Agenda – Ein besserer Kalender für iOS?

Patrick Rhone:

I’m just going to put this plainly. Agenda is the best calendar app for the iPhone. Period. Trust me, I’m picky about calendar apps.

Ich mag sehr gerne was Patrick auf Minimal Mac schreibt und habe auch sein Buch „Keeping it Straight“ (Partnerlink) fast durch, aber hier kann ich nicht mit ihm übereinstimmen. Ich kaufte Agenda auch kurz nach Release, weil ich dachte, yeah, das könnte geil sein. Ich komme nicht mit klar. Es sind mir zu viele verschiedene Screens, die ich durch Swipes erreichen kann. Ja, es mag logisch sein, aber es ist mir zu viel glaube ich. Meistens bin ich in iCal in der Monatsübersicht und tippe einzelne Tage an um zu sehen was da anliegt. Diese Funktion gibt es in dieser Art und Weise in Agenda nicht. Tippe ich hier in der Monatsübersicht einen Tag an wechsle ich den Screen. Vielleicht ist es aber auch einfach nicht für meinen Workflow gemacht.

Agenda kostet 1,59€ und ist damit ziemlich günstig. Also wer es lieber selbst testen möchte, nur zu. Bin gespannt ob ihr damit klar kommt.

Ich hasse Sonntage.

Sonntag heißt Abschied.
Sonntag heißt (wieder) alleine sein.
Sonntag heißt Geschäfte sind zu.
Sonntag heißt Wochenende ist vorbei.
Sonntag heißt …

Trailer zu Finding Vivian Maier

Es wird einen Dokumentarfilm zu Vivian Maier, ihren Fotos und der Geschichte ihrer Entdeckung geben. Ich bin sehr gespannt.

Meine Gedanken zum neuen Scrolling in OS X Lion

Seit ein paar Tagen ist OS X Lion nun da. Schön! Ich bin rundum zufrieden und kann mich bisher über nichts beschweren. Die Funktionen die neu sind gefallen mir, abgesehen davon, dass ich das Launchpad wohl nicht brauchen werde. Aber tut ja nicht weh, wenn es da ist und man weiß ja nie. Dashboard habe ich gleich mal aus Mission Control entfernt, da ich das ohnehin nie nutze. Resume und Autosave habe ich bisher noch nicht in Anspruch nehmen können, da die genutzen Programme es noch nicht unterstützen.

Worüber ich aber eigentlich ein paar Worte verlieren möchte sind die Gesten und vorallem das neue, invertiere Scrolling. Ich bin großer Fan von Gesten. Davon gibt’s unter Lion nun noch viele mehr, die einfach nur super praktisch sind. Ich sitze nicht nur oft am MacBook und habe damit das Trackpad vor der Nase, ich nutze auch seit einer Weile schon das Magic Trackpad am externen Bildschirm. Ich mag es sehr gerne und genieße die neuen Möglichkeiten. Ob sie das Arbeiten beschleunigen, hängt sicher stark von jedem Einzelnen ab, aber es macht Spaß. Und das ist ja auch nicht so ganz unwichtig.

Neu im Zuge der vielen Gesten ist das invertiere Scrolling. Es ist Standard, kann aber jederzeit wieder geändert werden. Ich nutze es jetzt seit der Installation und habe es lieben gelernt. Es ist super und es ist logisch. Vorallem wenn man von einem der iOS Geräte kommt, lernt man es sehr schnell und einfach. Der grundlegende Unterschied – und ich glaube das zu vestehen hilft, sich schneller umzugewöhnen – ist, dass man beim Scrollen nicht mehr den Scrollbalken “anfasst”, sondern die Seite. Schiebt man die Finger nach oben, fasst man die Seite an und drückt Sie nach oben weg. Andersrum ist es genauso, man fasst die Seite an und zieht die Seite runter. Man bewegt also die Seite und nicht mehr den Scrollbalken, den man ja im Idealfall eh kaum noch sieht und bemerkt. Eben genau so wie man es auf einem Touchscreen macht oder wie viele es aus Photoshop kennen, nur dass man hier nicht die Leertaste drücken muss um das Handwerkzeug auszuwählen.
Ich weiß nicht wie das Gefühl mit einem Mausrad ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass es da etwas schwierig ist sich daran zu gewöhnen. Mit der Magic Mouse klappt es aber bestimmt gut.

Ich würde empfehlen es zu testen, euch ein paar Tage Zeit für die Umgewöhnung zu geben und dann damit glücklich zu sein. Wer weiß ob es beim nächsten OS überhaupt noch die Möglichkeit gibt es wieder auszuschalten oder wer weiß was noch von Apple kommt, wo man mit dem invertierten Scrollen deutlich besser fährt. In Normalfall denken sich Steve und seine Jungs und Mädels ja was dabei, wenn sie eine solch gravierende Änderung einführen.

Tschüss Front Row

Christopher Breen:

Today, install Lion, mash Command-Escape, and what you get is absolutely nothing.

