Unverhofft kommt oft, oder wie sagt man so schön? So auch gestern, als ich die Special Light DVD von Krolop-Gerst entdeckte, die offenbar am Wochenende per Post kam. Soweit nichts besonderes. Interessant wird  die ganze Sache, wenn ich euch sage, dass ich sie gar nicht bestellt habe und auch nicht gewonnen.
Tja, da staunt ihr, ich auch. Ich freue mich trotzdem sehr, dass mir Martin und Marc die DVD geschickt haben. Entweder es war ein Versehen oder eine sehr nette Geste. Wie auch immer, ich werde den beiden mal eine Mail schreiben, nachfragen und mich bedanken. Reingeschaut habe ich allerdings noch nicht. Bin aber sicher, dass Material wird wie gewohnt sehr hochwertig sein.
Und damit wünsche ich euch einen guten Start in die Woche!
UPDATE
Ich bekam gerade innerhalb ein paar Minuten eine Antwort und es war Absicht, dass ich die bekommen habe. Die beiden sind wirklich super cool! *schleim* :D
Das war ein super Wochenende, geprägt von IKEA, viel Sonne, frischer Luft und mehrmaligem Grillen. Und das alles mit der Freundin und der Familie. Bitte mehr davon!
Da ich von Tag zu Tag mehr Spaß an der einfachen iPhonefotografie finde, habe ich auch wieder fleißig Fotos gemacht, nicht nur für mein visuelles Tagebuch. Hier noch mal für alle, die die Photos noch nicht auf Twitter oder Facebook gesehen haben.
He was wandering around Recoleta near the cemetary with an old-fashioned (like 1920s old) camera selling potraits. He asked if he could take our picture and then we asked if we could take his.
Vor einiger Zeit kam in den Kommentaren hier mal auf, dass ich und viele andere oft nur Fotografen vorstellen, die Photos von hübschen Models machen und doch irgendwie alle in eine Schublade fallen. Um das mal überspitzt auszudrücken.
Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht nach Photos von alten Menschen und bin dabei auf den tollen Blog „photos of old people“ (Twitter) gestoßen. Ich mag die Idee und die Einfachheit des Blogs sehr. Ein Eintrag besteht einfach nur aus einem oder mehreren Photos und ein paar kurzen Sätzen über die abgebildete Person. Meist sind es Menschen, die die Fotografen auf der Straße angesprochen haben.
Die Fotos sind kaum bearbeitet, was ich teilweise etwas langweilig finde, auf der anderen Seite aber auch sehr gut und passend ist, da sie so die Normalität, Echtheit und Alltag gut wieder spiegeln, aus dem die Photos stammen. Sie gewinnen so an Authentizität und lassen eine gewisse Nähe zu. Das ist gut.
Leider konnte ich nichts über die Fotografen heraus finden. Aber offenbar ist es nicht nur eine(r), da in den Beschreibungen gerne die Sprache von „wir“ ist.
Der Blog scheint leider nicht mehr wirklich regelmäßige aktualisiert zu werden, bietet aber ein Archiv in dem man einige Menschen und kurze Geschichten findet. Ich mag’s! Schaut doch mal rein.
Diese These will ich heute einfach mal in den Raum stellen und sie mit euch diskutieren. An die persönliche Bewertung eines Fotos kann man unterschiedliche heran gehen und ich bin sicher, dass macht auch jeder von euch. Manche vielleicht bewusst, andere eher unbewusst. In eurem Kopf passiert etwas, wenn ihr ein Photo sehr. Die Frage ist, worauf achtet ihr als erstes oder generell mehr?
a) Auf die technische Umsetzung, d.h. sitzt der Fokus richtig, ist das Bild überhaupt scharf, sind keine Bereich über- oder unterbelichtet, folgt die Bildaufteilungen irgendwelchen Mustern oder Regeln, weist das Bild Rauschen auf? Und so geht die Liste immer weiter.
b) Auf euer Gefühl, d.h. spricht euch das Foto auf irgendeine Weise an, löst es Gefühle aus, verbindet ihr ein Erlebnis mit dem Abgebildeten, könnt ihr eine Geschichte im Foto erkennen, findet ihr es einfach schön? Auch hier kann man noch weiteres finden, aber ihr versteht, worauf ich hinaus will.
