Vincent Laforet: The Future Of Photography Is Convergence

Vincent Laforet:

Here’s what’s important, if you can shoot 120 frames or 96 frames per second at a high resolution, it removes one of the single most difficult aspects of being a photographer, which is to capture the “decisive moment.”

APhotoEditor spricht mit Vincent Laforet über die Zukunft der Fotografie und Videografie und wie beide Welten mehr und mehr verschwimmen, was das für uns bedeutet, welche Skills man haben muss und vieles mehr. Sehr spannend, was Vincent zu sagen hat. Und ich weiß nicht ob ich gut finde, was da auf uns zu kommt. Aufregend ist es auf jeden Fall.

Der Stand der Dinge

Vor ein paar Tagen wäre fast ein Wunder geschehen. Kai hatte bei irgendeinem Kleinanzeigenportal eine gebrauchte M9 für 1860€ gefunden. Wow, dachte ich mir, dass ist DIE Gelegenheit. Zwar würde ich dazu auch noch ein Objektiv brauchen, aber das wäre ein Schnäppchen, wie es sicher so schnell nicht wieder auftaucht. Ich nahm also Kontakt zum Verkäufer auf und die Geschichte nahm ihren Lauf. Er sprach nur englisch, erzählte mir, er wäre erst seit neun Monaten in Deutschland. Später stellte sich heraus, dass er nun doch nicht mehr in Deutschland sei, sondern in Griechenland, seine Frau im Krankenhaus liegt und er Geld braucht. Die Bezahlung sollte über irgendeine seltsame Firma laufen. Okay, das ganze war dann wohl ein Fake und ich enttäuscht. Naja, das wäre aber auch alles zu schön gewesen. Ein Wunder eben.

Ich glaube ich habe mich nach dieser Aktion damit abgefunden, dass ich in naher Zukunft keine M9 besitzen werde und wer weiß, vielleicht ist das ja auch ganz gut. Schliesslich hört es bei dem Body nicht auf und auch die M9 hat Schwächen und spielt ihre Stärken erst mit einem richtig guten Objektiv aus.

Gestern kam dann das von mir lang erwartete Review der Fujifilm x100 von Zack Arias. Und BÄMM, das hat eingeschlagen. Das war das emotionale Review einer Kamera von jemandem, der begeistert ist, dem aber auch die Schwächen bewusst sind, auf das ich gewartet hatte um meinen Kopf davon zu überzeugen, dass das Gefühl, diese Kamera unbedingt selbst testen zu wollen, Sieger ist. Und wie es der Zufall will, hat der Ralf-Jürgen eine gerade mal 3 Wochen alte x100, die er gerne wieder verkaufen möchte, weil sie nichts für ihn ist.

Wir sind zu einem Deal gekommen und ich werde ab dem Wochenende oder spätestens Anfang nächster Woche stolzer Besitzer einer x100 sein. Ja, sie hat Schwächen und ja, ich kenne sie aus den Reviews, ihr müsst sie nicht aufzählen. Ja, es ist keine echte Messucherkamera. Ja, sie hat kein wechselbares Objektiv. Ja, sie ist kein Vollformat.

Mir ist das alles bewusst und ich will sie trotzdem haben. Ich mache derzeit keine Fotografie, für die ich bezahlt werde. Das führt dazu, dass ich meistens keine Lust habe die dicke DSLR mit mir rum zu tragen und die meiste Fotografie derzeit entsteht relativ spontan auf der Straße oder ich verbinde eine Fototour zumindest mit etwas anderem, wie heute morgen.
Die Ricoh habe ich immer dabei und sie ist auch großartig, ich liebe sie, aber sie stößt durch den fehlenden Sucher und den kleinen Sensor einfach an ihre Grenzen. Sie ist super für Schnappschüsse und für das wirklich sehr geheime fotografieren auf der Straße. Aber derzeit ist sie für mich schon fast der Ersatz für meine 5D und das geht einfach nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe die x100 gekauft, ich werde sie auf Herz und Nieren testen und für mich feststellen ob sie „meine“ Kamera ist. Das ist der beste und eigentlich auch einzige Weg um das wirklich wissen zu können. Ich wollte sie seit ihrer Ankündigung haben und habe mich durch Reviews immer wieder davon abbringen lassen, aber gemerkt, dass ich nur Ruhe finde, wenn ich sie selbst testen kann. Und sollte sie wirklich nichts für mich sein, wird man sie sehr einfach los, weil sie nach wie vor schwer zu bekommen ist.

