Steve McCurry im Interview mit dem Leica Camera Blog

Steve McCurry:

When you’re starting you are so eager and want to do anything just to get a foothold. Then as time goes on, you become more discerning and are no longer satisfied with what you’ve done. From my experience, many publications of my work were important to me at a first glance, but as time passed the coverage of assignments became smaller and smaller. Much of what I viewed as achievements early on has evolved and I’ve continued to push myself further.

Ein Jahr, ein perfektes Foto, Sam Abell im Videointerview

Chase Jarvis:

For the last 40 years, Sam Abell has worked as a documentary photographer, primarily for National Geographic. In this video interview for the Atlantic (created by Alex Hoyt & Ross McDermott), Sam recounts his year-long quest to find the perfect image for a story.

Großartige Geschichte und mein Respekt an Sam Abell. Unbedingt anschauen!

Im Interview auf Kwerfeldein: Guido Steenkamp von der Streetfotografen-Kooperative “Seconds2Real”

Guido Steenkamp:

Seit 2006 fotografiere ich fast ausschließlich Menschen und Situationen auf der Straße, arbeite also in dem Bereich, der sich gemeinhin “Street Photography” nennt. 2008 habe ich mich mit knapp zehn Fotografen aus Deutschland und Österreich zusammen getan, die einen ähnlichen Schwerpunkt haben. Wir haben hierzu die Fotografen-Kooperative Seconds2Real gegründet und arbeiten seitdem gemeinsam an Ausstellungen, Workshops und Publikationen.

Nettes Interview, dass sich interessant und leicht liest. Ich hatte bisher noch nie von Seconds2Real gehört. Klingt aber interessant. Da werde ich mich mal etwas schlau machen.

Der Fotograf der großen Fotografen im Interview

Arnold Crane:

Die Menschen, die ich gezeigt habe, sind die wahren Giganten der Fotografie des 20. Jahrhunderts und auch von heute. Die Digitalen schätze ich nicht, weil ihre Arbeit pure Manipulation ist. Die eigentliche Fotografie ist tot. Die Automatisierung des Handwerks hat die Kunst getötet.

Finde seine Aussage ja etwas extrem, aber seine Fotos von den „wahren Giganten“ sind schon was besonderes. Hätte gerne den Bildband (Partnerlink).

Vincent Laforet: The Future Of Photography Is Convergence

Vincent Laforet:

Here’s what’s important, if you can shoot 120 frames or 96 frames per second at a high resolution, it removes one of the single most difficult aspects of being a photographer, which is to capture the “decisive moment.”

APhotoEditor spricht mit Vincent Laforet über die Zukunft der Fotografie und Videografie und wie beide Welten mehr und mehr verschwimmen, was das für uns bedeutet, welche Skills man haben muss und vieles mehr. Sehr spannend, was Vincent zu sagen hat. Und ich weiß nicht ob ich gut finde, was da auf uns zu kommt. Aufregend ist es auf jeden Fall.

Fotograf Martin Parr im Gespräch: Komisch, ganz im Ernst

Martin Parr:

»Es gibt viele Kollegen, die es in den Krieg zieht. Ich habe nichts dagegen. Mich aber zieht es in den Supermarkt um die Ecke, weil ich die Wirklichkeit dort zeigen möchte. Ich will, dass nicht nur die Dritte Welt dokumentiert wird, sondern auch die Erste Welt.« Ein Einsatz im Kriegsgebiet, das wäre nichts für ihn. »Es ist lebensgefährlich, man bekommt abends keine warme Mahlzeit und schon gar kein Glas Rotwein.«

Ein fantastisches Gespräch mit einem großartigen Fotografen, Martin Parr auf Zeit Online. Ich hätte etliche Zitate nehmen können um euch den Artikel schmackhaft zu machen, er hat einfach viel kluges und witziges zu sagen.
Nehmt euch unbedingt ein paar Minuten Zeit und lest alles in Ruhe. Cooler Kerl! (via)

Art Streiber im Interview bei TheeBlog

Art Streiber:

As trite as it sounds…keep shooting and develop a “voice” for yourself. Go with your first, or at least your second instinct. See the whole room and every detail in the room. And when you shoot or work or perform… you have to be OPTIMALLY PREPARED and OPTIMALLY FLEXIBLE. That’s where success lies.

