Resume in OS X Lion

Die neue Resume-Funktion von OS X Lion ist im Grunde genommen eine tolle Sache. Wenn man den Mac runter fährt sind nach einem Neustart alle Apps wieder offen und befinden sich in exakt dem Stand, in dem ich sie beim Ausschalten hinterlassen habe.
Seit ich 2006 meinen ersten Mac – einen weißen iMac – gekauft habe, gibt es für mich das klassische Ausschalten nicht mehr. Der Ruhezustand und das schon damals schnelle Aufwachen ist einfach perfekt. Kein langes Hochfahren, kein Beenden von Apps beim Ausschalten. Mit dem iMac war das schon super und mit dem darauf folgenden MacBook Pro, das man einfach nur zu klappen musste, war die Perfektion erreicht.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Ich starte mein MacBook nur dann neu, wenn ich mal den RAM komplett leeren will und mit einem frischen “System” starten will. Nach einer gewissen Zeit merkt man dann nämlich doch, dass der Rechner seit Tagen oder gar Wochen läuft, vor allem dann wenn man ernsthaft mit dem Gerät 10 Stunden oder mehr am Tag arbeitet.
In diesem Fall will ich also explizit nicht, dass alle Apps und ihre zugehörigen Dateien wieder geöffnet werden.

Das alles war jetzt eine lange Erklärung dafür, dass für mich persönlich die Resume-Funktion überflüssig ist. Resume erreiche ich durch einfaches Schalten in den Ruhezustand.

Oder habe ich ein Detail übersehen?

Wie hilfreich sind Kamerareviews eigentlich wirklich?

David Saxe:

It’s important to remember that professional reviewers offer broad opinions for a general audience. And that amateur reviewers — online commenters, forum posters and the like — typically base their reviews on their own limited, often idiosyncratic experiences and preferences.This is the way I look at it: these reviewers don’t know me. They’ve never met me or seen my photographs. They don’t know how I work.

Ganz meine Meinung und auch der Grund weshalb ich jetzt endlich doch selbst in die Tasche gegriffen und mir die x100 gekauft habe. Ich finde eigentlich auch gut, dass Reviews von „Amateuren“ subjektiv sind und die eigenen Interessen und Anforderungen widerspiegeln. Wichtig dabei ist für mich nur, dass ich denjenigen kenne, der etwas testet um seine Meinung besser einschätzen zu können.

Elektronische Sucher (und meine Probleme mit der Samsung NX11)

Mit einem elektronischen Sucher bin ich das erste Mal letztes Jahr auf der Photokina in Köln in Berührung gekommen. Ich schaute mir die Leica X1 an, die mir wirklich gut gefallen hat, einzig der fehlende Sucher machte mir (damals) zu schaffen. Als Ersatz gibt es einen elektronischen Aufstecksucher, der im Blitzschuh halt findet. Ich schaute durch und fand es von Anfang an furchtbar.

Seit dem kam ich nicht wieder mit dieser Technik in Berührung, bis vor Kurzem in Berlin beim Test der Samsung NX11, die neben einem AMOLED Display auf der Rückseite eine elektronischen Suche integriert hat.
Es ist nicht der Fehler von Samsung, sondern offenbar ein Problem der Technik, dass ich dss Gefühl habe, dass das Bild im Sucher Milisekunden hinterher hinkt und einfach nicht echt wirkt. Ist es ja auch nicht.
Kennt ihr diese deutschen Soaps, die am Nachmittag auf nahezu jedem Sender laufen? An diesen Bildlook hat mich der Blick durch den Sucher erinnert.

Als Vorteil des elektronischen Suchers wird die Vielzal von Infos im Screen angepriesen, allerdings sehe ich das keinesfalls als Vorteil, sondern eher als Nachteil, da es einfach vom Fotografieren und dem eigentlichen Motiv ablenkt.

Ein weiteres Problem, das insbesondere die NX11 hat, ist das Umschalten von Rückseitendisplay auf Sucher. Der Sucher ist aus, wenn man die Kamera normal in der Hand hat. Alle Einstellungen und auch das Fotografieren lassen sich über das Display machen. Nimmt man die Kamera jetzt vor’s Gesicht, geht das Display aus und der elektronische Sucher an. Es mag nur eine halbe Sekunde Verzögerung sein, aber ich merke es. Damit war ich beim Workshop letztens nicht der Einzige. Wohingegen ein Ottonormalverbraucher das vielleicht gar nicht mitbekommt.
Nachdem ich die Kamera aufgrund dieses Umstands mehrere Male ruckartig wieder vom Auge weg nahm, stellte ich von “automatisch zwischen Display und Sucher umschalten” nur auf den elektronischen Sucher. Hier ist, welches Verhalten ich jetzt erwartet habe:
Display aus, Sucher immer an, keine Verzögerung, Einstellungen und Bilder anschauen weiterhin auf dem rückseitigen Display.
Pustekuchen! Das Display ist nun vollständig deaktiviert und auch Einstellungen an der Kamera oder das Anschauen der Bilder ist nur noch IM Sucher möglich. Ich glaube das hat mich teilweise ziemlich blöd aussehen lassen.