Je nach dem welchen Weg man geht, kann man bei völlig unterschiedlichen Bewertungen von Photos landen. Und hier kommen wir wieder zum obigen Satz zurück, denn das führt dazu, eigentlich jedes Photo schön sein kann, je nach dem wer es betrachtet. Bei manchen stimmt vielleicht aber auch einfach alles und wir umgehen diese Frage. Oder es ist weder technisch gut, noch strahlt es irgendwas für irgendwen aus. Das wäre dann natürlich sozusagen der worst case.
Wie ist das bei euch? Worauf achtet ihr mehr?
(Ich rede hier immer von euch persönlich, nicht von Stockphotos oder Photos für Kunden im Allgemeinen.)
Nachdem ich mein neues kleines Projekt daily.visuellegedanken.de vorgestellt habe, wurde ich an den verschiedensten Stellen im Netz danach gefragt wie ich das denn technisch umsetzen würde. Ob der Blog sich die Bilder von Flickr zieht, ob ich die manuell blogge oder oder oder.
Die Idee ist, bzw ganz wichtig bei meinem visuellen Tagebuch ist mir, dass ich innerhalb kürzester Zeit, ein Foto machen, es kurz aufpolieren und bloggen kann. Der ganze Vorgang sollte nicht länger als fünf Minuten dauern. Nur so kann ich hoffen, dass ich es wirklich jeden Tag schaffe. Und bisher klappt es ja noch ganz gut.
Also werde ich der Umsetzung heute mal etwas auf den Grund gehen und ihr könnt es ganz einfach selbst ausprobieren.
Was ihr braucht
Ich braucht dazu ein Mobiltelefon oder von mir aus auch einen Computer, auch wenn es in meinem Fall dann irgendwie am Ziel vorbei schiesst, dass/der E-Mails mit Anhängen versenden kann. Des weiteren einen Flickr-Account und einen (WordPress) Blog. Es funktioniert auch mit anderen Blogs, ich werde es hier aber am Beispiel eines selbst gehosteten WordPress-Blogs machen.
Die Theorie
In der Theorie sieht das System folgendermaßen aus: Ich schiesse mit dem iPhone ein Foto, bearbeite es in der App „Best Camera“ und sende es von dort aus per E-Mail an Flickr. Flickr verarbeitet das Foto, sprich es wird gespeichert und der Tag „iPhone“ hinzugefügt. Von dort aus postet Flickr das Foto auch direkt in meinen dafür konfigurierten Blog. Der Betreff der E-Mail wird dabei automatisch zur Überschrift des Blogeintrags. Man kann auch Text für den Eintrag mitschicken, das mache ich aber nicht.
Soweit ganz simpel, oder?
Die Praxis
Damit das ganze überhaupt funktionieren kann, müsst ihr in eurem WordPress-Backend unter „EINSTELLUNGEN -> SCHREIBEN“ die beiden Punkte „Atom Publishing Protocol“ und „XML-RPC“ aktiviert haben, da Flickr sonst keine Einträge automatisch erstellen kann.
Nun aber zu Flickr. Die Funktion ist etwas versteckt, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, dass sie viele nicht kennen. Ihr findet sie unter YOU -> YOUR ACCOUNT -> EMAILS & NOTIFICATIONS
Auf dieser Seite klickt ihr dann auf „edit“ unterhalb von „Upload by Email options“. Möglicherweise steht bei euch da noch nichts und ihr müsst erst eine Adresse erstellen. Kann ich leider nicht mehr nachschauen, ist aber auch kein Hokus-Pokus.
Die nächste Seite ist auch alles andere als übersichtlich. Wahrscheinlich gilt hier das Gleiche wie oben schon, bei mir ist es ein „edit“ Link, ihr müsst wahrscheinlich einfach ein „add blog“ oder Vergleichbares klicken. Auf dieser Seite stellt ihr außerdem auch ein welche Tags eure Fotos automatisch zugewiesen bekommen sollen. Falls ihr sowas überhaupt wollt.
Habt ihr das gemacht, müsst ihr euch entscheiden, was für einen Blog ihr aufsetzen wollt. Wir bleiben hier beim Beispiel selbst gehosteter WordPress Blog. Dazu wählt ihr „MetaWeblogAPI Enabled Blog“ aus und nicht „WordPress Blog“, das meint die von wordpress.com gehosteten Blogs.
