucher Milisekunden hinterher hinkt und einfach nicht echt wirkt. Ist es ja auch nicht.
Kennt ihr diese deutschen Soaps, die am Nachmittag auf nahezu jedem Sender laufen? An diesen Bildlook hat mich der Blick durch den Sucher erinnert.

Als Vorteil des elektronischen Suchers wird die Vielzal von Infos im Screen angepriesen, allerdings sehe ich das keinesfalls als Vorteil, sondern eher als Nachteil, da es einfach vom Fotografieren und dem eigentlichen Motiv ablenkt.

Ein weiteres Problem, das insbesondere die NX11 hat, ist das Umschalten von Rückseitendisplay auf Sucher. Der Sucher ist aus, wenn man die Kamera normal in der Hand hat. Alle Einstellungen und auch das Fotografieren lassen sich über das Display machen. Nimmt man die Kamera jetzt vor’s Gesicht, geht das Display aus und der elektronische Sucher an. Es mag nur eine halbe Sekunde Verzögerung sein, aber ich merke es. Damit war ich beim Workshop letztens nicht der Einzige. Wohingegen ein Ottonormalverbraucher das vielleicht gar nicht mitbekommt.
Nachdem ich die Kamera aufgrund dieses Umstands mehrere Male ruckartig wieder vom Auge weg nahm, stellte ich von “automatisch zwischen Display und Sucher umschalten” nur auf den elektronischen Sucher. Hier ist, welches Verhalten ich jetzt erwartet habe:
Display aus, Sucher immer an, keine Verzögerung, Einstellungen und Bilder anschauen weiterhin auf dem rückseitigen Display.
Pustekuchen! Das Display ist nun vollständig deaktiviert und auch Einstellungen an der Kamera oder das Anschauen der Bilder ist nur noch IM Sucher möglich. Ich glaube das hat mich teilweise ziemlich blöd aussehen lassen.

Das ist natürlich keine dauerhafte Lösung und ich frage mich, ob es nicht möglich ist, den Sucher dauerhaft aktiviert zu haben und das Display nur zum Ansehen der Fotos und zum Einstellen der Kamera zu nutzen? Also im Grunde wie es bei einer DSLR auch ist, nur eben, dass der Sucher elektronisch ist.
Die wenigen und wichtigen Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit und ISO könnten dann auch gerne weiterhin im Sucher angezeigt werden oder auf einem kleinen extra “Display” wie es die DSLRs eben auch machen.

Ich weiß nicht wie andere Systemkameras damit umgehen oder ob meine Vorstellung vielleicht für Zielgruppe sowie Preisniveau nicht die richtigen sind. Mich jedenfalls würde nach dieser Testmöglichkeit diese Handhabung so immens stören, dass ich mit de Kamera nicht dauerhaft fotografieren könnte.

Natürlich kann man jetzt hingehen und sagen, dass ich ja auch einfach nur das Display nutzen könnte, wie ich es zum Beispiel bei der Ricoh tue und mich daran nach anfänglichen Bedenken sogar gewöhnt habe. Allerdings ist eine Systemkamera wie die NX11 deutlich größer als eine Kompakte und fühlt sich damit sehr viel mehr wie eine DSLR an und möchte daher auch so bedient werden.

Makrofotografie mit einem Retroadapter

lady_beetle

Foto © by nutmeg66

Ich bin ja ein großer Fan von Makrofotografie. Das war schon von Anfang an so. Ich finde es faszinierend die Welt aus anderen Augen, bzw einer anderen Perspektive zu betrachten. Eine Sicht der Dinge zu zeigen, die man im normalen Alltag nicht bekommt.

Leider konnte/wollte ich mir bisher noch kein Makroobjektiv leisten. So ganz aus meinem Kopf ist dieser Gedanke jedoch bis heute nicht verschwunden.
Vor kurzem bin ich – wie schon vor einiger Zeit einmal – wieder auf die Möglichkeit gestoßen, mit einem Retroadapter und einem normalen Objektiv, Makroaufnahmen zu machen. Jetzt denke ich darüber nach, mir einen solchen mal anzuschaffen.

Für die, die nicht wissen, was ein Retroadapter ist, bzw macht:
Der Retroadapter ermöglicht es, ein Objektiv verkehrtherum an die Kamera zu setzen und erzielt somit eine deutliche Vergrößerung.

Ich habe mir dazu mal ein paar Gedanken gemacht, korrigiert mich gerne, sollte ich irgendwo einen Denkfehler gemacht habe. Zum kompletten Artikel →