Das ist natürlich keine dauerhafte Lösung und ich frage mich, ob es nicht möglich ist, den Sucher dauerhaft aktiviert zu haben und das Display nur zum Ansehen der Fotos und zum Einstellen der Kamera zu nutzen? Also im Grunde wie es bei einer DSLR auch ist, nur eben, dass der Sucher elektronisch ist.
Die wenigen und wichtigen Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit und ISO könnten dann auch gerne weiterhin im Sucher angezeigt werden oder auf einem kleinen extra “Display” wie es die DSLRs eben auch machen.

Ich weiß nicht wie andere Systemkameras damit umgehen oder ob meine Vorstellung vielleicht für Zielgruppe sowie Preisniveau nicht die richtigen sind. Mich jedenfalls würde nach dieser Testmöglichkeit diese Handhabung so immens stören, dass ich mit de Kamera nicht dauerhaft fotografieren könnte.

Natürlich kann man jetzt hingehen und sagen, dass ich ja auch einfach nur das Display nutzen könnte, wie ich es zum Beispiel bei der Ricoh tue und mich daran nach anfänglichen Bedenken sogar gewöhnt habe. Allerdings ist eine Systemkamera wie die NX11 deutlich größer als eine Kompakte und fühlt sich damit sehr viel mehr wie eine DSLR an und möchte daher auch so bedient werden.

Review der Ricoh GR Digital III

Seit letzter Woche habe ich nun also die Ricoh GR Digital III und bin bisher mehr als zufrieden.

Die Kamera fühlt sich sehr sehr leicht und gleichzeitig sehr wertig und robust an. Ein dezenter, mit griffigem Material versehener, Griff an der Vorderseite lässt die Kamera gut in der Hand liegen ohne sie entscheidend größer zu machen.

Alle Knöpfe und Räder sind mit einer Hand perfekt erreichbar und leicht zu bedienen. Das Menü ist generell recht intuitiv und soweit bisher schnell gelernt, auch wenn ich noch nicht alle Funktionen raus habe. Ein weiterer Blick ins Handbuch könnte dabei sicher helfen.
Ich mag auch sehr das einfache Bedienen von Ãœber- oder Unterbelichtung mittels dem von anderen Kameras bekannten „Zoomschalter“.

Schön ist auch, dass man sich die Kamera etwas individualisieren kann, so habe ich mir die Einstellungen für ISO zum Beispiel auf eines der Räder gelegt.

Ich fragte mich ja, ob mir der Sucher fehlen wird und ich muss sagen, ich weiß es noch nicht so richtig. Beim „durch den Sucher gucken“ fühle ich mich mehr in der Fotowelt und bin mehr in diesem „Fotobann“ gefangen, was Segen und Fluch zugleich ist. Ich denke, ich komponiere ein Foto nach wie vor lieber beim Blick durch den Sucher, finde es aber auch sehr angenehm mehr von dem mitzubekommen was um mich herum passiert während ich ein Foto schiesse.
Was ich nicht mag: Blicke von Anderen auf das Kameradisplay während ich fotografiere.

Im Moment stört mich noch, dass die Kamera immer DNG und JPG speichert, wenn ich im RAW Modus fotografiere und ich noch nicht rausgefunden habe wie/ob man das ausstellen kann. Lightroom zeigt beim Import jedes Foto auch nur einmal an, importiert aber DNG und JPG, was ich natürlich gar nicht will.

Allerdings habe ich mir jetzt schon mehrfach sagen lassen, dass die s/w JPGs der Ricoh von Haus aus sehr schön sind und ich werde mich damit sicher noch mehr beschäftigen und das mal genauer testen.
Ich finde es auch super Fotos gleich im 1:1 Format aufzunehmen, was ich mit Sicherheit in Zukunft öfter machen werde.

Die Qualität der Fotos überzeugt mich, auch wenn sie natürlich in 100% Ansicht nicht mit der 5D mithalten kann, was aber ja auch zu erwarten und klar war. Allerdings fotografiere ich ja zu 97% für’s Web und dafür ist das eindeutig genug.

Generell geht der Fotostil bei mir eh gerade eher in Richtung etwas rauschiger, dreckiger, nicht so perfekt, nicht so clean und am Liebsten auch schwarz/weiß.

