Hinter den Kulissen: Paul Ripke – Making the shoot

Ich erzähle ja ständig von Chase Jarvis und zeige euch Videos, in denen er uns alle hinter die Kulissen blicken lässt. In Deutschland vermisse ich sowas sehr. Fotografen, die im Social Web mehr tätig sind und auch mal etwas zeigen und preisgeben. Es gibt sie, aber sie sind noch selten.

Einer, der dazu gehört, ist Paul Ripke hier aus Hamburg. Schon mit seiner zwei Staffeln langen Serie “Life of Paul” hat er einige Aufmerksamkeit bekommen. Und die Videos sind auch wirklich zu empfehlen.
Jetzt läuft seit zwei Tagen die achttägige Reihe “Making the shoot“. Es geht um die Erstellung eines neuen Modekatalogs für Conleys. Paul nimmt uns in dieser Reihe von Anfang bis Ende mit und lässt uns etwas hinter die Kulissen blicken.
Bisher gab es das erste Treffen zwischen Paul und den Mädels von Conleys, bei dem sie die Models ausgewählt und den allgemeinen Stil festgelegt haben, sowie das Styleling-Briefing für den Stylisten in der zweiten Folge.

Sechs Folgen kommen in den nächsten Tagen noch. Ich kann es nur empfehlen und sagen: “Danke Paul!”

Drei mal Aktuelles

lowepro_sandisk

Post von Amazon und Besuch der re:publica

Vor kurzem hatte ich ja schon über meine Gedanken zu einem neuen Toploader geschrieben. Die Zeit wurde nun knapp, da ich ihn nächste Woche in Berlin dringend brauche.
Entschieden habe ich mich dann also für den von Anfang an favorisierten Lowepro Toploader Pro 70 AW. Schaut soweit alles gut aus. Den Regenschutz habe ich mich allerdings noch nicht getraut herauszunehmen, da ich glaube, dass es schwer wird den wieder einzupacken.

Nächste Woche bin ich von Montag bis Freitag in Berlin, unter anderem auf der re:publica, und da wird sich die Tasche dann beweisen müssen.
Ansonsten habe ich mir auch gleich mal noch eine 8GB CF Karte von SanDisk mitbestellt. So habe ich jetzt insgesamt 12 GB. Werde nämlich ohne Speichermöglichkeit sein. Bekomme aber wohl auch noch von Marcel eine 8GB Speicherkarte. Sollte also irgendwie machbar sein.

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Seit heute morgen bin ich stolzer Besitzer eines video2brain Education Abos für 1 Jahr. Ich freue mich super duper darauf alle möglichen Videos zu schauen und alles aufzusaugen und natürlich auch einiges gleich selbst umzusetzen. Der Preis von 99€ für Schüler/Studenten ist wirklich ein Schnäppchen. Immerhin hat man Zugriff auf alle Videos die derzeit vorhanden sind und alle, die innerhalb des Abozeitraums noch dazu kommen. Wow!

Marc Laroche

Gestern Abend traf ich dann also Marc Laroche + Freundin Laura. Ich hatte ihn ja vor kurzem hier vorgestellt und wir kamen dadurch in Kontakt und wie der Zufall es wollte, ist er diese Woche in Hamburg. Also haben wir uns kurzerhand auf ein Bierchen getroffen und etwas gequatscht. Ãœber Fotografie, Internet, Blogs, Fussball, Frauen, Paris, …
Laura und Marc sind beides super nette Menschen und ich wünsche beiden, dass sie ihren Weg in der Foto- und Modewelt machen. (Und fangt an zu bloggen!)

Schönen Freitag noch und einen guten Start ins Wochenende wünsche ich allen!

Achja, ist denn von euch jemand auf der re:publica?

creativeLIVE.com: Kostenlose Kreativ-Schulungen

Oh Mann! Maaaaal wieder muss ich euch was Neues von Chase Jarvis präsentieren.
Das wird euch umhauen!

Vorhin hat Chase Jarvis zusammen mit Craig Swanson etwas fantastisches vorgestellt:

creativeLIVE.com

Und zwar handelt es sich dabei um einen Website, auf der ihr KOSTENLOS Vorträge von den weltbesten Referenten in allen erdenklichen kreativen Sparten live mitverfolgen könnt. Alles verläuft geplant nach einer Art Stundenplan, den man auf der Website einsehen und jederzeit rein zappen kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit einen kompletten Kurs zu kaufen und herunter zu laden. Ein Kurs dauert meist mehrere Wochen.