Tolles Interview mit einem der „Großen“, gespickt mit vielen großartigen Fotos. Lesenswert!

Paul Ripke im Interview

Gestern Abend bin ich endlich dazu gekommen das Interview mit Paul Ripke anzuschauen, das Beauty Fool geführt haben.

Schönes, lockeres, sehr sympathisches Interview. Vieles von dem, was er erzählt, hat er mir auch während des Tages mit ihm quasi mit auf den Weg gegeben, was ihn für mich noch autenthischer macht. Super bescheiden und sympathisch eben. Würde mich freuen ihn irgendwann mal wiederzutreffen.

Achja, interessiert hätte mich übrigens noch, wie es ihn nach Hamburg verschlagen hat und wo die Liebe zu St. Pauli herkommt.

Nehmt euch einfach mal einen Abend Zeit und schaut euch das Video ganz in Ruhe an, es lohnt sich.

PS: Ich wollte das Video eigentlich direkt hier einbinden, aber das erlaubt Beauty Fool nicht. Sowas dummes, nachher sieht es noch jemand… :/

Matt Stuart, Street Photography


Gestern Abend schickte mir Kai einen Link zu einem Videointerview beim British Journal of Photography mit Matt Stuart, einem großartigen, britischen Street Fotografen.

Das Video geht nur wenige Minuten. Ich könnte ihm aber noch gut und gerne 120 weitere zu hören- und sehen. Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und weiß wovon er redet. Seine Fotos unterstreichen das. Und wen genaueres zu einzelnen Fotos von Matt interessiert, der sollte mal hier vorbei schauen.

Flickrfotograf Philipp Böhme im Interview

Schon vor einer Weile fielen mir die Fotos von Philipp Böhme bei Flickr auf. Besonders seine Portraitserie „Sommer vom Dach“ hatte es mir angetan. Als ich vor ein paar Tagen wieder mal ein paar seiner Fotos bei Flickr zu meinen Favoriten hinzufügte, dachte ich mir, dass ich ihn doch eigentlich mal nach einem Interview fragen könnte. Philipp hatte Lust und war so nett und hat mir ein paar Fragen beantwortet.
Viel Spaß beim Lesen!

Martin Wolf: Hallo Philipp! Schön, dass du dir die Zeit nimmst und mir ein paar Fragen beantwortest. Am Besten du stellst dich erstmal kurz vor.
Philipp Böhme: Hallo, ich bin Philipp (Flickr, Website) und komme ursprünglich aus Magdeburg. Zurzeit lebe ich in Leipzig und studiere hier Geographie bzw. arbeite an meiner Diplomarbeit.

MW: Am Besten wir beginnen ganz vorne. Wie bist
du zur Fotografie gekommen?

PB: Vor knapp drei Jahren habe ich mir die erste DSLR geholt. Mit der Fotografie habe ich mich vorher nie wirklich beschäftigt aber ich glaube nächtliche Langzeitbelichtungen fand ich damals richtig faszinierend und ich wollte das auch können. So hat sich dann das Hobby Fotografie zunächst sehr langsam entwickelt und ich könnte mir heute kaum noch vorstellen mal eine Woche nicht Fotos anzuschauen oder selber zu fotografieren.

MW: Auf deine Photos bin ich durch deine Serie „Sommer vom Dach“ aufmerksam geworden, von der mir nahezu alle Bilder ins Auge gesprungen sind und ich den kleinen rosa Stern bei Flickr drücken musste. Was reizt dich an Portraits, bzw dem Fotografieren von Menschen am Meisten?
PB: Ich glaube Menschen können Emotionen und Geschichten einfach sehr gut auf Fotos transportieren und es ist immer einer Herausforderung ausdrucksstarke Portraits zu machen und das Schöne und Interessante an den Menschen vor der Kamera zu zeigen.

