10. Dezember 2011 – Ich mache mich mit der Leica M9 vertraut

Wie ihr mitbekommen habt, bin ich für die nächsten Wochen stolzer Besitzer einer Leica M9. Nach etlichen Wochen E-Mail-Verkehr habe ich ein Testgerät samt 50mm Summilux 1.4 ASPH bekommen. Ich bin unfassbar glücklich darüber endlich mal länger als zwei Minuten mit der Leica fotografieren zu können. Besonders freue ich mich, weil ich mir jetzt endlich selbst ein Bild vom Fotografieren mit der M9 machen kann. Seit gefühlten Ewigkeiten lese ich Reviews und Erfahrungsberichte und schaue mir Fotos der Leica M Kameras an – immer mit dem Gedanken, dass das MEINE Kamera ist. In den nächsten Wochen wird sich nun also heraus stellen ob die Kamera hält, was ich mir von ihr verspreche.

Vielleicht geht es euch ähnlich, ihr seht die M9 als DIE Kamera, habt sie aber noch nie selbst testen können und habt irgendwelche speziellen Fragen. Falls ja, zögert nicht zu fragen, vielleicht kann ich das ein oder andere Missverständnis aus dem Weg räumen. Fragen gerne hier im Blog, per Twitter, per Mail oder ganz einfach per Formspring.

Heute hat es in Hamburg geschneit und ich war zum zweiten Mal etwas länger mit der M9 draußen unterwegs – ich hatte trotz Wind und Wetter großen Spaß und hier sind die neun (von 74) Fotos, die es in die endgültige Auswahl geschafft haben. Ich bin zufrieden.

 

8. Dezember 2011 – Marcel @ QUOTE.fm

8. Dezember 2011 – Standing together

Mein Felix Meyer Kalender ist da

Bilder sind top, Druck ist top, Preis war top, Bezahlung per PayPal simpel. Ich bin rund um zufrieden. Nächstes Jahr gerne wieder!
Alle, die keinen bestellt haben tun mir leid, können sich aber hier anschauen was sie verpassen.

Im Gespräch mit Jens Franke über sein „HUNDERT TAGE“-Projekt

Hallo Jens, einige Leser kennen dich vielleicht schon von deinem Projekt “Lebensraum Eilenriede”, das mir auch schon sehr gut gefiel. Aber für alle anderen: Stell dich doch einfach kurz mal vor.

Meine Brötchen verdiene ich als freiberuflicher Senior Interactive Developer, Dozent und Autor. Die Fotografie bewahre ich mir seit knapp 10 Jahren als Hobby, dem ich mal mehr und mal weniger Zeit widmen kann.

Seit gut drei Jahren habe ich meine Kamera aber wieder fast täglich auf den Spaziergängen mit meinem Hund dabei. Das Resultat dieser intensiven Auseinandersetzung mit der Fotografie war im letzten Jahr das Kalenderprojekt “Lebensraum Eilenriede”, wo der Erlös einer Einrichtung im hannoverschen Stadtwald gespendet wurde.

Aus fotografischem Antrieb habe ich ansonsten bis dato Norwegen, Schweden, Island und Österreich zu Fuß, mit Ski und mit Kanu bereist.

Die klassischste aller Fragen darf natürlich nicht fehlen: Wie kamst du auf die Idee für das Projekt “HUNDERT TAGE – zu Fuß durch Deutschland mit Jens Franke”?

Der Ursprung der Idee war, dass ich mir nach 10 Jahren Arbeit einen längeren Urlaub gönnen wollte. Motiviert von einigen Weltenbummlern in meinem Freundeskreis schwebten mir auch erst ferne Länder oder der bekannte hohe Norden vor.

Als Dauer hatte ich initial an zwei oder drei Monate gedacht, aber das klang mir zu gewöhnlich. Da ich in meinem Leben immer probiere alles mit 100% zu machen, stand auf einmal die Zahl 100 im Raum und die fühlte sich sofort richtig an.

Aus den fernen Ländern wurde die Heimat Deutschland. Eine Heimat, von der ich vor allem im süddeutschen Raum wenige der landschaftlichen und kulinarischen Schätze, Geschichte und Brauchtümer kannte. Zudem gab mir Deutschland das Gefühl, dass die Anreise mit Hund deutlich leichter wird, er immer willkommen sein wird und auch seine Verpflegung kein Problem werden würde.

Hundert Tage sind ja recht lange. Wo hast du die Zeit hergenommen und wie finanziert sich so eine Reise?

Es bedurfte einiger Abstimmungen, um bei meinen drei Standbeinen einen Freiraum von 100 Tagen zu schaffen, aber am Ende war den Mut aufzubringen schwieriger als die eigentliche Umsetzung. Die Reise habe ich mir durch fleißiges sparen in den letzten zehn Jahren komplett selbst finanziert.