Auf der nächsten Seite müsst ihr den API Endpoint eingeben. Dieser ist die Schnittstelle zu eurem Blog. Dafür habt ihr im ersten Schritt das Fernpublizieren aktiviert. Die URL folgt dem Schema http://eureblogurl/xmlrpc.php Ihr könnt es auch an meinem Beispiel oben sehen. Außerdem gebt ihr noch die Zugangsdaten zu eurem Blog ein, damit Flickr nachher die Artikel erstellen kann.
Jetzt noch die URL zum Blog und den Namen eingeben und auf „ALL DONE“ klicken und ihr seid fertig. Ihr solltet „Store your password“ anhaken, da Flickr sich sonst nicht automatisch bei euch im Blog anmelden kann und das ganze dann natürlich nicht automatisiert ablaufen kann.
Bei mir sieht das dann so aus. Hinter dem Punkt Layout verbergen sich noch ein paar Einstellungen dazu, wie der automatisierte Blogeintrag aussehen soll, sprich welche Bildgröße ihr einbindet, ob noch anderer Text zu sehen sein soll, etc.
Mein Template ist extrem simpel und beinhaltet lediglich einen Absatz mit einem A-Tag und dem Bild in der Größe M. Es gibt außerdem auch vorgefertigte Layouts. Solltet ihr dazu noch fragen habe, kann ich die gerne im Einzelnen beantworten, ist aber alles simples HTML. Und unter dem Link auf der linken Seite unten findet ihr die Platzhalter, die ihr benötigt um die verschiedensten Sachen einzubauen.
Jetzt könnt ihr einfach eine E-Mail an die von euch eingerichtete Flickr-E-Mail-Adresse schicken mit dem Foto als Anhang, im Betreff die Überschrift des Blogeintrags und dem Text der Mail als Text für dein Blogeintrag.
Von da aus geht es bei mir sogar noch automatisiert weiter. Es wird ein Tweet rausgeschickt und gleichzeitig der Eintrag auf Facebook veröffentlicht um so gleich zwei große Plattformen zu bedienen, die Besucher generieren. Das will ich aber hier erstmal auslassen, damit es die Länge des Artikels nicht sprengt.
Das ist das ganze Geheimnis. Also alles ganz einfach. Sollte es dennoch irgendwo haken, einfach kommentieren, dann versuche ich euch so gut es geht zu helfen. Viel Spaß!
Hallo! Interessanterweise hat das iPad eine Tätigkeit wieder interessant gemacht, die, so vermute ich, bei vielen eher unbeliebt ist: Lesen.
Und zwar meine ich nicht Blogartikel oder Zeitungen, sondern ganze Bücher. So mit mehr als 100 Seiten, falls ihr sowas noch kennt? So war es Marcel, der die Idee hatte das ganze ins Social Web zu bringen und ein „Mitmachevent“ daraus zu machen: Den Lesezirkel.
Darum geht’s
Jeder der Lust hat kann mit machen. Wir lesen alle das gleiche Buch, egal ob digital oder analog. Und das ganze innerhalb eines Monats. Am Anfang des Monats bestimmt einer ein Buch, jeder der möchte, liest es, und am Ende des Monats kann dann jeder seinen Senf dazu abgeben. Gerne in Form eines Blogartikels oder auch einfach als Kommentar im jeweiligen Initiatoreintrag.
Das erste Buch
Der erste Initiatoreintrag kommt also vom Erfinder höchstpersönlich. Und zwarwerden wir, d.h. auf jeden Fall Marcel, Carsten und ich, das Buch “Der Electric Kool-Aid Acid Test†lesen. Worum es da geht, hat Marcel schon kurz umrissen, da brauche ich mir nicht noch mal die Mühe machen:
Tom Wolfe hat keinen Roman geschrieben, keine Abenteuergeschichte und kein Drama, sondern eine Art Tatsachenbericht. Ein Tatsachenbericht über Ken Kensey, der Unmengen an Geld durch den Verkauf der Filmrechte an “Einer flog übers Kuckucksnest†machte, eine Kommune gründete, sie “Merry Pranksters†nannte und mit ihnen durch die Vereinigten Staaten fuhr. In einem umgebauten und bunt angemalten Schulbus. Unter starkem Einfluss psychodelischer Drogen.
