Das geht raus an alle iPhonebesitzer unter euch! DER Chase Jarvis hat zusammen mit Ubermind eine neue iPhone App entwickelt. Die heißt Best Camera und hat’s so richtig in sich. Foto aufnehmen, mit Filtern bearbeiten (auch einfache wie „Kontrast erhöhen), diese Filter wie Ebenen sortieren und anwenden, Foto direkt aus der App zur eigens geschaffenen Community sowie Twitter und Facebook hochladen oder per Mail versenden. Fertig!
Das Teil kostet 2,39€ und ist jeden Cent wert, wenn ihr euer iPhone als Immerdabei-Kamera nutzt. Ganz nach dem Motto: Die beste Kamera ist die, die du dabei hast.
Chase bringt außerdem das erste Fotobuch raus, das ausschliesslich Fotos enthält, die mit dem iPhone geschossen wurden. Das kann man schon jetzt hier vorbestellen.
Ich bin derzeit am Überlegen, ob ich es mir bestelle. Die App habe ich jedenfalls schon. Meinen dazugehörigen Account, der sich in Zukunft immer weiter mit Fotos füllen wird, findet ihr hier.
Mir persönlich geht es ja so, dass ich viele Genres der Fotografie sehr mag. Mir gefallen viele Stile und ich bin relativ offen für alles. Ich hatte schonmal irgendwann erwähnt, dass das ja gut, aber auch irgendwie schlecht ist. Offen zu sein für alles, ist definitiv gut. Aber das Problem liegt bei den eigenen Fotos. Dadurch, dass mir so vieles gefällt schwanke ich immer und immer wieder bei dem, was ich denn gerne fotografieren möchte.
Diese Vielfalt in meinem Geschmack und die andauernden Schwankungen hemmen meine fotografische Entwicklung. Zum einen wird Equipment gekauft, das für den einen Bereich gut ist, aber für den anderen nicht. Wenn sich der Schwerpunkt dann schnell ändert, sitzt man da und hat teures Geld in die falsche Ausrüstung investiert. Mal ganz davon abgesehen, dass man nirgends richtig gut wird und es eher frustriert als befriedigt.
Also habe ich mir vorgenommen das zu ändern. Mir ein Thema/Genre zu suchen und das dann ertsmal richtig auszuweiden. Etwas gezielter vorgehen und auch dabei bleiben. Denn ich bin sicher, dann werden die guten Ergebnisse auch kommen. Um mich aber festzulegen – und jetzt kommen wir zum eigentlichen Kern des Beitrags – habe ich vor Flickr und generell das Web durchzuschauen und die Fotos heraus zu suchen, die mich wirklich berühren, die etwas in mir auslösen und bei denen ich denke „hey, sowas will ich auch fotografieren“. Alle Fotos bei denen sich dieses Gefühl auftut, speichere ich in meinem „photoinspiration“-Ordner und werte das dann aus.
Natürlich werde ich nicht nach der Statistik gehen und mich für ein Genre entscheiden, nur weil ich 2 Fotos mehr von diesem gespeichert habe. Aber man wird sicher einen guten Überblick bekommen. Und auch beim intensiven betrachten und suchen der Bilder merkt man schon, was einem wirklich zusagt.
Ich kann euch nur empfehlen das auch mal zu tun. Rumzusurfen, Flickr zu durchblättern und mal intensiv zu schauen, welche Fotos euch tief in euch drin berühren und etwas in euch auslösen. Bei welchen Fotos ihr euch denkt „das ist es, das will ich machen“.
Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich will nicht mein Leben lang nur die eine Sache fotografieren, ich will auch testen und neues entdecken. Aber ich denke gerade am „Anfang“ ist es wichtig, sich erstmal auf eins zu konzentrieren, die Energie zu bündeln, um gute Ergebnisse zu erzielen und motiviert zu bleiben.
Wie geht es euch? Habt ihr Ähnliches schonmal gemacht oder kennt ihr schon genau euer Genre oder ist euch das auch gar nicht so wichtig?
Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, versuche ich in jeden Blogeintrag ein Foto mit einzubinden. Ich finde einfach, das macht das Lesen und anschauen des Blogs schöner und steigert auch das Interesse des Lesers. Eine Illustration eben.