Wie weit im Vorfeld hast du angefangen zu planen, was gab es besonders zu beachten? Wie ist die Route entstanden und hattest du Hotels/Pensionen schon im Vorfeld gebucht?

Die Idee zu der Reise entstand im Sommer des letzten Jahres. Die Planung nahm zirka 8 Monate in Anspruch, wobei das Wort Planung ein wenig hochgestochen ist. Ich habe viele Dokumentationen über Deutschland (“Die Deutschen” und “Deutschland von oben“) gesehen, ich las klassische Literatur wie die Harzreise von Heinrich Heine, die Sozialstudie “Deutschland umsonst” von Michael Holzach, recherchierte in Bild- und Naturbüchern, wie “Wildes Deutschland” und “Deutschlands unberührte Naturparadiese” von Norbert Rosing, “Der deutsche Wald” von Detlev Arens und “Deutschlands Wälder” von Olaf Scholz und Peter Laufmann.

Die grobe Reiseroute nahm Form an, bestand aber eher noch aus Gebieten und weniger aus definierten Orten und Wegen. Die Detailplanung war Teil der eigentlichen Reise und ich plante immer für ca. eine Woche im voraus. Die anfängliche Naivität, dass man in den Ortschaften sicherlich immer eine Unterkunft finden würde, legte sich schnell. Mit Hund für eine Nacht bist Du nicht gerade die Wunschvorstellung eines Gastes. So probierte ich immer 3-4 Tage im Voraus eine Unterkunft für uns zu finden. Es war eine Mischung aus Berghütten, Pensionen, Hostels und schäbigen Hotels. Ein unglaublicher Einblick in die Welt der Brauntöne, die einen eigenen Pantonefächer verdient hätten.

Ist das Projekt für dich mehr ein Fotografieprojekt, in dem du Deutschland zeigen möchtest, oder ist die Fotografie eher ein Nebenprodukt der eigentlichen Reise?

Am besten lässt sich das Ziel der Reise mit dem norwegischen Begriff “Friluftsliv” zusammenfassen. Mir ging es in erster Linie um die Erholung im Freien. Ohne die Zwänge des Alltags und mit einer ordentlich Portion Ruhe die unbekannten Orte zu Fuß erkunden und zu erleben.

Im Vorfeld wußte ich nicht, ob ich Lust haben werde 100 Tage am Stück jeden Tag so viel Zeit der Fotografie zu widmen. Heute weiß ich, dass die Fotografie und das Schreiben des Reisetagebuchs ein wichtiges Vehikel für die tägliche Motivation und der Antrieb auf mehr als 43000 Höhenmetern und über 1200 Kilometer war.

Die Kombination aus Bild und Text kann ich nur jedem Reisenden empfehlen, weil sie wohl Gegenspieler als auch Verbündete sein können. Ich habe mir vorgenommen selbst auf kurzen Reisen in Zukunft ein Tagebuch in der Art zu führen, weil man so Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke besser ins Gedächtnis rufen kann.

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Habe ich da etwa eine Leica M9 in der Hand?

Eric Kim über seine Erfahrungen mit der Leica M9

Eric Kim:

You don’t need a Leica M9 to take great photos. I have seen people take horrible photos with the M9, and many street photographers out there are even using iPhone’s to take photos (with great success).

Schönes, lockeres Review der Leica M9. Ein bisschen Technik, ein bisschen praktische Erfahrungen und ein ehrliches Fazit.

After getting my Leica M9 I haven’t taken better photos than I was taking with my Canon 5D, and don’t be fooled into thinking that it will. However the benefits I have seen is that it is easier to use, more compact, more discrete, more versatile, and takes sharper photos.

Fuji x100 im Vergleich mit der Leica M9

Steve Foon:

The X100 sells around $1200. The Leica M with a 35mm lens will easily reach $10,000. BOTTOM LINE – The X100 is a good Street Photographer’s camera and will give you a tool that will enable you to create the magic we all seek.

Vergleich der Fuji x100 mit der Leica M9. Die beiden spielen natürlich in verschiedenen Klassen und sind alleine deswegen und wegen des Preises nicht wirklich vergleichbar. Allerdings kommt die x100 ganz gut weg. Man muss ja auch einfach nur mal bedenken, dass es die digitale Kamera ist mit der man am nächsten an ein Leica Rangefinder-Gefühl kommt ohne mehrere tausend Euro auszugeben.