MW: Wie hast du angefangen Menschen zu fotografieren? Wie findest du deine Modelle?
PB: Anfangs habe ich einfach Freunde vor die Kamera gezerrt bzw. im Bekanntenkreis die Leute angesprochen ob sie Lust hätten als „Übungsmodelle“ vor der Kamera zu stehen. Daran hat sich bisher auch kaum viel geändert. Den Schritt zu den Online-Model-Karteien habe ich mir bisher nicht zugetraut.

MW: Hast du einen festen Plan mit Motiven in deinem Kopf, wenn du ein Shooting machst?
PB: Ich habe im Vorfeld meist eine grobe Idee wo ich die Fotos machen möchte, welche Art von Kleidung dabei sein sollte etc. Es sollen aber trotzdem einfache Portraits ohne zu künstliche Posen werden. „Sommer vom Dach“ war jetzt das erste Portrait-Projekt mit einem zusammenhängenden „konzeptionellen Rahmen“.

MW: Kannst du Anfängern in der Portraitfotografie einen Tipp mit auf den Weg geben?
PB: Ich sehe mich eigentlich selber noch als Anfänger aber ich würde zu Anfang immer im Freundes- oder Bekanntenkreis ein paar Portraits versuchen. Ganz ungezwungen Outdoor vielleicht mit einer Festbrennweite und bei bedecktem Himmel ohne große technische Spielereien (Blitz, Aufheller etc.) üben und mit den vielleicht relativ vertrauten Personen ein paar besondere Momente einfangen.

MW: Beruf Fotograf. Was für dich?
PB: Ich habe mit dem Gedanken gespielt aber ich glaube Fotografie macht mir soviel Spaß weil es nur ein Hobby ist. Ohne Druck und finanzielle Abhängigkeit. Ich denke es wird ein (umfangreiches) Hobby bleiben.

MW: Wie oft in der Woche/im Monat fotografierst du?
PB: Eigentlich greife ich schon mindestens einmal in der Woche zur Kamera. Ich hätte ein paar Ideen auch für andere Projekte aber mir fehlt leider momentan die Zeit diese ernsthaft zu verfolgen.

MW: Aufwändige Beleuchtung oder available Light?
PB: Available Light!!

MW: Wieviel Nachbearbeitung steckt in deinen Bildern?
PB: Anfangs habe ich manche Bilder sehr viel mit Photoshop nachbearbeitet. Inzwischen nutze ich fast nur noch Lightroom und bearbeite Bilder selten länger als 5 Minuten nach. Meist drehe ich noch etwas an den Farben und der Gradationskurve und das war es dann auch schon.

MW: Hast du Vorbilder? Wenn ja, wen?
PB: Ich versuche die folgende Aufzählung relativ kurz zu halten ;) … Gary Winograd, Robert Frank, Stephen Shore, Matthias Hoch, Elliott Erwitt, Matt Stuart, Paul Hiller, Sven Korejtko, Anne Koch, Michael G. Magin, Henrik Pfeifer, Sean Flanigan, Severin Koller und vor allem Stephan Vanfleteren sind nur die Wichtigsten.

MW: Dein Favorit unter deinen Bildern?
PB: Da gibt es eigentlich keinen richtigen Favoriten aber mit 1,60m Kantenlänge würde ich mir gerne das an die Wand hängen:

MW: Und abschliessend noch ein Blick in die Zukunft. Wo siehst du dich (fotografisch) in einem Jahr.
PB: Ich würde gerne mehr in Richtung dokumentarische Fotografie gehen aber ich denke in einem Jahr wird sich nicht viel verändert haben bei mir.

MW: Vielen Dank für deine Zeit Philipp, und alles gute für die Zukunft!
PB: Gerne und ich danke für das Interview!