Was ich bisher noch nicht getestet habe, ist die Fixierung des Fokus auf eine bestimmte Entfernung. Aber ich glaube das könnte ziemlich gut werden. Fokus auf 2m Entfernung fest stellen, Bildschirm aus, Kamera aber an und dann kann man Fotos eigentlich komplett unbemerkt schiessen, da die Kamera quasi kein Auslösegeräusch macht.

Außerdem habe ich mich bisher noch nicht wirklich mit der Videofunktion beschäftigt, dazu also später noch mal gesondert mehr.

Soweit mein subjektives Review nach nicht mal einer Woche.
Ich trage die Ricoh jetzt jeden Tag in der Jackentasche mit mir herum und es ist super. Schon jetzt, ich bin sicher ich werde die Kamera noch mehr mögen, wenn ich sie erstmal richtig blind beherrsche.
Die perfekte Ergänzung zur 5D und ehrlich gesagt nutze ich sie im Moment sogar lieber. So lange ich keine Hochzeit oder ähnlich wichtiges fotografiere, sehe ich einfach keinen Grund eine schwerere und größere Kamera mit zu nehmen.

Jetzt aber noch ein paar Fotos. Allesamt in RAW geschossen und in Lightroom in s/w konvertiert und bearbeitet.

Meine bisherigen Lieblingsfeatures von Lightroom 3

Ich rede ein mal was davon, dass ich auch in Photoshop gerne selektiv arbeite. Da meine ich natürlich Lightroom. In Photoshop ist das ja sowieso an der Tagesordnung.

Buchreview: Wie man ein großartiger Fotograf wird

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Ich habe, wie ihr wisst, vor kurzem das Buch „Wie man ein großartiger Fotograf wird – Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft“ von Dr. Martina Mettner gekauft und es nun auch schon gelesen. Das ging Ratz Fatz.

Vielerorts wurde schon über das Buch geschrieben und gesprochen. Und entweder die Leute waren sehr begeistert oder sie haben es arg kritisiert. Das hat mich besonders gereizt es zu lesen und mir meine eigene Meinung zu bilden. Außerdem erhoffte ich mir ernsthaft etwas von. Zum kompletten Artikel →

Eine Stunde mit Aperture 3

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Wie wohl die Meisten schon wissen, ist Aperture 3 vorgestern veröffentlicht worden. Neue Funktionen, schneller und einfach besser soll es sein. Chase Jarvis bewirbt es, ebenso wie Joe McNally. Beides keine kleinen Fische, wie man so schön sagt.

Schon ein mal habe ich über die Wahl zwischen Lightroom und Aperture nachgedacht. Die Entscheidung fiel dann letzten Endes auf Lightroom. Trotzdem mochte ich Aperture schon immer sehr gerne, fing ich doch mal irgendwann damit alles an. Dementsprechend erfreut war ich über die Vorstellung der dritten Version von Aperture. Sie kam für mich vor allem sehr überraschend.
Größter Kritikpunkt für mich war immer die Geschwindigkeit von Aperture und die mangelnde selektive Bearbeitung mit Brushes. In beidem war Lightroom einfach besser, bzw bot die Möglichkeit überhaupt richitg an.

Aperture 3 soll nun um einiges flotter geworden sein, sagt Apple. Und neue Funktionen wie die Brushes bringt es auch mit. Tolle Videos von Profis wie Chase Jarvis zeigt Apple auch in gewohnt toller Manier. Mich hat es überzeugt und ich war wieder Feuer und Flamme für die Software aus dem Hause Apple. Zum kompletten Artikel →

Gastartikel: Die Subjektive Meinung eines Canon-Shooters

martin_holznerDas ist ein Gastartikel von Martin Holzner. Nach seiner Portraitserie vor ein paar Monaten erzählt er heute was er als Hobbyfotograf mit Schwerpunkt Portraitfotografie über den Kampf zwischen Nikon und Canon denkt.

Die ewige Glaubensfrage ob Nikon oder Canon ist für manche schon so nervenaufreibend dass sie sie gar nicht mehr ansprechen, doch es gibt ein paar Punkte, welche gerade mich als Canonbesitzer immer wieder neidisch ins andere Lager gucken lassen.

Im Grunde gibt es zwei völlig unterschiedliche Prinzipien bei der Bedienung. Das Hauptmerkmal, nach welchem die meisten alleine beim Kauf einfach handeln werden, ist dabei wohl das schön Daumenrad bei Canon, welches sehr angenehm zu erreichen ist und das zumindest für Canonfotografen immer schmerzende Daumenrad bei Nikon. Zum kompletten Artikel →