Klingt doch gar nicht so verkehrt, oder? Also wenn ihr auch Lust habt mit zu machen, würden wir uns sehr freuen. Ihr könnt das Buch unter Anderem hier bekommen:
Ich habe das Buch schon im iBook-Store gekauft, bin aber noch nicht dazu gekommen mehr als die ersten 5 Seiten zu lesen. Ich bin schon sehr gespannt wie viele am Ende wirklich mit machen.
Nachdem ich heute den ganzen Tag mit Schauen von Lost und dem Entdecken des iPads verbracht habe, möchte ich euch gerne noch ein paar schöne Fotos aus der visuelleGedanken.de-Flickr-Gruppe zeigen. Heute mal in etwas anderer visueller Form (jedenfalls für diejenigen unter euch mit aktuellen Browsern). Viel Spaß!
Jetzt geht es aber endlich los mit dem Fotografieren!
Jetzt ist die ganze Technik und Theorie sicherlich auch wichtig, aber ich habe ja am Anfang auch vom Spaß am Fotografieren mit MF-Objektiven gesprochen.
Und da kommen wir jetzt zu…
Ich habe hier einige Beispielbilder gesammelt, die zum Einen schön zeigen wie man Bokeh auch gestalterisch einbauen kann und wie sich DOF, Schärfentiefe, als gestalterisches Mittel einbauen lässt. Natürlich auch einige Bilder um die Abbildungsleistung und Schärfe der alten MF-Objektive zu zeigen.
Den Anfang mache ich mit dem spannenderen Thema, Bokeh und DOF.
Bei diesen Bildern sieht man sehr ein fast rundes Bokeh, ich habe die Wirkung beusst eingebaut um dem Foto diese Wirkung zu geben. Das Bokeh ist bei Offenblende am stärksten zu sehen und nimmt ab je kleiner die Blende wird.
In den beiden folgenden Bildern sieht das Bokeh fast aus wie gemalt, dies funktioniert nicht mit allen Objektiven, ist aber ein tolles Stilmittel um das Auge innerhalb des Fotos zu lenken.
Jetzt zeige ich das Spiel mit der Schärfentiefe, Bei einer Offenblende von 1.4 oder 1.7 beträgt der Bereich in dem das Objektiv scharf abbildet mitunter nur noch wenige Milimeter. Auch das kann man gezielt zur Bildgestaltung einsetzen, es wird allerdings auch schwieriger scharf zu stellen, je größer der Anfangsblende ist.
Und jetzt die beiden letzten Bilder meines kleinen Gastbeitrags, die die Abbildungsleistung der alten MF-Objektive zeigen sollen.
Ich hoffe es hat den ein oder anderen vielleicht ein wenig gefallen und vielleicht sogar das Interesse am Fotografieren mit MF-Objektiven geweckt?
Sollte sich jetzt bei einigen das Bedürfniss regen, auch einmal mit solchen Obektiven zu Fotografieren, können wir gerne einen kleinen Walk machen bei dem Ihr die Objektive ausprobieren könnt. Sprecht Martin oder mich einfach an.
Wenn sonst noch Fragen sind, stellt diese bitte in den Kommentaren, ich werde diese so gut wie möglich beantworten.
Hallo, tja, wie fange ich am Besten an? Vielleicht mit dem Naheliegendsten; ich heiße Sören, bin im Internet unter dem Namen „manuel myers“ unterwegs. Und warum schreibe ich das hier? Ich möchte Martin und seine gute Arbeit hier im Blog gern unterstützen und eine andere Facette des Fotografieren zeigen und ein wenig erklären.
Mein Heimathafen ist Hamburg und ich bin seit August 2008 am Fotografieren und habe für mich sehr schnell entdeckt, das es mir sehr wichtig ist zu „spielen“ beim Fotografieren.
Seit einem guten Jahr fotografiere ich fast ausschließlich mit MF-Objektiven, nicht weil es das einzig Wahre ist, sondern weil es mir hilft die Bilder zu machen machen die ich im Kopf habe und eine Menge Spaß macht…
Wieso mache ich das?