Für uns Fotografen sind vor allem diese Referenten interessant und bei der Namensliste haut es mich echt um: Vincent LaForet, David DuChemin, Zack Arias, Scott Bourne, Art Wolfe

Mir bleibt nicht mehr zu sagen als, surft zu creativeLIVE.com, tragt euch die Vorträge in euren Kalender ein, die euch interessieren und profitiert von diesem unglaublichen Angebot. Erzählt davon herum und gebt damit etwas zurück. Das ist ein so großartiges Angebot, dass man es kaum glauben kann.

Grafiktablett vs. Maus

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Ihr kennt sie sicher alle, die Grafiktabletts von Wacom oder anderen Herstellern. Man kann mit Ihnen den Bildschirm mit einem Stift statt einer Maus bedienen. Der komplette Bildschirm wird sozusagen, nicht wirklich, auf das Tablet projiziert.

Vorteile liegen auf der Hand, besonders für Zeichner, die so ihre Bilder gleich digital haben, bzw die Möglichkeiten von Bildbearbeitunsprogrammen ausnutzen können.
Aber auch für uns Fotografen und damit einhergehend oft auch Bildbearbeiter ist die Bedienung mit dem Stift von Vorteil. Besonders wenn man in Photoshop viel mit Ebenenmasken arbeitet und immer wieder Teile der Masken schwarz, bzw weiß malt, oder häufig zum Dodge and Burn Tool greift, arbeitet es sich einfach schneller und vor allem präziser und komfortabler mit einem Stift statt einer Maus. Geschmeidige Bewegungen, unterschiedliche Strichstärken und variierende Deckkraft sind damit einfach möglich.

Manche gehen so weit, dass sie den Stift auch im normalen Betrieb zum Surfen nutzen und die Maus gar nicht mehr anschliessen. Ich habe das auch schon einige mal getestet, kann mich aber aufgrund der Größe (A4) meines Tabletts nicht damit anfreunden. Für die Bearbeitung in Photoshop finde ich die Größe A4 allerdings sehr gut. Kenne aber auch Leute, die A5 lieber mögen.

Wenn ihr noch kein Tablett besitzt, kann ich euch nur empfehlen euch eines anzuschaffen oder auszuleihen und es ausgiebig zu testen. Natürlich braucht man etwas Eingewöhnungszeit, aber die sollte man sich auch nehmen und am Besten so lange die Maus komplett vom Schreibtisch verbannen.
Anfangs reicht auch ein kleineres, bzw eines mit weniger Druckstufen. Denke da an die Wacom Bamboo-Reihe. Sollte man sich aber längerfristig damit beschäftigen, ist der Umstieg auf ein Intuos schon ratsam.
Ich habe auch mit einem Graphire angefangen und bin jetzt bei einem Intuos 3.

Ich hatte nie ein Grafiktablett eines anderen Herstellers, kann daher also selbst nichts zu den Unterschieden sagen. Allerdings sagten mir schon andere Leute, denen ich da durchaus eine richtige Einschätzung zutraue, dass die anderen Tabletts nichts taugen. Man hört und liest wahrscheinlich auch nicht umsonst meist nur von Wacom.

Mein Fazit:

Bearbeitung in Photoshop -> definitiv Grafiktablett und Stift
Andere alltägliche Aufgaben -> beides gut, aber lieber Maus

Nutzt ihr ein Grafiktablett oder habt ihr vor euch eines anzuschaffen?

Mein Wochenende.

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Am vergangenen Wochenende war es hier recht ruhig. Ich war in der Heimat bei Familie und Freundin und habe das Dorfleben mal etwas genossen. Jetzt geht’s aber wieder mit Karacho vorwärts.

Wie es der Zufall wollte, waren Calvin Hollywood und Michael Schepers (bekannt als Schepi) am Karfreitag in Kassel, da Calvin Samstag einen Hands On Workshop gehalten hat.
Kurzerhand wurde also ein Treffen am Abend im Bolero organisiert, zu dem mehr Besucher kamen, als ich erwartet hätte. So war es aber eine gesellige Runde aus ca zehn Mann, später auch mit einer Frau.

Wir haben gut gegessen und viel gequatscht. Ãœber Privates und natürlich Fotografie und Photoshop.
Calvin und Schepi sind beide super nette, lockere und witzige Menschen, die ich hoffentlich bald hier in Hamburg wieder treffen werde.
Also solltet ihr mal von einem solchen kurzfristigen Treffen Wind bekommen, einfach mal hin gehen und Spaß haben.

Mir fiel außerdem auf, dass ich dringend ein kleines Portfolio mit Fotos auf dem iPhone brauche. Scheinbar macht man so was jetzt, und irgendwie ergibt es ja auch Sinn.
Habt ihr immer auf irgendeinem Medium Fotos dabei, die ihr mal schnell zeigen könnt?