Der Stand der Dinge

Vor ein paar Tagen wäre fast ein Wunder geschehen. Kai hatte bei irgendeinem Kleinanzeigenportal eine gebrauchte M9 für 1860€ gefunden. Wow, dachte ich mir, dass ist DIE Gelegenheit. Zwar würde ich dazu auch noch ein Objektiv brauchen, aber das wäre ein Schnäppchen, wie es sicher so schnell nicht wieder auftaucht. Ich nahm also Kontakt zum Verkäufer auf und die Geschichte nahm ihren Lauf. Er sprach nur englisch, erzählte mir, er wäre erst seit neun Monaten in Deutschland. Später stellte sich heraus, dass er nun doch nicht mehr in Deutschland sei, sondern in Griechenland, seine Frau im Krankenhaus liegt und er Geld braucht. Die Bezahlung sollte über irgendeine seltsame Firma laufen. Okay, das ganze war dann wohl ein Fake und ich enttäuscht. Naja, das wäre aber auch alles zu schön gewesen. Ein Wunder eben.

Ich glaube ich habe mich nach dieser Aktion damit abgefunden, dass ich in naher Zukunft keine M9 besitzen werde und wer weiß, vielleicht ist das ja auch ganz gut. Schliesslich hört es bei dem Body nicht auf und auch die M9 hat Schwächen und spielt ihre Stärken erst mit einem richtig guten Objektiv aus.

Gestern kam dann das von mir lang erwartete Review der Fujifilm x100 von Zack Arias. Und BÄMM, das hat eingeschlagen. Das war das emotionale Review einer Kamera von jemandem, der begeistert ist, dem aber auch die Schwächen bewusst sind, auf das ich gewartet hatte um meinen Kopf davon zu überzeugen, dass das Gefühl, diese Kamera unbedingt selbst testen zu wollen, Sieger ist. Und wie es der Zufall will, hat der Ralf-Jürgen eine gerade mal 3 Wochen alte x100, die er gerne wieder verkaufen möchte, weil sie nichts für ihn ist.

Wir sind zu einem Deal gekommen und ich werde ab dem Wochenende oder spätestens Anfang nächster Woche stolzer Besitzer einer x100 sein. Ja, sie hat Schwächen und ja, ich kenne sie aus den Reviews, ihr müsst sie nicht aufzählen. Ja, es ist keine echte Messucherkamera. Ja, sie hat kein wechselbares Objektiv. Ja, sie ist kein Vollformat.

Mir ist das alles bewusst und ich will sie trotzdem haben. Ich mache derzeit keine Fotografie, für die ich bezahlt werde. Das führt dazu, dass ich meistens keine Lust habe die dicke DSLR mit mir rum zu tragen und die meiste Fotografie derzeit entsteht relativ spontan auf der Straße oder ich verbinde eine Fototour zumindest mit etwas anderem, wie heute morgen.
Die Ricoh habe ich immer dabei und sie ist auch großartig, ich liebe sie, aber sie stößt durch den fehlenden Sucher und den kleinen Sensor einfach an ihre Grenzen. Sie ist super für Schnappschüsse und für das wirklich sehr geheime fotografieren auf der Straße. Aber derzeit ist sie für mich schon fast der Ersatz für meine 5D und das geht einfach nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe die x100 gekauft, ich werde sie auf Herz und Nieren testen und für mich feststellen ob sie „meine“ Kamera ist. Das ist der beste und eigentlich auch einzige Weg um das wirklich wissen zu können. Ich wollte sie seit ihrer Ankündigung haben und habe mich durch Reviews immer wieder davon abbringen lassen, aber gemerkt, dass ich nur Ruhe finde, wenn ich sie selbst testen kann. Und sollte sie wirklich nichts für mich sein, wird man sie sehr einfach los, weil sie nach wie vor schwer zu bekommen ist.

Aber ich bin sehr guter Dinge und freue mich die Straßen damit unsicher zu machen und auch wieder etwas ernsthafter zu fotografieren, als ich es mit der Ricoh mache. Ich halte euch auf dem Laufenden. 

(Und wer weiß, vielleicht kann ich mir irgendwann eine M10 leisten. :D)

Die neue Leica M9-P

Leica Camera AG:

Mit der neuen Leica M9-P bekommt die M9 eine Zwillingsschwester. Beide sind technologisch 100 %ig identisch und verfügen über die gleichen leistungsstarken Qualitäten. Sie unterscheiden sich einzig in wenigen, aber charakteristischen Details.

Heute wurde in Paris die neu Leica M9-P vorgestellt. Soweit ich das sehen kann ist der größte Unterschied zur Schwester M9, das Aussehen (kein roter Leica Punkt mehr auf der Frontseite, was sie noch unscheinbarer macht, yeah!) und das kratzfeste Saphirkristall LCD Display.

Habenwill!