Aber ich bin sehr guter Dinge und freue mich die Straßen damit unsicher zu machen und auch wieder etwas ernsthafter zu fotografieren, als ich es mit der Ricoh mache. Ich halte euch auf dem Laufenden. 

(Und wer weiß, vielleicht kann ich mir irgendwann eine M10 leisten. :D)

Ein paar Fotos von heute morgen

Nach New York hatte ich mir eigentlich vorgenommen, ganz nach dem Vorbild von Martin Gommel, jeden oder zumindest jeden zweiten Morgen auf dem Weg zur Arbeit einen kleinen Umweg zu machen, ein paar Fotos zu schiessen und diesen dann eventuell auch gleich zu bearbeiten um einfach im „Flow“ zu bleiben, den ich auf unserer einwöchigen Reise wiedergefunden hatte.

Hat nicht geklappt. Wer oder was ist daran Schuld? Alleine ich. Heute war ich unterwegs und hier sind ein paar Fotos. Ich hoffe, dass ich es schaffe diese kleinen Touren in meinen Rhythmus zu integrieren, genauso wie ich es gerade versuche das Laufen in meinen Alltag einzubauen.

Kamera: Ricoh GR DIGITAL III, geschossen in s/w JPGs, nur minimale Bearbeitung in Lightroom.

Endlich: Das Fuji x100 Review von Zack Arias

Zack Arias:

I can state with confidence that this is my favorite camera I have ever owned. Period. End of story. Done. Best. Camera. EVAR. OMG.

Das sagt eigentlich schon alles. Ich habe schon heiß darauf gewartet, dass Zack endlich sein Review postet, weil ich schon die letzten Wochen begeistert von seinen x100 Fotos war. Wie erwartet ist er begeistert und hat mich mitgenommen. Ich will die Kamera eigentlich schon haben, seit sie angekündigt wurde und habe nur darauf gewartet, dass ein mitreißendes Review kommt.

Zack lässt die Schwächen der Kamera nicht aus und sie sind mir auch vollkommen klar. Aber Mensch, tief in mir weiß ich doch eh, dass ich sie früher oder später kaufen werde und nur dann wirklich entscheiden kann, ob es „meine“ Kamera ist.

Also, wo bekomme ich sie am schnellsten her? Ideen?

DoublePane heute kostenlos im Mac App Store

Simple App um Fenster auf die linke, bzw rechte Seite des Monitors zu verteilen oder in den echten Fullscreen zu schalten. Es gibt auch die Möglichkeit zur Ursprungsgröße und Position zurück zu springen. Ich habe das Menubaricon ausgeblendet, und mir die Funktionen auf ALT + CMD + Pfeiltasten gelegt. Großartig! Es macht eine simple Aufgabe und die perfekt.

Picasa als MobileMe Galerie-Ersatz?

Gizmodo:

Allo Fotos mit einer Auflösung bis 2048×2048 und Videos bis 15 Minuten Länge können somit über Google+ hochgeladen werden, ohne dass der Picasa-Speicher dadurch belastet wird.

Wow, das ist ziemlich cool. Ich habe das „Teilen“-Feature noch nicht weiter getestet, aber wenn man man Alben mit einzelnen Personen teilen kann, die keinen einen Googleaccount haben, könnte das die Lösung für viele professionelle Fotografen sein, die sich zuvor auf die MobileMe Galerie verlassen haben. Was meint ihr, Steffen und Paddy?