Und hier noch mal ein Foto der Runde, gemacht von Schepi:

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Ein neuer Toploader muss her.

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Ich bin derzeit Besitzer eines Rucksacks mit Platz für Kamera + Objektive + Fach für Kleinkram + MacBookFach. Außerdem hatte ich mal eine Fototasche geschenkt bekommen, die allerdings irgendwie suboptimal ist. Für größere Sachen ist sie mir zu klein und für nur eben die Kamera mitnehmen zu groß.

Für meine alte 350D hatte ich eine kleine Toploadertasche von Lowepro, in die nur die Kamera mit einem Objektiv dran reinpasste, und die noch ein kleines Fach für Speicherkarten o.Ä. hatte. Die verschenkte ich aber beim Verkauf der 350D, da sie zu klein für die 5D samt Batteriegriff war.
Jetzt suche ich aber eigentlich wieder nach genau so einer Tasche und bin da beim Lowepro Toploader Pro 70 AW gelandet.

Hat zufällig jemand diese Tasche und ist zufrieden? Oder kann jemand eine Andere in dieser Art empfehlen?

Bücher über Fotografie, eure Favoriten?

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Fotobücher. Es gibt Bücher über Fotografie und Bücher mit Fotos drin. Mir geht es heute mal um die Bücher über Fotografie.

Ich besitze selbst nur eine hand voll dieser Bücher, da ich mir eigentlich immer alles aus dem Netz gesucht habe, was Technik oder andere Fragen angeht, die sich irgendwie auf das Lernen von Fotografie beziehen. Man findet ja irgendwie zu jeden Genre Themenblogs oder Menschen, die einem weiterhelfen können.
Und trotzdem, ich denke, Bücher freuen sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Und es gibt sicher auch Themen, die einfach in einem Buch genauer ausgeführt werden oder von einem Fotografen geschrieben wurde, der nicht bloggt oder Ähnliches macht.

Meine Frage an euch daher, welche Bücher habt ihr gelesen, die euch wirklich etwas gebracht haben und die ihr guten Gewissens weiterempfehlen würdet? Und wieso?

Ich würde weiterempfehlen:

Joe McNally – The Moment it Clicks

Einfach toll einen Einblick in seine Arbeit zu bekommen und trotzdem bei jeder kleinen Geschichte etwas mit zu nehmen. Kein typisches “Fotografie-lernen-Buch”. Ich habe es auf englisch gelesen, da es zum Zeitpunkt des Kaufs noch nicht auf deutsch verfügbar war, würde aber möglicherweise das nächste mal lieber zur deutschen Ausgabe greifen.

Dr. Martina Mettner – Wie man ein großartiger Fotograf wird

Zwar wird man durch dieses Buch sicher kein großartiger Fotograf, aber trotzdem hat es mich dazu bewegt über mich und meine Fotografie nach zu denken. Was ich als einen ganz wichtigen Prozess ansehe. Längeres Review schrieb ich hier.

Fotos: Hamburger Stadtpark

Ich war heute endlich mal wieder draußen und habe Fotos im Stadtpark gemacht. Und wieder mal habe ich gemerkt wie gerne ich in der Natur unterwegs bin und fotografiere. Auch meine Liebe zur Makrofotografie habe ich gleich wieder entdeckt.

Ich hatte wieder Musik auf den Ohren, so haben mich eventuell starre Spaziergänger nicht weiter gestört, als ich mich verrenkte um tief über dem Boden noch durch den Sucher schauen zu können.
Herausgekommen ist eine bunter Mischung verschiedener Fotos. Mein Fazit: Viel öfter einfach mal die Kamera schnappen und losgehen.

Der Frühling kann kommen!

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Flickrfotograf Andreas Wonisch im Interview

Letzte Woche schrieb ich Andreas bei Flickr an, ob er nicht Lust hätte mir ein paar Fragen zu beantworten. Ich finde seine Landschaftsaufnahmen einfach großartig und wollte gerne mal ein bisschen mehr über ihn erfahren. Zum Glück stimmte er zu.
Das Interview gibt’s nun heute als Start in die Woche. Viel Spaß!

andreas_wonisch-1Martin Wolf: Hallo Andreas! Stell dich doch den Lesern erstmal kurz vor.
Andreas Wonisch: Hallo Martin, ich bin 31 Jahre alt, lebe in der Nähe von Freiburg im Breisgau, wo ich bei Fraunhofer als Wissenschaftler arbeite. Die Fotografie ist dabei seit einigen Jahren mein größtes Hobby