Das Fotografieren mit MF-Objektiven hat für mich, und das ist wirklich eine sehr persönliche Erfahrung, zwei ganz entscheidende Vorteile. Durch die „Selbstbeschränkung“ auf die MF-Objektive musste ich mich einfach intensiver mit der Theorie beim Fotografieren beschäftigen,ohne das kommt man nicht weiter. Der zweite Vorteil ist die Intensität mit der man fotografiert. Ich benötige einfach mehr Zeit, nicht viel, aber man merkt es schon. Dadurch kann ich mich mehr und besser um Motiv und Bildkomposition kümmern. Diese Art zu fotografieren liegt mir sehr, man wird automatisch „ruhiger“ und hat mehr Spaß beim Fotografieren.
Und wie funktioniert das jetzt?
Aber genug zur „mentalen“ Seite der MF-Fotografie, wichtig für den Anfang sind sicherlich die technischen Vorraussetzungen.
Warum nicht einfach mal die vorhandenen AF-Objektive auf MF stellen und so fokussieren? Der erste Unterschied ist sicherlich die Haptik, es fühlt sich einfach besser an und lässt sich besser und schneller bedienen, gerade was die Einstellung der Blende angeht, hier sind die „alten“ MF-Objektive ganz klar im Vorteil. Der zweite, und vielleicht auch wichtigere, Grund ist aber die Qualität der Objektive, gerade bei Zeiss, Nikkoren oder Leica Objektiven, aber auch schon bei vielen günstigen „Einsteigerobjektiven“. Diese sind für relativ wenig Geld drastisch besser als aktuelle AF-Objektive der oberen Preisklasse.
Auch sind die alten MF-Objektive meist wesentlich lichtstärker als aktuelle Objektive, Anfangsblenden von 2.8 zählen schon zu den lichtschwächeren Objektiven, 1.7 oder auch 1.4 sind für günstiges Geld zu bekommen.
Oh oh, jetzt kommt Technikkrams…
Welche Kamera eignet sich, welche  Objektive und Bajonette gibt es und wie passt das eigentlich alles zusammen?
Grundsätzlich lassen sich an allen aktuellen DSLRs MF-Objektive adaptieren, an einige mehr, an andere weniger. Ich selbst fotografiere mit einer Canon EOS 50D, dies hat eigentlich nur den einen Hintergrund, das man an Canon DSLRs einfach die meisten Bajonette adaptieren kann. Jetzt taucht sicherlich die Frage auf, was ist eigentlich ein Bajonett? Ganz einfach, das Bajonett ist quasi die Verbindung von Objektiv und Kamera. Und da ein einheitliches System ja langweilig wäre, kocht hier jeder Hersteller sein eigenes Süppchen.
Die verbreitesten Bajonette sind sicherlich M42, Nikon, Leica, Olympus Zuiko  Contax/Yashica und Pentax K. Diese lassen sich zumindest problemlos an EOS DSLRs und natürlich auch anderen DSLRs und SLRs adaptieren. Es gibt natürlich noch weitere Bajonette die sich adaptieren lassen, u.a. auch einige Mittelformatbajonette, aber für den Anfang soll diese kleine Übersicht erstmal reichen.
Es gibt, wie so oft, je nach Bajonett auch Einschränkungen, so lassen sich an Nikon DSLRs eigentlich nur Leica und Nikkore (mit Einschränkungen) adaptieren, alle anderen Bajonette leider nur mit starken qualitativen Einschränkungen. An Pentax und Olympus natürlich die jeweiligen MF Varianten, an Sony teilweise die Minolta MF-Objektive.
Es gibt hier wirklich unzählige Details, wenn also Fragen da sind, einfach fragen, ich versuche diese so gut wie möglich zu beantworten.
Ok, Technik haben wir, aber wie fange ich jetzt an?
Wie kann der Einstieg ins Fotografieren mit MF-Objektiven aussehen und wieviel kostet das?
Das schöne am Fotografieren mit MF-Objektiven ist der relativ preiswerte Einstieg , mit etwas Geduld bekommt man gute Einsteigerobjektive schon für 10-20 Euro, einen entsprechenden Adapter für etwa denselben Preis.