Video: Fujifilm x100 VS Leica M9

Ich erzähle euch nichts neues, wenn ich sage, dass man die beiden nicht wirklich vergleichen kann, bzw dass da nur ein einziges Ergebnis bei raus kommen kann, und trotzdem ist das Video sehr unterhaltsam. Ich musste ein paar mal lachen. Hatte vor kurzem schon mal ein Video von ihm gesehen und gleich wieder ausgeschaltet, da tat ich ihm wohl unrecht. Anschauen!

Um meinen Kopf komplett von der x100 weg zu bekommen muss ich sie aber trotzdem unbedingt mal selbst in der Hand gehabt haben. Also falls jemand aus Hamburg ist, ich würde sie echt gerne mal testen.

Googles Sechs-Fronten-Krieg

Semil Shah auf TechCrunch:

[…] the reality is that no other company could compete legitimately on so many different battlefronts against so many different competitors. There’s no way Google can win each battle, and they must know that, but they will win some, and it will be fascinating to see how the company both adapts and stays the course along the way.

TechCrunch fasst schön zusammen, was mir auch durch In The Plex noch mal deutlich vor Augen geführt wurde, aber eigentlich jedem klar sein sollte: Google hat fast überall im Netz und auch an vielen Stellen offline seine Finger im Spiel und es ist spannend zu sehen in welchen Bereichen sie sich durchsetzen werden.

1Password und die Dropbox Terms of Service

Jeff:

It appears some misleading (at best) and downright incorrect claims about the Dropbox Terms of Service are spreading via Twitter and blogs. So don’t trust what the bloggers say (I guess that includes me) and go read the Dropbox Terms for yourself.

Jeff vom 1Password-Team zum Dropbox-Shitstorm und der Sicherheit der über die Dropbox synchronisierten 1Password-Passwörter. Ich nutze Dropbox sowie auch 1Password und fühle mich sicher. (via)

In The Plex, von Steven Levy

Seit ich den Kindle habe, lese ich wieder mehr. Hauptsächlich war das bisher „In The Plex“, das Buch von Steven Levy über Google. Steven hat hunderte Interviews mit Google Mitarbeitern geführt und hat Meetings und Präsentationen beigewohnt, die sonst kein Außenstehender zu Gesicht bekommt. Er hat einen Blick hinter die Kulissen bekommen, der es ihm ermöglicht hat dieses interessante Buch zu schreiben, das sich von Anfang bis Ende wirklich echt und nah am Geschehen liest. Es ist eigentlich eine Biografie Googles, von der ersten Idee bis heute.

Ich bin quasi mit Google gewachsen. Für mich gab es seit ich Internet habe nur Google als wirklich ernstzunehmende Suchmaschine. Fireball oder wie die hieß kannte ich gerade noch, habe sie aber nie genutzt. Jetzt im Nachhinein zu lesen welche Phasen Google durchgemacht hat und was sich hinter den Kulissen abspielte, ist verdammt spannend und lässt mich einige Dinge besser verstehen, die mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Diensten oder Veränderungen im Design von Google nicht klar waren. Und genau das ist auch ein Grund warum das Buch so spannend ist. Alles worum es geht, ist eigentlich gerade erst passiert, es ist alles so nah und dauert sogar noch an.

Und mit der Veröffentlichung von Google+ ist das Buch noch mal aktueller geworden als es ohnehin schon ist und ich empfehlen wirklich jedem, der irgendwie Interesse an diesen ganzen Onlinesachen hat, das Buch zu lesen. Es wird Stellen geben, die den einen oder anderen nicht 100% interessieren, aber zieht es durch. Es lohnt sich und ihr werdet am Ende Google, ihre Produkte und Entscheidungen besser verstehen.

In The Plex bei Amazon.
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