MW: Fangen wir doch mal ganz vorne an, wie und wann bist du zur Fotografie gekommen?
AW: Meine allererste Kamera hatte ich schon zu Grundschulzeiten (eine billige Analog-Kleinbildfilmkamera) und kann mich noch gut daran erinnern, wie ich auf meiner ersten Klassenfahrt damit auf Entdeckungsreise gegangen bin… Mich haben eigentlich schon seit immer Natur- und Landschaftsaufnahmen fasziniert, aber richtig intensiv beschäftige ich mich damit erst seit ein paar Jahren. Für mich war ganz klar Flickr die „Initialzündung“: Ich finde es unheimlich faszinierend, mit Millionen Menschen auf der ganzen Welt Fotos auszutauschen und diskutieren zu können. Und als ich dort zum ersten Mal über die teilweise überragende Qualität der Fotos gestaunt habe, war für mich klar: Das möchte ich auch können! Und so begann für mich eine ganz neue Entdeckungsreise in der Fotografie.

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MW: Wenn man so durch deinen Flickrstream schaut, findet man hauptsächlich Landschafts- und Naturaufnahmen. Was reizt dich an diesem Genre besonders?
AW: Ich finde es immer wieder total beeindruckend, wie schön doch die Natur um uns herum ist – selbst an ganz „gewöhnlichen“ Orten. Mit der Natur- und Landschaftsfotografie kann ich diese Schönheit festhalten und anderen Menschen nahebringen. Gerade in unserer heutigen hektischen Zeit ist es für mich auch mal wichtig, inne zu halten und sich die Dinge zu vergegenwärtigen, die auf unseren Planeten innerhalb von Millionen von Jahren entstanden sind – auch vor dem Hintergrund der leider immer mehr voranschreitenden Umweltzerstörung.

MW: Unternimmst du Fotoreisen oder fotografierst du meist dort, wo du sowieso hin fährst?
AW: Ich fotografiere sehr viel in meiner (Wahl-)Heimat in Südbaden bzw. dem nahe gelegenen Schwarzwald, wobei ich dabei für einen Fototour auch schon mal zwei Stunden Autofahrt in Kauf nehme. Ansonsten plane ich aber meine Urlaubsreisen auch immer so, dass auch genügend Zeit zum Fotografieren bleibt – was manchmal zu langwierigen Diskussionen führen kann. ;-)

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MW: Wo (Land/Gegend) würdest du gerne mal fotografieren und konntest es bisher noch nicht?
AW: Das Limit sind immer nur die eigenen finanziellen Mittel und die zur Verfügung stehende Zeit. ;-) Momentan möchte ich mich aber mehr auf Deutschland und Europa konzentrieren, da ich finde, dass man nicht immer Tausende von Kilometer weit fliegen muss, um wirklich schöne Gegenden zu entdecken. Das Schöne kann auch nur einige Hundert Meter vor der eigenen Haustür auf einen warten … man muss nur genau hinschauen. Ich habe bei Flickr auch Kontakte aus Australien und Neuseeland und finde es immer etwas kurios, dass die extra zu uns nach Europa fliegen, während wir wiederum zu ihnen zum Fotografieren fliegen.

MW: Was ist dein Rezept für gute Landschaftsfotos? Kannst du Anderen in dem Gebiet ein paar Tipps mit auf den Weg geben?
AW: Ein Geheimrezept habe ich leider auch nicht – aber viel Geduld und Hartnäckigkeit können sehr hilfreich sein. :-) Mit das Wichtigste in der Landschaftsfotografie sind meines Erachtens aber neben einer guten Location (die wie gesagt nicht unbedingt weit weg sein muss) die „richtigen“ Wetter- und Lichtverhältnisse. Die kann man zum Glück in gewissem Maße vorausplanen (Wetterbericht & Webcam studieren, zur goldenen Stunde fotografieren), aber letztendlich geht es mir oft so, dass ich dann vor Ort doch sehr spontan auf veränderliche Bedingungen reagiere. Und gerade das finde ich auch unheimlich spannend … die Landschaftsfotografie wird da manchmal sogar richtig hektisch. Wichtig finde ich es auch, das Beste aus den gegebenen Bedingungen zu machen – und nicht dem nachzutrauern, was gerade nicht da ist. Wenn ich an einen Ort komme und merke, dass alles ganz anders ist als ich es mir vorgestellt habe, bin ich zwar erst mal etwas enttäuscht, versuche mich dann aber auf die veränderten Bedingungen einzulassen; und oftmals entstanden auch dann tolle Fotos. Und wenn nicht, habe ich wenigstens wieder etwas dazu gelernt.