Es gibt bei den Adapter grundsätzlich zwei verschiede Varianten, mit und ohne Chip. Der Chip dient der Anzeige der Autofokuspunkte (mit Pieptonbestätigung) und ist somit sicherlich gerade zu Anfang eine gute Hilfe für das manuelle Fokussieren, allerdings zeigt und piept der Chip nicht genau auf einen Punkt, sondern deckt eine „Schärfeebene“ ab. Eine gute Hilfe ist es trotzdem.
Ein guter und günstiger Einstieg ist hier zum Beispiel das Carl Zeiss Jena Tessar 50mm 2.8. Das Tessar ist eine klassische Linsenrechnung, sie wird schon sehr lange und immer noch verwendet und bietet gerade zum Einstieg schon eine gute Abbildungsleistung und, je nachdem von wann dieses Objektiv ist, auch ein sehr schönes Bokeh, auch eine der Stärken der alten MF-Objektive.
Was ist denn dieses Bokeh und wie entsteht es denn eigentlich? Das Wort Bokeh beschreibt die „Unschärfe“ im Hintergrund und wie diese aussieht, als grobe Erklärung. Entscheidend für ein schönes Bokeh ist die Anzahl der Blendenlamellen, je mehr desto schöner, als Faustregel. Es wurden früher oft viele Blendenlamellen verwendet, dies bewirkt dann ein harmonisches, weiches Bokeh.
Andere, günstige Einstiegsmöglichkeiten sind z.B. Helios Objektive. Dieses sind Objektive aus Russland die meistens bekannte Linsenrechnungen kopieren, z.B. ist das günstig bei eBay zu findende Helios-44M-6 2/58 MC, eine schon lichtstärkere Zeisskopie. Es gibt natürlich auch Weitwinkel und Teleobjektive, ich beschränke mich aber erstmal auf die sogenannten Normalobjektive, das ist meiner Meinung nach ein guter Einstieg.
Einige unter Euch werden jetzt sicherlich schon Zoomobjektive vermisst haben. Ich habe diese aus gutem Grund nicht aufgeführt, es gibt hier wenige wirklich gute, die Stärke der MF-Objektive liegt auf jedem Fall in der Festbrennweite!
Soweit erstmal zur technischen Seite, im zweiten Teil gibt es endlich Bildbeispiele und wenn bis dahin Fragen aufgetaucht sind, werde ich natürlich versuchen diese auch zu beantworten.
Vor kurzem rief Marcel die ursprünglich von Kai gestartete Aktion „Ein Herz für Blogs“ wieder ins Leben. Mehr zur Entstehungsgeschichte könnt ihr hier lesen. Ich nahm auch die ersten beiden Male teil und versuche euch auch jetzt gute Empfehlungen zu geben, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Reihenfolge ist willkürlich.
Pew-Pew.org
Philipp zeichnet und macht anderen Quatsch. Schon immer unterhaltsam und zunehmend schöner anzusehen, also seine Bilder jetzt. Jetzt fehlt nur noch ein Redesign des Blogs. Allerdings passt hier derzeit der allen bekannte Spruch „content is king“. Also ab in den Feedreader damit. Zu Pew-Pew.org
digitaleFotoschule.de
Die digitale Fotoschule habe ich vor kurzem erst entdeckt. Die ganze Seite ist ein wenig so aufgemacht, als würde man wirklich online an einer Schule teilnehmen. Ich war mir erst nicht ganz sicher, ob es überhaupt ein einfacher Blog ist. Dem scheint aber so. Besonders für Einsteiger gibt es dort tolle, ausführliche Artikel. Leider ist die Postingfrequenz nicht sehr hoch. Zu digitaleFotoschule.de
Paul Ripke
Auch auf die Gefahr hin, dass ihr den Blog alle schon kennt. Paul Ripke, Fotograf aus Hamburg, betreibt neben seinem Portfolio auch einen kleinen Blog. Dort gibt es regelmäßig Linktipps zu anderen Fotografen, Videos aus seinem Alltag als Fotograf (meist sehr lustig) und immer wieder Geschichten aus seinem aktuellen Fotografenleben und den Anfängen seiner Karriere. Ehrlich und realitätsnah, das gefällt mir sehr gut, da man wirklich mal mitbekommt, dass das kein einfacherer Traumjob ist, Fotograf zu sein. Danke Paul für die Einblicke! Zu paulripke.blogspot.com