Und ich bin ein bisschen traurig. Nicht, weil ich es genutzt habe, aber wie oft habe ich da gesessen und aus Versehen beim Programmwechselabbruch (CMD + Tab und dann ESC) Front Row geöffnet und einfach über mich selbst gelacht, dass ich schon wieder zu blöd war und die Tasten zu schnell gedrückt habe. Werde mich also jetzt ein Stück weniger über mich selbst lustig machen können. :D Ist aber gut für die Produktivität.

Fotomarathon-Ausstellung kommendes Wochenende

Fotomarathon:

Endlich ist es soweit: alle 302 beim Fotomarathon entstandenen Serien werden ein Wochenende lang in einer großen Ausstellung in der Arena Berlin zu sehen sein:

Würde ich in Berlin oder Umgebung wohnen, würde ich da hin gehen.

Gedanken zur Fotografie und mir

Ich verdiene derzeit kein Geld mit der Fotografie. Das ist okay und gut so. Ich behaupte einfach mal, ich könnte einen (kleinen) Teil meines Lebensunterhalts mit der Fotografie verdienen oder mir zumindest in der Sommerzeit ein weiteres Einkommen generieren. Nämlich mit Hochzeitsfotografie. Ich hätte dieses Jahr fünf oder sechs Hochzeitspaare begleiten können, aber ich habe mich dagegen entschieden.
Das hat verschiedene Gründe (gehabt). Ich habe Spaß an Hochzeiten, es gibt tolle Momente und Bilder. Aber wenn ich so durch die gängigen Blogs schaue habe ich das Gefühl, ich habe mich satt gesehen an den irgendwie immer gleichen Paarfotos. Schöne Bunt, geringer Schärfentiefe, und so weiter. Ich möchte niemandem auf die Füße treten. Das sind tolle Fotos, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es das ist, was ich gerade unbedingt machen möchte, obwohl ich sicher auch Spaß daran hätte. Und wer weiß, vielleicht sieht das in einem halben Jahr auch schon wieder ganz anders aus.
Im Übrigen habe ich das Gefühl, dass Steffen da versucht seinen eigenen Stil zu finden und aus diesem typischen Muster so allmählich raus fällt. Das finde ich sehr gut und wäre auch mein Versuch, aber dazu fehlt mir ganz sicher noch das Können und die Stilentwicklung. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich fotografiere derzeit hauptsächlich auf der Straße. Das alltägliche Leben, versuchte interessante Dinge und Momente zu finden und halte fest, was mich anspricht. Das ist schön. Geld verdient man mit Streetfotografie allerdings nicht. Das hindert mich aber nicht daran sie zu betreiben, weil ich es großartig finde.
Ich denke in letzter Zeit aber immer häufiger darüber nach in welchem Bereich der Fotografie ich wohl gerne meine Kröten verdienen würde. Wo ich hin passe, was mir liegt, woran ich Spaß habe, wofür ich “brenne”.
Ich habe ja mal einen Tag mit Paul Ripke im Studio verbracht und habe dort relativ fest gestellt; Studio ist nichts für mich. Das typische Advertisingbusiness, Modeshoots, Fashion, Models und sowas. Nicht meine Welt.
Landschaftsfotografie. Fine Art. Tolle Sache, aber damit Geld zu verdienen, neee, das ist nicht so einfach. Und die Landschaftsfotografie ist seit einiger Zeit auch schon aus meinem Blickfeld gewandert, auch wenn ich viele Fotos sehr schön finde.
Sportfotografie, wie sie der Stefan betreibt. Ah ne, da würde ich mir am Spilfeldrand viel zu sehr festgekettet vorkommen und ich glaube es würde mir auch relativ schnell zu langweilig. Und dieses ganze schwere Equipment….
Still Life und Foodfotografie ist eine spannende Sache, habe ich früher gerne mit rumexperimentiert, finde ich, vorallem den Foodbereich auch immer noch interessant. Aber den ganzen Tag an Objektven arbeiten, die da rum liegen. Mal vielleicht, aber nicht auf Dauer.
Ja, gar nicht so einfach. An allem habe ich was auszusetzen.
Aber was ist denn mit dem Editorialbereich, der leicht zur Dokumentarfotografie übergeht?
Ich habe noch nicht so richtig viel Ahnung davon oder wie man da vielleicht rein kommt. Aber ich glaube das ist der Bereich, in den ich möchte. Eine Geschichte mit Bildern erzählen. Menschen begleiten. Wenig dirigieren, mehr beobachten und festhalten. Dokumentieren. Aber trotzdem schön in Szene setzen. Abwechslungsreich, dynamisch, herausfordernd.
Es ist vermutlich auch einer der schwierigsten Bereiche, weil man eigentlich ein Allrounder sein muss. Ich habe mich schon immer in allen Bereich als “Allrounder” gefühlt und selten als Spezialist. Ich habe da ja mal drüber geschrieben.