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MW: Welches Equipment nutzt du? (Kamera, Objektive, Computer, Bildschirm, etc) Ich konnte auf deiner Flickrseite gar nichts dazu finden.
AW: Das hat auch einen guten Grund: Ich finde Equipment wird maßlos überschätzt. Das Wichtigste ist für mich, dass meine Ausrüstung mich nicht „behindert“, sondern im Gegenteil mir möglichst viele kreative Möglichkeiten lässt. Meine Wahl ist deshalb auf Micro-Four-Thirds-Kameras gefallen (primär Panasonic G1, ab und zu auch Olympus E-P1), da sie sehr klein & leicht sind und mir im Gegensatz zu „normalen“ DSLRs eine echte Live-Vorschau schon während des Fotografierens ermöglichen. Dazu kommen dann noch ein guter (kalibrierter) Bildschirm und ein schneller PC, auf dem ich primär mit Lightroom (teilweise auch Photoshop) arbeite.

andreas_wonisch-4MW: Wie findest du deine, meist unglaublich schönen, Locations?
AW: Das ist meist eine Mischung aus Internet-Recherche, Gesprächen mit befreundeten Fotografen – und spontanen Eingebungen. ;-) Ansonsten ist Google Earth eins meiner Lieblingstools zum Ausspähen geeigneter Locations (und auch zum groben Vorab-Visualisieren der Lichtverhältnisse).

MW: Wie häufig in der Woche/im Monat fotografierst du?
AW: So im Schnitt ca. zweimal die Woche, davon meist auf einer größeren Tour am Wochenende. Im Winter finde ich es aber immer etwas schwieriger, Zeit zum Fotografieren zu finden, weil es ja so schnell dunkel wird… Dafür fotografiere ich dann auch ab und zu mal zum Sonnenaufgang, was mir sonst als Langschläfer ziemlich schwer fällt.

MW: Gab es schon mal den Punkt an dem du am liebsten aufgehört hättest zu fotografieren? Wenn ja wieso und was hast du dagegen gemacht?
AW: Manchmal frage ich mich schon, wieso ich denn fotografiere, wo es doch Millionen von anderen Menschen auch tun – und teilweise sogar auf viel höherem Niveau. Gerade bei viel fotografierten Locations wie dem Grand Canyon, kommt es mir manchmal ziemlich sinnlos vor, das x-te, gleich aussehende Foto zu schießen (am besten noch vom ausgeschilderten „Sunset Point“). In solchen Momenten sage ich mir dann immer, dass es vielleicht schon Tausende vor mir fotografiert haben – ich persönlich aber noch nicht. Und nachdem ich das „Standard-Foto“ im Kasten habe, suche ich dann nach weniger konventionellen Kompositionen…

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MW: Hast du schon mal daran gedacht die Fotografie professionell als Job zu betreiben?
AW: Darüber nachgedacht habe ich schon – bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass das nicht für mich in Frage kommt. Ich habe ja bereits einen guten & interessanten Job und sehe die Fotografie mehr als kreativen Ausgleich. Ich finde es auch viel interessanter, das fotografieren zu können, was ich gerne möchte – und nicht irgendwelchen Auftraggebern oder Trends hinterher rennen zu müssen (zumal Fotografen zu den schlecht bezahltesten Berufsgruppen überhaupt gehören). Ich freue mich natürlich immer, wenn ich ein Foto verkaufe – aber das sind dann auch Bilder, die mir selbst wirklich etwas bedeuten.

MW: Welchen allgemeinen Tipp kannst du angehenden Fotografen mit auf den Weg geben?
AW: Um sich selbst weiterentwickeln zu können, sind meines Erachtens zwei Dinge unabdingbar: (ehrliches) Feedback von anderen Leuten und viel, viel Ãœbung. Ein solides theoretisches Grundwissen halte ich zwar auch für sehr wichtig, aber letztendlich versteht man vieles erst richtig, wenn man es auch selbst ausprobiert.

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MW: Vielen Dank für deine Zeit, Andreas. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!
AW: Vielen Dank für dieses Interview, Martin! Für mich war das jedenfalls eine ganz neue Erfahrung. :-) Ich hoffe, dass ich auf diese Weise deinem Blog und deinen Lesern auch etwas zurückgeben konnte.

“Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht”, ein Interview

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Kurze Meldung zwischendurch. Ich wurde von Besim von Lens-Flare.de interviewt. War interessant mal auf der anderen Seite zu stehen.
Wenn es euch interessiert was ich so zu sagen habe, findet ihr das Interview hier.