Da mein eigenes Archiv deutlich zu klein ist um immer ein passendes Fotos parat zu haben und die Zeit zu gering, eines zu schiessen, greife ich immer häufiger auf Fotos von anderen Fotografen zurück. Dabei klaue ich aber nicht einfach irgendwo sondern bediene mich von Fotos, die es per CC (Creative Commons) Lizenz gestatten.
Creative Commons?
Kurz für die, die nicht wissen was eine Creative Commons Lizenz ist. Es gibt verschiedene Arten von CC Lizenzen. Im Grunde vereinfachen sie nur das etwas kompliziertere Copyright. So gibt es zum Beispiel die CC Lizenz „Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung 3.0 Deutschland„. Wenn man ein Foto mit dieser Lizenz publiziert, bedeutet das, dass man das Foto vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen und Abwandlungen und Bearbeitungen des Fotos anfertigen darf. Allerdings nur zu folgenden Bedingungen: Es muss der Namen des Fotografen in der von ihm festgelegten Weise genannt werden und das Foto darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.
Es gibt also verschiedene Lizenzen, die Verschiedenes zu unterschiedlichen Bedingungen gestatten. Die CC Lizenzen sind schon zu einer Art Standard herangewachsen, mit dem man leicht seine Arbeiten versehen kann und die jeder versteht.
Flickr nach passenden Fotos durchsuchen
Ich beziehe meine Fotos bsiher allesamt aus dem riesigen Flickrpool. Es gibt nämlich unter der erweiterten Suche bei Flickr die Möglichkeit nur nach Fotos mit einer CC Lizenz zu suchen. Man muss dann nur bei jedem einzelnen Foto nochmal darauf achten welche CC Lizenz der Fotograf denn nun angegeben hat. Also was genau man mit dem Foto machen darf und was nicht und zu welchen Bedingungen. Die Ausbeute ist zwar deutlich geringer als bei einer normalen Suche, aber so ist man auf der sicheren Seite und übertritt keine Copyrightrichtlinien. Ich möchte schliesslich auch nicht, dass meine Fotos einfach so verwendet werden.
Mit ein klein wenig Zeitinvestition findet man auch eigentlich immer was passendes. Mit der Zeit lernt man auch welche Art von Schlagwörtern besser und welche schlechtere Ergebnisse liefert.
Ich kann euch nur empfehlen das mal zu testen und eure Blogposts mit solchen illustrativen Fotos aufzuwerten. Viel Spaß dabei!
Die Kamera des iPhone 3G ist ja bekanntlich nicht die allerbeste. Dennoch hat mich immer wieder erstaunt wie tolle Fotos Chase Jarvis doch damit macht. Er sagte auch, dass er die Bilder nur mit internen Apps bearbeitet.
Daraufhin habe ich mir auch mal ein paar solcher Apps zugelegt und mir vorgenommen doch hier und da immer mal wieder das iPhone als Kamera zu nutzen. Natürlich dann, wenn ich keine andere dabei habe. Man kann so auch weiter das Auge schulen und den kreativen Fluss etwas am Leben halten. Spaß macht es allemal. :)
Die Möglichkeiten der Bildbearbeitung halten sich natürlich in Grenzen, aber es gibt doch ein paar nette Filter und Möglichkeiten. Ich habe derzeit folgende Apps im Einsatz:
Darkroom (funktioniert allerdings zur Zeit nicht mit OS 3.0)
Wobei ich meistens nur in CameraBag durchschauen ob einer der fertigen Filter gut aussieht, wenn ja, nehm ich den, wenn nicht, geh‘ ich in Photogene und passe per Hand das ein oder andere an. Kontrast, Helligkeit, Vignette oder Ähnliches. SnapFilters bietet, wie der Name schon sagt, auch einige Filter an und Darkroom ist zum Schiessen von Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen gedacht. Habe ich aber bisher noch nicht wirklich genauer unter die Lupe genommen ob es im Gegensatz zum normalen Kamera App wirklich viel Verbesserung bringt was Verwacklungen angeht. Es gibt davon auch noch eine Premium Version.
Natürlich wird es noch einige weitere gute Apps geben. Aber ich bin ja kein Testlabor. :D
Ich habe hier noch ein paar Fotos, die euch vielleicht anregen die iPhone oder auch jede andere Handykamera mal zu nutzen um unterwegs im Alltag kreativ etwas tätig zu werden.