Ich bin gerne Webentwickler. Ich finde das ganze Netz und alle Entwicklungen, die sich tuen verdammt geil. Ich sitze auch gerne am Bildschirm, ja, ich geb’s zu. Ich arbeite gerne in Projekten und lerne Neues.
Und trotzdem brennt in mir die Leidenschaft für die Fotografie. Für Bilder. Ich bin sicher irgendwann in der Zukunft möchte ich – zumindest einen Teil – meines Einkommens durch Fotografie bestreiten können. Das ist keine Entscheidung die ich getroffen habe, sondern so ein Gefühl tief da unten in Magengegend, das ich habe und mir sagt, dass es mal so sein wird oder dass ich es zumindest irgendwann will.

Es gibt nur eine Sache vor der ich Angst habe: Den richtigen Moment verpassen und irgendwann da stehen, zurück blicken und zu mir sagen: Mensch Martin, warum hast du es nicht früher versucht. Vielleicht ist es aber auch einfach schön, das Geld nicht mit der “Liebe” verdienen zu müssen. Wer weiß das schon.

Das waren Gedanken – roh und direkt aus meinem Kopf in den Blog.

Professionalität > Talent

David Saxe:

So, how can you — as a photographer, graphic designer or copywriter — avoid the “difficult” label and establish good working relationships with agencies and clients?

Wem man die sechs genannten Punkte erst sagen muss, der ist wahrscheinlich auch nicht mehr zu retten. Der gesunde Menschenverstand sollte eigentlich schon ausreichen um das richtig zu machen.

Dennoch freue ich mich zu hören, dass ich nicht der einzige bin, der glaubt, dass sich harte Arbeit und Proffessionalität durchsetzen.

Im Interview auf Kwerfeldein: Guido Steenkamp von der Streetfotografen-Kooperative “Seconds2Real”

Guido Steenkamp:

Seit 2006 fotografiere ich fast ausschließlich Menschen und Situationen auf der Straße, arbeite also in dem Bereich, der sich gemeinhin “Street Photography” nennt. 2008 habe ich mich mit knapp zehn Fotografen aus Deutschland und Österreich zusammen getan, die einen ähnlichen Schwerpunkt haben. Wir haben hierzu die Fotografen-Kooperative Seconds2Real gegründet und arbeiten seitdem gemeinsam an Ausstellungen, Workshops und Publikationen.

Nettes Interview, dass sich interessant und leicht liest. Ich hatte bisher noch nie von Seconds2Real gehört. Klingt aber interessant. Da werde ich mich mal etwas schlau machen.

Danke Jay Maisel

Ich hatte bis vor zwei Wochen noch nie von Jay Maisel gehört. Das ist furchtbat, aber ich gebe es zu. Ich kenne viele gute und berühmte (Street) Fotografen noch nicht. Ich sage bewusst “noch” weil ich mich in nächster Zeit mehr mit anderen Fotografen beschäftigen und mehr Wissen erlangen möchte. Was nicht heißt, dass ich mich weniger um meine eigene Fotografien kümmern will. Ganz im Gegenteil.

Jedenfalls kannte ich Jay Maisel nicht. Dann machte mich Stefan auf ihn aufmerksam und dank ihm sah ich ein dreistündiges Video mit ihm bei Kelby Training. Er lief mit Scott Kelby durch die Straßen New Yorks und erzählte, beantwortet Fragen und fotografierte. Wahnsinn. Ich habe so viel gelernt und es hat mich ziemlich bewegt. Seine Sicht, seine Art, dieser ganze Mensch. Aber ein Tipp stach für mich besonders heraus und hat sich seit dem in meinem Kopf festgebissen.

Jay trägt seine Kamera immer mit sich rum. Egal ob er zum Supermarkt um die Ecke geht oder eine andere Stadt besucht. Er sagt, wenn er die Kamera immer dabei hat, muss er nie gezielt raus gehen um zu fotografieren. Er ist immer am Fotografieren, egal wo er ist oder hin geht.

So simpel das ist, so genial ist es. Ich habe bisher auch meist gezielt meine Kamera geschnappt und bin raus gegangen um Fotos zu machen, nichts anderes, und bin dann wieder nach Hause gekommen. Oft bekommt man aber den Arsch nicht hoch und bleibt auf der Couch sitzen. Schluss damit. Ich muss mich nicht mehr aufraffen. Ich fotografiere einfach IMMER.

Ganz abgesehen davon hat er in mir wieder die Lust auf Farbfotografien geweckt und gezeigt, dass Streetfotografie nicht schwarz/weiss sein muss.

Jay trägt seine dicke Nikon D3s mit einem 28-300mm mit sich rum. Das ist mir persönlich derzeit etwas schwer und groß. Aber ich kann es verstehen. Er will die beste Qualität. Vielleicht ändert sich meine Sicht darauf irgendwann. Aber für jetzt habe ich, so glaube ich, mit der x100 den perfekten Kompromiss aus Größe, Gewicht und Bildqualität gefunden.

Danke Jay.