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wenn ihr mir bei Twitter folgt, war ich gestern in Hamburg im Park Planten und Blomen fotografieren. Es ist wirklich traumhaft schön dort und ich habe wohl noch lange nicht alles gesehen und ausgereizt.
Ich habe hier jedenfalls ein paar Impressionen. Viel Spaß damit. :)
Achja, wenn euch von einem Foto die Nachbearbeitung besonders interessiert, kann ich es gern vorstellen.
Narunael fragt bei Deviantphoto nach, ob wir nicht dabei helfen können die Besten Fotos von einem Shooting auszuwählen. Bei so tollen Foto fällt es wirklich schwer eine Auswahl zu treffen. Oben sehr ihr nur mal drei Stück. Aber es macht Spaß sich durchzuklicken. Euch vielleicht auch. ;)
chasejarvis.com hat ein leicht neues Aussehen bekommen und es gibt viele neue Fotos und Videos zu entdecken. Mich inspiriert und motiviert Chase jedes mal auf’s Neue wenn ich etwas von ihm sehe.
1. Geh mit einem definierten Ziel fotografieren. Überleg Dir bevor du losgehst, was du eigentlich fotografieren möchtest. Egal ob es eine bestimmte Farbe oder eine Form oder Menschen sein sollen. Mach‘ Dir ein paar Gedanken. Schon hast du eine Aufgabe und ein Ziel wonach du deine Tour aufbauen kannnst. Kein endloses umherwandern mehr auf der Suche nach „irgendwas“, wo man am Ende des Tages doch enttäuscht vorm Rechner sitzt und nichts Halbes und nichts Ganzes hat. (Ich rede da aus Erfahrung :D ) Selbst wenn kein „Hammer“-Einzelfoto dabei rumkommt, machen sich die Fotos, die alle das gleiche Thema haben vielleicht gut als Serie. Versuch’s! Dabei trotzdem immer ein waches Auge haben für Dinge, die nicht eingeplant sind.
2. Überleg‘ Dir, bevor du den Auslöser drückst, wie das Bild am Ende aussehen soll. Habe das Bild schon fertig vor Augen / im Kopf. Man könnte es eine „Vision“ nennen. Im digitalen Zeitalter vergisst man das bewusste Komponieren von Fotos gerne, da man ja am Ende eh aus 100ten Fotos eins raussuchen kann. Aber deine Ergebnisse werden definitiv besser, wenn du nicht einfach „zufällig“ irgendwelche Fotos schiesst, in der Hoffnung, es wird schon was gutes dabei sein. Vielleicht schränkst du dich einfach mal selbst ein und sagst Dir, heute mache ich nur 25 Fotos. Schon bist du gezwungen Dir viel mehr Gedanken über ein einzelnes Foto zu machen. Und das schult. ;)
3. Nimm Dir Zeit. Setz dich hin. Lass den Ort auf dich Einwirken. Schau‘ dich in Ruhe um und erzwinge nichts. Dann kommt das Foto von ganz alleine zu Dir. Ich habs probiert.
4. Vergiss den Automatikmodus und die Motivprogramme, sofern du eine Spiegelreflexkamera hast. Lern den Umgang mit Blende, Verschlusszeit, ISO, Blitz, Weißabgleich, etc. In den vorgegebenen Programmen bleiben dir zu viele Möglichkeiten für individuelle Fotos verborgen. Zu diesen technischen Themen gibt es genügend Artikel im Internet, sowie Reihenweise Bücher, oder nimm Dir einfach den folgenden Tipp zu Herzen.
5. Hör‘ auf den ganzen Tag Blogs und Bücher über Fotografie zu lesen. Das ist zwar hilfreich, aber nur ein kleiner Teil des Ganzen. Nimm deine Kamera, geh raus und fotografiere. Das ist, was wirklich zählt um besser zu werden. „Trial and Error“, wie es so schön heißt. Ausprobieren: Blende, Verschlusszeit, ISO, Fehler entdecken und das nächste mal anders/besser machen. Theorie ist das eine, Praxis etwas ganz anderes.
Damit wünsche ich euch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Fotografieren! :thumbup: